Bandbreite und kein Ende

Nachdem im vorgehenden Beitrag schon das Thema Bandbreite der Internetanschlüsse vorkam (vereinfacht gesagt: Geschwindigkeit im Netz), kam mir in den Sinn, mal die Entwicklung derselben, in meiner Erinnerung, nachzuvollziehen, so wie ich sie erlebt habe.

Man möge mir wieder die Vereinfachungen nachsehen.

Bandbreite die noch keine war

Das Erste, an das ich mich erinnere, war das Modem, mit einer Download-Rate von 56 kbit/s (Kilobite pro Sekunde). Das muss wohl so um 1995 gewesen sein.

Danach kam die ISDN-Karte in den PC. Die schaffte 64 kbit/s. Nachdem man am ISDN-Anschluss üblicherweise 2 Leitungen zur Verfügung hatte, und man die koppeln konnte, entstanden so 128 kbit/s.

Im Unterschied zu heute, gab es noch keine Flat-Rate, sondern man musste für Internetverbindungen pro Zeit zahlen. Das konnte ganz schön ins Geld gehen. Die Geschichten von Eltern, die sich über horrende Telefonrechnungen wunderten, waren fast schon üblich.

Vor etwa (geschätzt) 15 Jahren, kamen langsam die DSL-Anschlüsse auf. Da hatte ich bzgl. Internet eine Bandbreite von 16 Mbit/s (Megabit). Für die damalige Zeit eine Wahnsinns-Geschwindigkeit. Möglich war das nur deswegen, weil ich im Wohnort quasi direkt neben dem „Verteiler“ der Telekom wohnte. Je weiter weg man davon wohnte, umso mehr kamen Leitungsverluste zum Tragen, so dass dann von den 16 Mbit u.U. nur noch 8 Mbit ankamen.

Im Vergleich zum bis dahin Gewohnten (ISDN), war das dennoch atemberaubend.

Was die Anschlusstechnik im Haus anging, so brauchte man damals einen „Splitter“, ein „DSL-Modem“ und ev. noch einen „Hub“ (Verteiler zum Anschluss mehrerer PCs). Das alles ist heute im sog. „Router“ zusammengefasst.

Auch die Installation auf dem PC (meist unter Windows) war zu Beginn reichlich aufwendig. Man musste Treiber und Software zusätzlich installieren, und in den Anfangszeiten konnte man da noch viel falsch machen, so dass es seine Zeit dauerte, bis man das Ganze an´s Laufen brachte. Die späteren Windows-Versionen, die die Software schon beinhalteten, die es für´s Internet brauchte, machten es zumindest etwas einfacher.

……. und heute ???

Mittlerweile hat sich das sehr vereinfacht. Man bekommt einen Router, steckt Strom an, muss kaum noch was dran machen/eingeben, 2 Kabel anschließen – fertig. Würde man heute jemandem einen Windows95-PC in die Hand drücken, Splitter, DSL-Modem und Software-CD ….. er würde gnadenlos scheitern.

Auch die Bandbreiten haben sich enorm vergrößert.

Heute sind die 16 Mbit von damals vergleichsweise lahm. Dabei gibt es immer noch Gegenden, v.a. auf dem Land, da wären so Manche, mit ihren 2 MBit, total froh, wenn sie meine damaligen 16 MBit hätten.

Ich wohne allerdings mittlerweile in einer Kleinstadt, und da gibt es dann doch schon etwas mehr. Aktuell nutze ich 25 MBit, so dass (fast) alles, was da so denkbar ist, über das Netz realisiert wird. Fernsehen über das Netz …. da war vor 15 Jahren noch nicht mal der Gedanke dazu da.

Das mit der Trennung zwischen Stadt und Land, bzgl der Bandbreite, gilt aber nicht überall!

Ich wohnte mal 1-2 Jahre (is noch gar nicht so lange her), in einem Kleinst-Dorf, durch das zu dem Zeitpunkt grade Glasfaser verlegt wurde, um die Außenorte der Kreisstadt an den Datenbus mit anzuschließen.

