Raspberry Pi 4 – die Dritte

Nach Installation und Inbetriebnahme meines Raspberry Pi 4, habe ich das Teil jetzt etliche Tage in Betrieb.

Nach und nach stoße ich dabei vereinzelt auf „Übungen“, bei denen ich mich dann frage

WIE MACHE ICH DAS?

So erhielt ich zB letztens für die Homepage, die ich betreue, Dateien mit neuen Daten, die dort einzupflegen wären, per eMail.

Mein Daten-Center ist mein Tablet. Darüber läuft eigentlich alles. Nur gaaaanz wenige Dinge machte ich bisher über den PC, der jetzt eben durch die Himbeere ersetzt wurde.
Dazu gehört auch die Betreuung der genannten Homepage. Das mache ich deswegen auf dem „PC“, weil dort die Ansteuerung der Homepage-Komponenten über die Maus sehr viel exakter möglich ist, als auf dem Tablet, mit dem Finger, über den Touchscreen.

Wie aber bekomme ich jetzt die erhaltenen Daten vom Tablet auf den Pi (=Himbeere=Raspberry)?

Man würde meinen, das sei ein leichtes Unterfangen, denn schließlich sind beide Geräte mit dem WLAN verbunden, bzw. haben Bluetooth.

Doch weit gefehlt …
Um es kurz zu machen … mit beiden Methoden ist das nicht so einfach.
Es ginge wohl irgendwie, aber dazu ist es erst nötig, Einiges auf dem Pi zu installieren, und dann, wenn das wirklich funktioniert, Verbindung herzustellen.
Um es NOCH kürzer zu machen: Es funktionierte NICHT. Auf jeden Fall nicht so einfach.

Und so stand ich also da und wollte doch einfach nur ein paar Dateien kopieren!

Da fiel mir mein „KDE-Connect“ ein, das ich auf dem Ubuntu PC genutzt hatte. Damit war eine Einfache Verbindung möglich, um vom Dateimanager meines PCs einfachst auf das Tablet zuzugreifen.

Wenn ich gemeint hatte, das sei doch gleich erledigt, so wurde ich eines Besseren belehrt. Insofern, als KDE-Connect auf meinem Pi nicht einsetzbar war.

Und so stand ich immer noch da und wollte doch einfach nur ein paar Dateien kopieren.

Es mag sein, dass Pi-Experten da nur müde lächeln, aber mir war nach einer Stunde vergeblichen Versuchens, nicht nach Lächeln zumute.

Manchmal aber sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht …

Und so kopierte ich auf meinem Tablet die fraglichen Dateien auf GoogleDrive, also die Cloud von Google. Auf dem Pi ging ich dann im Browser über die Google-Seite ebenfalls dorthin, und konnte dann diese Dateien herunterladen. Ja, klar … nicht sonderlich elegant, aber doch gut machbar.

Die Änderungen auf der Homepage waren dann schnell erledigt.

Mittlerweile habe ich dann auch noch ein Thema an ganz anderer Stelle erledigt:
Mein Flachbild-TV hat 2 HDMI-Anschlüsse. Allerdings habe ich DREI Geräte die einen solchen Anschluss benötigen:
Meinen Chromecast-Dongle, einen Blue-Ray-Player und den Raspberry Pi.

Ich beschaffte mir einen Adapter für einen der HDMI-Anschlüsse meines TV, an dessen anderem Ende ich 2 Geräte per HDMI anschließen kann. Und so teilen sich jetzt der Player und der Pi EINEN Anschluss, und gut is.

Und SO lässt sich letztlich alles lösen. Es dauert halt manchmal etwas und erfordert ev. auch etwas Geduld (so zB bis der Adapter für 2€ aus China geliefert worden war).

Raspberry Pi 4

Ich hab mir den Raspberry Pi 4 angeschafft.

Für diejenigen, die damit nix anfangen können … es handelt sich dabei um einen zigarettenschachtel großen Computer (wenn überhaupt so groß), der all das kann/macht, was auch ein großer PC kann/macht (s. Fotos).

