Es gibt nichts Besseres als was Gutes

Heute war ich Zwetschgen holen.

Für all diejenigen, denen das Wort nichts sagt, weil eher nördlich lebend oder ganz woanders, sei übersetzt: Zwetschgen=Pflaumen.

Nun gut, einige werden jetzt vll sagen, dass das SO nicht ganz richtig ist, weil es schon einen Unterschied gibt, zwischen Zwetschgen und Pflaumen.

Aber FÜR MICH hieß das immer schon „Zwetschgen“, was danach aussah, egal wie groß.

Also war ich heute Zwetschgen holen. Quasi stehender Weise, nämlich auf der Leiter, im Baum. Hab mir derart einen 10 L Eimer voll der Früchte geholt. Mehr war nicht sinnvoll, weil ich wollte ja schließlich nicht die nächsten Tage eine Zwetschgen-Diät machen.

So ungefähr 5% der Ernte fand den Weg in den Eimer nicht, sondern ganz woanders hin. Das ist so ähnlich, wie wenn ich früher im Jahr zur Erdbeer-Plantage gehe. Wobei ich dort dann ebenso viele Erdbeeren mir einverleibe, wie ich dann an der Kasse zahle. Gehört ja schließlich dazu.

Die Anteil an Zwetschgen hält sich demgegenüber in Grenzen.

Ich war mit dem Rad unterwegs. Der geneigte Leser weiß ja aus einem meiner anderen Blogs, dass ich ein Leben ohne Auto praktiziere.

Und so hatte ich als Transportbehältnis halt nur meinen Rucksack dabei. Aber der reichte dicke, denn wie gesagt, eine Diät wollte ich dann doch nicht machen.
Abwohl eine Diät an sich ja schon erstrebenswert wäre. Zumindest sagt das meine Waage und auch der Spiegel. Und damit sind die beiden in der Überzahl mir gegenüber.
Aber da wollte ich jetzt in meinem Beitrag eig gar nicht hin.

Wieder zuhause, hatte ich Hunger.

Flugs einen Tortenboden mit den entkernten Zwetschgen ausgelegt, Tortenguss drüber, und fertig war der wohlverdiente Lohn für die Radfahr- und Ernteaktion.
2015-09-12 16.25.11
Nun gut, einen Cappuccino gab es noch dazu.
Das Ganze war sowohl Mittagessen, wie auch etwas „zum Kaffee“.
Abends bin ich dann bei Bekannten zum Geburtstag eingeladen. Und da gibt´s dann, gewohnheitsgemäß, auch Raubtierfütterung. Aber jetzt bin ich schon wieder abgeschweift.

Toll ist diese Jahreszeit jetzt schon, denn es gibt Äpfel, Zwetschgen, Birnen, diverse Beeren etc.
Bloß doof, dass alles auf einmal reif wird.

Und dann kommt der Winter (irgendwann). Und da gibt’s dann erstmal nix mehr. Außer ev. Kohl, Kartoffeln und Gelberüben (…Verzeihung….in anderen Gegenden heißen die „Möhren“). Da steh ich dann immer völlig verzweifelt in der Obst- und Gemüseabteilung.
Eines werde ich dann aber sicherlich nicht tun: Die Früchte kaufen, die mit enormem Aufwand erstmal um den halben Globus geflogen wurden.

Und bevor ich jetzt noch x-mal abschweife, mache ich Schluss ….

Es grüßt,
das Smamap

Die Freuden des Mittelmeeres

Habe heute einen Bericht im TV gesehen, der ließ mich doch sehr sehr nachdenklich werden.

Zunächst einmal …… ich hatte ja beschrieben, dass ich hier über „Freuden“ mich auslassen werde. Nun ja ….. genauso wie es z.B. eine postive Beschleunigung gibt (=beschleunigen) und eine negative Beschleunigung (=abbremsen), woraus der nicht gewordene Physiker in mir spricht, genauso gibt es positive Freuden und negative.