Und SCHWUPP hatte ich, in dem Dorf mit ca. 50 Einwohner, statt 2 MBit plötzlich 50 MBIT. Ich hätte sogar 100 haben können, aber wozu.

Ein kurzer Ausflug dazu

Als damals das Glasfaserkabel durch mein Dorf verlegt wurde, da schielte ich immer sehnsüchtig dorthin, wo das Kabel vorbeiführte. Denn man hatte mir gesagt, dass es auch dabei bleiben würde, weil die Arbeiten, das Glasfaserkabel bis zu mir in die Wohnung abzuzweigen, in etwa auf 1.000 € kommen würden, und das konnte ich glattweg vergessen, weil mein Vermieter niemals diesen Aufwand treiben würde. So würde ich also bei meinen 2 MBit bleiben, obwohl in Luftlinie von etwa 10 Meter ein Glasfaserkabel vorbeiführte.

Eher zufällig kam ich mit einem Mitarbeiter ins Gespräch, der Firma, die das Kabel verlegte. Der verkündete mir, dass es auch möglich sei, dass die „letzte Meile“, also die Wegstrecke vom „Verteiler“ (der stand im Nachbarort) bis zu mir, über das Kupferkabel erfolgen könne, also jenes Kabel, das ohnehin schon in meine Wohnung ginge. Zwar wäre es so, dass die Geschwindigkeit, die per Glasfaserkabel beim „Verteiler“ ankäme, dann über das Kupferkabel wieder reduziert würde, aber es würde immer noch horrend mehr bei mir ankommen, als bis dahin. Und so bekam ich plötzlich 50 MBit.

Dies nur mal so als Excurs ….. vielleicht gibt es ja Leser, die in derselben Lage sind, und mit dieser Info etwas anfangen können.

Dann wohnte ich in einem Haus, genauer gesagt in einer WG, da gab es zwar Internet (ich weiß gar nicht wie groß die Bandbreite dort war), aber davon kam im ersten Stock fast nichts mehr an. Durch die zahlreich verbauten Rigips-Platten wurde so ziemlich alles geschluckt. Ich versuchte mit einem Repeater die Sache zu verbessern, aber in so einem Haus bringt das fast gar nichts. Zu der Zeit lernte ich die 16 Mbit, die ich viele Jahre zuvor gehabt hatte, wieder schätzen; was hätte ich auch nur für 1/4 dieser Bandbreite gegeben. Ich zog dann von dort weg, was, aus anderen Gründen, eine Wohltat war.

….. zurück zum Heute und aktuellen Bandbreiten

An meinem jetzigen Wohnort, habe ich, wie gesagt, 25 Mbit. Fernsehen, Musik und Videos streamen ….. alles kein Problem.

Und in Kürze habe ich (hoffentlich) 100 Mbit. Dann gehören auch einzelne Aussetzer, die natürlich immer dann kommen, wenn ich sie gar nicht brauchen kann, der Vergangenheit an.

SO ändern sich die Zeiten.

Es waren mal 56 kbit/s eine halbe Revolution.

Und heute braucht es, bei den Anwendungen, die mittlerweile üblich sind, schon Bandbreiten im mittleren bis hohen Mbit-Bereich. Vieles, was wir heute machen, hat mit Streamen zu tun oder mit der Cloud (da machen sich die Meisten schon gar keine Vorstellung mehr davon, was ohne Internet gar nicht mehr gehen würde).

Das eine bedingt das andere ….. höhere Bandbreiten machten Anwendungen möglich. Und Anwendungen erforderten höhere Bandbreiten.

Ich könnte heute auch 400 Mbit haben. Zumindest hat mir KabelDeutschland das angeboten. Voraussetzung: Natürlich höherer Preis und Handy-Tarif über KD. Aber nachdem ich das alles nicht benötige, nahm ich die 100 Mbit für 19,95 im Monat (zumindest für das erste Jahr).

Schon eine wahnsinns Entwicklung, die da innerhalb von 20 Jahren stattgefunden hat.

Es grüßt,
das Smamap

Das Potential und Kabel Deutschland

Heute mal wieder ein Beitrag aus dem Themenbereich „Technik“ oder „Tips & Tricks“, betreffend das Potential. Genauer gesagt, den Potentialausgleich. Wird etwas länger, aber vielleicht ja für den ein oder anderen interessant.

