Überbevölkert

Als heute mal die Sonne raus kam, hat es mich nach draußen gezogen.

Ich hatte eh was auf der Bank zu erledigen, und so ging ich gleich weiter Richtung Supermarkt. Nicht etwa zum Einkaufen, denn ich bin ja nicht verrückt, heute was einkaufen zu wollen 😉

Nein, ich wollte dort nur im Tabakladen nebenan meinen Lottoschein aktualisieren. War kein Problem; hatte Glück und es war nur ein Mensch vor mir.

Was ich zuvor auf dem Parkplatz gesehen hatte, war besonders. Man muss dazu wissen, dass der Parkplatz, für unsere Verhältnisse, riesig ist, zumal es hier der zentrale Supermarkt ist. Und er war absolut ausgebucht. Ich habe keinen einzigen freien Parkplatz gesehen. Ich schätze da standen ca. 200 Autos auf dem Parkplatz (ja, ich weiß, im Vergleich zu großen Städten ist das fast nix).

Und so im Vorbeigehen habe ich mal einen Blick in’s Innere geworfen:

Der absolute Horror !!!!!

Aber war ja klar: Nach der Rush-Hour der letzten Woche, musste man ja spätestens heute wieder einkaufen, weil ja sämtliche Kühlschränke, die zuvor vollgestopft waren, innerhalb von 4-5 Tage wieder ratzekahl leer waren.

Also nahm ich meinen Lottoschein, erstand beim Metzger noch eine Fleischkäs-Semmel, weil da grad niemand stand, ich Hunger hatte, und es eh Mittag war, und zog von dannen.

Der Verkehr auf der Hauptstraße entsprach dem Andrang im Markt. Wie ich dann, 200 Meter weiter, abbog, in eine Seitenstraße, da empfing mich

Ruhe !!!

Eine Wohltat.

Es grüßt,
das Smamap

Ab Montag gibt es nichts mehr zu essen !!!

Den Eindruck hatte ich heute jedenfalls.

Ich hatte eine Bekannte lediglich darum gebeten, mit mir per ihrem Auto mal kurz am Supermarkt vorbei zu fahren, um 2 Pakete Wasser zu holen. Das zu Fuß zu holen, ist mir dann doch immer etwas zu beschwerlich.

Mir schwante schon Schlimmes, wie ich feststellte, dass der Parkplatz knackevoll war.
Drinnen sah es natürlich auch nicht anders aus.

Normalerweise bin ich in einer solchen Angelegenheit innerhalb von 5 Minuten wieder draußen.

Heute dauerte es ewig.

Nicht dass mir das etwas ausmacht, denn wenn ich Einkaufen gehe, dann nur dann, wenn ich auch Zeit habe.
Aber heute wartete draußen ja jemand auf mich. Und ich finde es einfach unhöflich, wenn jemand, der mir schon hilft, dann unnütz ewig auf mich warten muss.

Aber was half es?

Heute war es eben so, dass das Förderband an der Kasse gar nicht lang genug sein konnte für die einzelnen Einkäufe. Da kam ich mir mit meinen 2 lumpigen Wasserpaketen fast schon ein wenig doof vor.

Irgendwann war ich dann tatsächlich Richtung Ausgang unterwegs.
Eigentlich hatte ich vor gehabt, auf dem Weg nach draußen noch kurz meinen Lottoschein beim Zeitschriftenhändler abzugeben. Aber von „kurz“ konnte heute keine Rede sein.
Und wie ich also dort vorbei kam, und mich schon in Schräglage befand, in meiner Kurvenkrümmung, rein zur Lottoannahme, da beschleunigte ich fluggs wieder in Gegenrichtung, ob der ca. 10 Leute, die da anstanden. Und aus den Augenwinkel erspähte ich, dass jeder so mindestens ….. wenn nicht mehr Sachen im Arm hatte.

Also heute nur Wasser.

D.h. nein ….. ich war dann heute abend, um halb 8 noch zu Fuß Richtung Discounter unterwegs, um die wirklich notwendigen Sachen für Weihnachten einzukaufen. Und was soll ich sagen, das Etablissement war beinahe leer.
Und morgen Abend führt mich mein Weg dann nochmal zu Fuß zum Supermarkt (dort gibt es ja, im Gegensatz zum Discounter, so Manches auch Einzelweise; also z.B. einzelne Kartoffeln oder einzelne Gelberüben (zu Hochdeutsch: Karotten).

