Gesichtswahrung – ein Zeichen der Politik

Eine ganze Weile habe ich jetzt nichts geschrieben.

Sei es, weil ich keine Lust hatte, sei es, weil ich keine Zeit hatte, sei es, weil ich nicht online sein wollte, sei es, warum auch immer ….

DAS Thema, das mich in dieser Zeit am Meisten aufregte, war dieses unsägliche Gezerre in den sog. „Jamaika-Verhandlungen“.

Da versuchen Parteien eine Koalition zustande zu bringen. Naturgemäß geht das nur per Übereinstimmung, sprich darüber, dass man gemeinsame Ziele auslobt.

Eigentlich wäre das eine der leichtesten Übungen, denn es gibt EIN Ziel, das ist vorgegeben. Und es sollte eigentlich selbstredend SO sein, dass es keinerlei Diskussion bedarf, dieses Ziel als maßgebend zu erkennen.

Dieses Ziel heißt: Erhalt der Umwelt.

Gemeint ist damit nicht, was sich früher v.a. die Grünen schon auf die Fahnen geschrieben und damit völlig recht gehabt hatten. Gemeint ist vielmehr: Wenn wir nicht ganz entschieden etwas tun, dann ist „Land unter“. Aber absolut.

Und was passiert? Es wird gestritten, kompromisselt, Gesichtswahrung betrieben, auf die nächsten Wahlen geschaut, kein Stück weit Boden hergegeben und und und …. so wie halt eh und je.

Diese ganzen „Probleme“, die als solche da auf Biegen und Brechen zerstückelt, wieder zusammengesetzt werden, um etwas daraus zu machen, was die Ursprünglichkeit des Problems gar nicht mehr erkennen lässt …. ganz zu Schweigen, von dem, womit die einzelnen Parteien einst angetreten sind, wofür sie stehen ….

Diese ganzen „Probleme“ werden verblassen, hinter dem, was uns einholen wird, und wovon die Generationen nach uns sagen werden: WARUM HABT IHR NICHTS GETAN !!!!!!!!!

Es wird eine Koalition herauskommen, aus diesem ganzen Gewürge, in der unser aller Hauptproblem der Zukunft, nur marginal erscheint.
Wichtiger wird einmal mehr sein: Wieviel haben die Einzelnen im Geldbeutel; wie hoch wird das Wirtschaftswachstum sein; wird die Rente steigen; was kann getan werden, um die Konzerne zufriedenzustellen; wie sind die Diäten etc etc etc etc

Ja ja, die CO2-Emissionen werden schon auch vorkommen. Und auch das Elektroauto. Letzteres aber bitte nur soviel, dass die Autoindustrie keine Gewinnschmälerungen hinnehmen muss.

Mir fällt da immer wieder Winston Churchill ein, mit seinem sinngemäßen Satz:
Wir brauchen keine Politiker, die an die nächsten Wahlen denken; wir brauchen Staatsmänner, die an die nächsten Generationen denken.

Und was tun unsere Politiker? Sie betreiben Gesichtswahrung. Denken nur an sich und die Parteien.

DAS, wofür sie da sind, kommt nicht vor: Die Bewahrung der Lebensgrundlagen!

Letztens stand in der ZEIT ein sehr guter Artikel unter der Überschrift „Das Schweigen der Politik“ (das große Insektensterben, und warum die Politik nichts tut).

Die Damokles-Schwerter liegen alle vor uns bzw. hängen sichtbar über uns.
Und diejenigen, die dafür da sind, etwas zu tun, also uns zu retten, die TUN NICHTS.

Ja klar, man kann an uns Bürger appellieren. Darauf hoffen, dass die es schon richten werden. Aber der Bürger ist ein Egoist. Da schließe ich alles Leser hier, und auch mich, mit ein. Das Verhalten, primär an sich zu denken, ist angeboren. Die Entwicklungsgeschichte des Menschen machte dies zwangsläufig.
Genau DAS ist der Grund, warum wir Regierungen haben. Regierungen, die dafür da sind, den Überblick zu haben, die Vorausschau, um für die Gemeinschaft das Beste zu erreichen.
NUR – „das Beste“ ist heute nicht mehr der Inhalt des Geldbeutels, sondern unsere Umwelt, sprich, die Erde, auf der wir leben.

Die Demokratie ist, in meinen Augen, DAS System überhaupt. Jedoch wenn es sich in dieser Frage nicht schnellstens den echten Themen annimmt, und zwar kompromisslos, dann wird es grandios scheitern.

Und sich damit in NICHTS von all den anderen Systemen unterscheiden. An DEM Punkt ist es völlig unerheblich, wie das System heißt, das in den Abgrund führt.

Das beste Beispiel könnte sein, das, was die Politik unternimmt, um die Millionen-Flut an Coffee-to-go-Bechern auszuschließen. Da wird appeliert an den Bürger, da wird diskutiert, da wird kompromisselt, da wird Gesichtswahrung betrieben, da wird gemauschelt mit den Konzernen und den Lobbyisten.
Aber wirklich getan wird NICHTS.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

WER braucht eig eine Stromtrasse, außer Aktionären und Konzernen?

Jüngst habe ich mich etwas mit dem Thema „Stromtrasse“ beschäftigt.

Sicherlich nicht in alle Tiefen, aber halt so, dass ich mitreden kann.