Der Hintergrund zum Potential

Aktuell habe ich eine Internet-Bandbreite von 25 MBit. Die verschiedenen Anbieter bestätigten mir bisher, das es mehr an meiner Adresse nicht gäbe. Nun hieß es, in meiner Kleinstadt würde mit Glasfaser ausgebaut. Ich empfand schon eine gewisse Freude, wie ich das gelesen hatte. Aber zu früh gefreut; in den Genuss der Glasfaser würden nur jene Stadtteile kommen, die bisher nur sehr geringe Geschwindigkeiten haben konnten. Die Fördermaßnahmen des Freistaat Bayern würden dies so vorschreiben.

Aber, so hieß es, es wäre möglich, mehr als meine aktuell 25 MBit zu bekommen, weil ich über KabelDeutschland einen Anschluss bis zu 100 MBit erhalten könne.

Ich freute mich wie ein Schneekönig, denn Kabelfernsehen, das ich nicht nutze, war ja schon im Haus, also würde es ja keine große Sache sein ….

…. aber ich freute mich nicht lange.

Das Potential und dessen Ausgleich 😉

Denn es stellte sich heraus (der Techniker kam), dass der Anschluss nicht eingerichtet werde könne, weil es seit damals die Vorschrift gäbe, dass für einen Kabelanschluss ein Potential Ausgleich vorhanden sein müsse, er aber keinen solchen finden könne.
Ich hatte zwar keine Ahnung, was das sein sollte, aber der Techniker zog wieder von dannen …. unverrichteter Dinge.

Erstmal machte ich mich schlau, um was es überhaupt geht. In einfachen Worten (die Fachleute mögen mir verzeihen): Gemeint ist die Erdung, also jene Metallschiene, die außen an der Hausmauer ins Erdreich verläuft, und an die sämtliche Hausinstallationen mit angeschlossen sind (Wasser, Strom, Gas, Heizung), damit Überspannungen dorthin abfließen können.

Warum Potential nicht gleich Potential ist

Mein Problem: Diese Schiene war unauffindbar, die Elektrofirma, die das seinerzeit ev. eingerichtet hatte, die gab es nicht mehr, der Hausbesitzer konnte in den Unterlagen nichts finden, und der frühere Hausbesitzer war bereits verstorben, weshalb man den auch nicht mehr fragen konnte. Es war sogar unklar, ob überhaupt ein Potential Ausgleich bestünde.

Doch es gab Licht am Ende des Tunnels: KabelDeutschland erteilte mir die Auskunft, es würde vollauf genügen, wenn ein Erdspieß im Erdreich versenkt würde. Der Techniker würde mit seinem Kabel dann da dran gehen, und SO wäre also dann ein separater Potential Ausgleich geschaffen.
Also wurde flugs die Elektrofirma erstmalig beauftragt, der Erdspieß/Potentail-Ausgleichs-Schiene also installiert.

Somit stand meinen 100 MBit nichts mehr im Wege ….

….. so dachte ich.

Der Techniker erzählt mir dann ganz was anderes: Nein, das wäre SO nicht akzeptabel, und er können nicht verstehen, wie ich eine solche Fehlinformation bekommen hätte. Denn die Vorschrift wäre so, dass es sich um einen echten Potential Ausgleich ALLER Hausinstallationen handeln müsse. Er sei vom Subunternehmer von KabelDeutschland, müsse sich daran halten, sonst bekomme er a) eine auf´s Dach, und b) kein Geld ….. sprach´s und zog wieder von dannen.

Er hatte mir zumindest einen Ansatz dagelassen, wie ich weitermachen könne. Also wieder den Elektriker gerufen, damit dieser alles durchmesse. Dies ergab, dass der Potential Ausgleich vorhanden ist. Er installierte neben dem Sicherungskasten der Elektroinstallation einen Anschluss, so dass der Internet-Techniker sich daran anklemmen könne und der Potential Ausgleich damit auch für den KabelDeutschland-Anschluss gegeben sei.