2 Dinge werden ich mit Sicherheit nicht machen: Zum einen nächste Woche auch nur IRGENDWAS kaufen gehen, und zum anderen für Weihnachten nicht mehr kaufen, als sonst auch.

Es grüßt,
das Smamap

Einkaufen die 357ste (eine Sammlung von Erlebnissen)

Es ist immer wieder erfrischend wie herrlich doch der Tiergarten des Herrn ist.

Man kann dies beim Einkaufen immer wieder auf’s Neue feststellen.

Es geht schon los, beim Vorfahren am Supermarkt. Am Liebsten würde Mancher direkt reinfahren, und quasi die Gaben direkt über’s Fenster ergattern.
Ok, geht nicht. Aber ein Parkplatz so direkt vor dem Eingang wäre dann schon schön.
Und hat man einen erspäht, dann sollte der Einkäufer, der eben aus dem Supermarkt kommend, richtung Auto wandelt, seine Augen ganz weit offen haben, denn in Abwägung eines „super“ Parkplatzes, erscheint manchen die Sicherheit von Fußgängern eher zweitrangig.

Anders getrimmt ist der Autofahrer, der in Ermangelung entsprechender Abstandshalter einfach mal stehen bleibt, wenn 20 Meter voraus jemand aus der Parklücke stößt. Könnte ja was passieren. Das Extremum solcher Verhaltensweisen ist dann schon mal ein Rückstau bis auf die Hauptstraße hinaus.

Deswegen, und natürlich auch aus dem Grund, dass ich kein Auto mehr mein Eigen nenne, geh ich mittlerweile gerne zu Fuß einkaufen. Bis andere einen Parkplatz erkurvt haben, stehe ich mit meinem Einkaufswagen schon in der Obstabteilung.

Halt! Ich vergaß, dass auf dem Weg dorthin ja noch die Rückgabeautomaten für die Plastikflaschen herumlungern. Manchmal ist keiner da, und man kann seine 10 Flaschen quasi direkt in den Höllenschlund stopfen. An anderen Tagen scheinen all Diejenigen ein Kaffeekränzchen vereinbart zu haben, die säckeweise Flaschen abzugeben haben. Also geht man dann erstmal einkaufen.

Im Markt, da gibt es verschiedene Typen. Einmal den Rumpler. Der rumpelt nur so durch Markt, wohl weil draußen jemand mit der Stoppuhr steht, und prüft, ob der Einkauf in neuer Rekordzeit erledigt wurde.
Dann gibt es den Schlenderer (zu welchen ich gehöre). In aller Gemütsruhe wandelt dieser durch den Markt, sieht sich dieses und jenes an, schlendert durch die Gänge, und versucht den innernen Einkaufszettel abzuarbeiten. Dergestalt, dass einem die Einkaufsregale schon sagen, was man braucht.
Und natürlich gibt es auch noch den Meckerer. Der meutert von vorne bis hinten. Zunächst, weil er keinen Parkplatz bekommen hat. Damit meint er natürlich, dass er nicht direkt vor der Türe parken konnte, denn einer der 200 Parkplätze war mit Sicherheit frei. Dann ist es natürlich so, dass alles das, was er braucht, nicht da ist, was selbstverständlich eine Unverschämtheit ist, und nur für ihn so gehandhabt wurde. Von den 30 Artikeln, die schon in seinem Einkaufswagen schlummern, spricht er natürlich nicht. Und selbstverständlich ist es ein Wahnsinn, was schon wieder alles teurer geworden ist. Und überhaupt, die Massen von Leuten, die wieder mal einkaufen sind. Dass er zu dieser Masse gehört, sieht er natürlich nicht. Aber der nächste Wahnsinn wartet schon auf ihn; nämlich an der Kasse. Denn wieder einmal ist da keine Kasse, die extra nur für ihn öffnet, damit er ohne Zeitverzug zahlen kann. Wenn sich ein solcher Meckerer vor mir an der Kasse ausgiebig darüber ausläßt, dann habe ich immer den Spruch parat „wer keine Zeit hat, der darf nicht einkaufen gehen“.

Letztere sind dann auch die Leute, die sich über die Heerscharen von „Idioten“ auslassen, die heute alle auf der Autobahn unterwegs sind (ich denk mir dann immer „und DU mittendrin“; mein Exschwiegervater war ein solcher).

