Stromverbrauch die 236.ste

Hab jetzt mal das Messgerät, von dem ich schon mehrfach berichtete, dazu verwendet, zu messen, was mein Internet-Router so Strom verbraucht.

Die 9 Watt, die sich da zeigten, das klingt zunächst mal nicht nach viel. Jedoch diese 9 Watt werden im Jahr zu fast 80 KWh.

Und da frage ich mich, warum so eine Box mehr verbrauchen muss, als meine Wohnzimmerbeleuchtung. Die umfasst nämlich 8 Watt an LED-Birnen, was reichlich hell ist.

Dann hab ich mich auf gemacht, mal die internen Einstellungen meiner Easy-Box (Vodafone) zu erkunden, ob es da Möglichkeiten gibt.
Alles was ich fand, war die LED-Anzeigelämpchen zu deaktivieren, was aber so gut wie nix brachte.

Dann überlegte ich mir, dass ich ja kürzlich wieder auf das gute alte LAN-Kabel umgestiegen war, weil ich damit wesentlich mehr Bandbreite (zu deutsch und einfach ausgedrückt „Geschwindigkeit“) im Internet erreichen konnte. Also schaltete ich mit dem Druckknopf an der Seite der Easy-Box das WLAN ab. Und damit senkte sich das Ganze von 9 auf 6,5 Watt. Das hatte auch den angenehmen Nebeneffekt, dass von außen niemand drauf zugreifen kann, und zudem könnte ich, sofern mal benötigt, das WLAN jederzeit über besagten Schalter wieder zuschalten.

Nachdem ich den Router Nachts über den Ausschalter der Steckdosenleiste ohnehin ausschalte, verbraucht mein Router jährlich somit nicht 80 KWh sondern 33 KWh.

Jetzt nur mal ganz fiktiv angenommen, da sind 25 Mio. Router in Deutschland (was nicht abwegig ist, da die 6 wichtigsten Provider ungefähr diese Zahl an Breitbandverträgen am Laufen haben).
Weiter angenommen, durch geeignete Maßnahmen (s.o.) würde jeder Router im Jahr 40 KWh weniger an Strom verbrauchen, so wäre das eine Einsparung von 1 Mrd. KWh (= 1.000.000.000 KWh).

Diese „geeigneten Maßnahmen“ habe ich jetzt ergriffen, indem ich selbst hand angelegt habe. Ich behaupte, dass es den Router-Herstellern ein Leichtes wäre, in die Router einzubauen, dass diese nach 5 Minuten Untätigkeit in einen Standby-Modus gehen, der dann, sagen wir mal, nur noch ein halbes Watt benötigt.
Die Stromersparnis wäre enorm. Und die damit verbundene Reduzierung der Umweltbelastung wäre auch nicht ohne.
Doch auch, wenn das nicht gelänge, so könnte jeder Einzelne das auch selbst erreichen (s.o.)

Ich hab in diversen Beiträgen Möglichkeiten beschrieben, wie jeder Einzelne von uns die Umwelt entlasten könnte.
Ich habe dazu begonnen, meinen Stromverbrauch erheblich zu reduzieren, habe mein Auto abgeschafft und anderes mehr.
Nun muss das nicht jeder GENAU SO praktizieren bzw. kann es ev. auch gar nicht. Jedoch gibt es genügend Möglichkeiten. Es ist nur eine Frage des Wollens.
Und auf diese Weise könnten jegliche Klimagipfel überflüssig gemacht werden. Was nicht heißen soll, dass es nicht trotzdem, für alle verbindliche, Klimaziele geben sollte, um die Erde so lange als möglich lebenswert zu erhalten.

Es grüßt,
das Smamap

 

Vogelzug

Heut in der Mittagspause schaue ich so aus dem Fenster, und seh weiter weg eine Vogelschar ziehen.

Was werden die wohl vorhaben, so frage ich mich. JETZT Anfang Dezember.

Gestern Abend hab ich noch eine Doku gesehen, da ging es um die Veränderungen in der Natur- und Tierwelt der Polarregionen.

Da war dann die Rede davon, dass sich Mini-Schädlings-Würmer, auf Grund der gestiegenen Temperaturen, enorm vermehren, die Lungenschleimhäute der Moschus-Ochsen befallen, und immer mehr Tiere daran zugrunde gehen.

Es war die Rede davon, dass eine weit verbreitete Vogelart, deren Namen ich nicht mehr weiß, die für die Ernährung der Jungen erforderlichen Kleinfische nicht mehr in ausreichendem Maß fangen kann, weil das Eis zurückgegangen ist, und besagte Fische primär unter der Eisoberfläche leben.

