Bitte erkläre mir mal einer die Sache mit dem Spritpreis

Nach einer Zwangspause des Schreibens, weil mir mein Umzug alles an Energie abverlangte, kommt heute wieder mal ein Beitrag; Thema ist der Spritpreis.

Ich fahre ja selbst kein Auto mehr, insofern könnte mir das Thema egal sein. Jedoch ist es ein sehr gutes Bsp. (nach wie vor), wie der Verbraucher, in manchen Bereichen, total über den Tisch gezogen wird (meine Meinung).

Möglich ist dies (auch meine Meinung), weil der Staat mit am Tisch sitzt, über den man gezogen wird.

Die Kurzfassung lautet:
Wie vor 6 Jahren ist der Spritpreis bei 1,50€. Alle wesentlichen Preisbestandteile sind nahezu identisch zu damals. Allein – der Rohölpreis ist heute nur etwa halb so hoch.
Und trotzdem geht angeblich alles mit rechten Dingen zu.

Sicher – man kann dies pauschal als „Verschwörungstheorie“ abtun. Allerdings kann man, so man denn möchte, die paar nötigen Zahlen, die den Spritpreis ausmachen, wunderbar im Netz nachlesen.

Ich lebe sehr gern in unserem Land, unter den Bedingungen, die die Gesetze bestimmen. Manchmal darf man sich aber trotzdem wünschen, dass wirklich ALLE gleich sind davor, und nicht manche gleicher als andere.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

WER braucht eig eine Stromtrasse, außer Aktionären und Konzernen?

Jüngst habe ich mich etwas mit dem Thema „Stromtrasse“ beschäftigt.

Sicherlich nicht in alle Tiefen, aber halt so, dass ich mitreden kann.

Bis vor nicht allzu langer Zeit war das Wort „Stromtrasse“ für mich mit den Überlandleitungen verbunden, die da quer bzw. längs durch D zusätzlich gezogen werden sollten, um benötigten Strom in den Süden zu transportieren.

Als es dann hieß, das Ganze werde va unterirdisch verlegt, da war das Thema für mich gestorben.

Wenn man sich allerdings etwas damit beschäftigt, dann kommt das Thema „Stromtrasse“ automatisch wieder hoch.

Bisher meinte ich, die Gegner des Projekts absolut nicht zu verstehen, denn schließlich brauchen wir diesen Strom.

Und genau DAS ist NICHT der Fall (meiner Meinung nach).

Es gibt auch andere Argumente, die man anführen könnte.
So zB dass auch bei unterirdischer Verlegung, oberirdisch Schneisen entstehen; auch durch die Erwärmung die diese Erdkabel mit sich bringen, die Natur und die Böden geschädigt werden; wir alle das über die Strompreise erheblich zahlen, was da an Geldern ausgegeben wird, während Aktionäre und Konzerne den Rahm abschöpfen; elektromagnetische Felder ihren Tribut fordern etc etc.

Stromtrasse

Das mag alles richtig sein.

Was in der ganzen Diskussion oft vergessen wird, ist die Frage, ob wir das Ganze überhaupt brauchen?

Geht man nach den Stromkonzernen, gingen durch Abschaltungen der Atommeiler schon seit Jahren im Winter regelmäßig die Lichter aus (Stichwort „Blackout“); glaubt man der Politik und deren Vorhersagen, wird der Strom, dort wo er hintransportiert werden soll, künftig dringend benötigt.

Fakt ist, dass D, auch und va im Winter, immer noch ein Stromexporteur ist. Fakt ist, dass vor 2025 kein Strom über die Trasse fließen wird, schlicht weil nicht fertig. Fakt ist auch, dass das so eine Sache ist mit den Vorhersagen der Politik.

Va Letzteres versucht uns zu sagen, dass wir OHNE nicht auskommen. Und dabei ist das größte aller Potentiale noch in keinster Weise ausgeschöpft worden. Nämlich das Sparpotential. Durch geeignete Maßnahmen könnten Unmengen an Strom in den Haushalten eingespart werden. Auch ist in keinster Weise berücksichtigt, dass über Windkraft, Gaskraftwerke und Photovoltaik wesentliche Anteile an Strom hinzukommen (dort wo sie benötigt werden).

Trotzdem wird uns gesagt, dass wir diese Trassen brauchen.

Mich erinnert das Ganze an den Donauausbau bei Straubing (ich lebte dort viele Jahre). Der Bevölkerung wurde dort politischerseits eingebläut, dass dieser unbedingt benötigt werde.
Letztlich war der Widerstand in der Bevölkerung so groß, dass die Politik auf ihren Ausbau verzichtete. Und siehe da …. er war nicht nötig!

Seitdem mißtraue ich Behauptungen der Politik, was Großprojekte angeht. Es gibt immer Interessen dahinter. Va finanzieller Art.

Und wenn man dann noch logisch nachvollziehen kann, dass etwas unnötig ist, und trotzdem wird immer noch das Gegenteil behauptet, dann schrillen bei mir die Alarmglocken.

