Heimat – was ist das?

Was Heimat ist – eine Frage, die sich mir immer wieder mal stellt. Ob es darauf eine allgemeingültige Antwort gibt?

Mal sehen.

Früher war das wohl keine Frage, denn die meisten Menschen lebten zeitlebens am Ort ihrer Geburt. Heute befinden sich die Menschen oft an unterschiedlichen Orten im Lauf ihres Lebens.

Heimat

Ich nehme jetzt mal meinen Fall als Bsp.:

Die ersten 3 Jahre meines Lebens verbrachte ich in meiner Geburtsstadt München. Freilich habe ich an diese Zeit keine Erinnerung. Dennoch hat diese Stadt eine große Bedeutung für mich. Zum einen war ich selbst später ein paar Jahre nochmal dort, zum anderen lebten meine Eltern, wiederum später, etliche Jahre in München, und letztlich strahlt, für mich, die Stadt eine Atmosphäre aus, die mir entspricht. Dies hat wohl auch damit zu tun, dass ich auch Zeiten dort erlebte, die 50 Jahre zurück liegen, Zeiten also, die die Atmosphäre dieser Stadt begründeten, und die sich bis heute erhielt.

Anschließend zogen meine Eltern nach Ingolstadt. In dieser Stadt wuchs ich auf, verbrachte dort etwa 25 Jahre, somit den größten Teil meines Lebens. Ich wuchs mit dieser Stadt, kannte sie in- und auswendig, durchlebte dort meine Schullaufbahn, machte mein Abi, machte eine Lehre und lernte die erste große Liebe meines Lebens kennen.

Ich liebte diese Stadt, auch wenn sie atmosphärisch mit München nicht mithalten konnte. Heute ist diese Stadt enorm viel größer, und in großen Teilen nicht mehr vergleichbar mit der Stadt, wie sie in den 70-er Jahren war. Die Verbindung blieb, rein emotional, auch wenn sie, was die Personen angeht, fast nicht mehr besteht.

Wiederum anschließend verschlug es mich nach Niederbayern, in den Raum Straubing. Ich wollte jetzt fast auch „Regensburg“ schreiben, weil das nicht weit von dort weg ist, aber R ist dann ja schon Oberpfalz, deshalb in der Hinsicht nicht in einem Atemzug zu nennen. Dort war ich grob 20 Jahre. Hier ist die Bindung emotional ebenso stark. Dort wurden meine Kinder geboren, wuchsen dort auf, ich arbeitete viele Jahre dort, lernte Land und Leute kennen, und konnte mich innerlich mit diesen beiden Elementen verbinden. Es entsprach mir. Und wer dann noch das „Gäubodenfest“ kennt, etwas, was solche Elemente ganz besonders ausdrückt, der weiß, was ich meine.

Den Rest meines bisherigen Lebens verbrachte ich dann in Oberfranken, in der Nähe von Hof. Oberfranken gehört nominell zu Bayern, und ist auch ganz eindeutig, von der Lebensweise her, und von dem, was den Menschen wichtig ist, dazugehörig. Ich erhielt auch hier meine Bindung zu Land und Leuten, wenn auch intensitätsmäßig nicht vergleichbar zu meinen Lebensmittelpunkten bis dahin. Ganz eindeutig ist dieser Regierungsbezirk meinen bayrischen Wurzeln entsprechend, aber eben doch nochmal ein Stück anders.
Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen …. ich lebe gern hier.

Den krassen Gegensatz erlebte ich einmal für kurze Zeit, als ich in Bremen lebte. Für kurze Zeit ging das. Aber letztlich war es für mich unvorstellbar, dort zu bleiben. Ohne es im Detail benennen zu können, fehlte mir dort Vieles von dem, was ich in meiner bayrischen Heimat emotional ganz selbstverständlich vorfand. Am ehesten könnte ich das noch an der Sprache festmachen oder an Lebensweisen bzw. Selbstverständlichkeiten. Wobei das umgekehrt sicherlich genauso ist. Ebenso ist es keine Frage, dass diese Stadt wunderschön ist, und ebenfalls sehr viel Atmosphäre bietet. Und allein auch die Nähe des Meeres bietet so enorm viel.
Jedoch allein wenn ich wählen sollte, zwischen dem Meer und den Bergen …. es wär keine Frage.

Wie ist das nun also mit der Heimat?