Und es war die Rede davon, dass DAS Tier der Polarregionen, sprich der Eisbär, nichts mehr zu fressen findet, und mehr und mehr die Siedlungen der Menschen aufsucht.

Was das alles bedeutet kann man sich ohne Probleme an 2 Fingern abzählen. Und was die Ursachen dafür sind, ebenso.

In derselben Zeit werden Ur-Wälder in den Tropen noch und nöcher gerodet. Um z.B. Palm-Öl-Plantagen für billige Nahrung für die Industrieländer und für unseren Auto-Sprit zu erzeugen (GEHT´S NOCH !!!!). Wer weiß, welche zentrale Rolle diese Wälder für das Weltklima spielen, der braucht nicht einmal obige 2 Finger, um abzuschätzen, wohin wir unweigerlich steuern, wenn nichts Gravierendes sich ändert.

Und da sitzen sie also zusammen, all die Staatenführer, in Paris auf dem Weltklimagipfel. Und parallel dazu stirbt unsere Welt Minute für Minute ein kleines Stück mehr, weil schon seit langem versäumt wurde, gegenzusteuern.

Ich habe dieses Jahr einen, zumindest für mich, entscheidenden Anfang gemacht, AUCH aus den  genannten Gründen (nicht nur), und habe mein Auto abgeschafft, um dazu beizutragen, dass SOWAS baldmöglichst der Vergangenheit angehört ……

Peking
(Peking (heute) © AP/dpa)

Es grüßt,
das Smamap

 

Es geht um uns ?

Er hat begonnen. Der Weltklimagipfel 2015.

Und Merkel und Obama haben gewichtige Reden gehalten.

JA, da war drin enthalten, was wir unbedingt tun müssen.

Und was wird passieren? NICHTS.

Ich wage es zu prophezeien.

Es wird wieder eine Abschlusserklärung geben, die soweit reduziert ist, dass alle zustimmen können.

Eine Absichtserklärung.

Eine „was wir machen sollten“ Erklärung.

Eine Erklärung, die an Unverbindlichkeiten nicht zu übertreffen ist.

Eine „weiter so“ Erklärung.

Ich hoffe inständig, dass ich falsch liege. NICHTS würde mich mehr erfreuen.

Aber dazu müssten so einige Staaten, allen voran die Industrienationen, runter von ihren Egoismen. Und die müssten dann die Bevölkerung mit unangenehmen Wahrheiten konfrontieren. Also z.B. damit, dass jeder ab sofort nur noch ein Auto haben darf, das höchstens 3 Liter verbraucht.

Das alles v.a. auch deswegen, weil es 5 nach 12 ist, wenn nicht sogar schon halb eins, und Sofortmaßnahmen erforderlich sind.
Ein „wir wollen den CO2-Ausstoß bis 2030 um 20% reduzieren“ oder ein „wir wollen den C02-Ausstoß nicht weiter erhöhen“, wird uns genau NICHTS bringen.

Die Arten sterben in solch einem rasanten Tempo, die Gletscher ziehen sich in einer derartigen Geschwindigkeit zurück und der Meeresspiegel steigt derart schnell, dass dieser Klimagipfel erneut auf dem Rücken derer ausgetragen werden wird, die mit selbigem ohnehin schon an der Wand stehen.

Und wenn letztere dann mit Geld abgespeist werden, damit Ruhe ist, dann wird auch dieses Geld letztlich NICHTS helfen, wenn die Flüchtlingsströme derer einsetzen, die dann erneut vor dem Tod fliehen.

Und selbstverständlich haben wir dann wieder von NICHTS gewusst, solange es weit weg war, und haben auch NICHTS mit den Ursachen zu tun.

Ich würde auch gerne von den Schönheiten der Natur hier schreiben, oder den Schönheiten des Universums, nur gehöre ich eher zu denen, die davor warnen, dass der Zeitpunkt nicht mehr allzu fern liegt, zu dem wir mit den Schönheiten nichts mehr am Hut haben werden. Sei es, weil es sie nicht mehr gibt oder sei es, weil wir zu sehr mit den Gewalten der Natur zu kämpfen haben, die wir selbst verursachten.

Ich sehe diesen Klimagipfel als die letzte Chance, das Ruder wirklich noch herumzureisen, den der Point of Know return oder aber der Point of no return ist uns sehr nahe.

Wer davor die Augen verschließt, der lebt nach dem Motto „nach uns die Sintflut“. Denn was wir heute beschließen oder aber auch nicht beschließen, das haben wir in 30 Jahren auszubaden. Und dann ist es zu spät, noch etwas zu beschließen, was dann auch wieder erst in 30 Jahren zu wirken begänne, also zu einem Zeitpunkt, an dem bereits alles zu spät ist.

Es grüßt,
das Smamap