Dahingeschmolzen …..

Am Freitag waren hier 30 Grad. Abends um 8 waren es immer noch 25.

Ich hatte leichtsinnigerweise spekuliert, dass es gegen Abend kühler wird, und noch schnell zugesagt, dass ich dann vorbeikomme und noch kurz 2 Stunden im Autohaus aushelfe.

Gelegentlich hab ich dort die Aufgabe, ca. 25 Autos zu rangieren, um sie auf dem Ausstellungsgelände in Reih und Glied zu positionieren, so dass potentielle Kunden die Fahrzeuge sortiert nach Neu- und Gebrauchtwagen vorfinden, und die PKWs nicht querbeet stehen.

Dass meine Zusage, das am Freitag noch schnell zu machen, ein Fehler war, merkte ich spätestens, als ich ins erste Auto einstieg. Da drinnen waren es gefühlte 40 Grad.

Nachdem ich das mit allen 25 Karren gemacht hatte, war ich dem Ende nahe. Wahrscheinlich hätte mir ein geschickter Verkäufer einen Haarföhn, zu dem Zeitpunkt, als Klimaanlage verkaufen können.

Nachdem mein Kreislauf solche Sachen, seit meinem Schlaganfall, nimmer so recht mitmacht, kann man sich vermutlich vorstellen, wie ich mich hinterher fühlte.
Das Ganze war wieder einmal ein Wahrnsignal, darauf zu hören, was geht. Eigentlich hätte ich mittendrin aufhören müssen. Einfach aus Selbstschutz. Aber was tut klein Doofi ….. er macht weiter, aus Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem Chef.

Und so hatte ich jetzt 2 Tage zu tun, um mich wieder ins Lot zu bringen. Aber das glaubt einem sowieso keiner. Von den bekannten Behörden und Kassen sowieso niemand.

Es grüßt,
das Smamap

Abenteuer hoch 10

Wie schon mal berichtet, ist es durchaus ein Erlebnis, hier bei mir auf der Hauptstraße mit dem Rad zu fahren.

Die emotionalen Gemütszustände, wenn ein PKW so ganz knapp an einem vorbeifährt sind ev. mitunter dazu geeignet, die Blutdruckwerte in neue Regionen emporklettern zu lassen.

Ich dachte immer, es gäbe keine Steigerung dazu.

Falsch gedacht !!!

Nach längerer Zeit fuhr ich heute besagte Straße mal wieder mit dem Rad. „Länger“ deswegen, weil ich „dort draußen“ schon etwas länger nix zu tun hatte, und mich zudem eig darauf eingestellt hatte, dass ich, ob der fortgeschrittenen Jahreszeit, wohl eher nicht mehr mit dem Rad unterwegs sein würde.
Dass es immer noch 10 Grad und mehr hat, so ca. Mitte November, damit rechnet ja keiner.

Jedenfalls war es heute mal wieder soweit.

Und wie ich da also so unterwegs bin, überholt mich ein Sattelzug nach dem anderen. Schon ein außergewöhnliches Gefühl, wenn da so Kolosse mit 20 m und mehr an einem vorbeiziehen. Über den Abstand, den die von einem halten, will ich lieber mal gar nicht reden.

Mann, was war ich froh, wie ich endlich den Punkt erreicht hatte, wo es möglich war, auf dem Geweg zu fahren.

Und wie ich das so überdachte, da wurde mir plötzlich klar, weshalb, ausgehend von der Innenstadt, die ganze Strecke seit einigen Tagen ein absolutes Halteverbot ausgeschildert ist: Dort wo die Straße am Ortsrand in die Bundesstraße mündet, ist gesperrt, weil dort eine Ampel gebaut wird. Deshalb müssen die LKWs zwangsweise ihren Weg durch den Ort suchen, denn anders kommen sie nicht ins Gewerbegebiet, bzw. wieder davon weg.

Keine Frage, dass sich das nicht anders lösen lässt. Das ist Fakt und auch in keinster Weise ironisch gemeint.

Und so werde ich morgen, nachdem mich mein Weg wieder dorthin führt, einen anderen Weg wählen, einfach, wel das Ganze zu gefährlich ist. Noch dazu für jemanden, bei dem es beim Gleichgewicht nicht zum Besten bestellt ist.

Jedoch kann ich jedem, der einmal einen Streßtest für Herz und Kreislauf machen will, nur empfehlen, auf einer relativ engen Hauptstraße, die mit Schwerverkehr ausgestattet ist, mal ein ganzes Stück mit dem Fahrrad zu fahren.

Wirklich ein Erlebnis.

Eine Vermutung möchte ich allerdings schon äußern: Wie die Strecke mit absolutem Halteverbot versehen wurde, da hat mit Sicherheit niemand dran gedacht, die Strecke für Radfahrer zu sperren, weil zu gefährlich. Ev. auch aus dem Gesichtspunkt heraus, dass in der Umgebung etliche Schulen angesiedelt sind.
Und so werde ich anschließend wohl noch ein Fax zum Thema an die Stadtverwaltung schicken, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Denn wenn erst was passiert ist, dann brauch ich es nicht mehr schicken.

Alles Gute,
Euer Smamap