Es hat, so meine Überzeugung, sehr viel mit Gefühl zu tun. Mit der emotionalen Bindung an einen Ort. Wobei diese Bindung nicht nur durch Personen entstehen kann. Ein gutes Bsp. scheint mir Regensburg zu sein. Obwohl ich dort nie gelebt habe (nur hie und da die Stadt besucht), wär es ein Traum von mir, dort leben zu können. Die Stadt hat eine Ausstrahlung ohnegleichen (dem muss sich niemand anschließen), und sich dabei doch den Charme einer Kleinstadt bewahrt.

Heimat ist wohl etwas, wo man sich zuhause fühlt. Aufgehoben. Zugehörig. Verbunden.

Und so wäre meine Heimat die Stadt Regensburg; ich könnte dort 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen …. zum einen würde mir dieser Ort sehr viel Wohlfühlen geben, und zum anderen wäre Niederbayern gleich vor der Haustüre, also das Gebiet, mit dem mich wohl am Meisten verbindet.

Und so hat ein jeder den Ort, den Bereich, an dem er sich zuhause fühlt. Für den einen ist es sein Dorf, für den anderen seine Großstadt, für den nächsten ein bestimmtes Gebiet, wieder ein anderer sieht darin New York oder aber die Einsamkeit der Arktis.

Bliebe nur noch die Frage, warum ich nicht dort hin gehe, wo ich gerne sein würde?

Ich gehöre zu denjenigen, die auf unsere Sozialbehörden angewiesen sind. Nicht weil ich das möchte, sondern weil ich keine andere Wahl habe. Und die haben dafür gesorgt, dass ich zum einen nichts mehr habe, und zum anderen auch nur das Nötigste bekomme. Und so scheitert es schon alleine daran, dass ich mir nicht einmal die Umzugskosten leisten könnte. Abgesehen davon gefällt es mir da, wo ich bin, doch reichlich gut.

Der Begriff der Heimat stellt sich für jeden etwas anders dar. Bei den Sozialbehörden existiert er nicht.

Es grüßt,
das Smamap

Entschuldigung ??? Fehlanzeige !!!

So schlimm das ist, was in meiner Heimatstadt München geschah …..

Ich finde noch schlimmer sind all diejenigen, die reflexartig aus ihren Löchern gekrochen waren, und schon im Voraus wussten, was da passiert, und wer da alles dran schuld war. Bei Twitter kann man das alles nachlesen.

Das war nämlich alles passiert wegen der Ausländer, und der Flüchtlinge und wegen der Merkel und was es nicht noch alles für Gründe gab.

Und dann stellte sich heraus, es war alles ganz anders gewesen.

Und diejenigen, die andere als Schuldige veröffentlicht hatten, die hatten nicht einmal soviel Anstand, sich dafür zu entschuldigen.
Das Zeitalter der Anonymität machts möglich. Jeder darf jeden an den Pranger stellen, ohne dafür Verantwortung zu übernehmen. Es lässt sich ja vortrefflich im Anonymen verstecken.

Niveau haben, und gute Kinderstube, ist was anderes.

Und als wäre das noch nicht schlimm genug, so sind solche Verhaltensweisen der Anfang dessen, was dann genau dort endet, wo die nächsten Toten liegen werden.

Und so drückt der eine ab, und der andere verteilt ohne jegliche Gewissensbisse ….. Hass, Beleidigung und Anklage.

Es grüßt,
das Smamap

Hauptstädte und deren Anziehung

Heute hatte ich ein interessantes Gespräch.
War in Hof und dort vor einem Cafe und kurzes Frühstück eingenommen.

HOF

Kam ins Gespräch mit dem Mann am Nebentisch.

Stellte sich heraus, er lebte lange Zeit in Bamberg. Eine für mich wunderschöne Stadt.

BAMBERG

Doch er bestätigte einen Eindruck, denn ich immer auch gehabt hatte, wenn ich diese Stadt besuchte:
So manche Einheimische haben ein Problem mit dieser Faszination, die die Stadt ausübt. Viele Menschen dort fühlen sich überfordert. Von der Menge an Touristen, von der dadurch bewirkten Enge der Stadt, dem Ansteigen der Preise für Wohnungen und Lebenshaltung.

Er beschrieb, dass er die Erfahrung gemacht hatte, dass es fast unmöglich sei, so wie er und ich heute morgen, dort einfach ins Gespräch zu kommen. Zum einen findet man keinen Platz, z.B. im Cafe, zum anderen sind häufigst Menschengruppen anzutreffen, die an so etwas gar kein Interesse hätten.