Nachdem der Techniker morgen wieder erscheint, um den Anschluss zu installieren, bleibt zu hoffen, dass diesem nicht wieder etwas anderes einfällt.

Könnte also durchaus sein, dass ich morgen schon einen 100 MBit-Anschluss mein Eigen nenne …… oder auch nicht.

Im Moment habe ich allerdings noch ein ganz anderes Problem …..

Warum man immer alles schriftlich haben sollte

KabelDeutschland (die „Baubetreuung“) hatte zugesagt, sie würden die Rechnung für den Elektriker-Einsatz übernehmen. Ich bräuchte diese nur einreichen, und sie würde überwiesen. Wie zu erwarten, war das natürlich nicht geschehen. In weiser Voraussicht hatte ich den Gesprächsinhalt mit jener Fachabteilung nochmals per Fax bestätigt …. frei nach dem Motto „trau, schau, wem“.

Letztlich wird das so passieren (da werde ich auch nicht klein bei geben), aber der fast nicht vorhandene Aufwand erzeugt natürlich Freude pur.

Mir fällt bei der Gelegenheit ein, dass sich im Lauf der Zeit so Einiges verändert hat, was Technik und Bandbreiten angeht, und dies ev. auch berichtenswert wäre.
Ein Beitrag wird folgen …..

Es grüßt,
das Smamap

Die Bühnen des Internet

/These Anfang

Immer wieder trifft man im Internet auf Vorgehensweisen, bei denen versucht wird, sich selbst eine Bühne zu schaffen, auf der man sich dann in den Vordergrund begeben kann.

Ob das jetzt eine Kommentarfunktion auf einer Internet-Site ist (z.B. T-Online.de) oder Foren jeglicher Art (z.B. Juraforum.de) oder Blogs (z.B. WordPress.com).

Man trifft da immer wieder auf Leute, die eine eher missionarische Sicht der Dinge praktizieren. Sei es, dass anderen eine Weltsicht vermittelt werden muss oder Wahrheiten eingepflanzt werden sollen oder aber dem anderen offenbart wird, wie dumm er doch eigentlich ist.

Diese Verfahrensweisen finden in allerlei Facetten statt.
Manche dieser Telnehmer tun das auf sehr plumpe Art, wo dem anderen ganz unverblümt mitgeteilt wird, was man von ihm hält. Wer mal auf T-Online Diskussionen gelesen hat, bei denen es um Fußball geht, der weiß, was freundliches Miteinander oder gar Meinungsfreiheit NICHT ist.
Andere wiederum fahren schweres philosophisches oder gar wissenschaftliches Geschütz auf. Die Quellenlage ist dabei oft mehr als suspekt oder dürftig. Es scheint dabei ein Anliegen, dem anderen zu zeigen, wie weit man ihm voraus ist, indem man alles durchblickt.
Und wieder andere stellen es sehr rafiniert an, indem sie schlicht Behauptungen in den Raum stellen, erhöht durch die Feststellung, das sei bewiesen, was Normalsterbliche in aller Regel nicht widerlegen können, da dazu ein umfangreiches Wissen erforderlich wäre, das nur die Wenigsten aufweisen können.

Oft wird bei alldem dann noch an Instinkte im Menschen appelliert, die jeder von uns hat, wie Ängste vor Gefahren oder das Bedürfnis an etwas Großem beteiligt zu sein oder aber schlicht ein angenehmes Leben zu haben.

Wie auch immer ….. die beschriebenen Verhaltensweisen sind heute vielfach anzutreffen, dass Menschen eine Bühne suchen, um sich auf dieser zu zeigen.
Das ist sicherlich nicht grundsätzlich kritisch zu betrachten, denn es gibt auch genügend Fälle, wo gerade Bühnen, auf die sich viele begeben können, dann durch das Miteinander zu einem guten Ergebnis führen. Man überlege sich nur, dass über ein Forum ein wissenschaftliche Problemstellung von Fachleuten diskutiert würde, und man sich letztlich auf eine Verfahrensweise einigt, die das Ganze voranbringt.