Die Frage ist, warum Mrd. und Aber-Mrd. von Euro ausgegeben werden sollen, wenn das Projekt nicht benötigt wird?

Die ganzen Nachteile, die so ein Projekt mit sich bringt, sind dann nur noch ein zusätzliches Argument.

Und schließlich soll das Alles auch ablenken vom Versagen der Politik. Einem möglichen Stromengpass hätte man schon seit vielen Jahren entgegenwirken können. Wenn man denn gewollt hätte.

Es ist wie mit den Elektroautos:
Wir könnten sie schon lange in echten Stückzahlen haben, wenn die Politik nicht geschlafen und nur nach dem gehandelt hätte, was die Wirtschaft gerne möchte. Oslo macht es vor: Die Stadt hat heute wesentlich mehr Elektroautos und die Infrastruktur dazu, als es das in ganz D gibt.
Es darf geraten werden, woran das liegt. Aber das ist eine ganz andere Diskussion.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Costa Rica – macht hoffentlich Schule

War ein sehr interessanter Bericht heute in 3sat.

Costa Rica, und welche Projekte es dort gibt, die versuchen, dem entgegenzuwirken, was die multinationalen Konzerne weltweit treiben.

War schon klasse, was da teilweise gezeigt wurde. Nicht so sehr aus Opposition gegen die Konzerne (die muss es schließlich auch geben; fragt sich nur zu welchen Bedingungen das sein darf), sondern v.a. wegen der Menschen dort, die versuchen ihr Auskommen zu haben, ohne sich den Konzernen auszuliefern.

Wie ich zufällig auf 3sat schaltete, da wurde grade das Gegenbeispiel gezeigt, nämlich wie Ananas Plantagen im großen Stil, also von den Konzernen, betrieben werden. Monokulturen unter Einsatz von massenhafter Chemie und nach der Ernte werden dann die Pflanzenreste, wieder mit Chemie, zum Absterben gebracht, damit es dann möglichst einfach untergepflügt werden kann. Und all die Chemie landet dann z.T. im Grundwasser und in den Städten. All das dafür, damit wir hier in Europa günstig Ananas einkaufen können.

Kleine Kooperativen versuchen andere Wege zu gehen. Teilweise durch andere Anbaumethoden (z.B. bei Bananen) oder durch andere Anbauprodukte (im Fall von Ananas). Und wieder andere verschreiben sich dem Urwald, unter Miteinbeziehung des Tourismus und der örtlichen Schulen, aus denen dann Park-Ranger erwachsen.

Mir ist dabei eingefallen, dass ich seit etwa einem halben Jahr versuche, kein Obst mehr zu kaufen, das durch die halbe Welt gereist ist. So habe ich Ananas von meinem Einkaufszettel gestrichen (kam aus Costa Rica). Ebenso Mango (kam aus Brasilien) oder Pomelo (kam aus China). Ich achte bewusster darauf, woher die Dinge kommen. Nach Möglichkeit beschränke ich mich auf Produkte aus D oder zumindest der EU.
Da bietet sich auch der örtliche Wochenmarkt an. Im Winter wird es da zwar etwas eng, was die Vielfalt angeht, aber Äpfel sind da allemal.

Und so muss ich nicht jene Konzerne unterstützen, die Weltwelt den Bauern das Land und die Nahrungsgrundlage wegnehmen (letztere landet z.T. in unseren Benzintanks).

Es gelingt nicht immer perfekt, denn meinen Orangen kann ich nicht widerstehen. Und so 3-4 Kiwi im Monat gönne ich mir auch.
Aber ansonsten, denke ich, hab ich das ganz gut hin bekommen, mich auf Obst und Gemüse aus der erweiterten Region zu beschränken.

Und wenn andere das ebenso sehen, z.b. indem ich darüber rede und schreibe, dann könnte es sogar sein, dass in Costa Rica die Konzerne nicht mehr ganz so viele Hektar ruinieren und Grundwasser verunreinigen, mit Ananas-Anbau.

Ich gehöre jetzt sicher nicht zu den Menschen, die das Ganze extrem betreiben, denn ich bin auch ein klein wenig egoistisch, und gönne mir das ein oder andere. Aber im Endeffekt gilt: Die Menge macht’s; sowohl bei mir persönlich, wie auch weltweit.

Es grüßt,
das Smamap

Das große Geheimnis

In letzter Zeit sehe ich immer öfter „ServusTV“, einen Sender von dem ich lange Zeit gar nicht wusste, dass es ihn gibt.

Und dieser Sender bringt, zumindest für mich, total interessante Sachen. Sei es ein alter Western, sei es eine Doku über das Entstehen wichtiger Eisenbahnlinien oder gestern einen Bericht über Palmöl.

Letzterer, so könnte man denken, ist ein Bericht unter vielen. Aber weit gefehlt.

