Man traut seinen Augen nicht ….

Seinen Augen mag man manchmal nicht so recht trauen ….

Mir heute passiert, als ich mal den Stromverbrauch meiner Waschmaschine mit Meßgerät überprüfte.

Was war geschehen?

Ich trage mich mit dem Gedanken, mir eine neue Waschmaschine anzuschaffen. Die Bisherige, ein Toplader von Hoover, schon schlappe 15 Jahre alt, zeigt nun doch langsam die ein oder andere Ausfallerscheinung.

Die Aufhängefedern der Trommel leiern aus, so dass Letztere, immer mal wieder, beim Schleudern an das Gehäuse schlägt. Das Flusensieb ist schon seit ein paar Jahren defekt (es gibt keine Ersatzteile mehr, so dass ich per Eigenkonstrukt eingreifen musste), ohne dass dies eine Auswirkung auf die Funktion gehabt hätte. Es steht zu erwarten, dass nach 15 Jahren auch das ein oder andere Teil ans Ende seiner Lebensdauer gelangt. Ohnehin kann die Maschine nur max 800 Umdrehungen pro Minute schleudern. Ein ECO-Programm sucht man vergebens. Der Stromverbrauch wäre auch im höheren Bereich zu vermuten.

Umso weniger traute ich meinen Augen, als entsprechende Messungen einen Verbrauch von 0,4 KWh für eine Ladung 40°-Wäsche anzeigte. Das wären denn bei 2 Wäschen pro Woche, im Jahr etwa 40 KWh.

Liest man die Stromverbrauchsabgaben heutiger Geräte bei den Herstellern nach, kommt man auf ca. 150KWh pro Jahr.

Woher diese Diskrepanz, wird der geneigte Leser fragen ….

Nun … zT kann ich es erläutern …. ich habe es mir nämlich angewohnt, die Wama vorab mit 10 Liter heißem Wasser aus der Warmwasserleitung zu füllen. Naturgemäß braucht die Maschine dieses Wasser nicht mehr mit Strom zu erhitzen. Der Unterschied in den Kosten, wenn man 10 Liter Wasser mit Strom erhitzt oder aber durch die Heizung im Keller (bei mir durch Gas), ist erheblich. Ich könnte hier jetzt eine riesige Rechnung aufmachen, wie hoch der Unterschied ist (entsprechende Quellen stehen im Netz zur Verfügung), jedoch soll es hier reichen, festzustellen, dass es einen enormen Unterschied ausmacht (geht man von 4-fachen Kosten aus, bei Nutzung von Strom im Vergleich zu Gas, kommt man in realistische Bereiche).

Es mag jemandem seltsam anmuten, wenn sich da einer hinstellt, und Warmwasser in die Wama kippt. Jedoch ist es lediglich ein Zeitaufwand in Höhe von 1 Minute). Ok, ich habe mir auch einmal die Mühe gemacht, das auszutüfteln, wieviel Wasser da rein muss, um in etwa 40° warmes Wasser zu erhalten. Das war einmalig 1/2 Stunde Zeitaufwand. Mehr nicht.

Seitdem kippe ich also bei jeder Wäsche 10 Liter heißes Wasser in die Wama, das dann etwa 50° hat, die Wama füllt noch etwas Wasser aus der Wasserleitung hinzu, und es ist damit 40° warmes Wasser in der Wama.

Die Kostenersparnis, über’s Jahr ist, wie gesagt, erheblich.

Nun, das muss jeder für sich selbst entscheiden, welchen Weg er geht. Der Richtige ergibt sich von selbst, wenn man nur seine Augen aufmacht.

Allerdings bleibt, unabhängig davon, eine weiterführende Frage.

Mit meiner alten Wama benötige ich im Jahr ca. 150KWh an Strom (bei herkömmlicher Verwendungsweise). Eine Wama heutiger Bauart verbraucht in etwa das Gleiche.

O.g. Frage lautet also:

WARUM?????

Wo bleiben die Effizienzsteigerungen der Maschinen????

Von A+++ ist die Rede, von niedrigeren Waschtemperaturen und dergleichen mehr.