Oft jedoch ist es leider anzutreffen, dass solche Bühnen dazu mißbraucht werden, die eigene missionarische Tätigkeit zu befördern.

Ich habe mich gefragt, warum dies wohl so ist. Nun, vll hat es damit zu tun, dass viele Menschen den Wunsch verspüren, eben an etwas Großem beteiligt zu sein, und nicht in der Normalität zu versinken.

Das Problem daran, ist, so meine ich, dass derlei Bestrebungen immer sehr egoistisch motiviert sind. Frei nach dem Motto „ICH habe recht, und ihr alle seht nicht, was wahr ist“.

Dabei wäre ein ergebnisoffenes Miteinander, das eine Gemeinschaft in eine Diskussion eintreten lässt, die durch Meinungsvielfalt geprägt ist und dadurch, dass der einzelne auch die Möglichkeit zulässt, dass er selbst falsch liegt, doch wesentlich produktiver und würde besagte Gemeinschaft voranbringen.

An dieser Stelle fällt mir spontan die AfD ein. Auch dort scheint mir die Verfahrensweise vorzuliegen „WIR sagen euch, wie sich die Dinge wirklich verhalten, denn IHR wisst es einfach nicht“.
Allein, mir fehlt der Glaube, dass eine solche Einstellung zu etwas Großem führen könnte.

/These Ende

Es grüßt,
das Smamap

Ohne Auto – mein Einjähriges

Vor etwa einem Jahre hatte ich den Entschluss gefasst, mein Auto abzuschaffen.

Das hatte diverse Gründe. In der Reihenfolge ihrer Wesentlichkeit: Gesundheit, Kosten, Umwelt.

Um es kurz anzureissen, schien es mir nicht mehr verantwortbar, mich im Straßenverkehr mit einem Auto zu bewegen, ich kann es mir zudem nicht mehr leisten, und auch der Umwelt gegenüber nicht mehr verantworten.

Warum auch immer, ich lebe also seit ca. einem Jahr ohne Auto.

Gut, ich gebe zu, manchmal bin ich Chauffeur, und fahre eine Bekannte mit ihrem Auto zu Terminen, und verbinde damit dann auch immer eigene Erledigungen (z.B. Wertstoffhof, „gewichtige“ Besorgungen).
Aber ansonsten, alles ohne Auto.

Und was soll ich sagen …… es funktioniert!

Es braucht natürlich ein paar Voraussetzungen, so dass es nicht für jedermann eine Lebensweise sein kann.
MEINE Voraussetzungen sind …… leben in einer Kleinstadt, Anbindung an den ÖPNV, Fahrrad, einigermaßen gut zu Fuß, als Single leben.

Und so habe ich Arzt, Supermarkt, Bäcker, Metzger, Apotheke, Physioterapeuth, Baumarkt usw usf alles fußläufig im Umkreis von 1 KM erreichbar.

Ich kann mir alle meine Notwendigkeiten so einrichten, dass ich nach und nach die Dinge erledigen kann, die anstehen. Nichts muss SOFORT sein.

Und so Manches lässt sich heute über das Internet erledigen, so dass ich z.B. die Beschaffung eines Kühlschranks vor ca. einem 3/4 Jahr komplett darüber abgewickelt habe.

Die Ausrede, dass ich für dieses und jenes ein Auto benötige, gibt es nicht mehr.

Die Effekte:
Ich spare pro Monat etwa 100 bis 150 € an Ausgaben (was auch beinhaltet, dass ich mich nicht mehr nötigen lassen muss, haufenweise Geld rauszuschmeissen für Sprit und Steuer etc etc, und dabei mit dickem hals zusehen muss, wie mir das Geld absolut unverschämt aus der Tasche gezogen wird).
Ich kann guten Gewissens sagen, dass ich damit KEIN Gramm CO2 mehr aus dem Auspuff blase und auch sonst die Umwelt nicht mehr mit einem Auto belaste.
Und es ist auch ein gutes Gefühl, das Risiko auszuschalten, dass mir meine Gesundheit mal einen Streich spielt, und ich andere damit gefährden würde.

