Schadware allerorten

Dem Vernehmen nach hatten wir gestern eine weltweit enorm verbreitete Cyberattacke per Ransomware; die Schadware, die in aller Munde ist.

Schadware

Cyberattacke (Copyright AP)

Diese hat einmal mehr gezeigt, wie verwundbar unsere Systeme via Internet sind.

Und das nicht etwa wegen der Gefährlichkeit der Schadware, sondern einzig wegen der Nachlässigkeit, um nicht zu sagen, der Fahrlässigkeit, der Eigentümer der Computersysteme.

Hätten besagte Eigentümer, also z.B. die Deutsche Bahn, Krankenhausbetriebe, viele Unternehmen oder staatliche Stellen, und v.a. die Vielzahl der Privatanwender, ihre Hausaufgaben gemacht, dann wäre genau NICHTS passiert.

Die Sicherheitslücke in den Windows-Versionen war hinlänglich bekannt, und es gab seit längerer Zeit einen Sicherheitsupdate.

Ich möchte auch gar nicht wissen, wieviele Anwender der Schadware Tür und Tor öffneten, indem immer noch das Uralt-Betriebssystem WindowsXP verwendet wird.

Aber nein, man hat es nicht nötig bzw. es wird leichthin über das Thema „Schadware“ und IT-Sicherheit weggegangen.

Kaum jemand würde heute ohne Sicherheitsgurt Auto fahren. Und diejenigen, die dies trotzdem tun, sind selber schuld.
Jedoch, es ist in Cyberland wie im Straßenverkehr …. es werden immer auch Unschuldige mit ins Verderben gezogen. Im Netz eben dadurch, dass Schadware über ungenügend gesicherte Computer verbreitet wird.

Freilich könnte man jetzt trefflich darüber diskutieren, ob es nicht der Verantwortung von Microsoft obliegt, sicherere Software zu produzieren. Aber dem IST eben nicht so. Somit liegt, ob es uns gefällt oder nicht, der schwarze Peter bei jedem Einzelnen von uns (AUCH bei Denjenigen, die diese Zeilen lesen) bzw. bei den Eigentümern der Systeme und deren untergebenen IT-Abteilungen.

Allerdings gibt es auch noch eine Alternative, die auch ich mir angeeignet habe: Das, was ich „computermäßig“ zu tun habe, erledige ich weitgehend per Tablet, und nur noch in sehr seltenen Fällen per PC.

Ersteres läuft per Betriebssystem Android, Letzteres per Betriebssystem Ubuntu. Beides ist im Prinzip Linux. Windows gibt es bei mir nicht mehr.

Nun ist das freilich kein absoluter Schutz, aber auf jeden Fall 10x mehr Schutz als Windows.

Und so müssen sich nach dem gestrigen Tag so EINIGE fragen lassen, ob die richtigen Entscheidungen getroffen wurden …. zum einen bzgl. Sicherheitskonzepten und zum anderen bzgl. verwendeter Software.

Und die Horden der Privatanwender müssen sich fragen, ob ein Sicherheitsdenken in Form einzig eines Virenprüfers, um den man sich nicht kümmert, und in Form eines Schulterzuckens noch zeitgemäß ist.

Es grüßt,
das Smamap

Kaby Lake und Windows 7

Kaby Lake und Windows 7 – um es kurz zu machen und einfach zu sagen:

Windows 7 (und auch Windows 8) wird auf der neuesten INTEL Prozessorgeneration (Kaby Lake) nicht mehr laufen.
Dasselbe gilt auch für die neueste Prozessorgeneration von AMD.

Anders formuliert:

Auf all diesen Prozessoren läuft nur noch Windows 10. 

Man könnte nun lange und trefflich darüber diskutieren, wer die Schuld daran trägt bzw. worin die genaue Ursache liegt. Und diese Diskussion artet dann sehr schnell in ein Hin- und Herschieben des schwarzen Peters aus.
Tatsache ist, dass der Anwender der „Gelackmeierte“ ist, also der Depp.

Wer sich das Thema „erlesen“ möchte: Einfach den Titel des Beitrags ( Kaby Lake und Windows 7 ) in Google eingeben und lesen !!!

Der „Gelackmeierte“ kann nicht nur sein bisheriges Betriebssystem nicht mehr nutzen, sondern muss zwangsweise eine Windows10-Lizenz mit einem solchen Rechner mit erwerben. Ob seine bisherige Software dann noch läuft, auf dem neuen Betriebssystem, steht in den Sternen.

Kaby Lake und Windows 7 – das geht nicht zusammen. Und das ist SO gewollt.

Höchst erstaunlich an dem Ganzen ist nämlich, dass Microsoft das bei Einführung der Beta-Versionen von Windows 10 bereits kommunizierte (man musste nur genau genug lesen).

Heute wird das ganz offen, von allen Beteiligten ausgesprochen, und damit verkauft, dass man neue Möglichkeiten und erweiterte Sicherheitsmaßnahmen mit alten Betriebssystemen nicht mehr erfüllen könne.

Ganz klar, so wird gesagt, und ganz normal, dass Kaby Lake und Windows 7 nicht mehr zusammen geht.

Worüber nicht gesprochen wird, ist, dass man dem Anwender keine Wahl lässt, ob er das neue Betriebssystem und die neuen Möglichkeiten der Prozessoren überhaupt möchte. Das Alles wird ihm vorgesetzt, und basta !!! Es gibt nichts mehr anderes, und basta !!!

Auch ob er das ganze Datensammeln und die ganzen unnötigen Apps auf dem neuen System möchte, dazu lässt man ihm auch keine Wahl.
Sicher, Manches lässt sich abschalten (bei Weitem nicht alles). Die Kenntnisse und das Zutrauen dazu haben vielleicht 5% aller Anwender.

