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Natur pur
An solchen Tagen wie heute, gehe ich gerne mal so 1-2 Stunden spazieren. Und wenn ich dann, so wie heute, auf einer Runde einen Weg finde, den ich bisher übersehen hatte, also gar nicht kannte, dann kann es passieren, dass mich ein solcher fasziniert.
Heute geschehen.
Da zeigte ein unscheinbarer Wegweiser auf einen Weg am Waldrand entlang. Dachte ich mir, DEN KANNST JA MAL GEHEN – mal sehen, wo du da rauskommst.
Und so schritt ich 1/2 Stunde da entlang, am Waldrand, über Wiesen und Bäche, unter der Bundesstraße hindurch, mal rastend an einer Bank, immer wissend, wo ich etwa bin (was für mich gar nicht so einfach ist, weil ich zu denen gehöre, wenn einmal im Wald umgedreht, die dann nicht mehr wissen, wo sie sind).
Es war faszinierend, weil ich schon lange nicht mehr so viele Vogelstimmen gehört hatte. Das war ein Bereich, im Umfeld der Bundesstraße, der ansonsten nicht weiter genutzt wird. Der Bach schlängelt sich naturbelassen dahin, Wiesen beidseits, und man hat den Eindruck, als würde die Natur froh sein, dieses Refugium zu haben.
Und das Ganze in unmittelbarer Nähe meiner Kleinstadt, mehr noch, sich in diese hineinbewegend, mehr noch, ein Teil von dieser, denn man kommt am Ende plötzlich im Gewerbegebiet heraus, fasst schon mitten in der Stadt. Den kleinen Weg, der von dort abging, hatte ich bisher noch nie beachtet.
Das Einzige, was auf dem Weg störte, war das mehr oder weniger ständige Geräusch von der Bundesstraße, das es etwas schwerer machte, den Vogelstimmen zu lauschen.
Aber besser SO, als wenn es dieses Idüll gar nicht gäbe.
Und so kann man man nur sagen: AUGEN AUF.
Es grüßt,
das Smamap
Stadt oder Land
Nachdem ich jetzt AUCH SCHON den Blog von Ilona gelesen habe, der HIER aufzurufen ist, möchte auch ich dazu was zum Besten geben:
Ich bin einer, der hat in dieser Hinsicht schon so einige Lebenssituationen erfahren.
Von Geburt an, war ich ein Stadtmensch, was man von einem geborenen Münchner mit Fug und Recht behaupten kann. Meine Jugend verbrachte ich in Ingolstadt, also auch eine Großstadt (mittlerweile zumindest).
Die nächsten 20 Jahre verbrachte ich in Niederbayern relativ auf dem Land, aber doch in einer Gemeinde (in der Nähe von Straubing), die nicht weit von größeren Städten entfernt war (eben Straubing, und dann auch Regensburg, was ja schon Oberpfalz ist).
Und dann verbrachte ich einige Jahre auf dem blanken Land. Blanker ging’s gar nicht. Das war in der Nähe von Hof in Oberfranken, in einem Dorf mit vll 300 Einwohnern (nun gut, es geht schon noch blanker, nämlich auf einem Einsiedlerhof, aber das wär nicht mein Ding gewesen).
Und jetzt wohne ich immer noch in Oberfranken, in einer Kleinstadt, die es so an sich hat, dass man Vieles in unmittelbarer Umgebung hat, sozusagen ein Mittelding zwischen Stadt und Land.
Um es kurz (???) zu machen: Ich bin in meiner ersten Lebensphase erstmal vom Stadt- zum Landmenschen mutiert. Ich erfuhr es als das, was ich wollte, in unmittelbarer Nähe der Natur zu leben, ohne Großstadthektik. Es war für mich Alltag, aus der Haustüre zu treten und auf dem Land zu sein. Ich entwickelte in dieser Zeit auch eine immer größere Abneigung gegen das Menschen-„Gewusel“, wie es in einer City halt nun mal ist.Trotzdem brauchte ich das mit der Stadt ab und an für einige Tage, und es war z.B. schön, wieder mal in München zu sein, die Biergärten zu genießen, mit den „Öffentlichen“ überall hin zu kommen, alles um’s Eck herum zu finden usw usf
Aber wie froh war ich dann doch jedes Mal wieder, wenn ich zurück war in meiner Land-Idylle. Es gibt nichts Schöneres, als die Laute oder die Stille der Natur zu hören, nicht immer mit diesem immensen Verkehr konfrontiert zu sein, mit Asphalt und Beton um einen herum.
Heute habe ich einen Kompromis: Ich lebe, wie schon gesagt, in einer Kleinstadt, habe hier alles, was ich benötige (fast), und wenn ich 2-3 Mal um’s Eck gehe, bin ich in der Natur.
