Snooker: Welsh Open – das Finale

Als Fan muss ich natürlich darüber berichten.

Gestern war also das Finale

Neil Robertson gegen Ronnie O’Sullivan

Das Finale, das sich alle erhofft hatten. Die aktuell beiden stärksten Spieler auf der Welt trafen aufeinander.

Das ist, auf den Fußball übertragen, etwa so, als würden der FC-Barcelona und der FC Bayern-München das Finale der Champions-League bestreiten.

Zunächst war ich sehr enttäuscht darüber, dass Eurosport mal wieder nur den zweiten Teil übertragen würde. Man muss dazu wissen, dass so ein Finale in zwei Hälften ausgetragen wird, die erste Hälfte ab 14 Uhr, die zweite ab 20 Uhr.

Aber es geschah Denkwürdiges.

Nach der ersten Session stand es 5:3 für Neil Robertson. Ich konnte es zwar nicht miterleben, aber das Netz informierte. Es musste ein Match auf höchstem Niveau sein, wo aber Neil den besseren Start gehabt hatte, und so stand es zwischenzeitlich 5:2, ehe Ronnie, das Snooker-Genie unserer Zeit, noch einen Frame gewinnen konnte.

Und ab 20 Uhr dann, geschah etwas, was es wohl selten gab (ich bin erst ein paar Jahre „dabei“):
Neil sollte keinen einzigen Frame mehr gewinnen. Ronnie gewann somit, ausgehend vom zwischenzeitlichen 5:2, sage und schreibe 7 Frames in Folge, und stellte schließlich auf 9:5 für sich (das Finale wurde „Best of 17“ gespielt; wer also zuerst 9 Frames gewinnen würde, hätte das Finale für sich entschieden).

Er realisierte das, was er schon seit Beginn der Welsh Open praktiziert hatte, und spielte seinen Gegner an die Wand.
Gut – das war natürlich im Finale nicht ganz so sehr der Fall, wie in den anderen Matches, weil das Niveau ein viel höheres war. Und so machte Neil Robertson einige Fehler, die Ronnie O’Sullivan für sich nutzen konnte, und so seinen Gegner nicht mehr zum Zug kommen ließ, und die Welsh Open zum 4. Mal für sich entschied.

Man möge mir meinen Enthusiasmus verzeihen. Mich fasziniert dieses Spiel einfach, und wenn es dann noch auf einem solchen Niveau zelebriert wird, mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, die fast schon unvorstellbar ist, dann kann ich mich dem nicht entziehen.

Und so werde ich mir die heutige Wiederholung nochmals ansehen, und einfach nur das Spiel genießen.

Wenn dann in einigen Wochen die Weltmeisterschaft startet, werde ich wieder so etliche Tage bis Wochen nicht so sehr präsent sein, weil das Spiel meine volle Aufmerksamkeit fordert. Sicher wird es dabei auch etliche Matches geben, so wie das normal ist, die nicht so besonders sein werden. Trotzdem sind auch solche Spiele, zumindest für mich, sehr sehenswert, und entspannend, mit der Ruhe, die für mich in diesem Sport liegt. Wenn dann wieder solche Highlights  kommen, wie gestern, dann ist es mit der Ruhe natürlich vorbei. V.a. auch deswegen, weil sich so ein spannungsgeladener Höhepunkt oft über Stunden hinzieht.

Manche vergleichen das auch mit Schach auf dem Billiard-Tisch.

Es grüßt,
das Smamap

Snooker Abend

Bin ja seit Jahren bekennender Snooker-Fan.

Für diejenigen, die es nicht wissen: Eine Billiard-Spielart.

Heute ist es wieder mal soweit: Das Halbfinale der UK-Championship steht an, und nachdem das Ganze in Europa stattfindet, ergibt das einen TV-Abend für mich zum genießen (inkl. einem Glas Wein und etwas zu Knabbern).

Ich liebe diesen Sport, obwohl ich ihn selbst nicht betreibe, weil er eine Ruhe ohnegleichen ausstrahlt, und durch Fairness ohnegleichen sich auszeichnet.
Und trotzdem habe ich ihm spannende Erlebnisse zu verdanken, die ich niemals darin vermutet hätte.

Heute Abend spielen Mark Selby gegen Neil Robertson. 2 Meister ihres Faches.
Leider wird das Match nur über Eurosport2 übertragen, also per Internet. Früher hätte ich allerdings diesen Sport nie kennengelernt, zu Zeiten also, als es nur 4 Fernsehsender für mich zu sehen gab (ARD, ZDF, BR und ORF 1).
So hat die Technik es möglich gemacht.

Und so schließe ich den Beitrag an dieser Stelle, weil der nächste Frame beginnt.

Ein schönes Wochenende.

Es grüßt,
das Smamap