Gesundes Frühstück der Deutschen

Ein gesundes Frühstück, wie wir alle es jeden Tag auf dem Tisch stehen haben (gut, ev. nicht alle und ev. nicht jeden Tag) ….

gesundes Frühstück

Von unten nach oben die Bestandteile Zucker, Haselnüsse, Kakao, Milchpulver und Palmöl.

Was das ist? Nennt sich Nutella. Ein gesundes Frühstück eben.

Und da sieht man wieder einmal, zu was die Werbung imstande ist. Sie macht uns glauben, all dieser Zucker und all dieses Fett seien gesund.

Das Bild zeigt uns, dass etwa 75% des Produkts aus Fett und Zucker bestehen, also dem Ungesündesten, was man sich vorstellen kann.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wird der Großteil des Zuckers im Körper ebenfalls zu Fett umgesetzt. Man stelle sich vor, jemand bekommt eine Schüssel vorgesetzt, in der sich der Zucker und das Palmöl aus obigem Bild befinden. Er muss dann jeden Morgen 2 Esslöffel davon zu sich nehmen. Pur.

LÄÄÄÄCKER !!!!! Halt ein gesundes Frühstück.

Der Hersteller (und alle anderen Hersteller ähnlicher Produkte), hat uns durch geeignete Maßnahmen dazu gebracht, das jeden Tag freiwillig zu tun.

Hersteller gänzlich anderer Produkte verfahren ähnlich oder genauso. Dass wir deshalb alle 20 Kg zuviel mit uns rumschleppen, und es dadurch gelernt bekommen haben, ohne diese Produktbestandteile nicht mehr auskommen zu können (Stichwort: Sucht), liegt nahe.

Ein gesundes Frühstück + ein gesundes Mittagessen + ein gesundes Abendessen ist also alles, was es dazu braucht.

Früher, als der Mensch noch in den Urwäldern herumjagte, da hätte das nahezu keine Rolle gespielt, denn er hätte sich das alles wieder von den Rippen gelaufen. Aber heute bestehen die Wegstrecken oft aus kaum mehr, als dem Weg zur Gerage, vom Auto zum Arbeitsplatz, und wieder zurück.

Wie sagte einmal ein Ernährungsmensch auf einer Reha sinngemäß: Solange wir mehr unter der Nase in den Körper hineinschieben, als wir letztlich verbrauchen, wird unsere Körperfülle immer mehr zunehmen. Gleichzeitig wird das, was wir da unter der Nase hineinschieben, immer ungesünder. Wir brauchen uns also nicht zu wundern, meinte er, wenn die Zivilisationskrankheiten immer mehr zunehmen, und gleichzeitig die Probleme im Alter ebenso.

Es grüßt,
das Smamap

Palmöl – II

Hatte ja HIER berichtet, wie ich auf die App CODECHECK gekommen bin.

Und ich muss echt sagen, das Teil ist KLASSE.

Nicht nur zeigt es mir, was in den Produkten so drin ist, und zwar in Klarschrift (nicht versteckt hinter Fachbegriffen), sondern ich bin auch auf eine Reihe von Sachen gestoßen, die Palmöl enthalten und anderes, was einem die Haare zu Berge stehen lässt.

Hier ein paar Bilder von Sachen, die ich im Haushalt habe:

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Die ersten beiden, und die letzten beiden enthalten Palmöl. Alles bei Aldi gekauft (wobei ich mir bei der Sonnenmilch nicht so ganz sicher bin).

Die Zahnpasta ist der Hammer. Da sind „hormonell wirksame Substanzen“ drin. Hab ich bei Lidl gekauft.

Nun, könnte man sagen, geschieht mir recht, was muss ich auch DA einkaufen. Andererseits muss ich auf jeden Euro achten, und es wäre ja schon Aufgabe der Hersteller und auch Aufgabe unserer Prüfbehörden/Gesetzgeber, dafür Sorge zu tragen, dass das, was drin ist, auch draufsteht.

