Die Via Dolorosa

Man könnte meinen, eine ganz normale Straße.

Wenn es sich dabei nicht um den „Leidensweg Christi“ handeln würde, also jener Weg, auf dem Jesus, der Geschichte nach, sein Kreuz getragen hatte.

Heute pilgern zu Ostern Scharen von Gläubigen auf diesem Weg, um das Leiden Christi nach zu empfinden und ihrem Glauben Ausdruck zu verleihen.

Manche haben einzelnen Beiträgen auf meinem Blog sicher schon entnommen, dass ich die Religionen, die auf unserem Planeten existieren, durchaus kritisch sehe.
Dies völlig unabhängig von Namen und Inhalt.
Natürlich kann ich den Glauben, der mir per Geburt, genauer gesagt, per Taufe, zugewiesen wurde, am Ehesten nachvollziehen, auch wenn ich so Manches aus anderen Religionen im Lauf meiner Bildung kennen lernen durfte, was bzgl. Glaubwürdigkeit ein ähnliches Niveau zeigte.

Und so sah ich heute auf „phoenix“ einen Beitrag, der sich mit der Via Dolorosa befasste.

Man sah den Menschen, die dort an Ostern pilgern, an, dass es ihnen mit ihrem Glauben ernst ist. Menschen, die ein Kreuz tragen. Die die Stationen Christi, auf denen er gewandelt war, begehen, dort beten, die Fläche an der Wand berühren, an der sich Jesus abgestützt hatte, und so in Gebete vertieft, den Weg Christi nachgehen.

Und dann kam eine Erläuterung eines Professors, gleichzeitig Theologe seines Zeichens, da zog es mir die Schuhe aus:
Diese besagte, dass die heutige Via Dolorosa damals noch gar nicht existierte. Er formulierte sinngemäß so, dass der heutige Weg außerhalb der damaligen Stadt Jerusalem verläuft, also außerhalb der seinerzeitigen Stadtgrenzen liegt.

Wikipedia sagt dazu:
„Der Verlauf der Via Dolorosa, die Anzahl und die Lokalisierung der Stationen hat im Lauf der Geschichte stark variiert.“
und“…… der Straßenverlauf als auch das Niveau der Stadt (hat sich) über die letzten 2000 Jahre stark verändert …..“

Sollte das heißen, dass ein „Glauben“ es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt? Sollte das heißen, dass das Wesen eines Glaubens auch darin bestehen darf, dass DAS, was man glaubt mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben muss, Hauptsache es ist als offizieller Glaube definiert?

Mich erinnerte das an einen Beitrag, den ich kürzlich gesehen hatte, über Karl den Großen. Ein enorm gläubiger Herrscher, der damals in Aachen einen Dom erbauen ließ, als Zeichen des Glaubens, und als Zeichen dafür, wie sehr seine Herrschaft im Glauben verwurzelt ist.
Dort werden heute Reliquien verehrt (ich weiß jetzt keine Details mehr), die alle paar Jahre gezeigt werden, und wo Gläubige Gegenstände mitbringen können, die dann in Berührung mit jenen Reliquien gebracht werden, um quasi ihrerseits zu einer Reliquie zu werden, die man dann verehren kann.
Dabei sei es so, dass eine Reliquie etwas sei, womit ein Heiliger in Berührung gekommen sein SOLL.
Wer ein Heiliger ist, das bestimmt natürlich die Kirche.

Ja, es stimmt, ich bin ein logisch veranlagter Mensch, der aber in seinem bisherigen Leben es jedem Menschen zugestehen konnte, an das zu glauben, was unsere Existenz MIT ausmacht.

Es stellt sich für mich allerdings immer mehr heraus, dass, wenn man genauer hinterfragt, alle menschlichen Glauben, quasi per Definition, auf Dingen Gründen mit deren Wahrheit es nicht weit her ist.
Und wenn es für mich eine einzige Sache gibt, die ein Glauben haben muss, dann ist es die Wahrheit, auf der er gründet.

Da frage ich mich, worin z.B. beim christlichen Glauben, der Unterschied besteht, zu einem Menschen irgendwo auf der Welt, der in seinem Haus einen Schrein stehen hat, in dem sich eine kleine Puppe befindet, die ein Abbild eines Gottes darstellen soll. Und für diesen Menschen ist dies der Gott, der die Welt erschaffen hat. Diese Puppe/Glaube wurde von seinen Vorfahren seit Jahrhunderten an die Nachkommen weiter gegeben, und deshalb stehe es außer Zweifel, dass es sich dabei um den einzig wahren Gott handelt.

Nach wie vor sehe ich es so, dass der Glaube jedes Menschen dessen Königreich sei.
Es wäre allerdings äußerst betrüblich, wenn sich herausstellen sollte, dass er auf Lug und Trug basiert, und somit ein nicht unwesentlicher Teil des Lebens dieses Menschen vergeblich war.

