Das Hirn

Seit vielen Wochen suche ich die Ersatzbrille meiner Ersatzbrille.

Hatte es mittlerweile schon aufgegeben, sie finden zu wollen.

War ja auch nur, um des Lesens willen, und eine jener Kleinstbrillen, die man nur zur Not mit sich führt, wenn man z.B. eine klein geschriebene Speisekarte entziffern will.

Dachte schon gar nimmer dran.

Heute, als ich dann das Reparaturset von meinem Rad holte (jenes unter dem Sattel), und es öffnete, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich hatte die Röhre mit der Brille drin, eines Tages, kurz vor Abfahrt mit dem Rad, dort hinein-zelebriert, falls ich unterwegs derlei brauchen würde.

Ich hatte diese Information irgendwo in den Tiefen des Hirns abgelegt. Aber es wäre mir nicht für viel Geld möglich gewesen, diese dort wieder hervor zu zaubern.

Das Hirn ist schon ein wundersames Wesen. Es vermag Inhalte wegzusperren, die total unwichtig sind, um diese Kapazitäten anderweitig zu nutzen.
Zumindest stelle ich mir das so vor. Und es entspricht auch dem praktischen Gebrauch.

Es grüßt,
das Smamap

Geistesblitz

Heute morgen, noch im Bett, als ich versuchte, meinen Astralkörper endlich Richtung Bettkante zu bewegen, da durchfuhr es mich ….

….. MORGEN IST FEIERTAG !!!!!

Nicht, dass es jetzt plötzlich einen völlig neuen Feiertag gäbe, der dieses Jahr das erste Mal stattfinden würde. Nein „Christi Himmelfahrt“ gab es immer schon. Zumindest solange ich denken kann.
Und irgendeinen Vorteil muss es ja haben, wenn man katholisch ist.

Es ging darum, dass morgen normalerweise Markttag wäre. Mangels vorhandenem Werktag, würde das wohl auf den heutigen Tag vorgezogen worden sein.
Also RAUS aus den Feder und dann mal in die Gänge gekommen! Ich kaufe ja seit einigen Wochen mein Obst und mein Gemüse nur noch auf dem Markt, weil hier bekomme ich Dinge aus der Umgebung, und v.a. sind die Sachen auch frisch und haltbar.
Hatte ich letztens erst wieder erlebt, weil ich nämlich auf dem Markt den Rettich vergessen hatte. Also hab ich mir einen ebensolchen Tags darauf beim Discounter mitgenommen. 4 Tage später habe ich die Hälfte der Frucht weggeworfen. Bei Ware vom Markt passiert mir sowas nicht. Vielmehr hab ich sehr viel länger Zeit, es zu verzehren.
Damit kam mich der Rettich doppelt so teuer, als es das Preisschild beim Discounter erzählt hatte.

Na ja, das mit dem „in die Gänge kommen“ ist so eine Sache.

Als ich nämlich dann auf dem Markt ankam, da stellte sich heraus, dass mein Obst- und Gemüsemensch nicht vorhanden war. Mit etwas HIRN hätte ich da auch von vorneherein draufkommen können, weil der ja sicherlich am heutigen Tag woanders seinen Standplatz hat, sprich auf einem anderen Markt.

Also ging ich daran mir mein Obst und Gemüse an anderen Ständen zusammen zu suchen. Das war mitunter gar nicht so einfach, weil nun mal nicht jeder alles hat. Aber letztlich kam ich dann doch zum Ziel.

Ging da heute auch ganz schön rund, weil auch auf dem Markt wohl jeder dachte, dass dies der letzte Markttag für diesen Monat wäre.

Ich machte dann vorsichtshalber noch eine 2. Runde durch den Markt, um meinem HIRN die Chance zu geben, zu erkennen, ob ich was vergessen hätte.

Dem war aber nicht so, und so verließ ich das Etablissement wieder, und brachte meine Schätze nach Hause.

Was lehrt uns das? Feiertage habe so ihre Eigenart.
UND ….. mit HIRN läuft alles leichter. Manchmal!

Es grüßt,
das Smamap