Aber wir waren ja im Supermarkt.

An der Kasse, dass ist ohnehin immer ein schönes Bild. So Manche stapeln ihre Waren geometrisch exakt auf dem Band. Jeder qcm muss ausgenutzt werden. Und wehe es liegt kein Begrenzer dort, wo er hingehört. Am liebsten würde er das ganze Band ablaufen, und für die exakte Abgrenzung der Kundenbereiche auf dem Band sorgen. Muss schon alles seine Ordnung haben.

Ich mache mir immer einen Spass daraus, meinen Einkauf, mit etwas Abstand zum Vordermann, auf dem Band zu plazieren, um dann darauf zu warten, wie lange es wohl dauern wird, bis der Vordermann sich mir gegenüber abgrenzt. Aber vll hat das ja auch damit zu tun, dass die Kassiererin vermutlich blöd ist, und das nicht merken würde. Wie gesagt …. muss schon alles seine Ordnung haben.

Und wenn dann diejenigen, die ihren Parkplatz direkt vor der Hütte gefunden hatten, alles im Auto verstaut haben,  dann braucht es mitunter Ewigkeiten, bis sie ihre Luxuskarre wieder aus dem viel zu engen Parkplatz rausmanövriert haben.
In der Zwischenzeit habe ich mich mit Rucksack und Tasche schon längst auf den Weg gemacht.

….. wenn ich nicht noch beim Bäcker für einen Cappuccino hängengeblieben bin.

Es grüßt,
das Smamap

Einkaufen um halb 12

Ohne Auto geht man logischerweise zu Fuß einkaufen.

Heute mal wieder.

Wie ich gegen Mittag am Supermarkt ankam, da standen auf dem großen Parkplatz geschätzt 100 Autos. Ich dachte mir so, wenn man mal annimmt, dass jedes Auto 20.000 € wert sei, dann stand da also ein Gesamtwert von 2.000.000 € rum. Ganz schön heftig.

Heftig auch die Vorstellung, dass 100 Auto aus allen Himmelsrichtungen sich in Bewegung setzen, um sich dort auf dem Parkplatz zu treffen. Interessant wäre ja mal, wie viele Autos da den ganzen Tag über insgesamt vorfahren.
Ich schätze mal ca. 1.000.

Mir fiel da wieder ein, wie ich in meiner Jugend, während der Sommerferien, immer bei meiner Großmutter am Starnberger See ein Mal wöchentlich mit dem Fahrrad mit ihr in den nächsten größeren Ort startete, um dort die Lebensmitteleinkäufe zu erledigen. Jeder hatte am Rad 2 Satteltaschen, in denen die Einkäufe verstaut und derart nach Hause gebracht wurden.

Man würde das heute SO nicht mehr machen, obwohl es gesundheitlich nicht schlecht wäre. Ich gehe da lieber zu Fuß einkaufen, muss das dann halt öfter machen, weil alles auf einmal für mich nicht zu tragen wäre.

Alternativen?
Man könnte sich die Sachen bringen oder schicken lassen!
Ich hab schon mal im Netz geschaut, wo man online bestellen, und sich das per Paket zusenden lassen kann.
Alles eine Frage des Preises. Manche bieten ihr gesamtes Sortiment auch online an, so dass die Artikel genauso kostengünstig eingekauft werden könnten, wie im Markt selbst.
Der Versand kostet natürlich. Aber wenn man mal für jeden gefahrenen KM die notwendigen 30 Cent rechnet, dann rechnet sich das tatsächlich.
Müssten nur genügend viele Menschen das so praktizieren. Dann würden auch die diversen Zuschläge wegfallen (z.B. „Frischezuschlag“).

Ich würde sowas nutzen, denn zum einen bekomme ich zu Fuß nicht alles, was ich benötige, weil mein Discounter hier in der Nähe nicht alles hat, und zum anderen, wenn ein Großteil der Autos, die da unterwegs sind, wegfällt, dann wird da doch erheblich Sprit und Abgase eingespart.
Und sicherlich müsste dann der ein oder andere Markt nicht sein oder zumindest nicht in der Größe. Und die Mitarbeiterzahl baut der Konzern im Lauf der Zeit auch ohne mein Zutun immer weiter ein; wobei der Onlinebereich das ja wieder ausgleichen würde.

Nur mal so gedacht.

Es grüßt,
das Smamap