Heute schon gelächelt ???

Heute beim Metzger …..

Die junge Dame, die mich bediente, kam zuerst mit der elektronischen Waage nicht zurecht. Da kam dann die „Chefin“, frei nach dem Motto „geh doch mal da weg, und lass MICH machen“.
Der Erfolg war, dass es dann erst recht schief ging. DEN Betrag, der sich da ergab, hätte ich selbstverfreilicht nicht bezahlt.

Darüber hatte die Lady dann vergessen, was ich eigentlich wollte.

Also nochmal von vorne …….

Mein Paar Weißwürste fiel ihr dann zu Boden (ich bekam ein neues Paar).

Nachdem meine 3 Sachen zusammengetragen waren, kam die Abrechnung (an der Waage). Ich gab mein Geld, und das Wechselgeld fiel ihr dann erstmal in den Fleischsalat.

Nach entsprechenden Reinigungsaktionen, verbunden mit ihrer Diagnose „der Tag kann nur noch besser werden“, meiner Entgegnung „immer mit der Ruhe, das wird schon noch“, verließ ich mit meinem Einkauf und einem Lächeln, das Geschäft.

Umso besser schmeckte die reichlich belegte Leberkäs-Semmel, die ich mir gegönnt hatte.

😉 😉 😉 😉 😉 😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

Können wir uns besseres Essen leisten ?

Einem Artikel von glucosebrainy, basierend auf einem Inhalt der SZ, war z.B. zu entnehmen….

„Die zunehmende Konzentration von Zuchtkonzernen in Oligopolen hat dazu geführt, dass ein einzelner Hahn heute bis zu 28 Millionen genetische Nachkommen hat. Mit Blick auf Rinder und Schweine haben Millionen Tiere eine „effektive Populationsgröße“, wie Genetiker es nennen, von vielleicht hundert Tieren.“

oder aber

„Und wer in Westafrika Geflügel züchten und davon leben möchte, kann das im Zweifel nicht mehr – weil verpackte Fleischstücke aus Deutschland so viel billiger sind, dass er nicht mit ihnen konkurrieren kann.“

und schließlich

„Ein Fischzüchter, der in Indonesien Tilapia in Aquakultur hält, verdient von den zehn Euro pro Kilogramm, den ein solcher Fisch in der Kühltheke eines deutschen Supermarkts erzielt, vielleicht zehn Cent.“

Ich kann jedem den Artikel nur zum Nachlesen empfehlen (HIER).

Bleibt eine Frage, als Quintessenz des Arguments, dass anderes Essen zu teuer ist, nämlich die Frage, ob wir uns besseres Essen leisten können?

Die Antwort ist ein eindeutiges JA.

Ich erläutere meine Meinung am Bsp. von Fleisch, was sich ebenso auf jegliches andere Produkt übertragen ließe:

Zum einen haben wir uns heute angewöhnt, dass wir für jeglichen Einkauf mit dem Auto anfahren. Wer das tut, kann genauso gut zu Fuß zum örtlichen Metzger gehen, und dort für das Fleisch etwas mehr bezahlen, als beim Discounter auf der grünen Wiese.

Darüber hinaus ist das „günstige“ Fleisch Augenwischerei. Jenes kann nur über die Menge zu dem Preis verkauft werden, wie wir es vorfinden. Mengen aber, müssen transportiert werden. Und die Kosten dafür (z.B. Straßen, Brücken, Umwelt, Krankheiten) bezahlen wir alle. V.a. natürlich über das, wovon es sich am Leichtesten beim Bürger holen lässt: Das Auto, der Sprit.

Wer also konsequent seine Einkäufe bei den örtlichen Produzenten bzw. deren Verkaufsstellen erledigt, der hat die zusätzlichen Ausgaben über entsprechende Einsparungen ausgeglichen. Es muss nicht jeder, der das kann, sein Verhalten soweit umbauen, dass er das Auto abschafft, und so im Monat locker 200 € zusätzlich zur Verfügung hat. Mal abgesehen davon, dass so Manche nicht auf’s Auto verzichten können, auch wenn sie es wollten.
Aber wenn das nur 25% so machen, wird die Nachfrage nach örtlichen Produkten vom örtlichen Produzenten, erheblich ansteigen, und die Qualität dessen, was wir essen, ebenso erheblich zunehmen.