Raspberry
Der „Computer“ im Vergleich zur Streichholzschachtel
Raspberry
Das Innenleben

Ich hatte schon mal ein Vorgängermodell, mich dann aber wieder davon verabschiedet (nachzulesen im Bereich IT).

Der „Einplatinen-PC“ liegt jetzt in Version 4 vor, und hat dann doch ganz andere Ressourcen als die damalige Version 2.

Soll sich hier, wie üblich, um einen Erfahrungsbericht handeln meinerseits. Was das Grundsätzliche des Teils angeht, so kann das ein Jeder in diversesten Beiträgen auf Google nachlesen.

Ich hatte mich schon länger mit dem Gedanken getragen, nachdem ich einige Berichte zum Pi 4 und seiner Ausstattung gelesen hatte. Aber ich war noch unsicher, ob ich 120€ aufwenden wollen würde, um mir ein Starterpaket anzuschaffen.

Doch als das Ganz jetzt am Amazon-Prime-Day für 80€ zu haben war, da schlug ich zu. Bestellte es am Dienstag, und am Donnerstag war es da … einen Tag früher als angekündigt.
Meine Postbotin legte mir das Päckchen, wie üblich, vor die Tür, und so klappte das.

Was hatte ich erhalten?
Den Raspberry, ein Netzteil, 2 HDMI-Kabel (um bei Bedarf 2 Bildschirme anzuschließen), eine 64 GB SD-Karte, einen SD-Kartenleser (als nicht unbedingt erforderliche Zusatzausstattung), ein Gehäuse, Kühlkörper, einen Lüfter und eine Anleitung.

Ich baute alles zusammen, streng nach Anleitung. Hätte ich auch ohne Anleitung SO gemacht, aber sicher ist sicher. OK, das mit der Anleitung war insofern nötig, als man schon die richtigen Schrauben für die Befestigung des Lüfters bzw. der Platine verwenden sollte.

Alles war in 10 Min. erledigt.

Vorhandene Tastatur und Maus noch angeschlossen (USB), ebenso Netzteil und HDMI-Kabel (an das Teil selbst und auf der anderen Seite an meinen Flachbildfernseher), SD-Karte eingeschoben, Strom eingeschalten, der Raspberry fuhr hoch und das Willkommensbild erschien ca. 20 Sek. Später am Bildschirm.

Nach einigen Eingaben (zB. das Land in dem man wohnt oder die Sprache, die man spricht), war alles erledigt. Dass das Betriebssystem (OS) schon auf der SD-Karte vorinstalliert war, war dabei natürlich sehr hilfreich.

Das OS ist Raspbian, eine Linux-Variante. Wie alle heutigen Linux-Varianten, sieht sowas aus wie Windows und lässt sich auch so bedienen. Alles Notwenige ist bereits mit dabei, so zB. ein Office-Paket (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc) und auch alle üblichen Hilfsmittel, wie Dateimanager oder Taschenrechner.

Mittlerweile habe ich Tastatur und Maus durch Bluetooth-(Funk)Varianten ersetzt, so dass kabelmäßig nur noch das HDMI-Kabel und das Netzteilkabel vorhanden sind.

Nachdem ich ja immer sehr darauf aus bin, stromsparend zu leben, habe ich natürlich auch gleich mal den Stromverbrauch gemesen. Der beläuft sich im Normalbetrieb auf 3-5 Watt. Das ist schon ganz etwas anderes als die üblichen 60 Watt meines „Normal-PCs“. Also ca. 8% dessen, was mein PC verbraucht. Oder anders herum, eine Ersparnis von ca. 90%.

Als „Otto-Normal-User“ werde ich wohl sehr selten über diese 5 Watt hinauskommen. Was man so liest, sind es in der Spitze ev. mal 10 Watt, im absoluten Maximum (an das ich sicher nie hinkommen werde) mal 15 Watt.

… to be continued …