Kinder Kind sein lassen

Modepraline beschreibt HIER eine Entwicklung, die ich zuerst in Deutschland verortete, um dann irgendwann zu merken, dass sie ja die Schweiz beschreibt, und um letztlich dann doch zu erkennen, dass hier offenbar einer den Mist des anderen kopiert.

Ich kann das voll unterschreiben. Auch ich stellte den vollen Unterschied fest, als ich mal meine Kindergartenzeit mit der meiner Kids verglich.

Kurzversion: Immer mehr versucht man, die Kinder möglichst früh unserer Leistungsgesellschaft unter zu ordnen. Für mich ist das ausgelöst durch dieses rein ökonomische Denken, der sich unsere Gesellschaft/Politik meint unterordnen zu müssen. Und um keine Unklarheiten aufkommen zu lassen: Letztlich sind WIR ALLE dafür verantwortlich; wer meint, das Leben bestehe nur darin, immer mehr zu besitzen, der muss sich nicht wundern, wenn alles darauf hinausläuft, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass immer mehr angehäuft werden kann. Und das Leben bzw. der Zeitraum, in dem Geld verdient werden kann, ist halt nun mal zeitlich beschränkt. Also wird versucht, die Menschen möglichst frühzeitig in diesen Ablauf einzuschleusen.

Die Einzigen, die dem entgegenarbeiten können, sind die Eltern.

Für meinen Teil habe ich immer versucht, dies zu verwirklichen. Zum einen für mich selbst (da musste ich allerdings erstmal drauf kommen, um was es eigentlich geht im Leben), und zum anderen für meine Kinder.

So habe ich immer versucht, meinen Kindern die Möglichkeit zu geben, zu leben. Egal ob es jetzt darum ging, Kindergarten mal Kindergarten sein zu lassen oder Schule Schule sein zu lassen.

Da galt es natürlich immer, gewisse Widerstände zu überwinden. Leider zu allererst die der Mutter, sprich deren Anspruch, ihre Kinder zu beschützen. Aber das ist ein anderes Thema.

Letztlich haben Sohn und Tochter jeweils eine Ehrenrunde in der Schule gedreht, und es dadurch letztlich sehr viel leichter gehabt. Speziell bei Sohn konnte man regelrecht fühlen, wie er aufgeatmet hat, als der Druck endlich nachließ, und er dann, ein Jahr älter, mit den Anforderungen wesentlich besser zurecht kam.

Tochter macht gerade eben denselben Prozess durch, und es ist zu erwarten, dass es ähnlich ablaufen wird.

Sohn ist dann auch nicht dem üblichen Anspruch gefolgt, dann studieren zu sollen, sondern hat nach dem Abi eine Lehre begonnen, als DAS, was ER will.

Und irgendwo bin ich auch bissl stolz drauf, denn nach einem Irrweg via Studium (welchen ich dann nicht als für mich passend empfunden habe), hatte ich seinerzeit auch gemeint, DAS machen zu sollen, was ich für mich als gut empfand, und eine Lehre begonnen.

Und so liegt es letztlich an uns selbst bzw. solange das noch nicht möglich ist, an unseren Eltern, für jeden Einzelnen das Maximale rauszuholen.

Und damit meine ich NICHT das Finanzielle.

Es grüßt,
das Smamap

Selbstmitleid

Ein Beitrag im Blog von MODEPRALINE (s.u.) hat mich dazu veranlasst, was über den gestrigen Tag zu schreiben.

Gestern war tatsächlich Montag. Also so ein RICHTIGER Montag. Ein Tag, an dem man lieber hätte im Bett bleiben sollen. Nein, also es war tatsächlich Dienstag, aber hätte auch so ein besagter Montag sein können, so wie der ablief:

Wenn ich aufstehe, ist das normal, dass das eine eher wacklige Angelegenheit ist. Seit damals, ist es mit meinem Gleichgewicht nicht zum Besten bestellt. Somit ist dann an „auf einem Bein stehen“, etwa zum Socken anziehen, überhaupt nicht zu denken. Nun, gestern beschloss ich dann nach dem 3. vergeblichen Versuch, auch vom an die Wand lehnen abstand zu nehmen, und setzte mich hin.

Vorher war das Vorhang öffnen total schief gegangen. Ich hielt den Vorhang plötzlich in der Hand.

Selbstverständlich schaffte ich es auch nicht, die Teetasse heil von der Küche an den Esstisch zu bekommen.

Nach dem Frühstück ging´s per Rad Richtung „Malerarbeiten“. Dort angekommen, nahm ich den Pinsel in die Hand, fing an, und 5 Minuten später gab der Pinsel seinen Geist auf. Gottseidank ist OBI nebendran, also flugs einen neuen Pinsel organisiert. Tauche den in die Farbe ein, setze an, und ZACK hab ich den Griff einzeln in der Hand.

Spätestens zu dem Zeitpunkt hab ich mir überlegt, was ich dem Tag den getan hatte, dass er sich derart bei mir revanchierte.

OBI tauschte den Pinsel ohne Probleme um. Beim Streichen der Fläche (draußen), erwies es sich natürlich, dass die Sonne genau SO auf die weiße Wand schien, dass ich kaum was sehen konnte. Die Sonnenbrille hatte ich natürlich nicht dabei.
Abschließend durfte ich dann noch feststellen, dass der Pinsel breiter war, als der Ursprüngliche, obwohl mir der OBI-Mann den gleichen gegeben hatte, und somit nicht in das Reinigungsgefäß passte.

Ich beschloss, an diesem, dem gestrigen Tag, nichts Wesentliches mehr zu machen.

Tja, es gibt solche „Montage“. Es scheint dann immer so, als habe irgendeine übernatürliche Kraft beschlossen, dass all das passiert. Aber daran vermag ich nicht zu glauben. Vielmehr wird es wohl, wie sonst auch, eher an mir liegen.
Aber lustig ist es schon (zumindest hab ich mir angewöhnt, es lustig zu sehen).

Es grüßt,
das Smamap