Was tun gegen das Virus?

DAS ist die zentrale Frage … WAS tun gegen das Virus?

Wenn man sich die ganzen Verlautbarungen, Diskussionen und Meinungsäußerungen ansieht/anhört, dann gibt es teilweise doch Meinungsunterschiede dazu.

Mir scheint das wesentlichste Problem zu sein, dass es zum einen unheimlich schwer ist, abzuschätzen, was die beste Maßnahme wäre, und gleichzeitig es enorm wichtig ist, Maßnahmen in der Bevölkerung auch durchzusetzen. „Durchsetzen“ heißt dabei, dass die Bevölkerung auch mit Überzeugung mitmacht.

Ich bin überzeugt davon, dass schon zu einem sehr frühen Stadium in D die Meinung bei den Verantwortlichen da warj bzgl der Frage, was tun gegen das Virus. Nämlich, man müsse totale Ausgangssperren verhängen. NUR – derlei wäre in der Bevölkerung niemals durchzusetzen gewesen.

Man stelle sich vor, es gibt nur eine begrenzte Zahl an Infizierten und eine sehr kleine Zahl an Toten. Die Virologen wüßten dann sehr genau, wo das alles hinläuft und was tun gegen das Virus. Dass es nämlich zu exponentiellem Wachstum in den Zahlen kommt, und dass totale Abschottung unvermeidlich ist. Jedoch gegen komplette Ausgangssperren wäre die Bevölkerung Sturm gelaufen. Und nicht nur die.

Also musste man versuchen „angemessen“ zu reagieren, um sicher zu stellen, dass die Bevölkerung mitmacht. Wenn „angemessen“ zu spät kommt, dann haben wir allerdings italienische Verhältnisse, sprich immense Infiziertenzahlen und 10% Tote.

Was es wirklich gebraucht hätte, wäre gewesen, die Älteren und Alten vollständig zu isolieren, ebenso die Menschen mit „Vorerkrankungen“. Und für den Rest der Bevölkerung komplette Abschottung. Man hätte dann gleichzeitig auch die Unbelehrbaren im Griff behalten.

Jedoch ist das in einer Demokratie nur wahnsinnig schwer umzusetzen. Es geht deshalb nur so, wie es jetzt in Europa reihum, mehr oder weniger ähnlich, gemacht wird.

Das führt zu der Frage, was man aus derlei für die Zukunft mitnimmt?

Nun ja, man könnte jetzt leichthin meinen, es müssten halt für solche Fälle ganz rigorose Maßnahmen festgeschrieben werden. Allerdings beinhaltet das die ganz große Gefahr, dass sich das dann mal gewisse Gruppierungen in der Gesellschaft zu Nutze machen könnten. Mit Demokratie und Freiheit hätte das dann nicht mehr viel zu tun. Jedoch ohne Lehren und deren Umsetzung haben wir es im Wiederholungsfall mit ganz anderen Zahlen zu tun. Stichwort „Ebola“.

Ich weiß spontan keinen Lösungsansatz dazu. Aber das ist jetzt ja auch nicht die Zeit für solche Überlegungen.

Ich wohne hier nicht allzuweit weg von jener bayrischen/fränkischen Stadt „Mitterteich“, für die gestern der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, mit allem was so dazu gehört. Man hatte urplötzlich 30 Infizierte und eine ganze Reihe von Menschen die beatmet werden musste. Man hat sich dann zu dieser ultimativen Maßnahme entschlossen, um den Rest der Bevölkerung zu schützen. Heute hört man, gerüchteweise, es habe sich um eine Ansteckungswelle gehandelt, ausgehend von einer festzeltartigen Veranstaltung vor einiger Zeit, und man befürchtete eine Lawine an Infizierten. Deshalb die Maßnahme.

Ganze generell wird, nach dem Virus, eine Zeit auf uns zu kommen, die sich mit der Frage beschäftigt, was wir ändern wollen. Nicht nur bzgl. solcher Virus-Gefährdungen, sondern grundsätzlich. Mir fällt da zB ein, ob es wirklich nötig ist, überall auf der Welt hin zu reisen; alle möglichen Verköstigungen zu genießen, wo auch immer sie herkommen mögen; 10x mehr zu haben, als man wirklich braucht (egal ob jetzt Klopapier oder Autos); ob wir wirklich DEN Lebensstandard brauchen, den wir haben.

Denn eines ist klar … dieses „alles haben wollen“ macht es sehr sehr schwer, plötzlich alles zurück zu fahren. Oder um ein (zugegeben) sehr krasses Bsp zu bringen: Meine Großeltern hatten ein Plumps-Klo, eine kleine Wohnung und nur 1x in der Woche Fleisch; sie wurden 80 Jahre alt und führten ein glückliches Leben.

„Was tun gegen das Virus?“ ist also u.U. eine viel umfassendere Frage.

… to be continued

Sind die wirklich so?

Nehmen wir mal Folgendes an …..
(selbstverständlich wären Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder tatsächlichen Ereignissen rein zufällig)

Ein gebürtiger Thüringer wandert aus und wird in Bayern sesshaft.
Doch i-wie kommt er mit den Gegebenheiten nicht so recht klar.
Er ist umgeben von lauter Idioten.
Alle um ihn herum machen immer Dinge, über die man nur den Kopf schütteln kann.
Sämtliche Behörden und Institutionen machen ihm immer nur Probleme.
Ständig werden ihm Knüppel zwischen die Beine geworfen.
Und in der Arbeit genau das Gleiche. Lauter Vollpfosten. Ständig gibt es Ärger, und alles bleibt immer an ihm hängen. Ständig wird er gemobbt. Das geht soweit, dass sogar die Oberen gemeinsame Sache machen, und er letztlich rausgeworfen wird.
Und dann immer diese Ausländer und Einwanderer. Ja, ja, die haben schon recht, die von Pegida. Die kommen alle ins Land und nehmen einem die Jobs weg.
I-wann mal sagt ihm einer, dass es scheinbar sehr einfach ist, immer den anderen die Schuld zu geben; die Fehler immer bei anderen zu suchen.
Hat sie der noch alle? Was kann er denn dafür, wenn er von lauter Idioten umgeben ist? Sollen doch Partner,  Freunde und Freundinnen hingehen, wo der Pfeffer wächst.
Nö, das Ganze macht er nicht mehr mit, und wird mal wieder in eine andere Gegend ziehen.

So eine fiktive Geschichte, so sie denn wahr wäre, würde den Gedanken aufkommen lassen, dass da jemand nicht dazu fähig ist, mal das eigene Handeln, und die eigenen Einstellungen zu überdenken. Denn wenn der Reihe nach alles schief gegangen ist, dann könnte man ja langsam mal auf die Idee kommen, den Grund dafür bei sich selber zu suchen.

Aber wie gesagt, Ähnlichkeiten wären rein zufällig.

Schönes Wochenende.
Es grüßt,
das Smamap