Herr Lehrer ICH weiß es

Derzeit ist wieder ewiges Hervortun angesagt, a la „Herr Lehrer ICH weiß es„.

Es geht wieder mal um Corona, und um Halbwahrheiten und Falschinformationen allenthalben.

Nicht wenige Menschen tun sich hervor, als die Alleswisser, zu denen alle anderen aufsehen müssten.

Folgendes Gespräch:
„Was soll das Gejammere wegen diesem sch…. Corona. Bei Grippe haben wir auch weit über 10.000 Tote“.

Man sah es dem Sprecher so ganz direkt an, wie stolz er darauf war, auch einmal die erste Geige zu spielen. Hoffentlich würden die anderen endlich mal erkennen, wie überlegen er an dieser Stelle war, und also ihn als Chef anerkennen, mit allen Vorteilen, die das mit sich brächte.

Das Problem war nur … er lag total daneben.

Hätte er sich einmal die Mühe gemacht sich auch nur einigermaßen genau zu informieren, hätte er gewusst, dass ein Durchschnittsjahr etwa 600 – 800 Grippetote zeigt. Ausgehend von den Fällen, die offiziell gemeldet werden.

Bei Corona liegen wir da aktuell bei ca. 9.500. Wobei das Jahr (=12 Monate) noch lange nicht zuende ist.

WENN man schon Zahlen vergleicht, dann auch DIE, die WIRKLICH vergleichbar sind.

Wenn dann mal hinterher die sog. „Übersterblichkeit“ berechnet wird, also wieviel mehr Tote es gab, als üblicherweise zu einer Jahreszeit, dann ergibt das nochmal andere Zahlen. Bei o.g. Grippebsp. kann sowas auch das x-fache sein (zB 3.000). In der Grippesaison 2017/18, die absolut extrem war, kam man da auf etwa 25.000.

Was sich, rein rechnerisch, im jetzigen Jahr, bei Corona als „Übersterblichkeit“ ergeben wird, das kann man derzeit überhaupt noch nicht sagen. Denn, wie gesagt, das Jahr läuft noch.

Wenn man also vergleicht, dann bitteschön schon auch das, was wirklich vergleichbar IST!

Mangels bekannter Zahlen, kann man im Moment nur die Zahl der Verstorbenen vergleichen, die offiziell gemeldet wurden. Und da liegen wir, sehr grob gesagt, bei der Grippe etwa bei 1.000 und bei Corona beim bis zu 20-fachen.

Sich also mit Falschinformationen hervor zu tun, ist, schlicht gesagt, lebensgefährlich. Solche Menschen implizieren, dass Schutz und Maßnahmen nicht erforderlich seien.

Die Infektionszahlen steigen rund um D rasant an. Und auch hier bei uns kommt es langsam an. Wir haben nicht mehr nur 100 neu gemeldete Infizierte jeden Tag, wie noch vor 2 Monaten, sondern 3.000 und mehr.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dies wieder bei den Risikogruppen ankommt, und auf den Intensivstationen.

Dabei ist der Zusammenhang absolut offensichtlich:
Je mehr und intensivere Kontakte es zwischen den Menschen gibt, umso mehr Infizierte gibt es als Folge. Das Virus hat dann wesentlich leichteres Spiel.

Und was ist ein wesentliches Merkmal von Reisen, Feiern und kalter Jahreszeit ?????

EBEN !!!!!!

Und so sollte es unser aller Bestreben sein, gute Voraussetzungen für das Virus zu verhindern. Zumindest solange es kein Mittel dageben gibt.

Denn jeder Mensch hat das Recht zu leben. Auch jeder Mensch über 60 !!!

Herr Lehrer ICH weiß es, hilft uns da genau NICHTS weiter. Die „Herr Lehrer ICH weiß es – Typen, die konnten die meisten auch früher schon nicht ausstehen. Denn wenn es drauf ankam, dann hielten sich die immer fein raus.

