Kosten der Girokonten

Immer häufiger werden die Berichte, in denen Banken die Erhöhung der Gebühren bzw. die Abschaffung von kostenlosen Konten ankündigen bzw. darüber schwadronieren.

Auf die Weise werden die Kunden langsam darauf geeicht, dass das unumgänglich wäre. Frei nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“.

Offen gesagt, ich empfinde das als unverschämte Frechheit, die Bilanzen gewinnseitig zu erhöhen, und auf der anderen Seite die Kunden zu schröpfen wo es nur geht.

Und das alles, nachdem in den letzten Jahren horrende Summen in den Sand gesetzt wurden, für die letztlich niemand Verantwortung trägt.

Statt aber zurück zu kommen auf seriöses Geschäftsgebahren, wird in gleicher Weise weiter gemacht. Die Experten warnen nach wie vor vor den Tätikeiten der Banken auf dem internationalen Finanzparket.

Parallel wird den Normalkunden immer weiter das Geld aus der Tasche gezogen.
Bestes Beispiel sind die Dispozinsen. Dass die nach wie vor in schwindelerrender Höhe sind, wird als pure Selbstverständlichkeit abgetan. Über diesen Fakt an sich und als Ergänzung zu den jetzigen Erhöhungsdiskussionen, wird natürlich kein Wort verloren.

Es lässt sich natürlich immer trefflich argumentieren, damit, dass man ja schließlich ein Falialnetz unterhalte. Dass dieses anderweitig längstens finanziert ist, und sei es durch die Dispozinsen, auch darüber wird kein Wort verloren.

Dass es auch anders geht, zeigen manche Banken.
Als ich vor einigen Jahren mal wieder den Kontoauszug meiner Bank überflog, und feststellte, dass über 12% Dispozins abkassiert wurde, platzte mir der Kragen und ich ging zur DKB. Dort betrug der Zins unter 7%, das Konto war kostenlos, die VISA-Card ebenso und auch für das Geldabheben an jedem x-beliebigen Geldautomaten hatte ich keine Gebühren zu zahlen. Und das ist bis heute so geblieben, und wird heute damit beworben, dass es auch weiterhin so bleibt.
Ich hab zwar normalerweise so meine Bedenken, wenn für irgendwas Werbung gemacht werden muss, aber es soll ja noch Beispiele geben, bei denen Firmen etwas tatsächlich mit Fug und Recht bewerben.

Die Sparkasse als meine Hausbank, wollte über deren horrenden Dispozins hinaus, im günstigsten Kontomodell, pro Jahr ca. 60 Euro und mehr für alle möglichen Leistungen, wie EC-Karte, Online-Banking und dergleichen mehr.
Und das alles nur, um meine Bankgeschäfte am Automaten abzuwickeln. Ich habe mich dann gefragt, WOZU ich eigentlich eine Bankfiliale vor Ort benötige, um mir darauf die Antwort zu geben, dass ich sowas ÜBERHAUPT NICHT benötige.

Seitdem wickle ich alles über ein kostenloses Online-Konto ab, und gut is.
Das Einzige, was ich nicht kann, ist Geld bar einzahlen. Diese Funktion brauchte ich in den letzten 5 Jahren genau 3 mal. In einem solchen Fall gibt es Verwandtschaft oder gute Freunde, die das für einen auf deren Konto einzahlen und mir dann überweisen.

Ich habe mir in den 5 Jahren ca. 300€ und mehr gespart, und meine Dinge völlig unkompliziert abgewickelt. Und mit meiner kostenlosen VISA-Card kann ich alles Mögliche abwickeln, ohne dafür zusätzlich Geld auf den Tisch legen zu müssen.

Letztlich entscheidet jeder Kunde selbst, ob er das Geschäftsgebahren mancher Banken mitmacht/unterstützt.

Wer sich mal darüber informieren will, der kann auf WWW.DKB.DE sich mal das DKB-Cash Konto ansehen. Ich kann es nur empfehlen; aus eigener Erfahrung.

Es grüßt
das Smamap

Ehrlichkeit währt am Längsten

Die europäische Zentralbank hat ja jetzt den Leitzins auf NULL gesenkt.

Das zu bewerten, dazu habe ich nicht das Wissen.

Was ich allerdings bewerten kann, ist das Verhalten unserer Banken gegenüber dem Privatkunden.

Da wird schamlos hingelangt bis die Schwarte kracht.

Dispozins und Kontogebühren sind nur 2 Beispiele.

Sich das Geld anderswo zum Nulltarif holen, und dann noch satt beim Kunden für dasselbe Geld abkassieren, was den Dispo angeht.

Kontogebühren ….. dasselbe Spiel: Beim Kunden satt abkassieren, und gleichzeitig mit dem Geld, das sich auf dem Konto befindet, arbeiten.

Gleichzeitig den Service direkt am Kunden immer weiter reduzieren. Alles Mögliche ist über Automaten zu erledigen.

Das, was da alles kassiert wird, wird damit verargumentiert, dass man ja schließlich ein Filialnetz unterhalte. Alles nur vorgeschobene Argumente, wie ich finde. Die Bilanz muss halt stimmen.

Und so habe ich mir gedacht ….. wozu brauche ich eigentlich eine Filiale?
Ich hatte immer schon parallel ein Konto bei einer Online-Bank, zum NULLTARIF. Und kürzlich stellte ich überrascht fest, dass alles das, was ich bisher bei meiner Filialbank (Sparkasse) erledigte, auch ohne Probleme Online zu machen ist.
Das Einzige, was SO halt nicht geht, ist Geld abheben bzw. einzahlen. Nun ja, so ganz stimmt das auch nicht, denn die Onlinebank stellte mir schon vor geraumer Zeit eine VISA-Card zur Verfügung, mit der ich deutschlandweit (fast) überall kostenlos Geld abheben kann. Die VISA-Card kostet ……. NICHTS.
Es kann natürlich so 2-3 Mal im Jahr passieren, dass ich was einzahlen muss. Aber da gibt’s auch Möglichkeiten. Die Einfachste wäre sicherlich, das Geld jemand in die Hand zu drücken, mit der Bitte, es auf mein Konto zu überweisen.

Warum ich für das alles 60 € im Jahr an Kontokosten und -gebühren zahlen soll, wenn ich gleichzeitig ausgenommen werde, wie eine Weihnachtsgans, und die Bank immer weniger zahlt für die Geldbeschaffung, das vermochte sich mir nicht mehr zu erschließen.

Und so habe ich gestern mein Konto aufgelöst. Das wurde mir noch am selben Tag bestätigt, und das Restguthaben war heute bereits auf meinem Online-Konto.

Fall erledigt.

Es grüßt,
das Smamap