Es stellte sich raus, dass die Reportage eine derartige Brisanz hat, wie sie wohl selten ist.
Sie beinhaltete ein paar simple Tatsachen, die uns allen so ziemlich unbekannt sein dürften.

  • Palmöl ist in fast allen hergestellten Produkten enthalten, die es im Supermarkt so zu kaufen gibt.
  • Palmöl wird produziert aus den Früchten der Ölpalme, die im Äquatorbereich weite Landstriche beansprucht.
  • Es gibt sehr sehr viele Plantagen, die so weit reichen, wie das Auge sehen kann
  • Palmöl ist ein sehr günstiger Ersatz für andere Öle und kann von der Industrie fast nach belieben ihren Bedürfnissen angepasst werden.
  • Die Palmölplantagen verdoppeln sich in der Fläche alle 10 Jahre.
  • Es werden dafür Unmengen an Urwäldern gerodet.
  • Bestimmend über das Ganze sind natürlich die großen Konzerne der Welt. Sie bestimmen Preise, Lebensbedingungen und alle sonst damit verbundenen Umstände.
  • Leidtragende des ganzen Themas ist selbstverständlich die Bevölkerung vor Ort. Sei es enteignete Bauern oder Arbeiter, die nur den notwendigsten Lohn bekommen.
  • Und Hauptleidtragende ist die Natur.
  • Die Industrieländer, allen voran der sog. „Westen“, benötigen immer mehr davon. Das Palmöl ist selbstverständlich ein Stoff mit dem spekuliert und reichlich Gewinn erzielt wird.
  • Palmöl taucht in immer mehr Produkten auf, und nicht zuletzt immer mehr in unseren Treibstoffen an der Tankstelle.

Es war erschreckend, welches Ausmaß der Anbau dieser Palmen mittlerweile angenommen hat. Absolut riesige Monokulturen. Und fast niemand bei uns weiß etwas darüber.

Aber die Vorgänge erinnern an so Vieles andere, was auf der Welt passiert: Es wird etwas „produziert“ für unseren Wohlstand und unsere Bequemlichkeit. Das Ganze auf Kosten der Natur und der Bevölkerung.

Aber selbstverständlich sind WIR nicht verantwortlich für die Zustände, unter denen die Menschen dort leben, und dafür welche Auswirkungen das alles auf das Weltklima hat. Und selbstverständlich sind wir dann auch nicht dafür verantwortlich, wenn die Menschen vor Ort sich in Bewegung setzen, weil sie unter den vorhandenen Bedingungen nicht mehr existieren können (die nächsten Flüchtlingsströme sind vorgezeichnet).

Es gilt gegen zu steuern. Und das geht!

Ich hab eben mal einige Produkte aus meiner Küche und dem Bad auf Palmöl untersucht. Immer wenn die Buchstabenfolge „Palm…“ vorkommt, dann ist Palmöl enthalten. Und manchmal sogar auch dann, wenn es mit anderen Begriffen verschleiert wird. So z.B. in meinem Duschmittel, in der Nuss-Nougat-Creme, im Kuchen usw usf.

Nun gehöre ich sicherlich nicht zu den Verschwörungstheoretikern, die hinter allem und jedem Schlimmes vermuten.
Aber gegen ganz offensichtlich sehr bedenkliche Entwicklungen darf man sich doch aussprechen, und sich entsprechend verhalten.

Und so kaufe ich nur noch Bananen, die aus bäuerlichem Anbau stammen. Versuche mich an Obst und Gemüse zu halten, das von „hier“ stammt, habe mein Auto aufgegeben (auch aus gesundheitlichen Gründen, aber eben AUCH, weil ich Vieles was da dahintersteht nicht mehr mittragen kann), kaufe keine Plastiktüten mehr und werde künftig auch darauf achten, möglichst Produkte ohne Palmöl zu nutzen.

Das Alles kommt sicherlich teurer, was sich aber im Rahmen hält. Und es ist DIE Möglichkeit, die ich als Verbraucher habe, dem Raubbau an Natur und Menschen entgegenzuwirken. Und je mehr das so machen, umso eher wird sich etwas ändern.

Zu sagen, der Einzelne könne eh nichts ändern, ist genau die Einstellung, mit der sich garantiert nichts ändert.

Und so werde ich sicherlich nach wie vor Produkte nutzen, die Palmöl enthalten, aber sicherlich bei weitem nicht mehr in dem Maß, wie bisher. Und BISHER hatte ich überhaupt keine Kenntnis von diesem Thema.
Man darf dazu sicherlich auch die Frage stellen, WARUM das wohl so ist, dass dieses Thema nicht in der Öffentlichkeit steht? Dazu passt auch die Tatsache, dass alle Firmen, bei denen die Autoren der Reportage um Drehgenehmigung angefragt hatten, urplötzlich schon erteilte Genehmigungen zurückzogen, wie offenbar wurde, dass es sich um das Thema „Palmöl“ handeln sollte.

Kann sich jeder mal selber beantworten, warum das wohl alles so ist, wie es ist.

Es grüßt,
das Smamap