Als Beispiele mögen dienen: Der Metzger, der Gemüsebauer vom Wochenmarkt, der Obstladen. Und ein Bsp. gibt es, da wird das heute schon so gemacht: Der Bäcker. Viele Menschen fahren (leider!) zum Bäcker und kaufen dort Semmeln (sorry …. Brötchen), Brot und Backwaren, weil frischer und gehaltvoller, als das, was beim Discounter so zu bekommen ist. Der höhere Preis spielt da dann, seltsamerweise, keine Rolle. Und wenn diejenigen, die in der Nähe sind, nicht mit dem Auto fahren, sondern zu Fuß gehen, dann ist das Ganze nicht mal teurer.

Für mich ist die Rechnung mit teuer und billig eine Milchmädchen-Rechnung, und wer es genau hinterfragt, kommt da auch drauf.

In meinem speziellen Fall habe ich im Monat einen gewissen Betrag für Nahrungsmittel zur Verfügung. Wenn ich mich nun entscheide, Fleisch beim örtlichen Metzger zu kaufen, der mir sagen kann, wo es her kommt, dann kann ich dafür mehr ausgeben, weil ich zum einen kein Auto mehr habe, und zum anderen es mir auch nicht schadet, wenn ich weniger esse, und damit mein Ziel erreiche, 10 kg abzunehmen.

Ich will damit sagen, es gäbe genügen Gründe und Methoden, um zu erreichen, sich besseren Essen leisten zu können, wenn man nur will, und endlich dieses abstruse „Geiz ist Geil“ beiseite lässt.
Nicht jeder kann das. Aber wenn zumindest jene, die es können, das praktizieren, wäre schon viel geholfen. Und zwar ALLEN ….. vom Verbraucher über den Verkäufer bis hin zum Produzenten. Und dann würde auch endlich die Abwärtsspirale beim Preis der Discounter durchbrochen, den bekanntlich steuert die Nachfrage das Angebot.

Und so ganz nebenbei würden wir auch dem Trend entgegenwirken, dass der „Esser“ in Deutschland, rein abstammungsmäßig, dasselbe Hühnchen ißt, wie der „Esser“ in den USA oder in China. Und so ganz nebenbei würden wir auch dem Trend entgegenwirken, dass irgendeine Krankheit, hervorgerufen durch die maßlose Überzüchterei, uns weltweit bedroht.

Es grüßt,
das Smamap

Stau

Wie ich heute in der Stadt unterwegs war, um etwas Obst zu besorgen, da kam ich beim Metzger vorbei.

Ich dachte, ich trau meinen Augen nicht: Da standen in einem Laden mit einer Fläche von geschätzt ca. 20 m² etwa 20 Kunden.

Nun gut – es handelt sich um DEN Metzger im Ort.

Aber muss das sein?

Offenbar braucht JEDER an den bevorstehenden Tagen jede Menge an Fleisch/Wurst/etc.

Parallel dazu habe ich erfahren, dass im größten Supermarkt des Ortes wohl heute Abend die Regale leer sein werden. Der Ansturm muss enorm gewesen sein.

Auch hier gilt scheinbar, dass zu den bevorstehenden Tagen JEDER Unmengen an Lebensmitteln braucht.

Ich habe mich diesem Ansinnen auch dieses Jahr wieder ganz bewusst entzogen. In meinem Kühlschrank ist auch nicht mehr als sonst. Und ich werde nicht hungern oder Durst erleiden.

Irgendwie verstehe ich zu solchen Zeiten immer nicht, warum es da MEHR braucht. Genauso wie ich nur eine Hose tragen kann, werde ich doch wohl an Weihnachten genauso durch ein Stück Fleisch mit etwas Beilagen satt, und brauch nicht auf einmal das Dreifache?

Das, was die Leute jetzt alles kaufen, reicht normalerweise für 2 Wochen. Mindestens.
Es ist aber davon auszugehen, dass nächste Woche um dieselbe Zeit, der Ansturm wieder genauso einsetzt. Mit dem kleinen Unterschied, dass man ja dann am Samstag nochmal mehr kaufen kann.

Ich begreif es einfach nicht!! Echt jetzt!!

Eine schöne Zeit wünscht,
das Smamap