Heizung mit Blumentöpfen

Ob des Titels in der aktuellen Jahreszeit, wird mancher sich fragen, was das Thema soll?

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, bewohne ich eine Souterrain-Wohnung. Die ist also ein Stück unterhalb des Erdniveaus.

Das hat den unglaublichen Vorteil, zumindest für mich, dass sie im Sommer angenehm kühl ist. Aktuell aber leider zu kühl, weil ohne Zentralheizung bei 18 Grad ist dann schon etwas „schattig“.
Draußen hat es (noch) nicht, so wie letztes Jahr, 30 Grad, so dass sich die Wohnung auf 20 Grad oder sogar etwas mehr aufheizen würde. DANN nämlich wäre es, für mich, eine Wohltat, wenn man von draußen kommt.

JETZT aber heißt es, wie etwas mehr Temperatur in die Wohnung oder zumindest ins Wohnzimmer bekommen.

Und so stieß ich jüngst auf eine Anleitung im Netz, mir mit Blumentöpfen und Teelichter eine kleine Heizung zu bauen. Und das habe ich dann in die Tat umgesetzt.

Ganz einfach gesagt, eine 10-er Gewindestange in der Mitte, und daran 2 verschieden große Blumentöpfe befestigt. Darunter ein paar Teelichter, die den inneren Topf aufheizen, der seine Wärme an den Luftzwischenraum abgibt, und somit an den äußeren Topf.

Nach ungefähr 10 Minuten beginnt man zu spüren, dass die Raumtemperatur ansteigt. Bringt nicht viel, aber so 2-3 Grad in einem kleinen Wohnzimmer, ist alles, was es braucht.

Es war gar nicht so einfach, noch ein paar Töpfe aus Ton zu besorgen. Überall erhält man heutzutage fast nur noch Pflanztöpfe aus Plastik. Aber ein Blumenladen in der Nähe hatte noch welche und überließ sie mir für kleines Geld. Eigentlich gehört darunter dann ein schwerer Topfuntersetzer, auch aus Ton (zumindest lt Anleitung), aber bekam ich auf die Schnelle nicht, und so bohrte ich einfach in ein größeres Brett ein 10-er Loch und nahm das als Ersatz.

Es ist ein beschichtetes Holzbrett, und deshalb darf ich die „Heizung“ natürlich nicht unbeaufsichtigt lassen, auch wenn die Teelichter, weil in Alu-Töpfchen, eigentlich keine Gefahr darstellen. Aber sicher ist sicher, und in der Küche habe ich auch einen Eimer Wasser gebunkert (JA, ich weiß, man kann´s auch übertreiben).

Das war jetzt erstmal ein Test auf die Schnelle, und sobald ich noch was Schweres und Feuerfestes als Ersatz für das Brett bekomme, wird das getauscht.

Alles in allem hat mich das Ganze 8 € gekostet (Töpfe, Stange, Beilagscheiben, Muttern), und erfüllt absolut seinen Zweck. Und soll ja auch nur in der Zeit Verwendung finden, in der draußen die Temperaturen nicht hoch genug sind, als dass etwas davon in meine Wohnung gelangt.

Es grüßt,
das Smamap

Das Uhrenkabinett

Eigentlich war ich der Meinung, ich hätte nur eine Uhr, nämlich die am Smartphone.

Eigentlich ……

Heute stellte sich heraus, wieviele Uhren ich tatsächlich habe.

Ich mag es nämlich nicht, wenn man irgendwelche Sachen in x-facher Ausführung hat, ohne es tatsächlich zu benötigen.

Somit besitze ich also meine Uhr auf dem Smartphone, eine Uhr in der Küche (da man damit ja auch beim Kochen, ohne Smarphone, die Kochzeit überprüfen kann). Auch das Festnetz-Telefon nennt eine Uhrzeit sein eigen, ebenso die Uhr an der Gas-Zentralheizung, den schließlich benötigen die eingestellten Heizprogramme ja eine Uhrzeit.

Dann steht da noch im Abstellraum eine Eigenproduktion, sprich ich hatte mal eine kreisrunde Schieferplatte mit einem vorhandenen Uhrwerk versehen.

Nicht zu vergessen, die Uhr auf meinem PC.