Wie kann es sein, dass heutige Geräte genau soviel Strom verbrauchen, wie eine 15 Jahre alte Maschine?

Was die Kosten angeht, so ist es, wie überall sonst auch: Der Verbraucher zahlt sie. Niemand sonst. Nicht der Stromproduzent, auch nicht der Gerätehersteller.

Ich stelle jetzt einmal eine These auf ……..

Angenommen ich kaufe mir eine neue Wama. Der Hersteller verlangt dafür einen Preis, der seinen Herstellungskosten entspricht, zuzüglich eines Gewinns, den der Hersteller für das Gerät erwirtschaften möchte. Der Verbraucher zahlt den sich daraus ergebenden Endpreis bei Kauf der Maschine. Fakt!

In den nächsten 15 Jahren (nehmen wir mal an, die Wama hält solange), bezahlt der Verbraucher jedes Jahr für dieselbe Strommenge, wie er das auch in den 15 Jahren zuvor schon getan hatte. Denn der Verbrauch der Wamas hat sich nicht wesentlich verändert. Fakt (zumindest in meinem Fall)!

NUR – der Strompreis hat sich in den letzten 15 Jahren fast verdoppelt. Er betrug (grob) 15 Cent vor 15 Jahren, und beträgt heute 30 Cent.

Lassen wir offen, wer dieses Geld erhält, und ob zurecht.

Der Punkt ist, ob dies so sein muss!

Meine These ist … heutige Wamas könnten mit wesentlich weniger Stromverbrauch auskommen. Und mit dieser These schiebe ich den schwarzen Peter nicht etwa den Stromkonzernen zu, sondern den Geräteherstellern und dem Staat.

Denn diese bestimmen, WAS solche Geräte leisten dürfen bzw. müssen. UND setzen die Vorgaben entsprechend um. Der Stromproduzent hat darauf keinen Einfluss. Höchstens ein Interesse daran, möglichst viele KWh an Strom zu verkaufen (wird also nicht gerade unglücklich ob dieses Zustands sein). Der Hauptschuldige ist, in meiner These, der Staat. Er weiß, was möglich ist, und vermag deshalb auch das vorzuschreiben, was gemacht werden muss. Er tut es aber nicht. Auch hier wieder die Frage ….

WARUM ?????

In meiner These ist auch diese Frage eindeutig beantwortbar: Der Staat will Geld einnehmen. Und er will ihm gewogene Bürger. Er braucht nämlich einerseits soviel Geld als möglich, und die nächsten Wahlen stehen jederzeit an. Was aber würde wohl der Wähler machen, wenn Produkte sehr viel teurer würden, weil handfester Klimaschutz angesagt wäre? Es heißt zwar, Augen und Ohren auf vor der Wahl, sowie Hirn einschalten. Aber bekanntlich entscheiden sich Wahlen im Geldbeutel!

Führt dann auch zu der Frage, wo denn dann die Trennung ist, zwischen dem Bereich, der die Politik bestimmt, und dem Bereich, der sie ausführt.

Aber das führt immer weiter …. auch ZU weit für den Moment.

Ich sehe aus meiner These das zwangsläufige Ergebnis, dass wir nicht dort sind, wo wir sein könnten. Im konkreten Fall …. die Wamas könnten wesentlich mehr umsetzen. Wesentlich weniger verbrauchen. Damit wären natürlich die Geräte teurer. ABER …. und auch das gehört hierher …. wir sind beim Klima nicht umsonst dort, wo wir heute sind. Nämlich um Jahrzehnte zu spät.

Es ist der Staat der die Dinge weiterentwickeln muss. Auch die Gesellschaft muss er weiterentwickeln.

Der hätte es hinkriegen müssen, dass Waschmaschinen 20 Jahre halten und wesentlich weniger an Ressourcen verbrauchen. Und wenn wir uns vorstellen, was alles in den letzten 50 Jahren in die Luft geblasen wurde … unnötigerweise versteht sich… dann wissen wir auch, warum wir heute da sind, WO wir sind. Erneut …….. Augen auf!!!