Es kommt also in Kürze der Tag, da gibt es nur noch jene neue Technik zu kaufen, und alles Alte kann man wegwerfen, weil nicht mehr unterstützt, ohne Sicherheitsupdates etc etc. Man hat z.B. versprochen, dass Windows 7 bis 2020, eigentlich sogar noch länger, supportet wird. Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus, denn was nützt mir versprochener Support, wenn ich das Betriebssystem nicht mehr nutzen kann.

Man hat so Einiges versprochen, und die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Um nur EIN Bsp. nochmal zu nennen: Der Tag ist nahe, da hat NIEMAND mehr ein „kostenloses“ Windows 10 am Laufen, denn diese Kostenlos-Lizenzen sind an die alten Rechner gebunden und laufen nicht auf neuen Maschinen, weshalb man dann immer auch eine Windows 10-Lizenz mitkaufen muss.

Aber einen gewaltigen Vorteil hat das Ganze, und zwar für die Bilanzen der Hersteller. Und das Seltsame daran ist, dass, oh Wundertüte, der größte Betriebssystemhersteller und die größten Prozessorhersteller zeitgleich in dasselbe Horn blasen.

Kaby Lake und Windows 7 geht halt eben doch zusammen – finanziell gesehen und für die Hersteller.

Aber halt, da war doch noch was ……. 

Ja, stimmt.

Wer das will, der kann auch anders, sogar, wenn der alte Rechner den Geist aufgibt: Sich einen blanken PC kaufen, ohne Alles, und Linux darauf installieren. Da gibt es dann urplötzlich keine riesen Diskussion um Sicherheitsdinge etc. mehr, sondern nur ein einfaches Betriebssystem, das aussieht wie Windows, und auch so zu bedienen ist, und mit dem man alles das machen kann, was man bisher auch gemacht hat:

Da ist das Schreibprogramm, das Tabellenprogramm, der Firefox-Browser, Thunderbird für die eMails usw. usf.
Das Ganze für lau, und ohne unnötige Bloat-Ware oder Datenspionage. Und wer will, der richtet sich für ganz spezielle Fälle in einer extra Umgebung Windows XP oder Windows 7 ein. Alles offen, alles einfach, und noch dazu ohne die Notwendigkeit eines Virenschutzes.
Zudem reicht die geringstmöglich erhältliche Rechnerausstattung, weit jenseits von 8 GB Arbeitsspeicher oder riesigen Festplatten.

Installiert ist das Ganze in 20 Min (Windows inkl. aller Updates gibt es nicht unter 1 Std.).

Wer sowas NICHT nutzen kann, ist der klassische Gamer, also der Spiele-„Narr“. Der braucht weiterhin das ressourcen-hungrige Windows; keine Frage.
Alle anderen brauchen nur einen nackten PC, und eine Linux-DVD zum Installieren (in 10 Min. aus dem Internet heruntergeladen und gebrannt; völlig legal und kostenlos). Daran hat sich seit vielen Jahren nichts geändert, und das bleibt auch so.

Dann noch die alten Daten vom bisherigen Windows-Rechner draufkopiert, und wie gewohnt weiternutzen.

Fazit: Das Heft des Handels hat weiterhin der ANWENDER in der Hand. WENN ER DENN MÖCHTE.
Wer das nicht möchte, darf sich allerdings auch nicht beschweren, über das, was er bekommt, und was er dafür auf den Tisch legen muss. 

Es grüßt,
das Smamap

Ein Netzwerkkabel und seine Probleme

Jüngst war ich mal wieder am Rätseln, warum meine digitalen Bestandteile nicht so wollten wie sie sollten, um dann zu entdecken, dass es schlicht am Netzwerkkabel lag.

Was war geschehen?

Seit Kurzem nenne ich sehr schnelles Internet mein Eigen. Bisher hatte ich eine 25 Mbit-Leitung gehabt, und die jetzt getauscht gegen 200 Mbit.

Im Volksmund würde es wohl so formuliert: Bisher hatte ich eine 25.000-er Leitung, jetzt habe ich eine 200.000-er Leitung.
Ich hatte entdeckt, dass ich Letztere über meinen Kabelanschluss (also nicht mehr über Telefonleitung) haben könnte, und das für kleineres Geld als bisher. Also warum nicht? Eine Bandbreite von 200 Mbit würde ich zwar nie ausnutzen, aber warum mehr bezahlen als nötig.

Nachdem einige technische Schwierigkeiten überwunden waren, war der Anschluss letztlich hergestellt worden.

Mein Tablet zeigte mir dann per Speedtest auch brav wunderbare 195 Mbit an. Zwar nicht gleich zu Beginn, aber nach ein paar Tagen. Der Techniker hatte ja auch gemeint, es würde ein paar Tage dauern, bis sich alles „eingespielt“ hätte.

Letzte Woche dann, hatte ich mal wieder was an meinem Linux-PC zu erledigen. Darunter auch ein größerer Download. Es wunderte mich, dass die Zeitdauer des Downloads doch erheblich länger war, als gedacht.

Hinterher mal den Speedtest angeworfen, und der zeigte mir ungefähr 80 Mbit als Download an..
Hä ????

Nach einigem Überlegen kam ich dann auf des Pudels Kern, dass meine Onboard-Netzwerkkarte ja nur eine 100 Mbit-Karte wäre. Also könne ja gar nicht mehr kommen! War ja logisch …. wie wollte ich 200 Mbit empfangen können, wenn die Netzwerkkarte nur 100 Mbit kann?
Eine Gigabit-Karte hatte ich nicht hier, also kurzerhand eine im Netz bestellt, für 9,78 (inkl. Versand),

Netzwerkkarte

und die war dann auch 2 Tage später da. Flugs eingebaut, beim Hochfahren des Rechners im BIOS noch kurz die Onboard-Karte deaktiviert und schon hatte ich …. erneut 100 Mbit Bandbreite.

