Der Mensch und seine Gene

Heute wieder mal „Scobel“ angesehen auf 3sat.

Thema: „Rasse, Blut und Gene“.

Die Sendung ergab für mich eine ganz überraschende Tatsache.
Nämlich dass die Menschen auf unserem Planeten, egal wo sie leben, egal wie sie aussehen, egal welcher Bevölkerungsgruppe sie angehören …..
Sie sind alle, zu 99% und mehr, genetisch identisch.

Die meisten von uns, spürten das immer schon, dass das Rassen-Gelabere, das jene dumpfen Typen von sich geben (von denen vor 85 Jahren mal gar nicht zu reden), und die meinen, das sei ja immer schon so, dass manche Rassen/Volksgruppen von Haus aus bestimmte Eigenschaften haben ….. dass eben dieses Gelabere weit jenseits jeder Realität ist.

In den letzten paar Jahren hat es sich erwiesen, dass es, wenn man diesen Begriff überhaupt verwenden möchte, nur EINE Rasse gibt. DEN MENSCH.

Es ist nämlich in den letzten Jahren gelungen, das menschliche Genom zu entschlüsseln, und dabei hat es sich herausgestellt, dass sämtliche Menschen auf dieser Erde äußerst weitgehend identisch sind.

Dass wir alle im Ursprung aus Afrika stammen, dass ist ja schon länger bekannt. Auch wenn es sich bis zu bestimmten Menschen noch nicht durchgesprochen hat (es würde ja nicht ins Weltbild passen).

Anders gesagt: Wir als Deutsche unterscheiden uns so gut wie überhaupt nicht, von einem Menschen, der von Vorfahren aus Australien abstammt, oder aus Asien oder Afrika oder Amerika. KEIN Unterschied.

Da zerrinnt jenen ewig Gestrigen die Argumentation unter den Fingern.

Bliebe noch, dass jene ja auch argumentien, dass bestimmte Menschengruppen gewisse Verhaltensweisen oder Eigenschaften haben, weil sie auf bestimmte Weise aufgewachsen sind oder erzogen wurden.

Wenn man dann aber noch sieht (sofern man das zulässt), dass es DEN Flüchtling, DEN Juden, DEN Ausländer, DEN Kommunisten oder WAS AUCH IMMER, überhaupt nicht gibt, weil sehr viele Menschen, aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt kommen, dort seit Generationen leben, ganz anders aufgewachsen sind…..

Dann bleibt jegliche Argumentation im Sand stecken, dann was bitte hat ein Flüchtling oder ein Jude aus Syrien gemeinsam mit einem ebensolchen aus Somalia oder aus Russland?

Die haben nichts gemein …. sind unter ganzen anderen Bedingungen aufgewachsen. Na ja – ETWAS haben sie schon gemein, nämlich die Gene ….. die sind nämlich identisch mit jenen der Menschen unseres Landes.

Das alles soll sagen: Diese „Rasse“-Gedanken, die liegen alle DERART daneben, haben mit den tatsächlichen Gegebenheiten SOWAS von wenig zu tun, dass sie weit jenseits aller Lebenswirklichkeiten liegen.
Genauso gut könnte man sagen: Jene, die einen gelben Hut tragen, das sind die Bösen und Minderwertigen dieser Welt, die es zu bekämpfen gilt. Und wenn es keine gibt, die einen gelben Hut aufhaben, dann suchen wir uns welche, denen wir einen solchen aufsetzen können.

Es grüßt,
das Smamap

Peter Lustig

peterlustig PL – so wie er mir immer in Erinnerung bleiben wird

 

Es wurde schon verschiedentlich darüber geschrieben. Und jetzt möchte ich auch noch was dazu geben …..

Er war eine Institution. Ein unauslöschliches Stück TV-Geschichte – zumindest in meiner Erinnerung.

Mir ist es, als wäre es gestern gewesen, dass ich ihn das letzte Mal gesehen/gehört habe, immer mit seinem abschließenden Rat, doch dann den Fernseher auszuschalten.

Es wird einem damit auch wieder bewusst, wie rasend schnell die Zeit vergangen ist.

Und warum ist einem dieser Mensch so sehr in Erinnerung geblieben?
Eben DESWEGEN. WEIL er ein Mensch war.

Es grüßt,
das Smamap

Anfang und Ende

Gestern hatte ich wieder mal eine Doku mir angesehen, in der es um die Entstehung des Universums ging. Also um so Dinge, wie den Urknall, die Entstehung unseres Sonnensystems usw usf.

Und so weiß man also heute v.a. durch „Hubble“, dass das Universum 13,7 Mrd. Jahre alt ist. Unser Sonnensystem, und auch unsere Erde, ist grade mal 4,5 Mrd. Jahre alt (wenn ich mich recht erinnere). Und den Menschen bzw. dessen Vorläufer gibt es seit etwa 4 Mio. Jahren.

Wer meinen Blog verfolgt, der hat schon mitbekommen, dass mich solche Erkenntnisse faszinieren. Vor allem jene, die das Universum betreffen.

Damit verbunden, ist für mich auch immer die stets absonderliche Vorstellung, die der Mensch hat, bzgl. eines Schöpfers namens „Gott“.

Da besteht also das Universum schon fast 10 Mrd. Jahre, als es sich endlich daran macht, den Planeten zu schaffen, auf dem dereinst der Mensch leben wird, und auf dem dann der Sohn des Schöpfers geboren werden wird (man sehe es mir nach, dass ich die Religion verwende, der ich angehöre; man könnte sie sicherlich, was diese Zeilen angeht, nach Belieben durch irgendeine eine andere Religion ersetzen, die es hier auf der Erde gibt).

Nochmal zum Genießen: Fast 10 Mrd. Jahre nach der Entstehung des Universums, entsteht der Planet, auf dem jene Spezies sich entwickeln wird, die im Zentrum einer Schöpfung steht, die ein göttliches Wesen ablaufen ließ.

Da kann ich nur fragen: GEHT’S NOCH !!!!

Und um das noch zu toppen …… Diese Spezies, die im Zentrum der Schöpfung steht, wird sich über kurz oder lang selbst auslöschen. Zurückbleiben wird ein Universum ohne die Spezies, wegen derer das Ganze überhaupt veranstaltet worden ist (so glauben das zumindest unsere Religionen).

Die Einzige Unbekannte in dieser Gleichung, ist, ob sich diese Spezies tatsächlich selbst auslöschen wird. Aber ich denke, dies können wir getrost so annehmen. Wodurch sie sich auslöschen wird, ist nebensächlich. Ob per Klimaveränderung, Atomwaffen oder was auch immer. Jedenfalls ist das sehr viel wahrscheinlicher, als die Tatsache, dass uns irgendwann ein Meteorit trifft, der Art, welcher die Dinosaurier ausgelöscht hat.

Was soll man von einer Lebensform halten, die für sich in Anspruch nimmt, denken zu können, und dennoch nicht umreißt, welchen Wahrheitsgehalt eine Religion haben kann, die derartige Utopien in die Welt setzt.
Ein ganzes Universum. Nur für eine Lebensart. Noch dazu eine, die das Ganze ad absurdum führt.
Das wäre etwa so, wie wenn man eine riesige Biosphäre bauen würde, nur um dann, wenn sie fertig ist, festzustellen, dass es niemanden mehr gibt, der darin leben könnte.

Wir meinen, heute sehr viel weiter zu sein, als jene Wikinger, die glaubten, dass eine Sonnenfinsternis nichts anderes als ein Wolf sei, der die Sonne verschlingt. Ich hab da so meine Zweifel.

Es grüßt,
das Smamap