Und manchmal ist es sogar lustig, wenn ich Autofahrer beobachte:
Der eine regt sich fürchterlich auf hinter dem Steuer, wegen nichts und wieder nichts. Die Meisten fahren als Einzelfahrer durch die Gegend, mit einem riesen Auto, in dem eben nur ein einziger Mensch sitzt. Gleichzeitig fahren, mal abgesehen von den Schulzeiten, fast leere Buse durch die Gegend. Ein Verkehrskonzept sieht für mich anders aus.

Ich mache in Gesprächen die Erfahrung, dass sich die Ansichten langsam aber stetig ändern. Aber es braucht Zeit. Und solange Autofahren immer noch so billig ist, v.a. auch bei den massiv gesunkenen Spritpreisen, wird es noch sehr lange Zeit dauern, bis hier mal ein weitergehendes Umdenken statt findet.
Aber das Bewußtsein ändert sich. Es ändert sich langsam, denn Industrie und Staat haben natürlich ein Interesse daran, alles SO weiterlaufen zu lassen wie bisher. Aber es ändert sich.

Mal ein Gedankenexperiment:
Angenommen, nur mal angenommen, Autofahren wäre TOTAL kostenlos. Zunächst! Also man bekäme ein Auto hingestellt, müsste keinerlei Steuern, Sprit, Instandhaltung zahlen. Einmal im Jahr aber, wird die Fahrleistung abgerechnet, nämlich, so wie das jetzt sich auch rechnet, mit 30 Cent pro gefahrenen Kilometer. Der klassische Autofahrer, der im Monat 1000 KM fährt, müsste dann schlappe 3.600 € auf den Tisch legen. Jahr für Jahr.

Das komische daran ist, dass das jeder Autofahrer macht. Der eine mehr, der andere weniger. Eben nicht auf einen Schlag, sondern KM für KM für KM.

Es braucht ein Umdenken. Und es braucht Konzepte. V.a. im ÖPNV. Andere Länder machen es uns vor.

Und immer mehr Menschen, so zumindest meine Erfahrung, denken zumindest darüber nach, und lassen das Auto immer häufiger stehen.

Zumindest ein Anfang.

Es grüßt,
das Smamap

Windows95 – was ist das ???

HIER kann man sich betrachten, wie Jugendliche der heutigen Generation auf dieses alte Betriebssystem reagieren (wer etwas Englisch kann, dem kann ich das nur empfehlen, sich das anzuschauen).

Ich bin mit diesem Betriebssystem aufgewachsen. Nun gut – eigentlich bin ich mit MS-DOS aufgewachsen. Win95 war das erste OS mit graphischer Benutzeroberfläche.
Die Inhalte sind für mich nach wie vor etwas Selbstverständliches. Es käme mir nie in den Sinn, dass man nicht wissen könnte, wie dieses OS und die zugehörige Hardware funktioniert.

Ich hab sogar noch einen PC aus dieser Zeit hier stehen, und auch ein Win95; und überlege mir grade, ob ich das nicht nochmal installieren sollte. Einfach um mal dieses damalige Gefühl nochmal nachzuvollziehen.

Wenn ich mir überlege, warum die heutige Jugend Vieles von dem nicht mehr kann/kennt, was damals war, dann erscheint mir das, nach etwas Nachdenken, durchaus plausibel.
Was ist HEUTE „normal“?

Normal ist, dass man auf dem Smartphone/Tablet eine Taste drückt, und das System ist verfügbar. Normal ist, dass die Teile oder ein PC/Notebook sofortigen Internet-Zugang haben, weil WLAN jederzeit verfügbar ist. Wenn es nicht WLAN ist, dann eben das Mobilfunk-Netz. Normal ist, dass Bildschirm und PC eine Einheit bilden; oft eben in Form eines Notebooks oder eines Tablets/Smartphones.

Was ein Modem ist, das wissen die Wenigsten (ich hab noch eins hier). Internet-Zugang per ISDN und Modem bzw. ISDN-Karte im PC, ist Steinzeit. Den Browser zu konfigurieren, so dass er per Zugangsdaten sich beim Provider einwählen konnte, ist etwas völlig Unbekanntes. Minuten-Preise für die Internet-Verbindung zu zahlen …. wo gab es denn SOWAS?