Und das gilt demzufolge nicht nur für Wamas, sondern auch für Autos, für Fleisch, für Plastik und für alle anderen Konsumgüter.

Prost Mahlzeit und Helm ab zum Gebet.

Es grüßt das Smamap

Gespräch mit einem Autofahrer

Jüngst führte ich ein Gespräch mit einem Autofahrer. Ok, er ist jemand, den ich kenne. Nicht näher. So, wie man sich halt kennt, wenn man sich immer wieder mal sieht und ein paar Worte wechselt.

  • Ich: Langsam macht mir die Hitze ganz schön zu schaffen.
  • Er: Geht mir genauso. Wird aber so bleiben und von Jahr zu Jahr mehr werden. Ist der Klimawandel.
  • Ich: Und wer hat ihn gemacht?
  • Er: Wir!
  • Ich: Stimmt! WIR sind schuld daran, dass wir das Klima kaputt machen und es SO unseren Nachkommen hinterlassen.
  • Er: Genau! Wir müssen schnellstens so Einiges unternehmen.
  • Ich: Gäbe ein gutes Mittel: Sofort den Autoverkehr um 90% reduzieren. Nur noch unabwendbare Fahrten dürfen erfolgen.
  • Er: Na ja, da gibt es ja etliche Studien, die einander widersprechen. Einige Studien sagen, der Autoverkehr trägt nur wenig zu den Schadstoffen bei

…. sagt’s, verabschiedet sich, steigt in sein Auto (ein Diesel; soweit ich weiß ca. 6 Jahre alt) und fährt von dannen. Vermutlich nach Hause. Er wohnt ca. 2 Km weiter. Eine Strecke, die er locker mit dem Rad zurücklegen könnte.

Dieses Gespräch mit einem Autofahrer zeigt mir einmal mehr, dass das Klima keine Chance hat, gegen die Option, dass sich die Menschen zurücknehmen, sprich auf Annehmlichkeiten und Bequemheiten verzichten.

Es grüßt das Smamap

Wie Strom sparen?

Wie Strom sparen???? Die Antwort darauf ist ebenso naheliegend wie einfach:
Weniger Strom verbrauchen!

Dem voraus geht natürlich eine ganze andere Frage:
Warum überhaupt Strom sparen?
Antwort: Ich erspare mir damit haufenweise Kosten, der Umwelt haufenweise Belastung und den Konzernen haufenweise Rechnereien, wenn es darum geht, die Gewinne zu berechnen.

Diese Themen beschäftigen mich ja schon eine ganze Weile und finden immer wieder Niederschlag in meinem Blog (auch wenn Einzelne dieses als unwichtig erachten, was mich allerdings eher nicht interessiert).

Heute, den 30.9.2018 habe ich mal wieder meinen Stromzähler im Keller abgelesen, und dadurch festgestellt, dass ich seit meinem Einzug in die jetzige Wohnung, insgesamt 136 KWh verbraucht habe, innerhalb von 158 Tagen. Dies entspricht einem Tagesverbrauch von 0,86 KWh, und somit einem hochgerechneten Jahresverbrauch von knapp 315 KWh. Damit habe ich meinen persönlichen Verbrauch, innerhalb der letzten 10 Jahre, um weit mehr als 50% reduziert.

Damit einhergegangen ist allerdings keinerlei Komforteinschränkung. Es ist also keineswegs so, dass ich hier in der Dunkelheit sitze, in Decken eingehüllt und stets nur kalte Nahrung zu mir nehme.

Wie Strom sparen? ist im Kern allein eine Frage dessen, wie man Strom effektiv einsetzt, und absolut unnötigen Verbrauch vermeidet.

Was ich für mich umgesetzt habe ist dabei z.B. der Einsatz (ohne Ausnahme) von LED-Leuchtmitteln, die Abschaffung des Küchenherdes (ein kleines Öfchen tut es, ohne Abstriche, auch), Umstieg auf Induktionskochplatte, Umstieg auf smarte Lichtsteuerung, Umstieg von PC und Fernseher auf Tablet, Abschaffung jeglichen Standby-Betriebs (ok …. es gibt 2 Ausnahmen mit Miniverbräuchen), bei erforderlichen Geräte-Neuanschaffungen immer den Energieverbrauch maßgeblich beachtet etc etc etc.

