lang lang is es her …..

Heute wurde mir wieder einmal bewusst wie schnell doch die Zeit vergangen ist.

Mein Sohn hatte mich gebeten, so einige Dinge aus seiner Kindheit/Jugend zu verkaufen, sprich über ibäh.

Und dann macht man so ein paar Fotos davon, und die Erinnerungen kommen wieder …..

 

Überhaupt scheine ich in letzter Zeit so Einiges zu finden, was mich an vergangene Zeit erinnert.

Fotos aus meiner Abi-Zeit; Fotos meiner Eltern, als sie jünger waren, wie ich jetzt; Uralt-PCs; Betriebssysteme von anno dazumal; usw usf

Die Zeit, sie steht nicht still ….. und man selbst auch nicht

Es grüßt,
das Smamap

Eine schöne Zeit ….

Wie früher schon hie und da, habe ich in den letzten Tagen öfter mal an die Zeiten gedacht, die ich vor vielen Jahren ziemlich unbeschwert zum Teil bei meinen Großeltern verbrachte. Am Starnberger See.

Einmal hab ich letztens sogar davon geträumt.

Scheinbar haben diese Zeiten, v.a. während meiner Kindheit bis zur beginnenden Jugend, einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Man fragt sich natürlich schon, warum sich die Erinnerung an diese Zeiten immer wieder einstellt.

Ja, es war eine unbeschwerte Zeit. Unbekümmert. Und es war eine glückliche Zeit. Völlig ohne Frage. Vll vermisst man Zeiten dieses Charakters, und erinnert sich deshalb.

Diese Unbeschwertheit und Unbekümmertheit, die sieht man „damals“ als normal. Und es war, mir zumindest, damals nicht klar, dass es Zeiten dieses Characters niemals wieder geben würde.

Da reihte sich damals ein Tag an den anderen. Über Wochen hinweg. Jeder Tag so schön, wie der andere. In der früh stand die Sonne am Himmel, ich hatte den Blick runter auf den See. Das Handtuch geschnappt, rein in die Badehose, und die paar Hundert Meter zum See runter.

Wie ich schrieb: Ein unbeschwertes Leben, in einer ländlichen Gegend, unter Freunden, mit den Großeltern, die sich um einen sorgten; ständig immer wieder Erlebnisse, die man als junger Mensch begierig wie ein Schwamm aufsog.

Vll stellt sich im Lauf der Jahre immer mehr die Erkenntnis ein, dass eine solch glückliche Zeit nie mehr wieder kommen wird. Vll erkennt man dies auch daran, dass die Welt immer komplizierter wird, und damit auch die Probleme mit denen man es zu tun hat.

Und es könnte sein, dass sich von da her das Gefühl einstellt, man sollte langsam mal beginnen, darüber nachzudenken, wie man es bewerkstelligen kann, nochmal eine Zeit zu erleben, die wenigstens annähernd an diese Zeit von damals herankommt.

Falls das so ist, dann hätte das sicherlich auch damit zu tun, dass sich immer wieder Erkenntnisse/Erlebnisse/Befindlichkeiten einstellen, die einem sagen, dass das Leben nicht unendlich ist, und es deshalb Sinn macht, mit solchen Überlegungen dann zu beginnen, wenn man in aller Regel noch genügend Zeit dafür hat….für solche Gedanken, und auch für die Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
Gewusst hat man das ja schon immer, dass das Leben endlich ist. So rein rechnerisch. Aber irgendwann fängt man auch an, das zu empfinden, dass es so ist.

Meine Eltern und meine Großeltern, sind, grob gesagt, etwa 75 Jahre alt geworden. Somit hätte ich also noch etwa 20 Jahre Zeit, mein Leben, im Rahmen meiner Möglichkeiten, so zu gestalten, dass ich unter dem Strich sagen kann: Es war schön!
Maßgeblich, für diese Beurteilung, wird dann mal wohl der Blick auf das Gesamte sein. Und möglicherweise ist dieses „Gesamte“ noch nicht so, wie es sein sollte.

Es grüßt,
das Smamap

Der Herbst

Hab vorhin noch eine kleine Runde gedreht, nachdem man heute nicht so recht rauskam. Aus Wettergründen.

Aber dann riss es plötzlich auf, und die Sonne kam raus. Flugs die Schuhe in die Hand genommen, und auch alles andere, und raus zur Haustüre.
Und wie ich da so unterwegs war, kam eine Wegstrecke, die im Schatten lag, und plötzlich SAH ich ihn, den Herbst: Ich sah meinen Atem. Ich sah die Luft, wie sie zum Ende des Jahres hin, sichtbar wird.

Manche unken, dass es jetzt bald zu schneien anfängt. Nun ja, noch ist etwas Zeit …..

Aber man merkt, die Richtung ist eingeschlagen . Etwa daran, dass man nach einem We auswärts, zurückkommt, und es hat 15° in der Wohnung.
Gut, man muss jetzt schon dazusagen, dass meine Wohnung im Souterrain liegt, was im Sommer den Vorteil bringt, dass es nur selten über 20 – 22 Grad rausgeht.

Und wie ich jetzt grade, nach meiner Rückkehr, vom Herbst schreibe, da zieht es auch schon wieder zu, und ich werde jetzt dann gleich das Fenster wieder schließen, und die Heizung etwas aufdrehen.

Und das erinnert mich einmal mehr an meine Zeit damals in meiner Kindheit/Jugend, als ich bis Mitte September die Zeit bei meiner Großmutter verbrachte, und selten eher als abends um 10 Uhr, ob der Temperaturen, nach drinnen ging.
Und wie oft ging ich damals abends um 8 noch an den See zum Baden. Ein Vergnügen das ich jetzt, einige Jahrzehnte später, nicht mehr habe.

So ändern sich die Zeiten.

Das drückt sich auch darin aus, dass die Menschen im Gäuboden (für Auswärtige: Das ist in Niederbayern; Nähe Straubing) ein zeitliches Maß dafür haben, wann der Sommer zu ende ist:
Dann nämlich, wenn das Gäubodenfest zu ende ist. Und das ist regelmäßig der Fall in der Woche nach dem Feiertag am 15. August. Dann nämlich, so sagt man dort, ist es so, dass unmittelbar der Nebel frühmorgens aufsteigt
Und das konnte man auch immer unmittelbar nachvollziehen: Pünktlich mit diesen Tagen nach dem 15. August, war das Erste, was man in der Früh zu Gesicht bekam, der morgentliche Nebel.
Allerdings habe ich es, wie ich dort noch lebte, immer so gehalten, dass für mich dann der Altweibersommer losging. Der Herbst hatte noch etwas Zeit.

Die Amerikaner haben einen sehr schönen Namen dafür, wie ich finde: Indian Summer.

In Oberfranken, wo ich jetzt lebe, ist der Winter die längste Jahreszeit im Jahr. Normalerweise von Oktober bis einschl. April.
Wie gesagt …. so ändern sich die Zeiten.

Früher war der Sommer die längste Jahreszeit …. heute ist es der Winter.
Zugegeben, das hat viel mit meinem Ortswechsel damals zu tun. Aber es passt halt genau dazu, zu dem Eindruck, der sich mit dem Klimawandel ergibt.

Aber letztlich hat jede Jahreszeit ihre Reize: Angefangen vom Frühlingserwachen, über die lauen Sommerabende, hin zu Farbenvielfalt des Herbstes. Und auch der Winter kann punkten: Für mich sind es die unberührten weißen Landschaften, die man speziell HIER finden kann …. weiße Flächen, nur unterbrochen von den Fährten der Wildtiere.

Es grüßt,
das Smamap