Die Lüge gibt es überall, und keiner merkt es

Heute wieder mal was gesehen, das eindeutig zeigt, wie „normal“ eine Lüge in so manchen Branchen mittlerweile ist. Es braucht also keinen Präsidenten, um das Offensichtliche offenbar zu machen.

Ein Bsp. ….

Lüge

in Form einer Aussage einer Bank.

Es wird dann ein Bsp. aufgezeigt, bei dem jemand 500€ für Miete zahlt, und wieviel er hätte, wenn er sich das über X Jahre ersparen würde.

Der Eindruck, der damit erzeugt wird, ist eine glatte Lüge.

500€, was in meiner Region schon viel ist an Miete, beinhaltet immer auch ein gerüttelt Maß an Neben- und Heizkosten. Nimmt man eine Familie mit 3 Personen, dann sind jene 500€ (hier zumindest) absolut realistisch.

Neben- und Heizkosten habe ich im Eigenheim natürlich ganz genauso. Meist sogar mehr, denn ein Eigenheim ist normalerweise größer als die Mietwohnung. Im Eigenheim stehen natürlich auch immerzu die Instandhaltungskosten an. Für all diese Kosten jeden Monat 250€ anzusetzen, für jene 3 Personen, ist sicherlich nicht übertrieben.

Blieben also noch 250€, die man bei Wegfall einer Mietwohnung einsparen würde.

Auf´s Jahr umgerechnet sind das 3.000€, womit man bei 5% Zins grade mal 60.000€ aufnehmen könnte.

Hat man noch 40.000€ Eigenkapital, kämen also 100.000€ für eine Immobilie zusammen.

Sich dafür ein Häuschen mit etwas Grundstück kaufen zu wollen, ist blanke Utopie.

Allenfalls ein älteres Haus wäre drin, und das würde erstmal bewirken, dass ein höherer Betrag in die Instandsetzung investiert werden müsste.

Unter 150.000€ ginge also mal gar nichts (sei es für ein neueres Haus oder ein Älteres mit nötiger Instandsetzung).

Das sagt einem die Werbung bei der Bank natürlich nicht, dass man mit jenen 500€, die man bisher für die Miete zahlt, nicht hinkäme. Man kann nur mutmaßen, dass die Bank einen erstmal zu greifen bekommen möchte, um dann den Kredit zu „verkaufen“, den es tatsächlich braucht.

Bliebe allein noch die Möglichkeit, dass mit jenen 500€ die Netto-Kaltmiete gemeint wäre. Damit wäre dann so ein Hauskauf möglich, denn im obigen Bsp. hätte man 160.000€ zur Verfügung.

Das dies aber bedeutet, dass man jedes Jahr zunächst einmal 3.000€ zusätzlich (wohl eher mehr) für Nebenkosten und Instandhaltung ausgeben darf, das wird dabei natürlich verschwiegen.

Insgesamt beliefen sich die zusätzlichen Ausgaben dann (inkl. Zins) auf fast 10.000€ JÄHRLICH. Von Tilgung, also der Rückzahlung des Darlehens, ist da noch gar nicht mal die Rede.

DIE muss man erstmal jedes Jahr über die nächsten 30 Jahre aufbringen.

Da bleibe ich lieber in meiner kleinen Mietwohnung, zahle jeden Monat meine 230€ zzgl. Nebenkosten (macht 310€), mache die Tür hinter mir zu, und alles ist gut.

Da erzähle mir nochmal einer, es sei ungeschriebenes Gesetz, dass jeder nach einem eigenen Haus streben muss.

WARUM DENN ?????

Es grüßt,
das Smamap

Beschiss regiert die Welt

Ich meine damit nicht das große Ganze, sondern meine eigene kleine Welt.

Falls der eine oder andere das jetzt als Jammern ansieht, so nehme ich für mich nur in Anspruch, mit offenen Augen durch die Welt zu laufen, und das zur Kenntnis zu nehmen, was so auf einen zukommt.

  • Die Bank verlangt von mir einen enormen Dispozins, und zahlt selbst fast nichts für Geld.
  • Die Krankenkasse stellt mir eine Zuzahlungsbefreiung aus, und trotzdem darf ich im Jahr Etliches hinzuzahlen (wofür ich nichts hinzuzahlen muss, das bestimmt natürlich die KK).
  • Der Karton Cornflakes beim Discounter ist zur Hälfte leer.
  • Das Amt, auf das ich angewiesen bin (nicht weil ich das gerne hätte), zahlt mir die Miete für meine kleine Wohnung; aber nur in der Höhe, die das Amt als „angemessen“ sieht. Selbstverständlich gibt es solch utopisch günstige Wohnungen nicht zu mieten.
  • Die Clementinen im Supermarkt werden mitsamt dem Grünzeug gewogen.
  • Meine Nebenkostenabrechnung enthält Positionen, die dort nichts zu suchen haben.
  • Der Gutachter vom Amt bescheinigt mir eine enorme Leistungsfähigkeit, ohne mich jemals gesehen zu haben („Gutachten nach Aktenlage“).
  • Die gekaufte Zugfahrkarte war für die Katz. Der Zug fällt aus. Die Firma kann selbstverständlich nichts dafür, und so bleibe ich auf dem Schaden sitzen.
  • Im Teebeutel ist der reine Abfall enthalten.
  • Der Nachbar gibt einem die Hand auf ein Versprechen, und will ein paar Monate später nichts mehr davon wissen.
  • …. diese Liste könnte endlos verlängert werden ….

Beschiss

Entscheidend ist mir nicht das Geld, das bei diesem Beschiss jeweils flöten geht. Geld ist mir nicht wichtig. Allenfalls fällt es dann noch schwerer, mit dem Wenigen auszukommen.
Viel wichtiger finde ich dabei, die Enttäuschung, die man an allen Ecken und Enden zu spüren bekommt.
Umso wertvoller sind die wirklichen Freunde.