Zu bestimmen, dass bei Lebensmitteln Palmöl angegeben werden muss, und es bei Kosmetika etc. nicht zu tun …… wie blöd kann man denn sein (sorry, aber was anderes fällt mir dazu nicht mehr ein).

Die App ist auch insofern gut, als Alternativprodukte mit Bild gezeigt werden. So besteht wenigsten die Möglichkeit, am Regal zu sehen, ob es dieses Produkt dort auch gibt oder anhand des Bildes dann beim Konkurrenten das Jeweilige zu erkennen.

Na gut – auf Zuruf kommt es noch nicht in den Einkaufswagen geflogen ….. ETWAS muss der Mensch schon auch noch tun 😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

Ganz was Neues – warum?

Heute war ich 2 Sachen beim Discounter einkaufen, die mir ausgegangen waren. Zum einen mein Lieblingssenf, und zum anderen der Joghurt, den ich so mag.

So beim Entlanggehen am Kühlregal, da fiel mir was in’s Auge, was ich nicht verstand:
Da lag abgepackte Schnittwurst, und da stand u.a. auf der Oberseite groß mit drauf „mit Palmöl“.

Das Ganze in einer Größe, die auffiel.

Ich blieb verwirrt stehen, und betrachtete das Ganze überlegenderweise.

Normalerweise schreibt ein Anbieter/Discounter nur etwas optisch wirksam auf seine Ware, wenn er sich erhofft, damit den Verkauf zu fördern.

Andererseits wächst allmählich das Bewusstsein, dass das mit dem Palmöl nicht so weiter gehen kann wie bisher. Wenn man das also propagiert, dass in einem Produkt Palmöl enthalten ist, dann wäre das ja von da her dem Verkauf hinderlich.

Wieder andererseits wäre ja, rein theoretisch denkbar, dass es eine Allergie oder dergleichen gibt, die mir nicht bekannt ist, und der Hersteller möchte sich absichern.

Oder meint da jemand eine Marktlücke entdeckt zu haben, derart, dass man Palmöl als etwas sehr Positives darstellen muss, quasi als Alleinstellungsmerkmal, und das entsprechend vermarkten müsste. Unseren Konzernen traue ich alles zu.

Jedenfalls verließ ich den Discounter heute ziemlich verwirrt, weil ich mir da echt keinen Reim drauf machen konnte.

Hat jemand eine Idee dazu ??? Oder seh ich mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht ???

Es grüßt,
das Smamap

Das große Geheimnis

In letzter Zeit sehe ich immer öfter „ServusTV“, einen Sender von dem ich lange Zeit gar nicht wusste, dass es ihn gibt.

Und dieser Sender bringt, zumindest für mich, total interessante Sachen. Sei es ein alter Western, sei es eine Doku über das Entstehen wichtiger Eisenbahnlinien oder gestern einen Bericht über Palmöl.

Letzterer, so könnte man denken, ist ein Bericht unter vielen. Aber weit gefehlt.

Es stellte sich raus, dass die Reportage eine derartige Brisanz hat, wie sie wohl selten ist.
Sie beinhaltete ein paar simple Tatsachen, die uns allen so ziemlich unbekannt sein dürften.

  • Palmöl ist in fast allen hergestellten Produkten enthalten, die es im Supermarkt so zu kaufen gibt.
  • Palmöl wird produziert aus den Früchten der Ölpalme, die im Äquatorbereich weite Landstriche beansprucht.
  • Es gibt sehr sehr viele Plantagen, die so weit reichen, wie das Auge sehen kann
  • Palmöl ist ein sehr günstiger Ersatz für andere Öle und kann von der Industrie fast nach belieben ihren Bedürfnissen angepasst werden.
  • Die Palmölplantagen verdoppeln sich in der Fläche alle 10 Jahre.
  • Es werden dafür Unmengen an Urwäldern gerodet.
  • Bestimmend über das Ganze sind natürlich die großen Konzerne der Welt. Sie bestimmen Preise, Lebensbedingungen und alle sonst damit verbundenen Umstände.
  • Leidtragende des ganzen Themas ist selbstverständlich die Bevölkerung vor Ort. Sei es enteignete Bauern oder Arbeiter, die nur den notwendigsten Lohn bekommen.
  • Und Hauptleidtragende ist die Natur.
  • Die Industrieländer, allen voran der sog. „Westen“, benötigen immer mehr davon. Das Palmöl ist selbstverständlich ein Stoff mit dem spekuliert und reichlich Gewinn erzielt wird.
  • Palmöl taucht in immer mehr Produkten auf, und nicht zuletzt immer mehr in unseren Treibstoffen an der Tankstelle.