Die Hektik, die so eine Stadt ausstrahlt, sei ihm eines Tages zu viel geworden, und er habe sie verlassen und sei nach Hof gezogen.

Er stimmte zu, dass das natürlich auch eine Frage dessen sei, dass Bamberg eine relativ kompakte Stadt ist, so dass sich alles auf eher engem Raum abspiele.

Ich konnte als geb. Münchner, und als einer, der lange Zeit in Großstädten gelebt hatte, bevor er das ruhigere Leben für sich entdeckte, das durchaus nachvollziehen, auch wenn ich in Städten wie München, Ingolstadt, Straubing und Regensburg immer auch die Erfahrungen machen konnte, dass sich die Städte und Menschen immer mehr in der Fläche ausbreiten. Offenbar haben eher historische und enge Städte da ein ziemliches Problem.

INGOLSTADT

REGENSBURG

STRAUBING

MÜNCHEN

Und so waren wir uns einig, dass es einfach schön ist, in der Sonne eine Tasse Kaffee zu genießen, Platz zu finden, zwanglos ins Gespräch kommen zu können, und dann für den Kaffee 1,90 € zu bezahlen, und noch auf viele Menschen zu treffen, die dort geboren oder aufgewachsen sind, und nicht aus den Städten gedrängt zu werden, weil man sich die Hektik oder die Mieten nicht mehr leisten kann.

In jungen Jahren, mag man sich so Manches davon noch vorstellen können, aber wenn man mal die 5 vorne dran hat, dann sieht das schon etwas anders aus.

Jedenfalls war es ein sehr angenehmes Gespräch heute morgen. Und für mich war es nicht nur eine Tasse Kaffee, sondern dazu noch ein gutes Frühstück in der Sonne, die Menschen betrachtend, die vorbei kamen.

Es grüßt,
das Smamap

Getrickst, geschummelt und beschissen ..

Heute scheint das mein Thema zu sein, wie auch HIER schon zu lesen war.

Vorgestern hab ich einen „Test“ im TV gesehen, der zwar einerseits etwas witzig gemeint war, aber doch einen ernsten Hintergrund mitbrachte.

Man hat 2 Teams mit dem Auto von München nach Rom fahren lassen. Beide Autos waren aktuelle Modelle mit Hybrid-Antrieb, also teils Benzin-Motor, teils Elektromotor.

Das eine war ein Porsche, das andere ein Golf.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Porsche hat es geschafft (hätte sogar noch weiter fahren können), der Golf blieb ca. 100 KM vor dem Ziel stehen.

Worauf ich hinaus will: Beide Hersteller werben mit enorm günstigen Spritverbräuchen. Hab jetzt die Daten nicht mehr im Kopf, aber da ging es um Verbräuche irgendwo im 2-3 Liter Bereich. Ich meine, der Golf wurde sogar mit 1,5 Liter geführt.

Beide Fahrzeuge wurden zu Beginn vollgetankt, d.h. Benzintank voll bis zum Rand, und der Akku jeweils voll aufgeladen. Und dann wurde sparsam gefahren (war jeweils ein Mensch dabei, der das Sparsamfahren gewerblich lehrt).

Letztlich kam dabei u.a. heraus, dass beide Fahrzeuge beim Spritverbrauch etwa bei 6 Litern lagen.

Da frage ich mich allen Ernstes, WAS denn dabei bitteschön umweltschonend, sparsam und sonstwas ist, wenn ein Hybridauto 6 Liter Sprit auf 100 KM verbraucht ?????
Von der Umweltbelastung in der Produktion wollen wir an dieser Stelle mal lieber gar nicht reden.

Ich hatte vor ca. 30 Jahren einen Toyota Corolla, mit 60 PS, der verbrauchte damals ca. 8 Liter im Durchschnitt, bei sparsamer Fahrweise ca. 7 Liter, und auf der Autobahn ca. 6 Liter. Und in den letzten 30 Jahren hat sich daran offenbar so gut wie nichts geändert. Nicht einmal dann, wenn man das Fahrzeug mit einem zusätzlichen E-Motor ausstattet.

Ich behaupte: Wenn die Hersteller nur wollen würden, dann könnten sie derartige Fahrzeuge bauen, die tatsächlich nur 2-3 Liter benötigen……wenn sie wollen würden !!!

Man braucht sich nur mal ansehen, werde bei den Automobilkonzernen Anteilseigner ist. Da sind alle vertreten, die ein Interesse daran haben, Sprit zu verkaufen. Angefangen vom Staat über die Zulieferer bis hin zu den Öl-Multis.

