Die Strompreise steigen nicht seit 2013

Die Strompreise steigen nicht, sagt zumindest der Chef der Bundesnetzagentur.

Nachzulesen HIER

Nun – ich gehe da lieber nach meinen eigenen Erfahrungen, und die ergeben sich dadurch, dass ich jährlich meinen Stromlieferanten wechsle, und dabei zum jeweils günstigsten Anbieter gehe.

So einigermaßen habe ich die Zahlen noch im Kopf (bin jetzt aber auch zu faul, um das in den Unterlagen nochmals genauer nachzulesen):

Vor 2 Jahren zahlte ich für die KWh noch 25 Cent. Letztes Jahr waren das dann schon 27 Cent, und dieses Jahr kostet mich jede KWh 29 Cent.

Jedoch ist dies noch nicht alles ….
denn was noch weitaus höher zu Buche schlägt, das ist der Grundpreis. Der beinhaltet alle Fixkosten, wie etwa die Stromdurchleitung, also die Netzgebühren, die jeder Anbieter an den Leitungsbetreiber zu zahlen hat, oder Gebühren für den Stromzähler etc etc etc.

Ich habe in den letzten Jahren stets nicht den „günstigsten“ Anbieter gewählt, sondern denjenigen, der bei relativ günstigem KWh-Preis auch noch einen akzeptablen Grundpreis anbot. In meinem Fall waren dass immer so um die 70€.

Da waren stets auch Anbieter mit SEHR günstigem KWh-Preis, jedoch mit einem Grundpreis von über 100€ pro Jahr. Und diesen Grundpreis, den muss der Verbraucher in jedem Fall zahlen, egal wieviel Strom er verbraucht.

Heißt also, auch wenn der Verbraucher NULL Strom verbrauchen würde, den Grundpreis muss er in jedem Fall abführen.

Und nachdem ich meinen Stromverbrauch, dort wo es sinnvoll machbar ist, enorm reduziert habe (von 900 KWh vor ca. 10 Jahren, auf jetzt 400 KWh; ohne Komfort-Einbußen, wie ich immer gerne betone), und hierbei weiter am Ball bleibe, ist für mich der Grundpreis der wesentliche Kostenfaktor. Und ich füge hinzu: Die Anbieter stellen gerne den KWh-Preis in den Vordergrund, und erwähnen den Grundpreis kaum (warum wohl ????).

Also WENN schon günstig, dann BEIDES!!!!

Und wenn man beides betrachtet, dann kann man dem werten Herrn von oben keinesfalls folgen, wenn er meint, die Strompreise steigen nicht. Seit 2013 sei das so. Ja Ja …..

Und zudem, meint er, hätten die Strompreise das Potential zu sinken ….. tja, wer’s glaubt …. wir werden ja sehen.

Jedoch wieder einmal liegt es tatsächlich NUR am Verbraucher. Solange 1/3 der Verbraucher im Grundtarif des Grundversorgers bleiben, bleiben auch die Strompreise relativ hoch. Denn was hätten die Grundversorger schon an Anreiz, ihre Preise zu überdenken, wenn nur Wenige zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

Die Aktionäre freut’s jedenfalls ….

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Die Sache mit den Abschlagszahlungen

Jeder kennt das ….. monatlich bucht der Stromlieferant die sog. „Abschlagszahlung“ vom Konto ab, um damit den voraussichtlichen Stromverbrauch monatlich im Voraus vom Kunden bezahlen zu lassen.

Eigentlich eine feine Sache, denn damit ist sicher gestellt, dass der Verbraucher nicht am Jahresende auf einen Schlag eine enorme Summe zu bezahlen hat.

In aller Regel wird der Lieferant dafür sorgen, dass die Zahlungen dem Verbrauch des Vorjahres entsprechen. Soweit so gut.

Etwas anders scheint es sich zu verhalten, wenn ein Liefervertrag mit einem neuen Stromlieferanten abgeschlossen wird. Jedenfalls gehen meine langjährigen Erfahrungenn in diese Richtung.

Man gibt bei Vertragsabschluss den jährlichen Stromverbrauch an, und bekommt dann irgendwann die Bestätigung, dass der Vertrag zustande gekommen ist, und die Stromlieferung dann und dann beginnt.

Bei dieser Gelegenheit bekommt man auch die monatlichen Abschlagszahlungen mitgeteilt.

An dieser Stelle scheint es wichtig, diese Zahlen zu kontrollieren.

Mir ging es jetzt erneut so, dass das Zahlenwerk nicht zusammenpasste.

Ich hatte über Check24 einen neuen Lieferanten beauftragt. Das lief auch alles einwandfrei. Wie ich jetzt endlich mal Zeit hatte, überprüfte ich, aus alter Gewohnheit heraus, die Zahlen. Anhand des Cent-Betrags pro KWh und anhand des Grundbetrags pro Monat konnte ich leicht ausrechnen, was dies für einen Jahresbetrag ergibt. Das wären in meinem Fall ca. 250 € gewesen, was ziemlich genau dem entspricht, was ich auf der Seite von Check24 angezeigt bekam, als ich das Ganze bestellte.

Seltsamerweise gab der Lieferant als Abschlagszahlung einen Betrag von 32 € an, was bei 11 Abbuchungen einem Gesamtbetrag von ca. 350 € entspricht. Also 100 € mehr, als es dem voraussichtlichen Verbrauch entspricht.

Es ist nicht das erste Mal, dass dies so passiert, weshalb der Rat angebracht erscheint, dass man beim Wechsel des Stromlieferanten die Zahlen nachrechnet.

Ich bin jetzt auf die Seite meines neuen Lieferanten gegangen, und habe den Abschlagsbetrag nach unten korrigiert. Heutezutage sind solche Sachen kein Problem mehr. Alles wird online erledigt. Mit dem neuen Abschlagsbetrag komme ich ziemlich genau auf jene 250 €.

Was sagt einem das?
Die Stromlieferanten trachten danach, mehr zu vereinnahmen, was sie dann natürlich über die Jahresrechnung wieder erstatten müssten, aber in der Zwischenzeit können sie mit dem Geld (MEINEM Geld) was erwirtschaften.

Also …. AUGEN AUF BEIM STROMKAUF !!!!

Es grüßt,
das Smamap