Wo nur ist die Ehrlichkeit geblieben ?????

Es grüßt,
das Smamap

Alles Lüge

Manchmal ist es ganz gut, wenn man Dinge von außen betrachten kann.

So jetzt die Präsidentschaftswahl in Österreich.

Zum Zeitpunkt dieses Beitrags ist diese noch nicht entgültig entschieden, denn es fehlen noch die Briefwähler.
Es ist zu erwarten, dass der Kandidat der Rechten die Wahl gewinnt.

Was einem sehr zu denken gibt, ist das Verhalten der Rechten. Da wird ein ORF der Lüge bezichtigt, weil die präsentierte Hochrechnung nicht dem entspricht, was man sich vorstellt.

Genauso macht es bei uns die AfD. Alles, was einem nicht gefällt oder in das eigene Konzept passt, ist Lüge.

Das, was das Ganze offenbar sein ließe, jetzt in Österreich die Tatsache, dass ORF und das Innenministerium die veröffentlichten Zahlen unterschiedlich bestimmen, nach völlig nachvollziehbaren, für jederman einsehbare Methoden, die beide ihre Berechtigung haben, das wird unter den Tisch fallen gelassen.
Die AfD macht es genauso: Alles, was nicht in die eigene Argumentation passt, wird beiseite gelassen.

Wer etwas nachdenkt, der kommt in Österreich auf den Trichter, dass, egal wie auch immer man das sieht …… sich am Endergebnis genau NICHTS ändert.
Aber man kann das Ganze dazu nutzen, Stimmung zu machen, um es zu einem anderen Zeitpunkt für sich zu nutzen.

Im speziellen Fall stimme ich Bundestagspräsident Lammert voll zu, wenn er sinngemäß sagt, dass wir hielfroh sein können, dass unsere Gründerväter wohlweißlich KEINE Präsidentenwahl durch das Volk vorgesehen haben.
Dieses überparteiliche Amt soll auch ein solches bleiben.

Das Ganze, ob jetzt FPÖ oder AfD oder Front National, ist Ausdruck des Wunsches der Menschen, eine Führung zu haben, die den Menschen Halt und Zuversicht gibt, ob all der Probleme, die vor uns stehen (Globalisierung, EU, Wettrüsten, Zuwanderung, Altersversorgung usw usf).

Dass es auch anders geht, zeigt uns Frankreich: Der junge sozialistische Wirtschaftsminister zeigt dort Mut und fordert eine Erneuerung von Land und EU, und eine Ergreifung der Chancen. Er wirbelt dort alles durcheinander und könnte mittlerweile sogar die Rechten überflügeln (sagen die Prognosen).

Ich frage mich, wo bei uns diejenigen sind, die Mut haben, die ausgetretene Pfade verlassen, und DAS tun, wozu Politik AUCH aufgerufen ist: Das Beste für Land und Leute erreichen, jenseits von Parteibüchern.

Es grüßt,
das Smamap

Ein X oder ein U ???

Vorhin hab ich mir die Frage gestellt, wie oft ich wohl im Alltag mit etwas konfrontiert werde, das nicht den Tatsachen entspricht.

Ich meine damit nicht nur bewusste Lügen, sondern auch angebliche Tatsachen, die sich dann, warum auch immer, als nicht haltbar erweisen.

Hier mal eine kurze Auflistung, was mir dazu, aus meinem persönlichen Erleben heraus, eingefallen ist:

  • Ein Lebensmittelpreis, der als besonders günstig dargestellt wird, während dabei aber die Packungsgröße reduziert wurde
  • Ein Auto, das im Spritverbrauch als sehr günstig beworben wird, was jedoch über ein Testverfahren ermittelt wird, dass mit der Realität eher weniger zu tun hat
  • Eine Lebensversicherung, in der nur die Hälfte vom monatlich eingezahlten Beitrag tatsächlich ankommt (alles andere sind Gebühren, die vom Versicherer abgezogen werden)
  • Ein Jobcenter, dessen Bescheide sich in der überwiegenden Zahl als falsch erweisen
  • Ein Dispo-Zins von 12%, der rechnerisch absoluter Wucher ist
  • Die Zusage eines Vermieters, von der dieser plötzlich nichts mehr wissen will
  • Ein Wahlversprechen, das Monate später keine Rolle mehr spielt
  • Eine reduzierte Arbeitslosenzahl, in der Diejenigen nicht mehr auftauchen, die sich in Schulungen befinden

Diese Liste ließe sich bestimmt endlos verlängern.

Ich zögere dabei allerdings, wenn ich mir überlege, ob ich eine bewusste Lüge als schlimmer beurteilen soll, als die ev. Schludrigkeit eines Behördenmitarbeiters, dessen nachlässige/falsche Auskunft mir Schaden verursacht. Davon, dass ein Politiker wissentlich ein Versprechen bricht oder etwas tut, was woanders auf der Welt zu Tod und Leid führt, möchte ich lieber mal gar nicht sprechen.

Um das hier nicht zu Negativ werden zu lassen, möchte ich dem das Bsp. gegenüberstellen, wo der mir unbekannte Mitmensch meine Geldbörse mit reichlich Geld und inkl. aller Ausweisdokumente und Karten gefunden hat, nachdem ich es auf dem Autodach hatte liegen lassen, und weggefahren war.
Besagter Mensch fuhr geradewegs zu meiner Privatadresse und übergab mir alles.

Da fällt einem wieder der Spruch ein „Ehrlichkeit währt am längsten“, v.a. dann wenn man aktuell an VW denkt.

Es grüßt,
das Smamap