Eine Tabellenkalkulation für das Smartphone/Tablet

Immer wieder mal versuche ich, für mein Tablet eine Alternativ-App zu finden, die mir das, was ich mit solch einer App machen will, bringt, ohne dabei ein Speichermonster auf dem Gerät zu haben; im vorliegen Fall begab ich mich auf die Suche nach einer Tabellenkalkulation.

Paradebeispiel dafür ist natürlich Excel.

Das Problem: Excel verbrät Speicher bis zum „Gehtnichtmehr“. Ich verzog schon das Gesicht, als ich im PlayStore las, dass die App 80 MB vereinnahmen würde. Gleich darauf stellte ich fest, dass ich Excel ja schon auf dem Gerät hatte, nur deaktiviert (hatte ich wohl mal „kaltgestellt“; aus welchen Gründen auch immer).

Also aktivierte ich Excel wieder, einfach um mal zu sehen, ob es Vorteile gäbe, die mir dieses Microsoft-Produkt brächte. Ganz so nebenbei schaute ich dann mal in den App-Einstellungen von Android nach, wieviel Speicher denn nun vereinnahmt worden war.

Ich traute meinen Augen nicht: Es waren sage und schreibe 238 MB. Ja ja, die App selbst, so die Auskunft, benötige „nur“ 80 MB. Für „Daten“ würden weitere 158 MB belegt. Welche „Daten“ dies sind, konnte ich nicht feststellen. Meine eigenen jedenfalls nicht, denn meine paar Tabellen belegten nachweislich nicht mal 1 MB.

Jetzt war mir auch klar, weshalb ich Excel seinerzeit deaktiviert hatte.

Aber was sonst nehmen?

Ich versuchte einige alternative Apps aus dem PlayStore.

Jedoch waren sie entweder fast nicht zu bedienen oder derart „anders“ zu bedienen, dass ich jeweils nach kurzer Zeit aufgab, und diese wieder deinstallierte. Was sollte ich auch mit Apps, die es nicht schafften, vorhandene Excel-Tabellen zu öffnen, und korrekt darzustellen (ohne dass ich besondere Inhalte in meinen Tabellen hätte)?

Doch dann stieß ich, über einen Artikel auf einer Support-Seite, auf Planmaker von Softmaker.

Und bei dieser App bin ich nun geblieben. Sicher ist auch da nicht alles Gold, was glänzt, aber die grundlegenden Dinge funktionieren einwandfrei. Und sie scheinen auch einigermaßen an Excel angelehnt, und Letzteres ist halt nun mal der Standard, den (fast) jeder kennt.

Und, tatsächlich, es benötigt nur 18 MB, und nicht mehr.

Ich kann nur berichten, dass es, für mich, funtioniert.

Wer also auf der Suche nach einer funktionierenden Tabellenkalkulation für sein mobiles Gerät ist, der kann zumindest mal einen Blick drauf werfen.

Es nennt sich „Planmaker mobile free“. Im PlayStore hatte ich es gefunden als „FREE Office: Planmaker“.

Nachdem ich nun Ersatz gefunden habe für eine Textverarbeitung (HIER nachzulesen) und eine Tabellenkalkulation, kann ich das Office-Paket, das ich eine Zeit lang nutzte, nach einer gewissen Übergangszeit dann deinstallieren, um die dadurch belegten 80 MB auch wieder freizugeben.

Meine Alternativen hinsichtlich Radio-Streaming und Tracking-App hatte ich ja HIER bereits vorgestellt.

Alles in Allem habe ich wohl, ohne das jetzt so genau nachzurechnen, so einige hundert MB an Speicher, durch meine Maßnahmen, freigesetzt. Es wäre noch mehr, wenn all jene Apps, die nicht deinstallierbar sind, auch deinstalliert werden könnten. Bestes Bsp. ist eben jenes Excel, das „nur“ „deaktivierbar“ ist, so dass jene 80 MB immer bleiben; aber noch besser als über 200.

… to be continued …

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Nichts geht über Windows?

Wer meinen Blog verfolgt, hat mitbekommen, dass ich seit kurzem ein Stück weit andere Wege gehe.

Zumindest was das Betriebssystem meines „PC“ angeht, das ich nutze.