Und damit möchte ich den „Glaubensteil“ meines Blogs abschließen.

Es grüßt,
das Smamap

Ostern – ich liebe es

…. und zwar deswegen, weil es da viele schöne kulinarische Sachen zum genießen gibt.

Man möge es mir nachsehen, dass es für mich mit einem Glauben nichts zu tun hat.

Das Problem: Die „vielen schönen Sachen“ gefallen nicht nur mir, sondern auch meiner Waage.

Ich darf also heute schon darauf hoffen, dass nach Ostern wieder 2-3 kg mehr angezeigt werden.

Und insofern wird es höchste Eisenbahn, dass die Fahrrad-Saison wieder los geht.

Das Wetter würde ja langsam Anlauf nehmen. Ich hoffe, es hält durch.

Es grüßt,
das Smamap

Ein Schnippchen schlagen

Nachdem mein Wohnort wohl die höchste Dichte an Discountern und Supermärkten in der Umgebung hat, ist, wie gewohnt, am morgigen Gründonnerstag und am Ostersamstag wieder einmal Ausverkaufsstimmung überall anzutreffen.

Deswegen habe ich dem ganzen Treiben ein Schnippchen geschlagen, und bin am gestrigen Dienstag schon einkaufen gegangen. Nicht wegen Ostern, sondern einfach, weil mein Kühlschrank mich angegähnt hat.

Und am heutigen Mittwoch war ich dann nochmal, weil ich die Möglichkeit hatte, Getränke per Auto zu transportieren. Zu Fuß gestaltet sich das in aller Regel eher schwierig.

Gottseidank machte ich diese Besorgungen abends um 7.

Man glaubt es nicht, was um diese Zeit dort los war.
Hätte ich es nicht genau gewusst, so hätte ich wohl vermutet, es sei nachmittags um 4.

Gut … ich hab also alles, was mein Kühlschrank so brauchte, und verdursten werd ich demnächst also auch nicht.

Und so kann für den Rest der Bevölkerung die Schlacht am heißen Buffet beginnen.

Ach nein, die Schlacht an den Regalen und an den Kassen …. das trifft es wohl besser.

Und wenn mir dann doch das Essen ausgehen sollte, sagen wir am Ostersonntag, dann hätte ich noch eine Dose Ravioli, eine Dose Tomatenfisch, ein Kräuterbaguette und auch noch ein paar Eier, um die Feiertage einigermaßen unverhungert zu überstehen.

Und wenn alle Stricke reissen, dann habe ich auch noch ein paar Fettreserven am Leib, die mir dabei helfen würden, zu überleben.

😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

Das typische Klimpern

Nein nein, nicht etwa irgendwelche Münzen. Oder gar die Augen der Schönheiten (oder die sich dafür halten).

Gemeint ist das typische Geräusch, das ein Radmuttern-Kreuz verursacht, wenn es auf den Boden fällt.

Und das ist jetzt wieder vermehrt überall zu hören, wenn die Menschen, vorzugsweise die Autofahrer, die Schlappen wechseln. Also die Winterreifen gegen die Sommerreifen.

Gemeinhin sagt man ja, Winterreifen von O bis O, also von Oktober bis Ostern.

Das ist ein Thema, das mich nicht mehr berührt …. weil nix Auto, nix Reifen.

Mir wird anhand dieses Geräusches wieder einmal klar, von wie vielen Notwendigkeiten ich mich, mit der Abschaffung des Autos, befreit habe. Auch in finanzieller Hinsicht.

Und so reduziert sich für mich, das „Wechseln der Schlappen“, auf das Auswechseln des bevorzugten Schuhwerks. Obwohl ich damit noch etwas warten werde, denn angesichts der heutigen 4 Grad kann ich die Winterschlappen sicherlich noch einige Tagen vertragen (im 2-fachen Sinn des Wortes).

Es grüßt,
das Smamap

So wie es sich gehört …..

….. habe ich heute, am letzten Feiertag nach dem Jahreswechsel jegliche Weihnachtsdeko wieder dahin, wo sie für den größten Rest des Jahres bleiben wird.

Und spätestens ab Montag geht alles rundherum wieder den normalen Gang. Ab morgen läuft die Schule wieder, und alle Betriebe, die über den Jahreswechsel geschlossen hatten, nehmen spätestens ab dann wieder den normalen Lauf der Dinge in angriff.

Und nachdem in gut 2 Monaten schon wieder Ostern ist, kann man erwarten, dass innerhalb kürzester Zeit die Osterhasen in den Läden stehen.

Ich wünsche allen hier einen guten Start (sofern er nicht bereits stattgefunden hat).

Es grüßt,
das Smamap