Greift man nur mal 3 Beispiele heraus, so ergibt, im Wohnzimmer, die Verwendung einer 6 Watt LED-Lampe statt der 60 Watt Glühbirne einen um ca. 50 KWh reduzierten Verbrauch im Jahr. Oder die Verwendung des Tablets statt des 120 Watt-PCs, und des 70 Watt-Fernsehers. Sind wieder schlappe 150KWh im Jahr weniger. Oder die Neuanschaffung des Kühlschranks mit Gefrierfach, der im Jahr nur noch 95 KWh verbraucht, statt der 200 KWh des Altgeräts.

Und so kommt eins zum anderen. Heute würde ich für den Verbrauch, den ich noch vor 15 Jahren hatte, wohl 50€ im Monat bezahlen. Das konnte ich auf 15€ reduzieren.

Zugegeben …. ich tu mich leichter, weil ich alleine lebe, und somit alles so gestalten kann, wie das passt.

Allerdings gibt es für jede Lebens-Konstellation Möglichkeiten. Es zwingt einen ja keiner dazu, das Geld mit 2 Händen zum Fenster rauszuwerfen. Wem das egal ist, der sollte dann allerdings auch ganz ganz leise sein, wenn es darum geht, dass wir mit Braunkohlekraftwerken mit 35% Wirkungsgrad die Klimaverwerfungen geradezu anheizen. Denn DAS, was mit dem Klima passiert, das sind wir ALLE …. jeder Einzelne.

Wie Strom sparen, sollte also JEDEN interessieren.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Alles in Ordnung

Die Menschen (WIR ALLE mit eingeschlossen) denken, dass alles in Ordnung sei.

Als Denkansatz, das folgende Bild, aufgenommen von einer Packungsbeilage ….

alles in Ordnung

Wenn das Klima auch nur für IRGENDWAS „entscheidend“ ist, dann sind die Tage begrenzt, an denen wir Tee, geschweige denn etwas anderes, genießen können.

Es wird der Tag kommen, und er ist nahe, da das Klima in den Herkunftsregionen sich „etwas“ geändert hat, und Tee dort nicht mehr gedeihen kann.

Wobei der Tee das geringste unserer Probleme sein wird.

Wer die Medien aufmerksam verfolgt, stellt JEDEN TAG etwas anderes fest, was nicht mehr stimmt. Also weit entfernt von „alles in Ordnung“.

ABER …. für uns alle ist ja „alles in Ordnung“. Also weiter wie gehabt. Und wer meint, auf die Politik warten zu können, der realisiert nicht, dass wir schon heute am Abgrund stehen. Wenn wir warten, sind wir demnächst einen Schritt weiter.

Es grüß,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Schleichende Prozesse

Es ist ein Charakteristikum für schleichende Prozesse, dass der Mensch sie nicht bemerkt.

Jeder von uns ist das beste Beispiel: Wir stehen jeden Morgen auf, und stellen fest, dass alles grundsätzlich genauso ist, wie am Tag zuvor.

NUR – das ist schlicht und ergreifend falsch.

Die wesentlichen Dinge ändern sich ständig. Und bei den Dingen, die sich nur sehr langsam ändern, bemerken wir es nicht. Schleichende Prozesse eben.
Und wenn es noch dazu Dinge sind, von denen wir gar nicht wollen, dass sie sich ändern, dann bemerken wir es erst recht nicht, bzw. wollen es nicht bemerken.

Ein Paradebeispiel für schleichende Prozesse ist das Klima.

Es ändert sich sehr langsam. Wenn jeder von uns an seine Jugend zurückdenkt und die damaligen Verhältnisse mit dem vergleicht, was heute ist, sind die Unterschiede enorm. Aber von einem Tag zum anderen, sind die Veränderungen marginal.

Jedoch 7.000 Tage, also etwa 20 Jahre, später, sind sie enorm.