Alternative: Auto abschaffen …. bzw. zumindest alle Autos einer Familie bis auf eines.

Realität: Macht (fast) keiner …. also braucht sich auch keiner zu beschweren ???

Und das Höchste daran ist dann noch (war nicht Bestandteil des Berichts, ist aber überall nachlesbar), dass die Hersteller bei der Berechnung des Verbrauchs tricksen bis zum Geht-Nicht-Mehr. Denn dass da 1,5 Liter angegeben werden können, das liegt zum einen daran, dass ein Fahrverhalten an den Tage gelegt wird, das es gar nicht gibt, und zum anderen daran, dass der Gesetzgeber solchen Rechnereien völlig legal Tür und Tor öffnet. Wenn ich mich rechte erinnere (ist schon eine Weile her), dann wird davon ausgegangen, dass der Akku nach belieben im Fahrbetrieb (bzw. in Pausen), aufgeladen werden darf. Is ja auch klar …. jeder Autofahrer bleibt sofort stehen, wenn der Akku leer ist, um ihn aufzuladen.

Es grüßt,
das Smamap

 

Stadt oder Land

Nachdem ich jetzt AUCH SCHON den Blog von Ilona gelesen habe, der HIER aufzurufen ist, möchte auch ich dazu was zum Besten geben:

Ich bin einer, der hat in dieser Hinsicht schon so einige Lebenssituationen erfahren.

Von Geburt an, war ich ein Stadtmensch, was man von einem geborenen Münchner mit Fug und Recht behaupten kann. Meine Jugend verbrachte ich in Ingolstadt, also auch eine Großstadt (mittlerweile zumindest).

Die nächsten 20 Jahre verbrachte ich in Niederbayern relativ auf dem Land, aber doch in einer Gemeinde (in der Nähe von Straubing), die nicht weit von größeren Städten entfernt war (eben Straubing, und dann auch Regensburg, was ja schon Oberpfalz ist).

Und dann verbrachte ich einige Jahre auf dem blanken Land. Blanker ging’s gar nicht. Das war in der Nähe von Hof in Oberfranken, in einem Dorf mit vll 300 Einwohnern (nun gut, es geht schon noch blanker, nämlich auf einem Einsiedlerhof, aber das wär nicht mein Ding gewesen).

Und jetzt wohne ich immer noch in Oberfranken, in einer Kleinstadt, die es so an sich hat, dass man Vieles in unmittelbarer Umgebung hat, sozusagen ein Mittelding zwischen Stadt und Land.

Um es kurz (???) zu machen: Ich bin in meiner ersten Lebensphase erstmal vom Stadt- zum Landmenschen mutiert. Ich erfuhr es als das, was ich wollte, in unmittelbarer Nähe der Natur zu leben, ohne Großstadthektik. Es war für mich Alltag, aus der Haustüre zu treten und auf dem Land zu sein. Ich entwickelte in dieser Zeit auch eine immer größere Abneigung gegen das Menschen-„Gewusel“, wie es in einer City halt nun mal ist.Trotzdem brauchte ich das mit der Stadt ab und an für einige Tage, und es war z.B. schön, wieder mal in München zu sein, die Biergärten zu genießen, mit den „Öffentlichen“ überall hin zu kommen, alles um’s Eck herum zu finden usw usf

Aber wie froh war ich dann doch jedes Mal wieder, wenn ich zurück war in meiner Land-Idylle. Es gibt nichts Schöneres, als die Laute oder die Stille der Natur zu hören, nicht immer mit diesem immensen Verkehr konfrontiert zu sein, mit Asphalt und Beton um einen herum.

Heute habe ich einen Kompromis: Ich lebe, wie schon gesagt, in einer Kleinstadt, habe hier alles, was ich benötige (fast), und wenn ich 2-3 Mal um’s Eck gehe, bin ich in der Natur.

