Mein Tablet und Google ….

Google holt sich sehr viele seiner Informationen von Smartphones und Tablets, ohne dass man das merkt.

Wie das?

Sehr einfach …. Android, das Betriebssystem auf den meisten dieser Geräte ist von Google.

Ich hab mir einen Artikel aus der letzten Chip vorgenommen, und nach einigem Zögern jetzt mal abgearbeitet.

Die hatten dort mal ein Nexus 5 genommen und zunächst festgestellt, dass da aktuell über 2 Dutzend Google Apps im Hintergrund werkeln und Daten sammeln.
Zudem interessiert sich Android weiter dafür in welchem WLAN man surft, speichert Passwörter und Anruflisten auf Google-Servern und dergleichen mehr.

Viele dieser Google-Apps kann man zwar nicht löschen, was eine Frechheit ist, aber man kann sie zumindest deaktivieren. Damit werden diese Apps nicht mehr automatisch gestartet und tauchen auch nicht mehr im App-Menü auf.

Also bin ich jetzt mal hingegangen und habe alle Google-Apps, die ich nicht verwende oder für die ich ohnehin Alternativen nutze, deaktiviert.

Als da wären: Gmail, Kalender, Hangouts, Play Music, Drive, Google App, Play Filme & Serien. Das geht ganz einfach in den Einstellungen, im Anwendungsmanager.
Damit Android meine WLAN-Passwörter und Anruflisten nicht mehr auf Google-Server speichert, habe ich in den „Einstellungen“ unter „sichern & zurücksetzen“ dort „meine Daten sichern“ auf „Aus“ gesetzt.
Sodann habe ich noch, auch in den Einstellungen, in „Konten“ im Google-Konto alle Google-Dienste auf „Aus“ gestellt, die ich nicht brauche.
Und dann habe ich noch unter „Einstellungen/Google“ die Dienste ausgeschaltet, die mir ansonsten zu neugierig vorkommen, v.a. aber „Smart Lock für Passwörter“, mit dem sich Google App-Passwörter merkt, und den „Standardverlauf“, damit meine Bewegungen nicht mehr aufgezeichnet werden.

Damit war alles erledigt, wobei ich dann doch noch eines gemacht habe, was zwar durch die anderen Schritte in gewisser Weise schon überflüssig war, aber das Ganze doch abgerundet hat: Ich habe mein Google-Konto gelöscht, also jenes xyz@gmail.com.
Zwar wird einem das zu Beginn der Einrichtung eines Smartphones/Tablets ziemlich unter die Nase gehalten, man solle das Einrichten, aber zur Funktion eines solchen Gerätes braucht man kein Google-Konto. Es geht auch total ohne. Google hätte das halt gerne. Um Daten zu sammeln, zu synchronisieren, und damit eben „zu haben“. Also ging ich unter „Einstellungen“ auf „Konten“, dort auf mein Google-Konto, dort wiederum auf „Mehr“ und wählte „Konto entfernen“.

Das Konto als solches existiert bei Google nach wie vor, so dass man sich dort auch einloggen und z.B. eMails lesen kann, aber auf dem Smartphone/Tablet ist es entfernt, und die Verbindung zu Google gekappt.

Nach alle diesen Maßnahmen verwende ich mein Tablet weiterhin wie gewohnt und bisher ohne irgendwelche Abwandlungen in den Handhabungen.

Ich habe nur Eins festgestellt: Google legt es immens darauf an, den Eindruck zu erwecken, als bräuchte man das alles, was aber schlicht nicht der Fall ist.
Zwar war es ziemlich easy, bei Einrichtung meines Tablets viele Daten ad hoc zur Verfügung zu haben, weil sich das Android so manche Daten von den Google-Servern holte, wo sie mein bisheriges Smartphone abgelegt hatte. Aber offen gesagt macht das ohnehin mehr Sinn, sich alles neu einzurichten, um nicht Unmengen Karteileichen mitzuziehen. Was nutzen mir Kontakte, die es seit Jahren nicht mehr gibt. Was weitaus mehr Sinn macht, ist, sich vor Aufgabe eines Gerätes zu überlegen, welche Daten man auf die ohnehin vorhandene SIM-Karte bzw. SD-Karte absichert/exportiert, um sie im neuen Gerät dann wieder einzulesen. Und für Apps, die ich nicht mehr nutze, gilt das gleichermaßen.

Einen weiteren Weg gibt es, rein theoretisch, noch, um absolut alles, was mit G zu tun hat, zu vermeiden. Vereinfacht gesagt: Ein Android aufspielen, das so überarbeitet wurde, dass all die G-Apps, die man normalerweise nicht löschen kann, erst gar nicht enthalten sind. Aber derlei ist etwas heikel, weil man damit die Geräte-Garantie ev. verliert, wenn nicht gar das ganze Gerät zerstört (liest man zumindest).

Aber mit den Maßnahmen, die ich jetzt durchgeführt habe, ist ja schon sehr viel erreicht.

Wovon ich mich dabei nicht getrennt habe, ist der Browser Chrome und Google-Maps.
Ersteres benötige ich aus bestimmten Gründen, und Letzteres ist dann doch eine schöne Sache wenn ich in der Stadt X die Straße Y suche.

Aber SO stelle ich mir das vor, dass ich nämlich DAS verwenden kann, was ICH für sinnvoll empfinde und mir in freier Entscheidung aussuche, ohne dass Datenberge gesammelt werden.

Es grüßt,
das Smamap

Galaxy S4 mini – Smartphone aufräumen

Vor knapp 2 Jahren hatte mein damaliger PrePaid-Provider ein Tarifangebot (2-Jahres-Vertrag), bei dem ich für 15 € im Monat 400 Min telefonieren konnte und 1 GB Datenvolumen im Netz zur Verfügung hatte.

