Dies ist mein Beitrag zum alphabetischen Mitschreibeprojekt ‘Kleider machen Leute’ vom WORTMISCHER.
Habe mir dabei den Buchstaben D wie „dream“ ausgesucht.
Mein Traum (Teil I) ist, in Allerweltskleidung daher zu kommen, also z.B. in einer Jeans (meine sind in der Regel geflickt), Sportschuhe, ev. ein T-Shirt, und mag sein, eine ganz normale Jacke.
Das Bild eines solchen Menschen, das sich in so manchen Mitmenschen ergeben würde, wäre das eines Typen, der sich halt nicht so sehr viel leisten kann, einerseits, und das Leben so nimmt, wie es kommt, andererseits. Ein bescheidener Mensch, der nicht viel Aufhebens um sich macht.
Man könnte diesen Menschen ev. dabei beobachten, wie er in der Fußgängerzone zu einer alten Frau geht, die dort seit Jahren sich Tag für Tag ihren Lebensunterhalt „erbettelt“.
Und er geht zu der Schachtel, die die Frau vor sich aufgestellt hat, und wirft ihr auch etwas hinein, geht weiter, herum um’s Eck, und ist verschwunden.
Und dann hört man die alte Frau einen Schrei ausstoßen, denn sie hat in ihrer Schachtel einen Fünfhundert € Schein entdeckt.
Und damit hätte ich meinen Traum (Teil II) gelebt, nämlich einer zu sein, der ein Vermögen sein eigen nennt, und es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, damit Gutes zu tun. Nicht weil er damit auffallen möchte, sondern weil er es kann.
Und die Kleidung passt dazu. Sie stellt nichts dar, ist einfach nur zweckmäßig und bequem, und macht diesen Menschen zu dem, was er ist: Ein ganz normaler Mensch, der Gutes tun möchte. Und das ohne erkannt zu werden oder es an irgendeine Glocke zu hängen.
In diesem Sinn machen Kleider Leute.