Tornado in Hamburg, mehrfache Überschwemmungen in Süddeutschland, sehr wechselhaftes Wetter, geringer werdende Niederschläge etc etc etc ….
Alles Dinge, die es vor 20 Jahren kaum gab.

Und doch nimmt das niemand wahr, weil der Mensch, naturgegeben, nur von Tag zu Tag denkt. So wie früher eben, in der Steinzeit …. wichtig war da, was es am nächsten Tag zu essen geben würde. Der Gedanke an die nächsten Generationen …. Fehlanzeige. Ebenso der Gedanke an Menschen außerhalb der eigenen Gruppe.

Und so gibt es viele Dinge, die in dieses Schema für schleichende Prozesse passen: Klima, Rohstoffe, Armut, Hunger.

Erst dann, wenn diese Dinge unmittelbar werden und existentiell, DANN sind sie Thema …. aber DANN ist es zu spät.
Auch das Thema „Flüchtlinge“ gehört hierhin. Viele viele Jahre war es nicht existent, weil ein Bsp. für schleichende Prozesse. Mittlerweile ist das Thema bei uns aufgeschlagen, und siehe da, wir haben es wahrgenommen. Jedoch unsere Politiker, also diejenigen, die für unsere Zukunft Verantwortung tragen, denken nur bis morgen …. maximal bis zur nächsten Wahl …. aber gut, das ist jetzt ein anderes Thema.

Mich wundert es immer wieder, wenn ich von Berichten höre oder lese, wonach Planungen laufen, die sich Jahrzehnte in die Zukunft erstrecken (z.B. Erforschung des Weltalls, Reise zum Mars, Erforschung der Kernfusion, autonome Autos), und es diese Zukunft kaum noch geben wird, in der solche Dinge eine Rolle spielen könnten; allein schon deshalb, weil wir so sehr mit Problemen zu kämpfen haben werden, dass keine Ressourcen mehr für etwas anderes bleiben.

Wem diese Prognose zu düster erscheint, der möge sich mit den Themen beschäftigen. Er wird erkennen, dass wir auf dem besten Weg dorthin sind.

NOCH erscheint jeder Tag, an dem wir aufstehen, wie der Tag zuvor. Fragt sich nur, wie lange noch …..

Es grüßt,
das SMAMAP

Der Nordpol und das Klima

<Nordpol und Klima / Ironie an>

Dieses Jahr hat erstmals das Eis bis hin zum Nordpol getaut.

Nordpol

Aber selbstverstänlich hat das nichts mit der Klimaerwärmung zu tun, zumal es die ja überhaupt nicht gibt.

Und schon gleich gar nichts hat das mit jedem Einzelnen von uns zu tun (also auch mit jedem, der das hier liest), wie er sich umweltmäßig verhält und lebt. Frei nach dem Motto WEITER SO

<Ironie aus>

Es grüßt,
das Smamap

Mindesthaltbarkeitsdatum

Schon eine ganze Weile wird der Sinn des Mindesthaltbarkeitsdatum diskutiert. Und passiert ist NICHTS.

Diskutiert wird es deshalb, weil viele Menschen meinen, Nahrungsmittel wegwerfen zu müssen, wenn das Datum abgelaufen ist.

Die Hintergründe zum Mindesthaltbarkeitsdatum

Zum einen die Trägheit des Gesetzgebers, wenn es darum geht, Unsinniges zu ändern.
Und zum anderen die Ignoranz des Verbrauchers. Wobei der „Verbraucher“ nichts Anonymes ist, sondern jeder Einzelne von uns, also auch diejenigen, die dies hier lesen.

Lt. WWF landen in D jährlich über 18 Mio. Tonnen Nahrungsmittel im Müll. 10 Mio. Tonnen davon könnte man auch ohne Einsatz von Technologie vermeiden. Das Hauptproblem, so die Studie, ist der Verbraucher.

MindesthaltbarkeitsdatumMindesthaltbarkeitsdatumMindesthaltbarkeitsdatum

Dazu noch 2 Zahlen: Von den 7 Mrd. Menschen auf der Welt hungert täglich 1 Mrd. Rechnerisch würde die heutige Nahrungsmittelproduktion jedoch ausreichen, um über 10 Mrd. Menschen satt zu machen.