Dennoch habe ich einen Traum: Dieser Traum heißt „Regensburg“.
Das ist eine Stadt, die mich von ihrer Art her, von ihrem Flair und von ihrer Größe her immer schon fasziniert hat, und „irgendwie“ zu mir passt. So ähnlich ist auch Bamberg, wenngleich Bamberg dann doch schon zu sehr Richtung Touristen-Hochburg mutiert.
Mein Traum wäre, in Regensburg zu leben, ein klein wenig außerhalb der City, aber doch noch so, dass ich sehr Vieles mit Bus oder Rad erreichen kann. Regensburg ist eine Stadt, die sich, zumindest für mich, ihren kleinen Charakter erhalten hat. Zugleich ist sie Uni-Stadt, und aus naheliegenden Gründen deshalb quicklebendig und jugendlich. Und zugleich eingebettet in die Natur ringsherum.
Aber dieser Traum wird wohl ein Traum bleiben. Denn allein schon meine Finanzen werden es mir niemals erlauben, Dergleichen zu verwirklichen. Und ob meine gesundheitlichen Voraussetzungen da mitmachen würden, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Aber was wäre unser Leben ohne unsere Träume?

Es grüßt,
das Smamap

Am besten heiß gegessen ….

Kürzlich bin ich wieder auf was gestoßen, was schon lange Zeit bei mir in Vergessenheit geraten war:

Maronen

Ich liebe sie. Wie ich das vergessen konnte, ist mir völlig rätselhaft.

Ich hab so ein kleines Backöfchen, und da lege ich die kreuzweise eingeschnittenen Esskastanien rein, stelle das Teil auf 200 Grad und nach 30 Minuten geht es dann an’s genießen.

Nun ja – is zwar (für mich) nicht so ganz einfach, mit meinen zarten Fingerchen die wirklich heiß abzuschälen, aber was tut man nicht alles für ein klein wenig genießen.

Erinnert mich an meine Studienzeit in meiner Geburtsstadt München; lang lang ist es her.
Da frohr ich mir im Winter im Hauptbahnhof die Füße in den Bauch, beim Warten auf den verspäteten Zug, sagen wir mal bei minus 10 Grad. Und was gab es da Schöneres, als sich am Maronen-Stand ein paar dieser Kugeln zu holen, die Hände damit zu wärmen, und sie während dessen zu verspeisen.

Die Dinger waren zwar damals schon teuer (ich möchte gar nicht wissen, wie viel die heut dort kosten), aber das war egal.

Viel angenehmer, und auch billiger, ist es, sich beim Discounter ein Säckchen voll mitzunehmen, und die dann zuhause, ev. nach dem längeren Spaziergang, in aller Ruhe zu genießen, und an jene Zeiten zurück zu denken, als das Leben noch etwas einfacher war.

Es grüßt,
das Smamap

Neue Menschen braucht das Land?

Zur Zeit hört und sieht man ja allerorten, wie die Flüchtlinge, die unser Land erreichen, willkommen geheißen werden.

Jetzt mal unabhängig davon, welche Ursachen die Flüchtlingsströme haben und wer dafür verantwortlich ist (darüber habe ich mich ja schon mehrmals ausgelassen), ist es eine schöne Sache, dass Menschen in Not willkommen geheißen werden.
Jedenfalls wesentlich schöner, als wenn Schlagzeilen die Presse beherrschen, wo mal wieder sog. „Nazis“ irgendwas angezündet haben.
Denn bisher war es ja oft so, dass derlei Gestalten die Menschen, die bei uns Asyl erhalten wollten, für ihre Zwecke missbrauchten. Und welches diese Zwecke sind, das ist zu offensichtlich, als dass man sich groß darüber auslassen müsste.

Jetzt ist es so, dass nicht mehr „Asylbewerber“ kommen, sondern „Flüchtlinge“. Das ist schon einmal begrifflich etwas anderes. Und viele von uns haben offenbar auch begriffen, dass die Menschen die da kommen, eben flüchten. Flüchten vor Tod und Verzweiflung. Es erschließt sich da von selbst, dass die vorherrschende Motivation nicht DIE ist, UNS etwas wegzunehmen.

Allerdings hat die Politik jetzt etwas, wie ich meine, sehr sinnvolles gemacht, nämlich den Versuch unternommen, die Entwicklung wieder unter Kontrolle zu bekommen. Und das war auch dringend notwendig. Denn das Ganze drohte aus dem Ruder zu laufen. Organisatorisch, logistisch und rechtlich.
Zum einen habe viele „Flüchtlinge“, die gar keine sind, damit begonnen, die Gelegenheit beim Schopf zu ergreifen, und ebenfalls nach Deutschland zu gehen.
Zum anderen sind die Organisationen vor Ort, v.a. in München, an ihre Grenzen gestoßen, und darüber hinaus.
Und letztlich ist es sicherlich auch so, dass wir manche Menschen, die hier angekommen sind, mit Sicherheit nicht bei uns haben möchten.