Und so berichtete der Beitrag im TV zunächst von den Schönheiten des Mittelmeeres. Von den Stränden, vom Wasser, von den Pflanzen und Lebewesen. Ich erinnerte mich an den ein oder anderen Urlaub in meiner Jugend. An die schönen Zeiten die ich dort verbracht hatte.

Und ganz langsam änderte sich der Tenor dieser Reportage. Sie berichtete davon, mit welchen Schwierigkeiten die Anwohner des Mittelmeeres zu kämpfen haben. Und dann kamen Themen ins Spiel, wie etwa „Nahrungsmittel“ und „Wasser“.
Es wurden relativ grüne Plantagen gezeigt, rund um´s Mittelmeer. Olivenbäume, wie es sie in Griechenland gibt, in der Türkei, in Lybien, in Marokko. Es wurde davon gesprochen, wie dieser Baum anzeigt, wie es um das Klima bestellt ist. Es wurde gezeigt, wie sich die Bereiche rund um´s Meer immer mehr verengen, wo an den Küsten und im Hinterland die Bäume wachsen. Weil die Temperaturen unmerklich steigen. Diese haben sich nämlich um ca. 2 Grad erhöht in den letzten Jahren.

Es wurde davon berichtet, wie das zur Verfügung stehende Wasser immer weniger wird. Wie die Menschen jetzt schon mehr oder weniger große Probleme haben, an genügend und sauberes Wasser zu kommen. Dass sich der Wasserbedarf in den nächsten Jahrzehnten vervierfachen wird, und niemand weiß, wie das gehen soll, wenn es jetzt schon teilweise nicht funktioniert. Länder wie Israel müssen jetzt schon viel Wasser importieren; Wasser, das anderen dann nicht mehr zur Verfügung steht.
Und dann kam die Rede darauf, dass dasselbe für die Nahrungsmittel gilt. Es wird in manchen Ländern kaum mehr Nahrung produziert, weil es zu heiß geworden ist. In anderen Ländern wird produziert, auf Teufel komm raus, um die Bevölkerung in den betroffenen Ländern noch einigermaßen ernähren zu können.

Bei dem allen werden tiefliegende Wasser-Reservoirs aus den Urzeiten, unter den Wüsten angezapft und ausgebeutet.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Lebensbedingungen dort werden immer schwieriger.

Von Freude am Leben kann man dort nicht wirklich sprechen. Und es ist nachvollziehbar, dass der Druck auf die Menschen immer mehr zunehmen wird, dorthin zu gehen, wo die Lebensbedingungen besser sind. Dorthin zu gehen, wo man Freude am Leben verspüren kann.

Was ich aus dieser Reportage an Fazit herausgezogen habe, ist Zweierlei:
Zum einen sind die Flüchtlingsströme, die wir heute erleben, ein müder Abklatsch, von dem, was noch kommen wird.
Und zum anderen wissen unser Politiker das; schließlich haben sie genug Experten um sich herum. Ihnen ist klar, was auf der Welt passieren müsste. Aber sie tun nichts. Sie sind zu sehr damit beschäftigt, Machtgebilde aufzubauen, Weltmacht zu spielen und anderen ihre Lebensauffassung aufzudrücken. Völlig egal, ob sie jetzt Putin, Obama, Cameron oder Merkel heißen.

Und so lebt halt jeder seine Freuden. Die einen die Freuden des Überflusses und die anderen die Freunden des Mangels.

Und um mit einer Abwandlung eines indianischen Spruches zu schließen: Erst wenn das letzte Wasser verbraucht ist, und die letzten Weizenhalme gegessen sind, dann wird uns klar werden, dass man sich von Geld, Öl und Waffen nicht ernähren kann.
Wir hätten es in der Hand, und geben es aus derselben.

Bis es wirklich ernst wird, werden wohl noch 20 Jahre oder so vergehen. Deshalb werde ich es nicht mehr miterleben oder nur noch die Anfänge. Und die Anklagen meiner Kinder werde ich wohl auch nicht mehr hören.

Es grüßt,
das Smamap