Sicherlich hat das nur z.T. mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum zu tun. Jedoch stellt dieses auch einen erheblichen Teil des Problems dar. Die Politk hat dazu aber seit Jahren, außer vollmundiger Ankündigungen, nichts geleistet.

Viele Menschen meinem immer noch, ein abgelaufendes Mindesthaltbarkeitsdatum sei gleichbedeutend mit verdorbenen Lebensmitteln.

Mal ein paar Beispiele aus eigener Erfahrung (immer davon ausgehend, dass sich alles, durch die Bank, im Kühlschrank befindet):
Ein Kräuterbaguette dessen MHD einige Wochen abgelaufen ist, ist immer noch absolut einwandfrei. Ebenso der eingetütete Mozarella, der schon 2 Wochen abgelaufen ist. Das Toastbrot ist auch 2 Wochen nach Ablauf noch absolut ok. Diese Liste ließe sich beliebig verlängern.

Die Folgen

Das Problem daran ist allerdings nicht nur die sinnlos vernichtete Nahrung, sondern auch, dass für all die vernichtete Nahrung absolut umsonst Ressourcen vergeudet wurden. Das geht los beim Anbau, geht über die Ernte, die Verteilung, die Kühlung, den Transport etc. etc.
All das wurde sinnlos aufgewendet, nur um etwas wegzuwerfen. Die Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima sind erheblich. Würde man gewährleisten, dass nur absolut Unvermeidliches weggeworfen wird, also auch kein zusätzlicher Ressourcen-Verbrauch entsteht, dadurch, dass Ersatzware gekauft wird, weil anderes eben sinnlos weggeworfen, dann wären die positiven Auswirkungen auf unsere Umwelt und das Klima sehr erheblich.

Was tun

Man sieht auch an diesem Bsp. wieder einmal, dass alle unsere Probleme hausgemacht sind. Selbst verschuldet.

Es ist gut vorstellbar, dass „interessierte Kreise“ ein Interesse daran haben, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum in der jetzigen Form bestehen bleibt. Denn was weggeworfen wird, muss neu gekauft werden, bringt also Umsatz und Gewinn.
Da ergibt sich dann wieder einmal die Frage, für wen denn eigentlich unsere Politiker da sind.

Die zentrale Frage aber ist, wann endlich der einzelne Verbraucher seiner Verantwortung gerecht wird. Wie in so vielen Bereichen. Leider zu oft lehnt sich dieser zurück und lebt auf Kosten anderer. Auf Kosten der Gesellschaft, auf Kosten der Natur, auf Kosten des Klimas, auf Kosten der 3. Welt usw usf.

Ich bin vor geraumer Zeit dazu übergegangen, das Mindesthaltbarkeitsdatum als Anzeig dafür zu verstehen, wann ich etwas gekauft habe. Ob etwas noch einwandfrei ist, das überlasse ich nicht dem MHD, sondern meiner eigenen optischen und geschmacklichen Beurteilung.

Es grüßt,
das Smamap

Umweltverschmutzung und Klima

Es steht zu lesen, dass 2016 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen ist. Wer immer noch meint das habe nichts mit Umweltverschmutzung und Klima zu tun, der spielt mit der Zukunft.

SonneAbgase zerstören das KlimaUmweltverschmutzung

Unsere Klima – Sünden (Umweltverschmutzung)

Wir blasen ungehemmt Abgase in die Atmosphäre und zerstören ebenso ungehemmt unseren Planeten.

Es verschwinden pro Jahr 6,5 Mio. Hektar Regenwald. Alle 5 Jahre damit eine Fläche von der Größe Deutschlands.

Zerstörung von Regenwald und Klima

Brandrohdung auf Borneo

Und das alles weiten Teils für die Bequemlichkeit der sog. „zivilisierten“ Welt. Sprich, damit wir weiterhin unsere Autos fahren können und weiterhin all das verzehren können, was wir billig in den Supermarkt-Regalen zu finden gewohnt sind (Stichwort: Palm-Öl).
Die Liste der Sünden wäre endlos.