Was war denn nun wieder los?

Tja, jetzt kam zum Tragen, dass ich, als einer der ursprünglich aus der Windows-Welt kommt, noch nicht ganz so fit bin, wenn es darum geht, unter Linux (Ubuntu) einen Treiber zu installieren. Denn, so vermutete ich, dass ich wohl den Treiber ersetzen müsste, durch jenen, der auf der mitgelieferten CD enthalten wäre (zumindest hatte das der Anbieter versprochen).
Und richtig, auf der CD war er auch vorhanden. Und sogar eine Beschreibung als Readme-Datei, wie die Installation erfolgen müsse. Terminal geöffnet, alten Treiber entfernt, neuen Treiber aufgespielt, und schon hatte ich …. erneut 100 Mbit Bandbreite.

Nun war aber in der Beschreibung noch die Rede davon, dass man die höhere maximale Geschwindigkeit, also 1000 Mbit, per Tool einstellen könne (gemeint ist jetzt das, was die Karte maximal kann (so Karten können in der Regel 100 oder 1000 Mbit). Also mittels ethtool auf die höhere Geschwindigkeit gestellt, und schon hatte ich …. erneut 100 Mbit Bandbreite.

Langsam gingen mir die Möglichkeiten aus. Mit ethtool die Werte ausgelesen, auf die die Karte eingestellt ist, und die sagten mir, dass die Karte mit 10 Mbit laufen würde.
Hää ? Schreibfehler ?
Also nochmal eingegeben. Änderung = NULL

Jetzt brat mir aber einer einen Storch! Warum lief das Ganze auf 10 Mbit, wenn ich doch laut und klar übermittelte, dass ich die Karte gerne auf 1000 Mbit eingestellt hätte?
Mal den Rechner neu starten! Jetzt war ich zumindest wieder bei meinen 100 Mbit. Offenbar hatte Ubuntu beim Start wieder die Grundwerte in die Karte geladen.

Egal was ich tat, ich bekam immer wieder dasselbe.

Jetzt kam ich noch auf das Netzwerkkabel, das Internet-Box und PC verbindet.

Vielleicht, so dachte ich, hätte ich letztens, beim Kabelverlegen, ein altes Netzwerkkabel erwischt. Also das kurz mal tauschen. Ja, „kurz“ war die richtige Umschreibung. Dann selbstverständlich war das andere Kabel 1/2 Meter zu kurz. Also die Gerätschaften einander angenähert, um den halben Meter zu gewinnen.
Das Ganze wieder hochgefahren …. und schon hatte ich …. erneut 100 Mbit Bandbreite.

Jetzt gingen mir tatsächlich die Möglichkeiten aus. Das Netzwerkkabel war meine letzte Option gewesen. Und ich hatte wohlweislich ein Kabel gewählt, dass ich innerhalb der letzten paar Monate von Vodafone bekommen hatte.

Da saß ich also, hatte einige Stunden in den Sand gesetzt, und wußte trotz aller Erfahrung nicht mehr weiter.

Wie ich da so saß, betrachtete ich meinen Pool an Netzwerkkabeln. Mir fiel auf, dass da ein Kabel war, das sich dicker darstellte, als die anderen, die ich da hatte. Gedanke: Vielleicht hatten die ja alle am Kabel gespart, und Kabel verwendet, die „überflüssige“ Adern erst gar nicht enthielten. Könnte ja sein, dass das dicke Kabel, alle Adern enthielt, und (so zeigte mir ein Blick (mit Brille) auf die Stecker, auch voll belegt war (soll heißen, ALLE Adern tatsächlich an den Steckern angeschlossen)).

Also kurz dieses Kabel

Netzwerkkabel

angeschlossen (natürlich war das nochmal ein Stück zu kurz, sprich Gerätschaften nochmals einander angenähert), Rechner hochgefahren, und schon hatte ich …. 1000 MBIT Bandbreite auf der Karte eingestellt.

Wie es nur immer sein konnte …. von all den Möglichkeiten, die es gab, war es die Letzte, die das Problem löste.

Ein simples Netzwerkkabel.

Selbstverständlich hatte ich kein Kabel, welches lang genug wäre, zur Verfügung, so dass ich mir flugs im Netz ein 5m Patchkabel bestellte, für 4,49 € inkl. Versand. Das wird dann in ein paar Tagen hier sein, und damit habe ich dann bleibend die knapp 200 Mbit Bandbreite, die über meinen Internetanschluss kommen, auch auf meinem PC zur Verfügung.

Künftig, wenn ich wieder mal ein ähnliches Problem habe, werde ich als Erstes das Netzwerkkabel ersetzen.
Aber es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass auch dann die Möglichkeit die Lösung ist, die ich wiederum als Letztes versuche.

Es grüßt,
das Smamap

Das verbreitetste Betriebssystem ?

Welches ist das verbreitetste Betriebssystem ?

Betriebssystem
Spontan würdet Ihr sagen: Windows

Falsch !

Die richtige Antwort lautet: Linux 

Nun – Ihr würdet sagen, dass natürlich die Frage falsch formuliert war. Gemeint waren selbstverständlich private Endgeräte.

Hier wäre die Antwort dann sicherlich Windows

Falsch ! 

Die richtige Antwort hätte auch hier gelautet: Linux 

Wie kann das sein, würdet Ihr sagen?