Zudem war ein Samsung Galaxy S4 mini mit enthalten.

Die Hardcore-Fans mögen, ob des Smartphone-Modells, da jetzt ev. die Nase rümpfen, aber für meine Zwecke war das alles absolut ausreichend.

Ich zahlte für genau das, was ich brauchte, und nicht für etwas, was ich niemals ausnutzen würde, und hatte dabei ein Gerät in Händen, mit dem ich endlich vernünftig was anfangen konnte. So mit Touchscreen, der auch wirklich funktionierte. Und mit all den Funktionen, die einem das Leben doch etwas erleichtern (z.B. das integrierte und jederzeit aktuelle Navi, namens GoogleMaps).

Ok, das Display ist jetzt nicht grade riesig, aber was sollte ich mit einer Tapete, die ich niemals in die Hosentasche bringen würde. Und wenn ich wirklich surfen und Bilder anschauen wollte, dann wohl doch eher zuhause am PC mit dem 20″ Bildschirm.

Und bitteschön …… das Ganze für 15 € im Monat. Was will man denn mehr!

Ich habe seit damals nie mehr wieder etwas gefunden, mit dem gleichen Preis-Leistungs-Verhältnis, habe das Tarifvolumen immer reichlich ausgenutzt, und, so sehe ich das, ein Smartphone für lau dadurch erhalten.

Wenn ich mir da andere Nutzer so ansehe, die 40 € und mehr im Monat zahlen, ihre Tarife nie wirklich ausnutzen, nur um das Gefühl zu haben, soviel damit machen zu können, wie sie nur wollen, und letztlich dem Provider jedes Monat Geld hintragen, mit dem das Smartphone mehr als überzahlt wird, dann hab ich damals ein gutes Angebot erwischt.

Mein Vertrag läuft jetzt dann aus, und ich habe mir vorerst einen Tarifanbieter gewählt, der mir für kleines Geld, die Leistungen bietet, die ich tatsächlich benötige. Smartphone hab ich schon, so dass der monatliche Betrag künftig um Einiges unter 10 € liegen wird. Sollte ich mehr benötigen, kann ich jederzeit aufstocken und monatlich kündigen.
Von der Handhabung her wird mein Guthaben dort immer wieder automatisch aufgefüllt, so dass ich mich um nichts kümmern brauche.

Aber jetzt hab ich mich tatsächlich bissl vergaloppiert …. denn eigentlich wollte ich darüber schreiben, dass ich mich jetzt endlich daran gewagt habe, diese ganzen Apps, die da von vorneherein und völlig sinnloserweise von Samsung auf meinem Smartphone installiert waren, runter zu werfen.

„Runter werfen“ ist jetzt übertrieben, denn diese Apps sind nicht wirklich deinstallierbar. Gut – es gibt schon eine Möglichkeit, aber die ist nicht ganz risikolos für das Smartphone, so dass ich davon lieber die Finger ließ.
Was aber geht, ist, diese ganzen Apps zu deaktivieren. Und auf diese Weise habe ich ein halbes Gigabyte an Speicher gewonnen.

Das S4 mini hat 8 GB Speicher, so dass es schon etwas ausmacht, wieviel davon unnötigerweise verbraten wird, weil irgendwelche Apps, die kein Mensch braucht, ständig im Hintergrund laufen. Zudem werden dazu immer wieder Updates herunter geladen und installiert, so dass der verbratene Speicher immer mehr wird.
Wenn man diese Apps deaktiviert, dann kann man zuvor jene installierten Updates sehr einfach“deinstallieren“, also den Werkszustand jener Apps herstellen, um dann anschließend die App zu deaktivieren. Mit Ersterem wird Speicher gewonnen, mit Letzterem wird verhindert, dass solche Apps im Hintergrund laufen. Die Durchführung der Aktionen erfolgt im „Anwendungsmanager“. Dort sind im Bereich „Installiert“, alle Apps einsehbar, die zusätzlich installiert wurden.

Wenn man nach dem geht, was Samsung bzw. die App-Hersteller, so von sich geben, dann ist natürlich immer wieder zu lesen, dass manche Apps nicht deinstalliert werden sollten, weile andere Apps diese benötigen. In den meisten Fällen ist das nur eine Schutzbehauptung (so meine Erfahrung), um zu erreichen, dass die Apps weiterhin verwendet werden bzw. im Hintergrund laufen.
Ja, es gibt Apps, von denen sollte man die Finger lassen. Aber diese System-Apps sind besonders gekennzeichnet, mit jenem grünen „Android“-Männchen.
Zudem bringt das Deaktivieren den Nebeneffekt, dass sämtliche deaktivierten Apps, im Anwendungsmanager, im Bereich „Deaktiviert“ einzusehen sind, und dort auch wieder aktiviert werden könnten, falls es mal Probleme gibt (was mir bisher nicht widerfahren ist).

Zurecht kann man jetzt die Frage stellen, was denn ist, wenn man erstmal ergründen will, wozu eine App denn eig von Nutzen ist? Ich hab das für mich so gelöst, dass ich Tante Google gefragt habe, mittels des Suchbegriffs „was ist xyz“. Und damit wurde jeweils schnell klar, ob ich die App benötige oder nicht.

Was ich deaktiviert habe, ist z.B.
Blurb – Kasse
ChatON
Flipboard
Google Play Bücher
Google Play Kiosk
Google+
Samsung Apps
TripAdvisor
und andere

Letztlich muss man sich einfach trauen, und es tun.

Es grüßt,
das Smamap