Bleibt nur die Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte? Und da komme ich unweigerlich auf unsere Bundes-Mutti. Sie war es, die dem Ganzen Tür und Tor geöffnet hat. Und jetzt haben viele Verantwortliche gesehen, dass es SO nicht geht, und ob der Entwicklung die Notbremse gezogen.
Sicherlich wartet man jetzt vergeblich darauf, dass sich unserer aller Bundeskanzlerin hinstellt und mal klipp und klar Farbe bekennt, nämlich derart, dass das eine Fehlentscheidung ihrerseits war. SOviel Ehrlichkeit kann man nun doch nicht von ihr erwarten. Ev. sagt sie es zwar, aber dann wieder so verklausuliert, dass kein Mensch weiß, was sie eig sagen will.

Jedenfalls muss das dringend wieder in geordnete Bahnen, und v.a. muss wieder die Frage erlaubt sein, WER ist jetzt Verfolgter und muss unsere Hilfe bekommen, und WER möchte schlicht und ergreifend nur die Gunst der Stunde nutzen und seine bisherige wirtschaftlich-finanzielle Situation verbessern.

Das soll nicht wieder in die Diskussion führen, wer uns etwas wegnehmen möchte, aber es muss erlaubt sein, einen Zuzug wirklich auf die Menschen zu begrenzen, die wirklich unsere Hilfe benötigen, weil sie Tod und Vertreibung entronnen sind, und irgendwo bleiben müssen. Es wird schwer genug sein, die dann noch verbleibende Zahl an Flüchtlingen zu bewältigen. V.a. auch deswegen, weil es ja nicht genügt, die Menschen willkommen zu heißen, sondern sie müssen auch integriert werden. Und es geht ja auch darum, dass diese Menschen unser Rechtssystem akzeptieren müssen. Denn bei uns herrscht nun einmal Gleichberechtigung von Mann und Frau, von Lebensgemeinschaften, von Religionen, usw.usf.

Diese Aufgabe wird schwer genug. Und deshalb MUSS darauf geachtet werden, dass eine Gemeinschaft nicht überfordert wird. Und in einer überforderten Gemeinschaft kann die Stimmung dann eben doch wieder ins Gegenteil umschlagen. Und letztlich will das niemand, wenn es doch darum geht, das zu tun, was in uns allen steckt: Menschen in Not zu helfen.

Und deshalb geht es NICHT darum, in Neid und Missgunst zurückzufallen, sondern dafür zu sorgen, dass eine Gemeinschaft sich öffnet, und denen Zuflucht gewährt, die ansonsten verloren wären; jedoch gleichzeitig dafür Sorge trägt, dass die hierher Geflüchteten sich in die Gemeinschaft einfügen, und damit sicher gestellt wird, dass die Gemeinschaft bestehen bleibt, mit all ihren Werten und Regeln.

Insofern muss sich unsere Bundes-Mutti schon fragen lassen, was sie sich dabei gedacht hat, einfach alle Regeln außer Kraft zu setzen. Man hätte erwarten dürfen, dass eine Staatenführerin den Weitblick besitzt, zu erkennen, was da passieren wird.

Es hätte andere Lösungen gegeben, als die, eine Gemeinschaft ungeschützt den Flüchtlingsströmen auszusetzen. Welche, das ist ein anderes Thema.

Und so haben unsere Organe jetzt alle Hände voll zu tun, die Situation wieder unter Kontrolle zu bekommen. Und das braucht eine Gemeinschaft UNBEDINGT: Kontrolle.

Und um die Eingangsfrage zu beantworten: JA, neue Menschen braucht das Land.
Dafür gibt es diverse Gründe, v.a. demographischer und arbeitsmarktlicher Art. Das wäre jetzt ein extra Beitrag. Es soll hier nur mal eines in Erinnerung gebracht werden: Jede Zuwanderung in unserer Geschichte hat dazu geführt, dass das Land aufgeblüht ist. Und zudem hat es sich stets bereichert. Manche Gewohnheiten aus anderen Lebensgemeinschaften möchten viele von uns heute nicht mehr missen. Auch andere Kulturen haben so manche Lebensweisen, die wir Deutschen als durchaus angenehm empfinden und die uns in der Vergangenheit bereichert haben.

Es liegt allein an uns, wie wir eine Zuwanderung bewältigen. Und ich wünsche uns allen und v.a. denjenigen, die uns führen, den Weitblick, der dazu nötig ist.

Es grüßt,
das Smamap