Oder gar ein PC ohne jegliches Internet – das wäre doch völlig unvorstellbar.

Und so geht es schon damit los, dass immer mehr Menschen es nicht mehr kennen, dass PC und Monitor getrennte Einheiten sind, die man eben auch getrennt einschalten muss.

Muss man das wissen, was früher war?

Eindeutige Antwort: NEIN.

Aber man kann es mal versuchen, nachzuvollziehen, was früher war, um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass heutige Dinge nicht selbstverständlich sind, und wie lang der Weg war, um zu Prozeduren zu gelangen, die heute als selbstverständlich angesehen werden.
Und um auch ein Gefühl dafür zu bekommen, dass DAS, was HEUTE ist, von den Generationen geschaffen wurde, die vor einem waren.

Aber das gilt ja nicht nur für den IT-Bereich.

Es grüßt,
das Smamap

Snooker Abend

Bin ja seit Jahren bekennender Snooker-Fan.

Für diejenigen, die es nicht wissen: Eine Billiard-Spielart.

Heute ist es wieder mal soweit: Das Halbfinale der UK-Championship steht an, und nachdem das Ganze in Europa stattfindet, ergibt das einen TV-Abend für mich zum genießen (inkl. einem Glas Wein und etwas zu Knabbern).

Ich liebe diesen Sport, obwohl ich ihn selbst nicht betreibe, weil er eine Ruhe ohnegleichen ausstrahlt, und durch Fairness ohnegleichen sich auszeichnet.
Und trotzdem habe ich ihm spannende Erlebnisse zu verdanken, die ich niemals darin vermutet hätte.

Heute Abend spielen Mark Selby gegen Neil Robertson. 2 Meister ihres Faches.
Leider wird das Match nur über Eurosport2 übertragen, also per Internet. Früher hätte ich allerdings diesen Sport nie kennengelernt, zu Zeiten also, als es nur 4 Fernsehsender für mich zu sehen gab (ARD, ZDF, BR und ORF 1).
So hat die Technik es möglich gemacht.

Und so schließe ich den Beitrag an dieser Stelle, weil der nächste Frame beginnt.

Ein schönes Wochenende.

Es grüßt,
das Smamap

Stromverbrauch die 236.ste

Hab jetzt mal das Messgerät, von dem ich schon mehrfach berichtete, dazu verwendet, zu messen, was mein Internet-Router so Strom verbraucht.

Die 9 Watt, die sich da zeigten, das klingt zunächst mal nicht nach viel. Jedoch diese 9 Watt werden im Jahr zu fast 80 KWh.

Und da frage ich mich, warum so eine Box mehr verbrauchen muss, als meine Wohnzimmerbeleuchtung. Die umfasst nämlich 8 Watt an LED-Birnen, was reichlich hell ist.

Dann hab ich mich auf gemacht, mal die internen Einstellungen meiner Easy-Box (Vodafone) zu erkunden, ob es da Möglichkeiten gibt.
Alles was ich fand, war die LED-Anzeigelämpchen zu deaktivieren, was aber so gut wie nix brachte.

Dann überlegte ich mir, dass ich ja kürzlich wieder auf das gute alte LAN-Kabel umgestiegen war, weil ich damit wesentlich mehr Bandbreite (zu deutsch und einfach ausgedrückt „Geschwindigkeit“) im Internet erreichen konnte. Also schaltete ich mit dem Druckknopf an der Seite der Easy-Box das WLAN ab. Und damit senkte sich das Ganze von 9 auf 6,5 Watt. Das hatte auch den angenehmen Nebeneffekt, dass von außen niemand drauf zugreifen kann, und zudem könnte ich, sofern mal benötigt, das WLAN jederzeit über besagten Schalter wieder zuschalten.

Nachdem ich den Router Nachts über den Ausschalter der Steckdosenleiste ohnehin ausschalte, verbraucht mein Router jährlich somit nicht 80 KWh sondern 33 KWh.