Dennoch habe ich einen Traum: Dieser Traum heißt „Regensburg“.
Das ist eine Stadt, die mich von ihrer Art her, von ihrem Flair und von ihrer Größe her immer schon fasziniert hat, und „irgendwie“ zu mir passt. So ähnlich ist auch Bamberg, wenngleich Bamberg dann doch schon zu sehr Richtung Touristen-Hochburg mutiert.
Mein Traum wäre, in Regensburg zu leben, ein klein wenig außerhalb der City, aber doch noch so, dass ich sehr Vieles mit Bus oder Rad erreichen kann. Regensburg ist eine Stadt, die sich, zumindest für mich, ihren kleinen Charakter erhalten hat. Zugleich ist sie Uni-Stadt, und aus naheliegenden Gründen deshalb quicklebendig und jugendlich. Und zugleich eingebettet in die Natur ringsherum.
Aber dieser Traum wird wohl ein Traum bleiben. Denn allein schon meine Finanzen werden es mir niemals erlauben, Dergleichen zu verwirklichen. Und ob meine gesundheitlichen Voraussetzungen da mitmachen würden, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Aber was wäre unser Leben ohne unsere Träume?
Es grüßt,
das Smamap
Wird es gelingen ?
Da sind sie also immer noch dabei in Paris, um eine Vereinbarung zu erreichen.
Ich hoffe ja sehr, dass es gelingt, und meinen Pessimismus in dieser Sache widerlegt.
Aber noch glaube ich nicht so recht daran. Und auch wenn die Tinte unter der Vereinbarung zu trocknen beginnt, und dann auch tatsächlich mal trocken ist, ist es noch ganz etwas anderes, sich auch wirklich daran zu halten, und den Geist dieser Vereinbarung ohne Wenn und Aber zu verwirklichen.
Es ist deshalb etwas anderes, weil die Völker, die in Wohlstand leben, es zustande bringen müssen, nicht nur durch technische Errungenschaft und durch Geld etwas zu erreichen. Nein, sie müssen sich auch selbst beschränken.
Und die Regierungen letzterer müssen den Mut haben, ihrer Bevölkerung zu vermitteln, dass es notwendig ist, sich nicht nur selbst zu beschränken, sondern auch zu verzichten.
Es ist das erste Mal in der Menschheitsgeschichte, dass sich etwas nicht mit Macht, Gewalt oder Geld erreichen lässt. Denn der Natur ist es völlig egal, WER auf der Welt WAS ist. Sie richtet sich ohne Ausnahme nur nach den Gesetzen der Physik.
Dies bedeutet z.B., dass wenn zu viele Schadstoffe in der Luft sind, dann die Erde sich immer mehr erwärmt, die Eismassen abschmelzen, die Salzkonzentration in den Weltmeeren immer mehr abnimmt, die Meeresströmungen immer mir durcheinander oder zum Erliegen kommen, die Meeresspiegel immer weiter ansteigen, die Arten aussterben, die Menschen verhungern und verdursten, Flüchtlingsströme entstehen usw usf.
Letztlich gilt nur der Satz: Wir brauchen die Natur, aber die Natur braucht UNS nicht.
Somit ist Paris der Wendepunkt unserer Menschheitsgeschichte. SO oder SO.
Es grüßt,
das Smamap
Die Sonne, der Nebel und die Farben
Jetzt kommt sie wieder, die Zeit des Herbstes oder ist schon ein Stück weit da.
Ich mag sie sehr gern. Kann zwar nicht behaupten, dass ich sie lieber mag, als andere Zeiten, aber der Herbst hat etwas ganz Besonderes.
Die Sonne brennt nicht mehr so heiß vom Himmel. Sie spendet Wärme, die man genießen kann, ohne in der Hitze zu zerfließen. Der Nebel ist in der Früh da. Er liegt in den Niederungen. Oben drüber die Sonne. Wenn du in der richtigen Gegend wohnst, dann siehst du die Übergänge. Er umhüllt alles, um dann nach und nach den Blick freizugeben. Und langsam und unmerklich nehmen viele Gewächse gedeckte und erdene Farben an. Ruhige Farben.
All das, das Zeichen dafür, dass die „schönen“ Jahreszeiten dem Ende zugehen. Und so produziert die Natur noch einmal mit aller Macht das Schönste, wozu sie imstande ist.
Und ich weiß, ich freu mich auf den Winter. Er hat etwas ganze Eigenes, und ist so anders, mit seiner Kälte und Härte. Und ich weiß ebenso, dass ich mich dann wieder freue, auf die warmen Jahreszeiten, mit all ihren Farben und ihrem Blühen und Wachsen.
Wenn ich wählen sollte, ich würde keine der Jahreszeiten missen wollen. Gleichwohl ziehe ich die Wärme und die Farben vor.
Es grüßt,
das Smamap