Linux installieren

Mir ist eben aufgefallen, dass ich ja noch einen Beitrag schreiben wollte, wie es mir beim Installieren von Linux so ergangen ist.

Besser spät als nie!

Ich hatte mir also unter Windows10 die ISO-Datei für Ubuntu heruntergeladen (s. hier) und dann mit meinem Brennprogramm auf DVD gebrannt.

Der einfachste Weg wäre nun der gewesen, das vorhandene Windows durch Ubuntu zu ersetzen. Dies zu erreichen, dazu braucht man nur den PC von der DVD zu starten, und den Anweisungen zu folgen. Nach einigen Schritten wird dort dann an einer Stelle die Voreinstellung angezeigt, das vorhandene Betriebssystem durch Linux zu ersetzen (beim Starten von Ubuntu von der DVD kann man übrigens auch auswählen, dass man anstelle der sofortigen Installation, auch erst mal Ubuntu testen möchte; das läuft dann nur über die DVD, und ändert nichts am PC)

Gut, aber SO einfach wollte ich es mir natürlich nicht machen, sprich Windows komplett durch Ubuntu zu ersetzen, sondern ich wollte mein Windows10 erst mal noch behalten.

Also musst nach dem Brennen der DVD im zweiten Schritt Platz auf der Festplatte geschafften werden, um dort das Ubuntu installieren zu können, ohne das vorhandene Windows zu beeinflussen.
Das ist ungefähr so, also wäre ein Zimmer mit etlichen Schränken vollgestellt (Windows hat sich, in aller Regel, ja die ganze Festplatte unter den Nagel gerissen, auch wenn da noch sehr viel ungenutzt ist). Wenn man also da was anderes rein stellen will, dann muss man zunächst Platz schaffen, auch dann, wenn die meisten Schränke eigentlich leer sind. Also so viele Schränke raus, wie man für das neue Teil an Platz braucht.

Und genau so, muss das mit der Festplatte auch geschehen, wenn man das, was da auf der Festplatte schon mit Windows belegt ist, behalten will (die vollen Schränke sollen ja auch im Zimmer bleiben).
Also mit entsprechendem Programm genügend Platz auf der Festplatte für Ubuntu geschaffen. Ich hab für Ubuntu zunächst mal insgesamt 50 GB angesetzt, und den Rest bei Windows belassen. Das setzt natürlich auch voraus, dass auf der Festplatte auch noch so viel frei ist.

„Platz schaffen“ bedeutet nix anderes, als dass man den Bereich auf der Platte, der von Windows belegt wird, entsprechend reduziert, und Windows damit zu verstehen gibt, dass die Platte kleiner geworden ist.

Danach kann man dann daran gehen, Ubuntu zu installieren.

Nach der Installation hat man dann Beides auf dem PC, und nach dem Einschalten kommt dann ein kleines Menü, in dem man mit den Pfeiltasten auswählt, ob man jetzt Windows starten möchte, oder Ubuntu.

Es ist nicht ganz so einfach, wie es sich hier liest, denn man sollte schon ein paar Dinge dazu wissen, damit diese Parallel-Installation auch klappt (man sollte das dann tatsächlich von Jemandem machen lassen, „der sich damit auskennt“ (aber nicht nur so tut, als würde er sich auskennen).
Wenn man Ubuntu als alleiniges System installiert (s.o.) braucht man im Prinzip nichts zu wissen. Die Installation läuft dann vollautomatisch. Aber das Windows ist dann halt eben auch weg (was natürlich bedeutet, dass man zuvor auch eine Datensicherung erstellt habe MUSS (vorzugsweise in Form eines Image), um die Daten noch zur Verfügung zu haben (also z.B. die Bilder etc), und im Ernstfall das Ganze auch wieder auf den Ursprungszustand zurückgesetzt werden kann.
Denn was nützt die schönste Ubuntu-Installation, wenn es hinterher nicht läuft (es soll schon Pferde gegeben haben, die vor der Apotheke gek… haben). Ein zuvor erstelltes Image ist in 10 Minuten zurück gespielt, und das Windows ist wieder genauso wie zuvor.

Ein WICHTIGER Hinweis an dieser Stelle !!!!!!
Wenn man Windows und Linux parallel auf dem PC haben möchte, dann MUSS man vor der Linux-Installation bei Windows8 und auch bei Windows10 den sog. „Schnellstart“ deaktivieren. Beide Win-Dosen würden nicht mehr starten, wenn dies nicht gemacht wird. Das bedeutet dann, dass Windows ab da beim Starten ein paar Sekunden mehr braucht. Vereinfacht gesagt, hat Winzigweich diese beiden Dosen mittels eines Tricks in die Lage versetzt, relativ schnell zu starten. Dieser Trick geht aber nach hinten los, wenn man mit einem Boot-Menü arbeitet, wie das ja dann der Fall sein wird, wenn man zu Beginn auswählt, welches Betriebssystem gestartet werden soll.