Ganz einfach – der Bereich der mobilen Geräte wird zu 90% vom Betriebssystem Android beherrscht, und dieses basiert auf – Ihr habt es sicher schon erraten – Linux 

Und somit ist das verbreitetste Betriebssystem

LINUX

Man rechnet mit 1,5 Mrd. Geräten, die Android nutzen, also letztlich Linux. Aber Linux ist nicht nur dort anzutreffen. Man trifft es überall …. auf Privat-PCs, auf Bankautomaten, auf vielen Firmen-PCs, auf Servern usw. usf.

Auch wenn man im Internet unterwegs ist, kommuniziert man meist mit Linux-Rechnern, denn die meisten Internet-Server haben als Betriebssystem – man kann es sich denken – Linux. Und auch, wer sich mit seinem Router verbindet, kommuniziert mit Linux.

Der Grund dafür ist sehr häufig die Einfachheit des Betriebssystems. Da ist Windows einfach viel zu komlex, zu teuer und zu sehr lizenziert. Und nachdem die Linux-Betriebssysteme heute auch sehr ansprechende Bedienoberflächen haben, merkt man fast keinen Unterschied mehr, und vielen Nutzern ist es im Endeffekt egal, welches OS sie nutzen, Hauptsache einfach/elegant zu bedienen.

Microsoft hat hier, auf lange Sicht gesehen, die falsche Entscheidung getroffen, als es seinerzeit primär an seine Bilanzen und Gewinne dachte. Mittlerweile hat man auch dort schon erkannt, dass mit Betriebssystemen kein Apfel mehr zu gewinnen ist (außer man heißt „Apple“). Aber Scherz beiseite: MS verabschiedet sich nach und nach aus dem Bereich, und wendet sich anderen Themen zu. Denn schließlich will man wieder mit den größten Playern wie Google und Apple mithalten können.Und das könnte man nicht, wenn man sich auf ein Thema konzentriert, mit dem man immer mehr ins Hintertreffen gerät.

Die großen Player

haben sich frühzeitig darauf verlegt, Betriebssysteme als Beigabe zu Geräten zu sehen. Man kann zwar trefflich darüber streiten, welcher Anteil des Kaufpreises eines Smartphones das Betriebssystem betrifft, aber MS, so meine ich, ist seinerzeit, psychologisch, auf den falschen Zug aufgesprungen, als es sich dafür entschied, für das Betriebssystem Windows Extrageld zu kassieren. Hinterher ist man zwar immer schlauer, aber wenigstens kann man sich darum bemühen, es zu sein.
MS hat mit Windows10 dann etwas Halbherziges versucht, indem es das OS scheinbar kostenlos zur Verfügung stellte, um dann letztlich doch wieder zu kassieren.

Und so hat Microsofts CEO, Satya Nadella (nein, er heißt nicht mehr Bill Gates 😉 ), die Zeichen der Zeit schon lange erkannt und längst andere Themen in den Vordergrund geholt …. fast unbemerkt.
V.a. auch die Cloud ….

Es grüßt,
das Smamap

WindowsXP – Eine Ära aus grauer Vorzeit

Fast genau vor 15 Jahren startete die WindowsXP Ära.

Am 25. Oktober 2001 präsentierte Bill Gates das neue Betriebssystem. Erstmals basierte Windows nicht mehr auf MS-DOS, sondern auf einem Windows-NT-Kernel.

Das wird den meistens Windows-Nutzern nichts sagen, is aber auch nicht so wichtig. Is wie beim Auto: Man muss nicht wissen, wie der Motor funktioniert.

Heute – 15 Jahre später – ist WindowsXP immer noch eines der beliebtesten Betriebssysteme, und das, obwohl die Unterstützung durch Microsoft schon längst ausgelaufen ist.

WindowsXP

Über 10% aller PC-Nutzer verwenden es noch. Weit vorne liegt Windows7 mit fast 50%. Und – das spricht wohl für sich – Windows10 hatte echt Mühe, die Nutzerzahl von WindowsXP zu überholen. W10 liegt heute bei etwa 17%.
Das hat auch damit zu tun, dass etliche Organisationen weiterhin XP nutzen (z.B. Banken mit ihren Geldautomaten oder etwa die Verwaltung des dt. Bundestags; per separatem Vertrag wurde der Support verlängert). Aber eben auch eine ganze Menge Privatnutzer verwenden nach wie vor XP.

Nun gehöre ich zu Denjenigen, die Windows abgeschworen haben. Obwohl ich von Anfang an sämtliche Windows-Versionen miterlebt/genutzt habe; auch beruflich als „EDV-Mensch“. Letztlich waren mir die Verfahrensweisen von Microsoft zu suspekt geworden.

WIE WindowsXP weiternutzen ?

Und doch habe ich auf meinem Linux-Rechner (Ubuntu), jetzt in einer virtuellen Maschine (abgetrennter Bereich), WindowsXP installiert, um einzelne Sachen damit noch zu machen.

Da kommen so etliche Erinnerungen wieder hoch. Angefangen vom Look und Feel, über die erstmalige Möglicheit, einen DSL-Anschluss problemlos einzurichten, bis hin zur erstmaligen Aktivierungsprozedur (bis dahin konnte man Windows (oder davor DOS) beliebig oft installieren (legal war das damals schon nicht, aber wirklich gejuckt hatte das keinen)).

Was damals AUCH so wirklich losging, war die Sache mit dem Virenschutz. Die Zahl der Viren wurde immer höher, parallel zur Anzahl der draußen laufenden WindowsXP Lizenzen.