Das Klima wird zurückschlagen (Umweltverschmutzung)

Noch sind die Probleme, die sich uns damit stellen, nicht gravierend bzw. weit weg. Aber sie kommen näher …. unaufhaltsam.

In der Zwischenzeit haben wir noch die Muse, uns mit Problemen zu beschäftigen, die gar keine sind. Es genügt dazu in die Medien zu sehen, um zu erkennen, mit welchen Unwichtigkeiten wir uns befassen.

Die Zeit wird kommen, zu der uns die wirklichen Probleme erschlagen. Nur dann ist es bereits zu spät, zu erkennen, dass wir es zugelassen haben, uns per Klimakonferenz zu beruhigen, um so weitermachen zu können, wie bisher. Das Schlimme daran ist, dass sich jeder einzelne von uns allen nicht zuständig glaubt. Denn das „weiter so“ beginnt bei jedem Einzelnen von uns.

Es grüßt,
das Smamap

Zeit heilt Wunden

…. so sagt man gemeinhin.

Dass das auch für die Erdatmosphäre gelten KANN, zeigt nachfolgender Artikel ….

OZONLOCH

Was der Artikel allerdings auch zeigt, ist, dass es jetzt 3 Jahrzehnte gedauert hat, bis eine Entwicklung eingesetzt hat, die das Ozonloch hat kleiner werden lassen, und dass es bis zur Mitte des Jahrtausends dauern wird, bis es ev. ganz verschwunden ist.

Das Ganze ist größtenteils zurückzuführen auf das damalige weltweite FCKW-Verbot.

Das Thema zeigt, dass es gefühlte Ewigkeiten dauert, bis eine Maßnahme, in Sachen Atmosphäre/Klima den gewünschten Erfolg zeigt.
Und es zeigt NOCH etwas: Ob die getroffenen Maßnahmen ausreichen, geschweige denn, richtig waren, auch das zeigt sich erst mit enormem zeitlichen Verzug.

Da würden jetzt wieder Viele, aus dem Bauch heraus, meinen, es ginge uns doch ganz gut. Ob jene das immer noch meinen, wenn in 30 Jahren unsere jetzigen Maßnahmen durchschlagen oder besser gesagt, unsere jetzigen NICHT-Maßnahmen, und dass es dann NOCHMAL 30 Jahre dauert, bis dann notwendige Notfallmaßnahmen greifen, das braucht die Meisten nicht zu interessieren, weil sie das Leben dann schon hinter sich haben.

Es grüßt,
das Smamap

IIIICH hab nix gemacht !

Gestern war ich wieder auf meiner Lieblingsstrecke mit dem Rad unterwegs.

War zwar stellenweise noch etwas nass/feucht, aber ging schon.

Irgendwo mittendrin kam mir eine ältere Frau entgegen, an einer etwas nassen Passage, die ihr Rad schob. Ich stieg auch ab, damit wir problemlos aneinander vorbei kämen.

Wir kamen kurz ins Gespräch, und sie beschwerte sich lautstark über das unverschämte Wetter, das wir jetzt schon seit ein paar Wochen hätten. Und es wär doch ein Wahnsinn und nicht mehr auszuhalten. Auch einige ihrer Bekannten würden das so sehen.

Na ja, meinte ich, wir haben es ja alle miteinander soweit gebracht, dass das Wetter so ist, wie es ist.
„Meinen Sie wirklich“, sagte sie.

„Ja“, erwiderte ich. „Denn von selbst ist das Wetter nicht so geworden“.

Man sah ihr an, dass Sie das gar nicht verstehen konnte, dass die Menschen mit daran schuld sein sollten.

Tja, beim Wetter/Klima ist es halt so eine Sache…..da gibt es niemanden, dem man die Schuld dafür zuschieben könnte. In vielen Dingen gibt es ja immer einen einfachen Schuldigen. Und wenn nicht, dann baut man sich einen.

Aber HIER wird das nicht so einfach sein, denn außer uns Menschen gibt es niemanden, der die Regenwälder abholzt, die Umwelt verpesstet und erwärmt, und Dergleichen mehr.

Es grüßt,
das Smamap