Es war erschreckend, welches Ausmaß der Anbau dieser Palmen mittlerweile angenommen hat. Absolut riesige Monokulturen. Und fast niemand bei uns weiß etwas darüber.

Aber die Vorgänge erinnern an so Vieles andere, was auf der Welt passiert: Es wird etwas „produziert“ für unseren Wohlstand und unsere Bequemlichkeit. Das Ganze auf Kosten der Natur und der Bevölkerung.

Aber selbstverständlich sind WIR nicht verantwortlich für die Zustände, unter denen die Menschen dort leben, und dafür welche Auswirkungen das alles auf das Weltklima hat. Und selbstverständlich sind wir dann auch nicht dafür verantwortlich, wenn die Menschen vor Ort sich in Bewegung setzen, weil sie unter den vorhandenen Bedingungen nicht mehr existieren können (die nächsten Flüchtlingsströme sind vorgezeichnet).

Es gilt gegen zu steuern. Und das geht!

Ich hab eben mal einige Produkte aus meiner Küche und dem Bad auf Palmöl untersucht. Immer wenn die Buchstabenfolge „Palm…“ vorkommt, dann ist Palmöl enthalten. Und manchmal sogar auch dann, wenn es mit anderen Begriffen verschleiert wird. So z.B. in meinem Duschmittel, in der Nuss-Nougat-Creme, im Kuchen usw usf.

Nun gehöre ich sicherlich nicht zu den Verschwörungstheoretikern, die hinter allem und jedem Schlimmes vermuten.
Aber gegen ganz offensichtlich sehr bedenkliche Entwicklungen darf man sich doch aussprechen, und sich entsprechend verhalten.

Und so kaufe ich nur noch Bananen, die aus bäuerlichem Anbau stammen. Versuche mich an Obst und Gemüse zu halten, das von „hier“ stammt, habe mein Auto aufgegeben (auch aus gesundheitlichen Gründen, aber eben AUCH, weil ich Vieles was da dahintersteht nicht mehr mittragen kann), kaufe keine Plastiktüten mehr und werde künftig auch darauf achten, möglichst Produkte ohne Palmöl zu nutzen.

Das Alles kommt sicherlich teurer, was sich aber im Rahmen hält. Und es ist DIE Möglichkeit, die ich als Verbraucher habe, dem Raubbau an Natur und Menschen entgegenzuwirken. Und je mehr das so machen, umso eher wird sich etwas ändern.

Zu sagen, der Einzelne könne eh nichts ändern, ist genau die Einstellung, mit der sich garantiert nichts ändert.

Und so werde ich sicherlich nach wie vor Produkte nutzen, die Palmöl enthalten, aber sicherlich bei weitem nicht mehr in dem Maß, wie bisher. Und BISHER hatte ich überhaupt keine Kenntnis von diesem Thema.
Man darf dazu sicherlich auch die Frage stellen, WARUM das wohl so ist, dass dieses Thema nicht in der Öffentlichkeit steht? Dazu passt auch die Tatsache, dass alle Firmen, bei denen die Autoren der Reportage um Drehgenehmigung angefragt hatten, urplötzlich schon erteilte Genehmigungen zurückzogen, wie offenbar wurde, dass es sich um das Thema „Palmöl“ handeln sollte.

Kann sich jeder mal selber beantworten, warum das wohl alles so ist, wie es ist.

Es grüßt,
das Smamap