Jetzt, da ich XP in einer virtuellen Maschine laufen habe, die praktisch völlig abgeschottet vom eigentlichen Betriebssystem läuft, kann in der Hinsicht nichts passieren. Dadurch kann XP in Reinkultur laufen, ohne von irgendeinem Virenschutz ausgebremst zu werden. Schon erstaunlich, wie flott das damals war.

Nachdem das problemlos geklappt hat, werde ich mal versuchen, auch noch frühere Betriebssysteme in separaten VMs laufen zu lassen. Also z.B. Windows98. Auch dazu habe ich noch eine CD/Lizenz. Und irgendwie drängt es mich, auch das uralte MS-DOS nochmal so aufzusetzen.

Einfach aus Nostalgie-Gründen.

Es grüßt,
das Smamap

Microsoft und der gigantische Schachzug

Hatte jüngst mit der Zeitschrift Chip einen kleinen Schriftverkehr bzgl. der neuen Skylake Rechner, die beschrieben wurden, Microsoft und anderen Dingen.

In dem Zusammenhang kamen wir auch auf ein anderes Thema ……

Microsoft hatte 1 Jahr lang „kostenlose“ Windows10-Lizenzen verteilt. Verteilt in der Art, dass man einen Upgrade von seinem alten Windows7 machen konnte.

Microsoft

Mittlerweile dringt mehr und mehr die Tatsache durch, dass die so entstandenen Windows10-Lizenzen an den Rechner gekoppelt sind, auf dem sie laufen.

So wie früher, dass man nämlich eine Windows-Lizenz auf einem beliebigen Rechner installieren kann, das ist mit der vorgeblich „kostenlosen“ Microsoft Lizenz nicht möglich. Eben weil die fix mit einem bestimmten Rechner verbunden ist.

Wenn also jemandem der Rechner flöten geht, und er hätte da noch einen im Eck stehen …. so von wegen fix Windows10 drauf installiert ….. is nicht !!!

Auf einem Rechner-Neukauf eben so wenig. Mal abgesehen davon, dass auf dem von vorneherein W10 installiert ist, und man diese Lizenz zwangsweise mitbezahlt.

Für mich war und ist das ein gigantischer Schachzug, und zwar ein gelungener, von Microsoft.

Jeder mit so einer Lizenz war weiß Gott wie stolz darauf, so ein Ding kostenlos erworben zu haben, und muss dann doch feststellen, dass es mit „kostenlos“ verbei ist, in dem Moment, in dem man neue/andere Hardware braucht.

Aber die Leute sind sehr vergeßlich. Das ist wie bei den Wahlversprechen.

Dass sie über den Tisch gezogen werden, das wird ihnen anderswie schmackhaft gemacht. Indem man sie den Eindruck gewinnen lässt, dass auf einem neuen Rechner das Betriebssystem „einfach so“ dabei ist. Also quasi wieder kostenlos.

Wie schon berichtet, habe ich mich, wie ich das geblickt habe, dazu entschlossen, Windows einzusargen, und nutze seitdem (etwa 1 Jahr) Linux, in Person von Ubuntu.
Echt kostenlos, und tut genau das Gleiche.

Und seit einem halben Jahr habe ich zusätzlich ein Tablet mit Android als Betriebssystem. Damit mache ich mittlerweile alles.

Und was soll ich sagen ….. mir hat Windows keine einzige Sekunde gefehlt.

Es grüßt,
das Smamap

Die Qual der Wahl

Wer meine Beiträge mitliest, hat mitbekommen, dass ich von einem (lang lang ists her) begeisterten Windows-Nutzer, zu einem NICHT-Windows-Nutzer mutiert bin. Ich sage bewußt nicht „Windows-Gegner“, denn Windows als System kann nichts dafür, was Microsoft so veranstaltet.

Gestern habe ich einen Artikel gelesen, den ich jetzt leider nicht mehr gefunden habe, in dem wurde angekündigt, dass die mobilen Systeme, also Android und iOS, planen, PC-fähig zu werden.

Und das deshalb auch aus dieser Schiene eine Konkurrenz zu Windows entstehen wird.

Ich versteige mich zu der Behauptung, dass das Ende von Windows besiegelt ist.
Das wurde mir durch jenen Artikel erstmals so richtig klar. Da hieß es nämlich, dass es wesentlich einfacher sei, ein mobiles System wie Android PC-fähig zu machen, als einen PC mit seinem wuchtigen Windows mobil zu machen.

Und die Herrschaften in Redmond wissen das ganz genau. Und so machen sie das, was sie im Moment versuchen. Nämlich alles Mögliche, um die Nutzer auf Windows10 zu bekommen, und sie damit noch möglichst lange an Windows zu binden. Gleichzeitig werden soviele Daten als möglich abgezapft, um auch künfitg die Nutzer, wenn schon nicht mehr an Windows, so doch an Microsoft zu binden.

Mir wurde gestern auch klar (und ich frage mich, warum nicht schon früher), dass es schon lange ein großes Gegengewicht zu Windows gibt. Nämlich eben jenes Android-Betriebssystem.
Dieses hat sich relativ still und unbeeinflusst auf mobilen Systemen entwickelt. Also auf Systemen, auf die Microsoft sehr lange fast keinen Zugriff hatte, weil verschlafen.

