Homescreen, Oberfläche und Symbolpakete

Wie gewohnt, berichte ich, was sich so tut auf meinem Android-Tablet, hinsichtlich dessen, wie ich mir das Ganze einrichte bzw. Probleme beseitige; heute geht es um meinen Homescreen, die Benutzer Oberfläche und Symbolpakete.

Der Homescreen ist das, was man normalerweise sieht, wenn man sein Smartphone/Tablet einschaltet und sich angemeldet hat.

Kann also z.B. SO aussehen  (wie bei mir) …

Homescreen

Gut, das ist jetzt nicht mein eigentlicher Homescreen, aber soll ja auch nicht zu viel verraten, von dem, was nur mich was angeht.

Das Aussehen des Homescreen (auf dem PC würde man „Desktop“ sagen), ist primär dadurch gegeben, was man als sog. Standard-Launcher verwendet (zu deutsch: Starter). Das ist schlicht die Oberfläche über die die Apps gestartet werden. Android bringt da von Haus aus einen Launcher mit, den wohl die Meisten nutzen, der aber ev. nicht jedermans Geschmack ist.

Nachdem das Teil nichts anderes ist, als eine App, kann man natürlich auch einen anderen Launcher installieren/verwenden. Sehr weit verbreitet ist der Nova-Launcher. Den verwende ich und den sieht man oben auch.

Ich hatte mich dafür entschieden, weil er ein paar Dinge hat bzw. macht, die ich im ursprünglichen Launcher nicht (mehr) zur Verfügung hatte.

In dem Zusammenhang wurde mir auch klar, dass ich auf meinem Tablet sog. Symbolpakete installieren kann. Das ist nichts anderes als eine Sammlung von Icons, also jenen kleinen, stilisierten Knöpfen, über die man die Apps aufruft (im Bild also zb der Knopf mit dem Männchen im roten Kreis für die Kontakte-App).

Ich kann den Verknüpfungen für die Apps auf meinem Homescreen die Icons zuweisen, die ich da gerne hätte. Für mich sind kreisrunde Icons die elegantere Wahl, und so habe ich das Paket FLIX aus dem Play-Store installiert (das gab´s zu dem Zeitpunkt grademal für lau), das eben solche Icons enthält (dabei habe ich gelernt, dass das jene Art ist, wie sie auf den Pixel-Smartphones von Google verwendet wird, und scheinbar der letzte Schrei sei; was mir allerdings eher einerlei ist).

Ich hab´s gerne flexibel und nach meinem Geschmack. Und nachdem ich beim Standard-Launcher die Icons nicht ändern konnte (zumindest fand ich keine Möglichkeit), und über den Nova-Launcher das sehr einfach geht, ein Grund mehr diesen Launcher zu nutzen. Mal ganz abgesehen von den diversen anderen Möglichkeiten, die ich dadurch nutzen kann.

Was mich immer sehr gestört hat, war die Tatsache, dass auf dem ursprünglichen Homescreen sich dieser immer verkleinerte, wenn es darum ging, ein Icon zu verschieben. Dadurch kam ein Icon bei mir oft nicht dort zu liegen, wo ich es haben wollte. Bei Nova, wenn man so ein Icon länger „drückt“, um es eben zu verschieben, bleibt der Homescreen ziemlich unverändert, und ich kann die Position bequem anpassen.

Was mich außerdem zunehmend nervte, hab ich HIER schonmal beschrieben. Es ging darum, dass im Standard unter dem aktuellen Android „Nougat“ die Ordner auf dem Homescreen sich nicht mehr automatisch schließen. Nova hat diesen Manko beseitigt.

