Farbenblindheit – eine Volkskrankheit?

Die Farbenblindheit scheint um sich zu greifen.

Zwar kenne ich keine statistische Erhebung, die das belegen könnte, jedoch sprechen meine Beobachtungen eine beredte Sprache.

Heute war ich mal wieder in der Stadt.

Stand auch diverse Male an der Fußgängerampel. Bei rot wohlgemerkt.

Farbenblindheit

Dies ist eine ROTE Fußgängerampel! Man glaubt es kaum.

Es gab KEINE Ampel an der nicht einige Menschen bei rot über die Straße gingen.

Es war auch eine Mutter dabei, die ihr Kind an der Hand führte und meinte, ihm zeigen zu müssen, wie das geht ….. bei rot über die Ampel gehen.

Ich kann mir das nur so erklären, dass die Krankheit der Farbenblindheit um sich greift. Eine andere Erklärung für derlei Verhalten vermag mir nicht einzufallen. Va eben auch deswegen, da in JEDEM Fall irgendwo ein Kind steht, das sowas beobachtet.

Na ja, es könnte sich auch der Gedanke einstellen, dass ein solches Verhalten von einer Verantwortungslosigkeit ohnegleichen getragen ist. Jedoch kann ich nur hoffen, dass dem nicht tatsächlich so ist.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu)

Wie kleine Kinder

Ein paar Kinder spielten auf dem Spielplatz. Nach einer Weile sagte eines von ihnen, es wolle nun „verstecken“ spielen, und die anderen sollten mitmachen. Die wollten aber nicht. Und so spielte Ersterer den Bleidigten, und sagte, wenn die anderen nicht mitmachen würden, dann würde er sie verlassen und nach Hause gehen.

Es geschah, womit er nicht gerechnet hatte: Die anderen ließen sich nicht beeinflussen, und spielten ihr Spiel weiter. Und so zog er als beleidigte Leberwurst von dannen.

Viele Jahre später geschah das Gleiche wieder. Nur diesmal war derjenige, von dem die Geschichte geht, kein Kind mehr, sondern ein mächtiger Politiker.
Er hatte sich in den Kopf gesetzt, auf der Trauerfeier von Muhammad Ali Koranverse zu zitieren und ein Mitbringsel aus Mekka auf Ali´s Sarg zu legen.
Das verwehrten ihm die Angehörigen.

Und so zog er wieder einmal beleidigt von dannen, weil er nicht das bekam, was er sich in den Kopf gesetzt hatte.
Ich vermute sehr, dass die Trauerfeier nach dem ging, was Ali bestimmt hatte. Und nichts sonst.

Vll sollte besagtem Herrn mal jemand vermitteln, dass es im Leben nicht darum geht, dass alle nach seiner Pfeife tanzen, und dass es auch keine Art ist, sich wie ein kleines Kind zu verhalten, wenn man nicht das bekommt, was man sich vorgestellt hat.

Kinder Kind sein lassen

Modepraline beschreibt HIER eine Entwicklung, die ich zuerst in Deutschland verortete, um dann irgendwann zu merken, dass sie ja die Schweiz beschreibt, und um letztlich dann doch zu erkennen, dass hier offenbar einer den Mist des anderen kopiert.

Ich kann das voll unterschreiben. Auch ich stellte den vollen Unterschied fest, als ich mal meine Kindergartenzeit mit der meiner Kids verglich.

Kurzversion: Immer mehr versucht man, die Kinder möglichst früh unserer Leistungsgesellschaft unter zu ordnen. Für mich ist das ausgelöst durch dieses rein ökonomische Denken, der sich unsere Gesellschaft/Politik meint unterordnen zu müssen. Und um keine Unklarheiten aufkommen zu lassen: Letztlich sind WIR ALLE dafür verantwortlich; wer meint, das Leben bestehe nur darin, immer mehr zu besitzen, der muss sich nicht wundern, wenn alles darauf hinausläuft, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass immer mehr angehäuft werden kann. Und das Leben bzw. der Zeitraum, in dem Geld verdient werden kann, ist halt nun mal zeitlich beschränkt. Also wird versucht, die Menschen möglichst frühzeitig in diesen Ablauf einzuschleusen.

Die Einzigen, die dem entgegenarbeiten können, sind die Eltern.

Für meinen Teil habe ich immer versucht, dies zu verwirklichen. Zum einen für mich selbst (da musste ich allerdings erstmal drauf kommen, um was es eigentlich geht im Leben), und zum anderen für meine Kinder.

So habe ich immer versucht, meinen Kindern die Möglichkeit zu geben, zu leben. Egal ob es jetzt darum ging, Kindergarten mal Kindergarten sein zu lassen oder Schule Schule sein zu lassen.

Da galt es natürlich immer, gewisse Widerstände zu überwinden. Leider zu allererst die der Mutter, sprich deren Anspruch, ihre Kinder zu beschützen. Aber das ist ein anderes Thema.

Letztlich haben Sohn und Tochter jeweils eine Ehrenrunde in der Schule gedreht, und es dadurch letztlich sehr viel leichter gehabt. Speziell bei Sohn konnte man regelrecht fühlen, wie er aufgeatmet hat, als der Druck endlich nachließ, und er dann, ein Jahr älter, mit den Anforderungen wesentlich besser zurecht kam.

Tochter macht gerade eben denselben Prozess durch, und es ist zu erwarten, dass es ähnlich ablaufen wird.

Sohn ist dann auch nicht dem üblichen Anspruch gefolgt, dann studieren zu sollen, sondern hat nach dem Abi eine Lehre begonnen, als DAS, was ER will.

Und irgendwo bin ich auch bissl stolz drauf, denn nach einem Irrweg via Studium (welchen ich dann nicht als für mich passend empfunden habe), hatte ich seinerzeit auch gemeint, DAS machen zu sollen, was ich für mich als gut empfand, und eine Lehre begonnen.

Und so liegt es letztlich an uns selbst bzw. solange das noch nicht möglich ist, an unseren Eltern, für jeden Einzelnen das Maximale rauszuholen.

Und damit meine ich NICHT das Finanzielle.

Es grüßt,
das Smamap