Die Faszination des Weltall II

Gestern hatte ich HIER ein paar Worte zum Thema „Faszination“ fallen lassen.

Passend dazu habe ich bei www.astronews.com, eher zufällig, einen kleinen Artikel gelesen. DER fragt ….

Wie viel Treibstoff zur korrekten Ausrichtung der Voyager-Sonden ist noch vorhanden?

Für einen weiteren Betrieb müssen die beiden Voyager-Sonden nicht nur über ausreichend Strom für die Instrumente und Sender verfügen, sondern sie müssen auch in der Lage sein, ihre Hauptantenne zur Erde auszurichten, bzw. die Ausrichtung immer entsprechend anzupassen. Dazu verfügen die Voyager-Sonden über kleine Steuerdüsen. In dieser Entfernung von der Erde dürften allerdings keine großen Manöver mehr nötig sein. Die bestehenden Vorräte reichen – so die NASA – daher auch auf jeden Fall noch so lange aus, wie die Radionuklidbatterien einen Betrieb der Sonden ermöglichen werden – aktuelle Schätzungen gehen von etwa 2025 aus. (ds/17. Juli 2017)

Die beiden Sonden werden dann fast 50 Jahre unterwegs gewesen sein. Für uns mehr als ein halbes Leben, sprich Ewigkeit. Für das All grade mal NICHTS. Faszination pur.

Und wenn wir alle nicht mehr sein werden (sei es „verblichen“ oder uns selbst ausgerottet), dann werden die beiden immer noch dahinfliegen, und von einer Spezies künden, die wahrscheinlich nicht mehr existiert. Trotz aller Götter und Einmaligkeiten, die sie sich selbst zugeschrieben hatte. Eher keine Faszination.

Schade nur, dass die beiden niemals jemanden treffen werden, der jene Datenplatte lesen kann, die sie mit sich führen. Die Wahrscheinlichkeit, in der absoluten Unendlichkeit des Alls einen Planeten mit Leben anzufliegen, ist unendlich gering.

Es grüßt,
das Smamap 
(www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

5D Glasspeicher mit 360 Terabyte

In DIESEM Artikel wird darüber berichtet.

Ein Speicher (ähnlich einer CD), aber nur in der Größe einer 2-€-Münze, und kann alles Wissen der Menschen speichern und fast schon ewig überdauern. Auch relativ extreme Umweltbedingungen (bisherige Speichermedien á la USB-Stick oder Festplatte überdauern längstens ein Jahrhundert). Dieser Glasspeicher, ein jetzt von der britischen Universität von Southampton entwickeltes Teil, sieht aus wie ein rundes Stück Glas.

die-bibel-fuer-die-ewigkeit-bewahrt-forscher-wollen-das-perfekte-medium-fuer-das-digitale-kulturerbe-gefunden-haben-
(Die Bibel für die Ewigkeit bewahrt: Forscher wollen das perfekte Medium für das digitale Kulturerbe gefunden haben. (Quelle: University of Southampton))

Wie ich das las, überlegte ich, wozu es denn eigentlich gut sein soll, wenn die Menschheit doch ohnehin dabei ist, sich selbst zu zerstören?
Das also für künftige Menschheiten zu speichern, damit diese es dereinst sich betrachten können, wie wir so gelebt haben, und welches Wissen wir hatten, scheint wenig sinnvoll.

Am Ende des Artikels kommt dann doch noch was, was sich sinnvoll anhört. Man könnte ja solche Speicher im Weltraum aufbewahren. So würden sie jedwede Katastrophen überdauern.

Der Autor des Artikels nimmt mir diese Hoffnung jedoch sofort wieder. Denn er schreibt: „Voraussetzung dafür ist jedoch, dass es immer jemanden geben wird, der die 5D-Discs lesen kann.“

Wahrscheinlich hat er das technisch gemeint. Aber man kann es auch so verstehen, dass es keinen Sinn macht, Wissen aufzubewahren, wenn es eh niemanden mehr geben wird, der es lesen könnte.

Bliebe ev. noch die Möglichkeit, einen solchen 5D Glasspeicher mit unserem Wissen einer Sonde anzuvertrauen, und diese ins Weltall zu schicken, damit irgendwann eine andere Zivilisation es lesen würde.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Wissen eine andere Zivilisation auch tatsächlich erreicht, geht allerdings gegen Null.

Welchen Sinn würde es also machen, so frage ich Euch, unser Wissen auf besagte Weise aufzubewahren?

Es grüßt,
das Smamap