Sicherlich gäbe es noch so Einiges, womit man die Homescreen-Oberfläche „verbessern“ könnte. Jedoch bin ich ebenso der Ansicht, man sollte seine Smartphone-/Tablet-Installation möglichst schlank halten. Also sich auf das beschränken was nötig ist. Oder zumindest einen relativ engen Rahmen nicht verlassen. Ansonsten braucht man sich nicht zu wundern, warum einem der Arbeitsspeicher niemals ausreicht.
Freunde reiben sich auch immer verwundert die Augen, wenn sie feststellen, dass da Unmengen Fotos auf dem eigenen Gerät rumschwirren, und das Teil immer langsamer und voller wird. Das Gleiche gilt natürlich auch, wenn man ständig dieses und jenes „mal eben“ installiert.

„Schlank hält flott“ gilt nicht nur für das eigene Körpergewicht.

Aus diesem Grund habe ich seit kurzem auch die App „Trackbook“ in Verwendung. Ein äußerst schlanker Bewegungsrekorder, der mir per GPS/Kartenmaterial zeigt/aufzeichnet, wie weit ich laufe. Das Teil tut das (bisher) äußerst genau und problemlos, und nimmt dabei ca. 4,5 MB Speicher in Anspruch, also 1/20 von dem, was die bisherige Software dafür verbraten hatte …. aber das ist ev. ein Thema, auf das ich ein andermal eingehe ….

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu)

LINUX für Anfänger

Nun gut, das ist jetzt ev. etwas übertrieben.

Es soll nur darum gehen, zu berichten, wie einfach es ist, von Windows weg zu kommen.

Ich fange mal von hinten an ….. und werde mich bemühen, es so einfach wie möglich zu schildern, da ich damit rechnen muss, dass das hier auch Menschen lesen, die Auto fahren wollen, und dabei nicht zu wissen brauchen, wie ein Auto funktioniert.

Linux auf seinem Rechner zu haben, statt Windows, macht (fast) keinen Unterschied. Es sieht alles (fast) gleich aus.

Bildschirmfoto vom 2015-12-19 20:31:37

Links hat man seine Taskleiste zur Programmauswahl und den obligatorischen Papierkorb, und oben die Leiste mit Uhrzeit etc.

Alles wie die gewohnte graphische Benutzeroberfläche. Die ganzen Funktionalitäten, etwa kopieren und einfügen, sind identisch mit denen von Windows.

Und diese rein praktische Seite ist das, was wohl die Meisten interessieren wird. Weit jenseits von philosophischen Erwägungen, dass dieses oder jenes Betriebssystem per Definition immer das Bessere sei.

Und wie bringt man das Ganze auf seinen PC?
Einfach DVD einlegen und installieren. Fertig.

Gut, so 3 bis 7 Sachen sollte man schon beachten. Man steigt ja auch nicht ins Auto ein, und fährt los, ohne die Tür zu zu machen.

Und wenn man, so wie ich das jetzt gemacht habe, Linux parallel zu Windows10 installiert, so dass man nach Einschalten immer gefragt wird, was man starten möchte, dann ist das schon ein kleines Bisschen schwieriger. Wie eben bei jeder Parallelinstallation.

Der Umstieg von Windows auf Linux ist ungefähr so, wie der Umstieg von einem Auto, auf ein anderes … die Wesentlichen Dinge sind identisch. Bei anderen muss man sich ev. umgewöhnen oder etwas dazulernen.

Linux gibt es in verschiedenen, sagen wir mal, Versionen. Die haben alle verschiedene Namen. Das eine heißt heißt „Ubuntu“, das andere „Mint“ usw. (ich habe jetzt Ubuntu installiert)
Im Ende sind sie alle in etwa gleich, weil alle dieselben Grundlagen und Elemente verwenden und daraus ein jeweils eigenes Linux zusammenstellen, nur mit anderem Namen. Es gibt dabei z.B. verschiedene graphische Benutzeroberflächen, die man einbauen kann, so dass sich die Versionen rein optisch etwas voneinander unterscheiden. So haben sich die Leute von Ubuntu für eine bestimmte Oberfläche entschieden, und die Leute von Mint für eine andere.
Das wäre etwa so, wenn jemand auch ein Windows macht, aber sich eben dafür entscheidet, es optisch etwas anders zu gestalten. Gut, das wär jetzt nicht möglich, weil Microsoft auf Windows die Hand drauf hat, und davon nix preis gibt.