Genau genommen stehen da noch 3 Altertümer an PCs rum, die auch alle ihre Uhr haben.

Und schließlich habe ich ja noch meinen eBook-Reader, das auch eine Uhr in sich trägt.

Au weia, die 0815-Uhr auf dem TV hatte ich ganz vergessen, und die Uhr IM TV sowieso.

Somit habe ich also ein Dutzend Uhren in der Wohnung, auch wenn, genau genommen, ein paar davon ganz automatisch vorhanden sind.

Jedenfalls, wenn ich hätte drauf wetten müssen, ich wäre total daneben gelegen.

Es grüßt,
das Smamap

Der Herbst

Hab vorhin noch eine kleine Runde gedreht, nachdem man heute nicht so recht rauskam. Aus Wettergründen.

Aber dann riss es plötzlich auf, und die Sonne kam raus. Flugs die Schuhe in die Hand genommen, und auch alles andere, und raus zur Haustüre.
Und wie ich da so unterwegs war, kam eine Wegstrecke, die im Schatten lag, und plötzlich SAH ich ihn, den Herbst: Ich sah meinen Atem. Ich sah die Luft, wie sie zum Ende des Jahres hin, sichtbar wird.

Manche unken, dass es jetzt bald zu schneien anfängt. Nun ja, noch ist etwas Zeit …..

Aber man merkt, die Richtung ist eingeschlagen . Etwa daran, dass man nach einem We auswärts, zurückkommt, und es hat 15° in der Wohnung.
Gut, man muss jetzt schon dazusagen, dass meine Wohnung im Souterrain liegt, was im Sommer den Vorteil bringt, dass es nur selten über 20 – 22 Grad rausgeht.

Und wie ich jetzt grade, nach meiner Rückkehr, vom Herbst schreibe, da zieht es auch schon wieder zu, und ich werde jetzt dann gleich das Fenster wieder schließen, und die Heizung etwas aufdrehen.

Und das erinnert mich einmal mehr an meine Zeit damals in meiner Kindheit/Jugend, als ich bis Mitte September die Zeit bei meiner Großmutter verbrachte, und selten eher als abends um 10 Uhr, ob der Temperaturen, nach drinnen ging.
Und wie oft ging ich damals abends um 8 noch an den See zum Baden. Ein Vergnügen das ich jetzt, einige Jahrzehnte später, nicht mehr habe.

So ändern sich die Zeiten.

Das drückt sich auch darin aus, dass die Menschen im Gäuboden (für Auswärtige: Das ist in Niederbayern; Nähe Straubing) ein zeitliches Maß dafür haben, wann der Sommer zu ende ist:
Dann nämlich, wenn das Gäubodenfest zu ende ist. Und das ist regelmäßig der Fall in der Woche nach dem Feiertag am 15. August. Dann nämlich, so sagt man dort, ist es so, dass unmittelbar der Nebel frühmorgens aufsteigt
Und das konnte man auch immer unmittelbar nachvollziehen: Pünktlich mit diesen Tagen nach dem 15. August, war das Erste, was man in der Früh zu Gesicht bekam, der morgentliche Nebel.
Allerdings habe ich es, wie ich dort noch lebte, immer so gehalten, dass für mich dann der Altweibersommer losging. Der Herbst hatte noch etwas Zeit.

Die Amerikaner haben einen sehr schönen Namen dafür, wie ich finde: Indian Summer.

In Oberfranken, wo ich jetzt lebe, ist der Winter die längste Jahreszeit im Jahr. Normalerweise von Oktober bis einschl. April.
Wie gesagt …. so ändern sich die Zeiten.

Früher war der Sommer die längste Jahreszeit …. heute ist es der Winter.
Zugegeben, das hat viel mit meinem Ortswechsel damals zu tun. Aber es passt halt genau dazu, zu dem Eindruck, der sich mit dem Klimawandel ergibt.

Aber letztlich hat jede Jahreszeit ihre Reize: Angefangen vom Frühlingserwachen, über die lauen Sommerabende, hin zu Farbenvielfalt des Herbstes. Und auch der Winter kann punkten: Für mich sind es die unberührten weißen Landschaften, die man speziell HIER finden kann …. weiße Flächen, nur unterbrochen von den Fährten der Wildtiere.

Es grüßt,
das Smamap