Die meisten Nutzer sehen in Android immer noch etwas, was lediglich dazu da ist, dass ein Smartphone oder Tablet läuft, und das tut, was es soll.
Und leise, still und heimlich, ist es dabei zu etwas geworden, was mittlerweile alles das kann, was auch Windows kann. Mit einer Ausnahme: Es ist nicht multitasking-fähig. Nun, das braucht es auch nicht zu sein, denke ich. Denn der Mensch kann maximal 2 Sachen wirklich gleichzeitig machen (das bestätigt einem jeder Biologe). Android geht (bisher) den Weg, dass man eine Aufgabe (z.B. einen Chat durchführt) zur Seite legt, und etwas anderes macht (z.B. ein Telefonat). Wenn man fertig ist, holt man sich die erste Aufgabe wieder hervor, und macht weiter. Passt doch genauso.
Für den normalen Nutzer reicht das vollständig. Insofern spielt auch keine Rolle, dass es natürlich schon noch andere Sachen gibt, die Windows oder z.B. Linux können, was Android nicht kann. Aber der normale Nutzer braucht derlei ohnehin nicht.

Und so haben wir heute nicht nur Windows und Linux, sondern auch Android und iOS.

Es wird auch in Zukunft bestimmte Anwendungsgebiete geben, wo einzelne Systeme zu bevorzugen sind. So wird etwa der Gamer-PC (soweit voraussehbar) immer Windows installiert haben.

Aber was uns alle angeht, und damit meine ich den 0815-User, der wird in Zukunft, so meine Meinung, die Wahl haben. Und da wird so ein großer Klotz wie Windows es zunehmend schwer haben gegen so schlanke und elegante Systeme aus dem mobilen Bereich.

Das geht schon los, wenn man betrachtet, was die einzelnen Systeme so brauchen: Mein Smartphone, das ich bisher hatte, hatte 16 GB Speicherkapazität, und darauf läuft alles, was ich brauchte. Auf einem PC wäre überhaupt nicht daran zu denken, ein Windows zu installieren.

Ich behaupte eine Prognose (ohne belegen zu können, ob das auch so sein wird):
In 10 Jahren gibt es fast keine PCs mehr. Windows ist auf dem Weg zum Nischenprodukt. Microsoft konzentriert sich auf Cloud-Produkte. Marktführer im IT-Bereich ist Google (einerseits mit Android, andererseits mit seinen diversen Datendiensten). Der Hardwarebereich wird im Massenmarkt bestimmt von mobilen Systemen (man könnte sich vorstellen, da wäre ein Tablet (nicht allzugroß), und aufgerollte 15″-Displays und ebensolche Tastaturen, die per Funk mit dem Tablet kommunizieren).

DANN hätte quasi Google den MS-Konzern abgelöst. Ob damit dann etwas besser geworden ist, ist eine völlig andere Frage. Denn Probleme wie Selbstbestimmtheit, Datensicherheit und Monopolstellung, werden uns in einem solchen Szenario weiter begleiten.

Man kann sich nur wünschen, dass ein gleichgewichtiger Gegenspieler mitmischt bzw. die Gesetzgeber beizeiten die Dinge maßregeln. Aber daran glaube ich eher nicht.

Sei es, wie es wolle, im Endeffekt bestimmen WIR ALLE, wie es sein wird, indem wir kritisch unsere Wahl treffen.

Es grüßt,
das Smamap

„Besser als Windows“

Die aktuelle Ausgabe 06/2016 der Computer-Zeitschrift CHIP beschäftigt sich unter o.g. Überschrift mit der Ubuntu-Version 16.04 als Alternative zu Windows10

CHIP schreibt dazu:
„Microsoft feierte Ende März 270 Millionen Windows-10-Installationen. Das Fest fiel aber nicht besonders rauschend aus. MS gab ursprünglich eine Milliarde Installationen als Ziel an …….. und gibt alle Regeln der Zurückhaltung auf ….. mit nervigen Aufforderungen versucht man die Nutzer von W7/8 zum Upgrade auf das neue System zu bewegen. Egal wie man zum Begriff Zwangs-Update steht ….. wer nicht aufpasst, hat Windows10 …… über Nacht, mit dem nächsen Update. Die Installation müssen Nutzer zwar explizit bestätigen, aber hier nimmt MS wohl wissend in Kauf, dass viele Anwender Installationshinweise nicht so genau lesen. So häufen sich bei CHIP Anfragen von Lesern, die gar kein Windows10 wollten. Darüber hinaus beklagen sie sich über …. einen kaum nachvollziehbaren Datenhunger, die autom. Cloud-Anbindung uvm.“

Sinnigerweise habe ich heute einen Artikel gelesen, in dem berichtet wurde, dass MS den Preis für das Betriebssystem genannt hat, ab dem Windows10 zu erhalten sein wird, sobald die kostenlose Upgrade-Möglichkeit Ende Juni ausläuft. Dieser wird bei 119 Dollar liegen.

Gut getimed, finde ich. Nochmal schnell in die Runde geworfen, dass W10 dann Geld kosten wird, und das nicht wenig, um noch möglichst viele Nutzer zu einem Upgrade zu animieren. Der Wink mit dem Zaunpfahl. Das Stichwort „Zwangs-Update“ ist in aller Munde.
DAVON, dass ein nun noch schnell durchgeführtes Upgrade von Windows7 auf Windows10 jetzt noch kostenlos ist, aber dann, wenn man sich mal einen neuen PC kauft, damit nichts mehr anzufangen ist, davon war natürlich nicht die Rede.

Da werden so einige Nutzer noch ihr blaues Wunder erleben, wenn sie plötzlich feststellen, dass die Windows10 Lizenz auf DEN PC beschränkt ist, auf dem das kostenlose Upgrade durchgeführt wurde.

Und wenn denn einer meint er besitzt die Fähigkeiten sich dem Ganzen zu entziehen und nutzt seine Windows7 Lizenz weiter, der wird DANN, wenn er sich (sagen wir) in 1-2 Jahren einen neuen PC kauft, überrascht feststellen, dass seine Windows7-Lizenz auf der neuen CPU-Generation nicht mehr läuft.