Und genau DAS ist der Unterschied. Linux ist ein freies System. D.h. der Programmcode ist frei zugänglich, so dass derartige Änderungen möglich sind.

Das führt dazu, dass einem bei Windows das System vorgesetzt wird, so wie es ist, und bei Linux kann man aus einer Reihe von Versionen auswählen, weil dort eben sich verschiedene Gruppen von Menschen zusammengefunden haben, und wegen des frei zugänglichen Programmcodes, der auch noch kostenlos ist, auch unterschiedliche Schwerpunkte schufen. Das eine Linux ist eher als Windows-Ersatz gedacht auf Einzelrechnern, das andere als Server-Betriebssystem, wieder ein anderes als Mediensystem usw usf.

In Echt ist es alles ein wenig komplizierter, aber das Grundprinzip bleibt bestehen.

Microsoft, sprich Bill Gates, hatte den Vorteil, dass er zu Beginn seiner Karriere ein Betriebssystem geschaffen hat, mit dem er Alleinunterhalter auf der Welt war. Das war damals MS-DOS, und danach dann die ersten Windowsversionen. Damit hat er immens Geld verdient, und so ein Monopol aufgebaut, mit dem er jetzt bestimmen kann, wo es lang geht.

Er war eben damals zur richtigen Zeit am richtigen Ort, und hatte ein Produkt in der Hand, das er rundherum verkaufen konnte wie warme Semmeln.

Heute ist Microsoft (oder Winzigweich, wie ich gerne sage), dazu in der Lage zu diktieren.

Wäre die Sache anders gelaufen, und Linus Torvalds (der Urheber von Linux) wäre zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, mit dem richtigen Produkt, dann hätten wir heute alle Linux auf den Rechnern. Mit dem Unterschied, dass Linux wohl weiterhin ein freies, kostenloses Betriebssystem wäre.

Aber die Geschichte hat leider einen anderen Verlauf genommen, und so müssen sich die meisten PC-Nutzer heute mit einem Betriebssystem auseinandersetzen, das ihnen vorschreibt, wie die Dinge zu laufen haben (frei nach dem Motto: Akzeptiert es oder lasst es), und das v.a. vorschreibt, wie viel man dafür bezahlen muss.

Linux lade ich nach wie vor aus dem Internet herunter, brenne es auf DVD und installiere es. Kosten: 1 DVD-Rohling und 20 Min. Zeit.

Windows lade ich, wenn ich darf, aus dem Internet herunter, brenne es auf DVD und installiere es. Kosten: 1 DVD-Rohling, 1,5 Std. Zeit und ca. 120 €.

Ich frage mich, was mich solange davon abgehalten hat, Windows abzuschaffen. Im Lauf der letzten 20 Jahre habe ich wohl ca. 500 € für diese Betriebssysteme ausgegeben, und habe mich ständig damit herumgeschlagen, was ich an Hardware aufrüsten musste, um diese Betriebssysteme sinnvoll nutzen zu können. Dies dürfte nochmal so um die 1.000 € ausgemacht haben. Und das alles nur dafür, dass es Winzigweich gut geht und deren Bilanzen stimmen. Ganz zu schweigen von dem ewigen Hick-Hack bzgl. Datensicherheit.
Mir fällt gerade auf, dass die o.g. Summen ca. 3.000 DM entsprachen.

NOCH habe ich Windows und Linux parallel laufen. Einem gewissen Sicherheitsbedürfnis meiner Daten entsprechend. Wenn ich keinen Grund finde, in absehbarer Zeit, der dafür spricht, dass ich Windows für ganz bestimmte Dinge unausweichlich benötige, dann wird es sich mittelfristig verabschieden dürfen.

So …. soweit mal für heute.

Allen ein schönes Wochenende.
Gruß,
das Smamap