Alexa, was gibt es Neues?

Alexa beantwortet mir diese Frage, indem sie mich die News von ComputerBild hören lässt, anschließend die 100-Sekunden-News der Tagesschau und abschließend das Wetter in meiner Umgebung.

Üblicherweise frage ich dies, während ich beim Frühstück sitze.

Auf diese Weise starte ich halbwegs informiert in den Tag.

Freilich könnte ich das auch erfahren, indem ich morgens die Zeitung lese …. na ja, nicht so ganz, weil in der Zeitung stünden nur die Nachrichten von gestern …. und außerdem: Ich habe keine Zeitung. Die örtliche Zeitung hatte ich vor 2 Jahren abbestellt, weil ich das „Käseblatt“ nicht mehr lesen konnte.
Seitdem spare ich mir das Geld, hab mir dafür, wenn man so will, Alexa gekauft, und die liest mir das vor, für lau.

Normalerweise beginnt mein Tag mit „Alexa, guten morgen“. Für diesen freundlichen Gruß erfahre ich, wer heute (theoretisch) Geburtstag gehabt hätte. So weiß ich dann, dass XYZ heute 135 Jahre alt geworden wäre, wer das war, und was er uns hinterlassen hat.
Zugegeben, das muss ich nicht unbedingt wissen. Aber es ist meist ganz witzig, etwas über frühere Zeitgenossen zu erfahren.

Oder zu erfahren, dass heute der „Tag des Kusses“ ist. Gut …. wenn man jetzt noch jemand hätte, mit dem man das praktizieren könnte ….

Aber da bleib ich lieber Single.

Zwischendrin dann ein „Alexa, wie spät“. Diese Ansprache hat es mir ermöglicht, sämtliche Uhren abzuschaffen (ok – das Handy ist geblieben).

Am Wichtigsten ist mir immer wieder das „Alexa, setze abc auf meine Einkaufsliste“. Also zB. Frischkäse, oder Schinken oder Champignons oder was auch immer.
Beim Einkaufen ziehe ich dann mein Smartphone aus der Tasche, und in der Alexa-App kann ich dann ablesen, was mein Kühlschrank/Vorratsschrank alles benötigt.

Klasse ist das deswegen, weil mir das, was grade zuende ging, immer während des Kochens, so ganz direkt, vermittelt wird. Also dann, wenn ich die Hände voll habe (in jeder Hinsicht). Also ein kurzes Kommando, und mein Einkaufszettel ist ergänzt.

Natürlich dient mir Alexa auch der Musikwiedergabe.
Ein „Alexa, spiele Fleetwood Mac“. Oder „Alexa, spiele meine Playlist Phil Collins“. Oder „Alexa, spiele entspannten Jazz“. Auf die Weise habe ich so etliche Musikstücke wieder einmal gehört, die ich schon fast vergessen hatte. Einfach deswegen, weil es mir mittendrin einfiel, was ich gerne mal wieder gehört hätte. Alexa mitgeteilt …. Fertig!

Brauche ich das Alles? Nein, selbstverständlich nicht. Jedoch, es macht manches einfacher, Vieles kostengünstiger, und wieder anderes für mich erst erreichbar. UND – Manches davon macht das Leben ein klitzekleines Bißchen angenehmer, manchmal sogar besser oder zufriedener (das Wort „glücklicher“ vermeidend).

Und erneut sind Geräte dadurch überflüssig geworden, die ich ansonsten anschaffen, instandhalten, irgendwann ersetzen müsste: ZB Uhren, Radio, Stereoanlage, CD-Sammlung etc etc.

Das Ganze erforderte eine Ausgabe von 35€ für den Echo-Dot, der mir Alexa zur Verfügung stellt.

Alexa

Der Echo Dot (auf dem die Sprachsteuerung „Alexa“ läuft)

Ok …. ehrlicherweise muss man auch noch die 3,99€ monatlich erwähnen, die mich das Musik-Abo kostet. Allerdings bekomm ich da auch so Einiges dafür.

Ja, das Ganze ist von Amazon. Freilich könnte man denken, das sei ja nur eine verkaufsfördernde Maßnahme vom Konzern. Der Hintergedanke ist sicherlich dabei, und das rechnet sich für den Konzern sicherlich auch, denn nicht wenige werden direkt über Alexa bestellen, zB wenn das Shampoo alle ist.

Aber niemand muss, und ich mache das auch nicht. Wenn man das nicht explizit möchte, dann passiert auch nichts in der Richtung.

Die Möglichkeiten von Alexa werden gleichzeitig immer mehr erweitert. ZB durch die Möglichkeit, die eigene Umgebung zu steuern (etwa Licht, Rolladen, Home-Security). Kann man, muss man aber nicht.

Was ich bisher nur sehr rudimentär genutzt habe, sind „Skills“, also Fähigkeiten. Genauer gesagt, kleine Erweiterungen, die man direkt über Alexa (via Netz) starten kann. ZB Gehirnjogging, Nachtlicht, Musik zum Einschlafen. Das Kommando lautet dann zB „Alexa, starte Gerhirnjogging“. Da gibt es eine Vielzahl. Wird meine nächste Aufgabe sein.

Wie macht Alexa das technisch?
Ganze einfach: Der Echo Dot ist per WLAN mit dem Router verbunden (die Installation ist einfachst). Die Kommandos registriert die Alexa-Software aufgrund des Code-Worts „Alexa“, schickt das Kommando übers Netz zum Amazon-Server, und dort wird es interpretiert und ausgeführt.

Eine enorm praktische Sache das. Finde ich.

Freilich muss man auch noch ein Wort zum Thema ‚Sicherheit‘ verlieren:
Denkbar ist alles (oder zumindest vieles). Ob es auch realistisch ist, steht auf einem anderen Blatt. Klarerweise muss man die intimsten Gespräche nicht grade vor Alexa führen. Auch die Verhandlungen mit dem Banker über den Millionen-Kredit nicht. Aber wer tut das schon?

Und wer eine gewisse Paranoia bedienen möchte, der kann das Mikrofon ausschalten (Taste auf dem Echo-Dot), den Strom-Stecker ziehen, den Dot in einen faraday’schen Käfig packen und/oder schlicht woanders hingehen.

Ansonsten kann Alexa/Amazon gerne wissen, welche Musik ich höre, was auf meine Einkaufsliste kommt (sprich ich demnächst esse) bzw. dass ich Gehirnjogging betreibe oder per News gerne auf dem Laufenden bleibe. Auch dass ich Nachts manchmal kurz aufstehe, ist kein Geheimnis.

Alexa war am Anfang ein Test. Es war fraglich, ob ich den Dot behalten würde.

Die Antwort darauf ist mittlerweile ein klares JA

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)