Microsoft ist nämlich nicht doof (auch wenn die Scherzbezeichnung „Windoof“ das nahelegt), und hat im Hintergrund schon alle möglichen Weichenstellungen getroffen, damit möglichst viele Nutzer, ob sie wollen oder nicht, auf Windows10 umsteigen müssen.

Diejenigen, die sich gut genug auskennen, können das noch bis 2020 hinauszögern, wenn sie noch alte Hardware zur Verfügung haben, und darauf Windows7 oder 8 am Laufen haben. DANN wird es soweit sein, dass MS den Support für diese Betriebssysteme einstellt.
Wer dann noch Windows nutzen will, der wird spätestens dann keine andere Alternative mehr haben, als auf Windows10 umzusteigen.

Wer dem allen aus dem Weg gehen will, der hat die Möglichkeit ein anderes Betriebssystem zu nutzen. Z.B. also das Linux, welches CHIP vorschlägt. Wie sagen die Autoren so schön ….. „Mit fragwürdigen Methoden schiebt MS Nutzern das neue Windows10 unter ….. probieren Sie doch mal Ubuntu als ebenbürtige Alternative“.
Das tolle daran, finde ich, ist, dass man sich dieses Ubuntu mal eben runterladen und auf eine DVD brennen kann, um es dann von dieser DVD zu starten, OHNE das Windows auf dem PC zu verändern. Wer also mal testen will ….. nur zu. Wer dann sagt: Nö, will ich nicht ….. der startet seinen PC danach wieder ganz normal, und alles ist wie vorher.

Auch wenn es rein spekulativ ist (noch), so mutmaße ich jetzt einfach mal, dass MS sich mit seinen „fragwürdigen Methoden“ ein Eigentor geschossen hat, und Linux damit einen Boom bescheren wird. Spätestens dann, wenn den Leuten ein Licht aufgeht.

Es grüßt,
das Smamap

Linux – das bessere Windows?

Bei der Leerung meiner letzten Umzugskartons bin ich auf das Buch „Nickles Linux Report“ aus dem Jahr 2007 gestoßen.

Und habe heute zu lesen angefangen.

Einmal um so einige grundlegende Dinge für mich zu erarbeiten (Manches ist echt wissenswert), und zum anderen, um zu sehen, was sich innerhalb von fast 10 Jahren getan hat.

Und es hat sich so einiges getan: Vieles von dem, was vor knapp 10 Jahren noch Hürden waren, ist heute fast vollständig beseitigt. Frei nach dem Motto „DVD einlegen, installieren und gut is“.

Mancher Hintergrund ist gleichfalls sehr interessant.
So steht da z.B. auf Seite 23 (ich hoffe der Verlag sieht mir dieses Zitat nach):“Open Source ist viel mehr als kostenlos! Es gab vor langer Zeit mal eine kleine Softwareklitsche, deren Boss eine saucoole Idee hatte. Er hat alles, was er gemacht hat, einfach verschenkt. Und zwar raffiniert verschenkt!
Es gab weltweit viele PC-Anbieter, die ihre Rechner einfach mit Raubkopien des „Verschenkers“ bespielt haben, große Office-Softwarepakete gratis zum Lieferumfang beipackten. Der wusste das genau, hat aber beide Augen zugedrückt. Aus einem simplen Grund: damit sich die Menschen an seine Software gewöhnen.
Und als genug Menschen verseucht waren, alle Konkurrenten, die nix verschenkt haben, pleite waren, da her er mit dem Hammer auf „Raubkopierer“ draufgehauen und seine Geldmaschine angeworfen. Eine Textverarbeitung wie „Microsoft Word“ oder ein Betriebssystem wie „Microsoft Windows“ kostet heute richtig fett Kohle.
Wer Menschen an was gewöhnt hat, der hat sie unter Kontrolle. Denn er allein entscheidet, wann er schenkt, und wann er dann kassiert. Etwas, das heute kostenlos ist, kann morgen also schon elend teuer sein!
Open Source ist Zeugs, das nicht nur kostenlos ist, sonder VOLLSTÄNDIG bis ins letzte Detail offen gelegt und frei verfügbar. Jeder Mensch darf damit fast alles machen, was er will, es nach Belieben verändern. Aber alles, was jemand an Open Source verändert, muss weiterhin als Open Source weitergegeben werden. So was wie erst verschenken, dann Hahn abdrehen und kassieren, funktioniert da nicht.
Und genau das ist die Idee von Linux.“

Das, was dem Bill Gates da als „Geschäftidee“ eingefallen war, war schon genial. Das muss man ihm lassen.
Aber es gibt eben immer 2 Seiten einer Medaille. Die andere Seite ist die, dass man einer solchen „Geschäftsidee“ auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist, wenn man mit dieser Idee marktbeherrschend geworden ist.

Man kann froh sein, dass es heute noch eine Konkurrenten gibt, namens „Linux“, der eine wirkliche Alternative bietet.

Nun ist selbstverständlich auch bei Linux nicht alles „Gold, was glänzt“. Da gibt’s so einige Entwicklungen, die nicht wirklich „das Gelbe vom Ei“ sind. Linux hat v.a. damit zu kämpfen, dass es von Unix abstammt, und immer noch das Bild im Hintergrund hat, eines Betriebssystems, das unheimlich schwierig in der Handhabung ist.

Früher war das auch bei Microsoft nicht anders. Es gab nur MS-DOS, also nur die Möglichkeit auf dem Bildschirm unverständliche Kommandozeilen einzugeben, die der Rest der Bevölkerung nicht verstand. Vereinfacht gesagt, war UNIX nichts anderes. Auch dort unverständliche Kommandos auf dem Bildschirm
Ich habe zu dieser Zeit mit der Computerei beruflich angefangen, und war stolz darauf, was ich mit meinen MS-DOS-Kenntnissen alles bewirken konnte.