Wer übrigens mal ausprobieren möchte, unter Windows8 oder Windows10, wie lange Windows OHNE Trick zum Starten braucht, der muss nur, bevor er auf „Herunterfahren“ klickt, die linke Großschreibtaste gedrückt halten. Wenn Windows dann am Herunterfahren ist, dann kann man die Taste wieder loslassen. Wenn man den PC dann wieder einschaltet, dann muss sich Windows jede Klitzekleinigkeit, das es zum Starten braucht, von der Festplatte zusammenholen (was mittels aktiviertem „Schnellstart“ wesentlich weniger Zeit in Anspruch nimmt).

Falls das Alles sich für Manche ziemlich kompliziert anhört, denen sei gesagt, dass es auch nicht komplizierter ist, als Autofahren, wenn man es denn mal intus hat.

Ach so ja ……… meine eigene Erfahrung: MEINE Installation verlief völlig problemlos. Beim ersten Neustart kam das Boot-Menü und beide Betriebssysteme starteten ohne irgendwelche Schwierigkeiten (noch vor 2 Jahren hatte ich da ganz andere Erfahrungen gemacht).

Es grüßt,
das Smamap

LINUX mal beäugen ?

Hab jetzt eine neue Kategorie auf meinen Blog eingeführt, namens „Linux„.

Da werde ich von Zeit zu Zeit mal was zum Thema von mir geben.

Wie HIER ja schon zu lesen war, bin ich drauf und dran, zu Linux zu wechseln, weil mich MS alias Microsoft alias Winzigweich langsam aber sicher mit seinen Verhaltensweisen auf die Palme bringt.

Und so habe ich also Linux parallel zu Windows10 auf meinen PC gebracht und taste mich langsam vorwärts.

Wie ich in obigem Beitrag schon mal andeutete, ist es ja kein großes Problem, Linux (in meinem Fall „Ubuntu“) auf den PC zu bringen.
EINES hatte ich da aber vergessen !!! Es geht ja erstmal NOCH VIEL EINFACHER: Man kann sich das Ubuntu auf DVD brennen und mit dieser DVD dann den PC starten. Damit kann man dann das neue Betriebssystem testen, ohne auch nur irgendwas auf dem PC zu verändern. Das Ganze läuft von der DVD. Erst wenn man wirklich installiert wird der PC verändert.

Wie ging’s mir in der Zwischenzeit?

Ich hab jetzt meine Mails umgezogen, sprich mein Thunderbird läuft jetzt auf Ubuntu, und nicht mehr auf Windows (dort habe ist es deinstalliert). Ebenso mein Firefox.

Nach und nach installiere ich mir das, was ich sonst noch so brauche: Also z.B. ein Brennprogramm, eine Software zum Bilder bearbeiten, eine zum Musikhören (MP3), eine für’s Internetradio, eine zum Bearbeiten der Musikdateien, einen Taschenrechner, ein Programm zum Filmeanschauen und Teamviewer zum Steuern anderer PCs.

Klappt alles ganz gut. Und Vieles davon ist schon in Ubuntu enthalten.

So nach und nach lese ich mich auch auf dem Ubuntu-Portal ein, was die Besonderheiten von Ubuntu angeht.
So habe ich z.B. gelernt, dass man sich nicht alles an Programmen im Netz zusammensuchen muss, wie das bei Windows der Fall ist, sondern die Paketverwaltung eines Linux einem fast alles zur Verfügung stellt. Das nennt sich bei Ubuntu „Software-Center“. Dieses greift quasi auf die zentrale Downloadstelle für Ubuntu im Netz zu, wo alles das vorgehalten wird, was die Ubuntu-Entwickler so pflegen und zur Verfügung stellen. Also z.B. auch jene o.g. Software zum Bearbeiten von Musikdateien.
Man ruft dieses Software-Center auf, sucht sich auf der Auflistung aller Programme, das heraus, was man benötigt, und installiert es; und kann sich dabei auch darauf verlassen, dass das problemlos passt.

Ich hab auch gelernt, dass die Linux-Macher eine Programmversion veröffentlichen, und  diese Linux-Version (also z.B. das aktuelle Ubuntu 14.04) so bleibt, wie es ist, bis zur Veröffentlichung einer neuen Version. Also ständige Programmupdates gibt es bei Linux nicht (Ausnahmen: Seltene Sicherheitsrelevante Updates).
Wenn ich also in einem Monat Ubuntu auf einem anderen Rechner installiere, dann habe ich genau denselben Stand dort am Laufen, wie heute hier auf meinem PC.

Soweit mal für heute ….

Es grüßt,
das Smamap