Jetzt nur mal ganz fiktiv angenommen, da sind 25 Mio. Router in Deutschland (was nicht abwegig ist, da die 6 wichtigsten Provider ungefähr diese Zahl an Breitbandverträgen am Laufen haben).
Weiter angenommen, durch geeignete Maßnahmen (s.o.) würde jeder Router im Jahr 40 KWh weniger an Strom verbrauchen, so wäre das eine Einsparung von 1 Mrd. KWh (= 1.000.000.000 KWh).

Diese „geeigneten Maßnahmen“ habe ich jetzt ergriffen, indem ich selbst hand angelegt habe. Ich behaupte, dass es den Router-Herstellern ein Leichtes wäre, in die Router einzubauen, dass diese nach 5 Minuten Untätigkeit in einen Standby-Modus gehen, der dann, sagen wir mal, nur noch ein halbes Watt benötigt.
Die Stromersparnis wäre enorm. Und die damit verbundene Reduzierung der Umweltbelastung wäre auch nicht ohne.
Doch auch, wenn das nicht gelänge, so könnte jeder Einzelne das auch selbst erreichen (s.o.)

Ich hab in diversen Beiträgen Möglichkeiten beschrieben, wie jeder Einzelne von uns die Umwelt entlasten könnte.
Ich habe dazu begonnen, meinen Stromverbrauch erheblich zu reduzieren, habe mein Auto abgeschafft und anderes mehr.
Nun muss das nicht jeder GENAU SO praktizieren bzw. kann es ev. auch gar nicht. Jedoch gibt es genügend Möglichkeiten. Es ist nur eine Frage des Wollens.
Und auf diese Weise könnten jegliche Klimagipfel überflüssig gemacht werden. Was nicht heißen soll, dass es nicht trotzdem, für alle verbindliche, Klimaziele geben sollte, um die Erde so lange als möglich lebenswert zu erhalten.

Es grüßt,
das Smamap

 

Die Himbeere, ein weiterer Zwischenbericht

Ich war ja bisher recht begeistert von meiner Himbeere.

Nun muss ich berichten, dass ich sie erstmal auf Eis lege.

Grund: Der Seitenaufbau im Internet ist reichlich träge geworden, und ich kann, trotz aller Versuche, den Grund dafür nicht finden.

Hab das Betriebssystem schon neu installiert, und mir auch eine weitere Himbeere angeschafft (was ich ohnehin vor hatte), um Veränderungen meinerseits auszuschließen oder etwa Probleme an der Hardware.

Blieben als Ursache i-welche Veränderungen seitens des Providers, sprich Vodafone, die, ob der doch eher beschränkten Ressourcen eines Einplatinen-Rechners, dann merklich durchschlugen.
Selbstverständlich wusste man beim Provider nichts davon. Ohne denen was unterstellen zu wollen, war das bisher IMMER schon so, dass ein Provider im Zweifelsfall nie eine Änderung durchgeführt hatte, respektive die Menschen, die da am Telefon waren, nichts davon wussten.

Nun komme ich ja ursprünglich aus dem EDV-Bereich, so dass es bei mir nicht GAAANZ so einfach ist, mir „irgendwas“ zu erzählen.

Aber erstmal egal. Jedenfalls nervt es ganz fürchterlich (geht es euch da auch so?) wenn man trotz aller Versuche zeitlicher Art nicht darauf kommt, an was es liegt.

Die Erfahrung hat mich in all den Jahren gelehrt, solche Dinge dann erstmal liegen zu lassen, um einige Zeit später mit frischer Energie nochmal dran zu gehen, um dann ev. auf etwas zu stoßen, das man doch vorher schon hatte sehen müssen.

Wie auch immer … im Moment ist der Windows-PC übergangsweise wieder das Mittel der Wahl. Auf diese Weise hat Windows10 doch noch eine Chance bekommen, mich zu überzeugen.
Was dann allerdings doch doof ist, ist die Tatsache, dass damit wieder der Stromverbrauch in die Höhe geht.
Mal sehen, was ich da drehen kann.

Was mich mal so interessieren würde:
Was habt ihr für Probleme mit eurem PC /Notebook???

 

Es grüßt,
das Smamap