Und dann kam Microsoft mit Windows. Und endlich konnte jeder Dateien kopieren, ohne Kommandozeilen kennen zu müssen.

MS hatte den Vorteil, früher dran zu sein (it’s the early bird, that catches the worm).

Und dann hatte der gute Bill noch o.g. „Geschäftsidee“. Und diesen Vorsprung hat Linux bis heute nicht aufgeholt.

Die Linux-Leute haben sich dann noch das eine oder andere Eigentor geschossen, was die Sache nicht grade erleichtert hat.

Einen Vorteil hatte der Vorsprung von MS aber dann doch: Linux konnte aus den Fehlern von MS lernen, und setzte auf ein Konzept, das z.B. dazu führte, dass Viren für Linux nahezu keine Thema sind.

Und heute würde ich meinen, ist Gleichstand erreicht. In beiden Welten ist eine anspruchsvolle graphische Benutzeroberfläche vorhanden, für den OttoNormalverbraucher. Den einzigen Vorteil, den MS noch hat, ist der, dass der Hersteller, eben wegen der o.g. „Geschäftsidee“ immer noch sehr viel Macht im Markt hat. Teilweise durch sehr langjährige Verträge.
Bestes Beispiel sind die Geldautomaten der Banken. Bis vor Kurzem liefen diese zu 95% mit Windows XP. MS hatte es verstanden, die Hersteller mit weiterem Support zu binden, als XP offiziell eingestellt wurde. Das Ende vom Lied war, dass die Automatenhersteller nach und nach auf Windows 10 umsteigen werden, und somit dieser Markt für MS weiterhin ein riesen Geschäft ist. Welches Betriebssystem letztlich auf den Automaten läuft wäre grundsätzlich egal, aber wer einmal den Fuß in den Tür hat, wird versuchen, ihn auch dort zu behalten.

Was die meisten nicht wissen, ist, dass nahezu jeder jeden Tag mit Linux arbeitet. Denn (fast) alle Server im Internet basieren auf Linux. Man sieht daran, dass das System das hinter der graphischen Oberfläche läuft, nicht so sehr von Bedeutung ist. Hauptsache der Anwender kann klicken, und der Klick führt genau den Befehl aus, der im Hintergrund ausgeführt werden muss.

Was lehrt uns das alles?
Vielleicht das Eine, nämlich dass das, was am Markt vorherrscht nicht unbedingt das ist, was besser ist.

Es gibt genügend Beispiele aus der Vergangenheit, wo Geld darüber entschied, was sich zunächst durchsetzte.

Es grüßt,
das Smamap

 

Schmunzeln ist gesund

Vorhin lese ich, dass Microsoft beim letzten Update/Patch-Day ein Zwangsupdate für Windows7 und Windows8.1 veröffentlicht hat, das im Internet-Explorer, also im Browser aus dem eigenen Haus, Werbungen einblendet, wonach die Nutzer auf Windows10 updaten sollten.

„Zwangsupdate“ deswegen, weil es nicht möglich ist, diese Werbungen/Einblendungen abzustellen, dadurch, dass der entsprechende Patch gar nicht erst installiert wird (passiert scheinbar im Hintergrund automatisch).

Es gibt dazu im Netz so etliche Stellungnahmen, in denen einem eindeutigen Mißfallen zu solchen Praktiken Ausdruck verliehen wird.

Offenbar wolle man die Anwender so viel als möglich bedrängen, ihre bisherigen Windows-Versionen in den Bach zu werfen.

Eine Äußerung fand ich bemerkenswert:

„Ich habe wegen dieser S****ße jetzt sieben Computer auf Linux umgestellt.“

Nun – auch ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Winzigweich macht die gleichen Fehler immer wieder, und unternimmt scheinbar alles, um die Anwender mehr oder weniger mit Gewalt auf Windows10 zu bringen, und so die vorherigen Versionen so schnell als möglich abzuschaffen.

Sicher alles eine Frage der Kosten. Wo da der Anwender bleibt, scheint zweitrangig.

Und genau deswegen, weil ich das nicht mehr mitmachen wollte, bin ich vor wenigen Monaten ebenfalls auf Linux umgestiegen. Ein Schritt, den ich schon viel früher hätte machen sollen.

Und MS macht eifrig weiter, wie bisher. Schon bei Windows8 hat man den Fehler gemacht, dem Anwender zwangsweise etwas vor zu setzen.
Eigentlich hätte man denken sollen, dass man aus den damaligen Fehlern gelernt hat.

Nun bin ich weit davon entfernt, den Leuten etwas aufschwatzen zu wollen.
Ich berichte von meinen Erfahrungen.
Und ich denke, die Anwender sollten ein Betriebssystem unterstützen, das sich auf Augenhöhe mit Windows befindet, und so eine Bewegung unterstützen, die den Anwendern die freie Wahl lässt, um sich nicht irgendwann zu wundern, dass ein Hersteller den Markt mit seiner finanziellen Macht dominiert, und alle anderen zerdrückt hat. Denn damit müsste man als Anwender dann DAS bedingungslos akzeptieren, was einem vorgesetzt wird.

Ähnliches war seinerzeit auch auf dem Markt der Videorekorder geschehen. Das damals vorherrschende VHS-System wurde mit einer solchen Marktmacht durchgesetzt, dass das technisch überlegende Video-2000-System keine Chance hatte.
Heutzutage weiß fast schon niemand mehr, dass es neben VHS überhaupt noch etwas anderes gab.

Es grüßt,
das Smamap