Bisher war ich immer bei Windows geblieben. Ich hatte schon früher gelegentlich mal Linux versucht. Allerdings stets mit eher mäßigem Erfolg. Immer war es reichlich kompliziert, sowas wirklich an’s Laufen zu bringen. Mal hatte ich kein Internet. Mal erkannte es die Grafikkarte nicht. Und meist musste man doch so Einiges darüber wissen, wie so ein Linux funktioniert, um dann die ein oder andere Änderung vornehmen zu können (z.B. einen anderen Browser installieren).

Jedenfalls scheiterte ich immer an der intuitiven Benutzung des Ganzen, und blieb dann doch lieber beim gewohnten und einfach zu bedienenden Windows.

Anders JETZT!

Mich nervte mittlerweile der Geräuschpegel meiner Windows-Kiste. Die war zwar, relativ gesehen, ziemlich leise, aber subjektiv wurde das im Lauf der Zeit immer lauter. Dann realisierte ich den Stromverbrauch meines Systems. Und letztlich durfte ich immer wieder nachrüsten, wenn es darum ging, eine halbwegs aktuelle Hardware am Start zu haben, auf der auch das neueste Windows laufen würde (sprich Windows10).

Und dann kam mir eben der Raspberry zu Ohren. Ich las etwas darüber. Und ich dachte mir, wenn sowas funktionieren würde, das wär’s eigentlich.

Eine Software, sprich Betriebssystem, die das umfasst, was es braucht, mit Augenmerk auf Ressourcen-Verbrauch und eine Hardware, die alles das zur Verfügung stellt, was wirklich benötigt wird.

Meine Herangehensweise war nicht, wie früher, Linux, sondern erst einmal die Neugierde auf die Hardware, die endlich einmal „reduziert“. Unter Windows war es bisher immer so gewesen, dass die Harware immer leistungsfähiger wurde, immer schneller. Immer leistungsfähiger sein MUSSTE, weil Microsoft das so vorschrieb

Der Raspberry Pi 2 (Aussprache: Pei) kommt daher mit einem Quad Core Prozessor mit 900 MHZ, einem Gigabyte Arbeitsspeicher, und einer Festplatte (sprich SD-Karte) mit 4 GB Kapazität (es ginge sogar mit 2 GB). Und das Ganze läuft erstaunlich flott.
Ein PC hat heute einen 3000 MHZ (also 3 GHZ) Prozessor, und braucht für ein aktuelles Windows 4 GB Arbeitsspeicher und mehr, und eine Festplattenkapazität von ca. 20 GB, nur für Windows. Also ein Mehrfaches dessen, mit was der Pi 2 daher kommt.

Auf dem Raspberry läuft ein Linux namens Raspbian (gibt auch andere Linux-Distributionen).

Es beinhaltet im Wesentlichen einen Browser, ein eMail-Programm, ein Office-Paket und etliches an Zubehör-Programmen. Z.B. einen Bildbetrachter, einen PDF-Viewer, Editor etc.

Nach Einschalten braucht der Raspberry 15 Sekunden, bis er komplett hochgefahren ist. Windows braucht das 3-4 fache an Zeit, bis es da ist, mitunter sogar über eine Minute.

Das Ganze läuft völlig lautlos, mit weniger als 5% des Stromverbrauchs eines PC und hat mich 40 € gekostet. Spätestens innerhalb eines Jahres habe ich es über die Stromkosten wieder hereingebracht.

Ja, klar, ich kann damit nicht alles machen, was anfällt, aber das weitaus Meiste.

Gelegentlich werde ich sicher den PC anwerfen müssen. Aber eben nur gelegentlich. Und im Laufe der Zeit habe ich möglicherweise genug Neugierde, Forscherdrang, Technikbegeisterung, und was man sonst noch dazu braucht, um den PC völlig überflüssig zu machen.

Und offen gesagt, wenn dann Winzigweich ein weiteres Mal vorgibt, wie die Dinge zu sein haben, welche Ausstattung man haben muss, und was es kostet, dann hätte ich mich schon beizeiten anders orientiert.

Oder anders gesagt:
WENIGER IST MEHR

Es grüßt,
das Smamap
Nachtrag (weil gefragt wurde): Die Installation des Betriebssystems auf der SD-Karte ist total simpel. Dauert etwa 10 Minuten, und keine Stunde, so wie aktuell bei Windows.