Die Sache mit den Papiertaschentücher(n)

Papiertaschentücher brauche ich eigentlich keine.

Außer wenn mich im Sommer mal eine Erkältung erwischt hat, weil ich mich ZU sommerlich gekleidet hatte, und mich die doch hier in Oberfranken eher kühl sommerliche Witterung „erwischt“ hat.

Oder im Frühling, wenn ich mich schon im Sommer wähne, mich Gleiches niedermäht.

Oder im Herbst, wenn ich mich noch im Sommer wähne.

Und im Winter schon gleich gar, wenn das kalte bis eiskalte Wetter meine Nase fortlaufend zum fortlaufen animiert.

Aber wie gesagt, EIGENTLICH brauche ich keine Papiertaschentücher.

Und doch habe ich im Bad, dort im Eckschrank, so an die 50 Päckchen Papiertaschentücher liegen.

Und die werden immer mehr (jedenfalls nicht weniger).

Der Grundbestand bestand seinerzeit nach dem Umzug in Form eines Abfallsackes voll mit Papiertaschentücher-Päckchen. Die hatte ich dann irgendwann fein säuberlich in eben jenen Eckschrank gestappelt.

Nun ist es bei mir so, dass ich jeden Monat mindestes 3x in der Apotheke aufschlage. Sei es, dass meine Blutdruckmedis zur Neige gehen. Oder dass ich für jemand dort was hole. Oder ein Medi erstehe, das ich selbst zahlen muss (zwar bin ich zuzahlungsbefreit, doch bestimmt natürlich meine Krankenkasse, welche Medis, die ich tatsächlich benötige, weil krank, dennoch ich selbst zahlen muss; egal ob ich das Geld dafür habe …. nennt man dann soziale Gerechtigkeit …. oder so).

Jedenfalls, bekomme ich bei jedem Besuch der Apotheke, als kleines Geschenk, ein Päckchen Papiertaschentücher.

Macht also im Jahr ca. 40 Päckchen.

Also sagen wir mal, ich hatte 50 Päckchen auf Vorrat, aus Umzug (woher auch immer die ursprünglich waren). Macht mit den 40 Päckchen von diesen Jahr, insgesamt 90 Päckchen.

Die fortlaufende Nase benötigt im Winter wöchentlich 2 Päckchen. Macht in den 5 echten Wintermonaten hier in Oberfranken summa summarum etwa 40 Päckchen an Verbrauch.

Bleiben nach dem Winter 50 Päckchen übrig.

Ein perpetuum mobile. Auf den 50 Päckchen bleibe ich also immer sitzen.

Nachdem ich jährlich im September brav meine Grippeschutzimpfung einsauge (ach nee, da kommt ja die Doctorine mit dem Hubkolben, und presst mir die rein 😉 ), wird dieser Bestand (hoffentlich) nie abnehmen.

Ergo …. zeigt mein Bestand an Papiertaschentüchern, wie mein Gesundheitszustand sich darstellt, hinsichtlich Erkältung/Grippe/etc

Habe ich nach dem Winter etwa 50 Päckchen, bin ich gesund, hab ich weniger, bin ich krank, hab ich mehr, war der Winter extrem mild.

Bleibt noch die Frage, was denn mit den ganzen Papiertaschentüchern passiert. Sind ja doch 400 Stück pro Winter.
Und wenn man mal hoch rechnet, mit den ca. 4.000 Einwohnern meines Städtchens, dann haben wir hier theoretisch 1.600.000 Papiertaschentücher zu entsorgen.
Würde man das hochrechnen, mit 80 Millionen Einwohnern in D, dann käme man auf 32.000.000.000 Papiertaschentücher (32 Milliarden).

Äääähhhhmmmm – irgendwie wird mir grad etwas schwindlig ….

Wieviele 80 Liter Restmülltonnen voll wären das jetzt ????

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)