Bis vor nicht allzu langer Zeit war das Wort „Stromtrasse“ für mich mit den Überlandleitungen verbunden, die da quer bzw. längs durch D zusätzlich gezogen werden sollten, um benötigten Strom in den Süden zu transportieren.

Als es dann hieß, das Ganze werde va unterirdisch verlegt, da war das Thema für mich gestorben.

Wenn man sich allerdings etwas damit beschäftigt, dann kommt das Thema „Stromtrasse“ automatisch wieder hoch.

Bisher meinte ich, die Gegner des Projekts absolut nicht zu verstehen, denn schließlich brauchen wir diesen Strom.

Und genau DAS ist NICHT der Fall (meiner Meinung nach).

Es gibt auch andere Argumente, die man anführen könnte.
So zB dass auch bei unterirdischer Verlegung, oberirdisch Schneisen entstehen; auch durch die Erwärmung die diese Erdkabel mit sich bringen, die Natur und die Böden geschädigt werden; wir alle das über die Strompreise erheblich zahlen, was da an Geldern ausgegeben wird, während Aktionäre und Konzerne den Rahm abschöpfen; elektromagnetische Felder ihren Tribut fordern etc etc.

Stromtrasse

Das mag alles richtig sein.

Was in der ganzen Diskussion oft vergessen wird, ist die Frage, ob wir das Ganze überhaupt brauchen?

Geht man nach den Stromkonzernen, gingen durch Abschaltungen der Atommeiler schon seit Jahren im Winter regelmäßig die Lichter aus (Stichwort „Blackout“); glaubt man der Politik und deren Vorhersagen, wird der Strom, dort wo er hintransportiert werden soll, künftig dringend benötigt.

Fakt ist, dass D, auch und va im Winter, immer noch ein Stromexporteur ist. Fakt ist, dass vor 2025 kein Strom über die Trasse fließen wird, schlicht weil nicht fertig. Fakt ist auch, dass das so eine Sache ist mit den Vorhersagen der Politik.

Va Letzteres versucht uns zu sagen, dass wir OHNE nicht auskommen. Und dabei ist das größte aller Potentiale noch in keinster Weise ausgeschöpft worden. Nämlich das Sparpotential. Durch geeignete Maßnahmen könnten Unmengen an Strom in den Haushalten eingespart werden. Auch ist in keinster Weise berücksichtigt, dass über Windkraft, Gaskraftwerke und Photovoltaik wesentliche Anteile an Strom hinzukommen (dort wo sie benötigt werden).

Trotzdem wird uns gesagt, dass wir diese Trassen brauchen.

Mich erinnert das Ganze an den Donauausbau bei Straubing (ich lebte dort viele Jahre). Der Bevölkerung wurde dort politischerseits eingebläut, dass dieser unbedingt benötigt werde.
Letztlich war der Widerstand in der Bevölkerung so groß, dass die Politik auf ihren Ausbau verzichtete. Und siehe da …. er war nicht nötig!

Seitdem mißtraue ich Behauptungen der Politik, was Großprojekte angeht. Es gibt immer Interessen dahinter. Va finanzieller Art.

Und wenn man dann noch logisch nachvollziehen kann, dass etwas unnötig ist, und trotzdem wird immer noch das Gegenteil behauptet, dann schrillen bei mir die Alarmglocken.

Die Frage ist, warum Mrd. und Aber-Mrd. von Euro ausgegeben werden sollen, wenn das Projekt nicht benötigt wird?

Die ganzen Nachteile, die so ein Projekt mit sich bringt, sind dann nur noch ein zusätzliches Argument.

Und schließlich soll das Alles auch ablenken vom Versagen der Politik. Einem möglichen Stromengpass hätte man schon seit vielen Jahren entgegenwirken können. Wenn man denn gewollt hätte.

Es ist wie mit den Elektroautos:
Wir könnten sie schon lange in echten Stückzahlen haben, wenn die Politik nicht geschlafen und nur nach dem gehandelt hätte, was die Wirtschaft gerne möchte. Oslo macht es vor: Die Stadt hat heute wesentlich mehr Elektroautos und die Infrastruktur dazu, als es das in ganz D gibt.
Es darf geraten werden, woran das liegt. Aber das ist eine ganz andere Diskussion.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Die Abstimmung per Briefwahl

Heute habe ich meine Briefwahlunterlagen bekommen; die Abstimmung per Briefwahl kann also erfolgen. Das ging raz-faz, weil das Wahlamt im Rathaus ist gleich um’s Eck, und nachdem seit gestern die Beantragung möglich war, habe ich das gleich online gemacht, und die haben mir dann die Unterlagen heute in den Briefkasten geworfen – Bürgernähe !!!

Bei jeder Wahl mache ich das so. Ich bin einer von denen, die Wählen als Bürgerpflicht betrachten. Die dt. Geschichte zeigt sehr eindeutig, was geschehen kann, wenn die Leute nicht wählen gehen. Ein Grund für jenen geschichtlichen Abgrund seinerzeit, war der, dass viele Leute nicht wählen gingen. Diejenigen, die das wollten, was dann kam, gingen alle. Das Stimmergebnis war entsprechend.

Mein Standardsatz ist immer „wer nicht wählen geht, hat hinterher auch kein Recht dazu, sich darüber zu beschweren, wie das Ergebnis ausgefallen ist„.

Und so „gehe“ ich IMMER wählen. Abstimmung per Briefwahl ist MEIN Mittel der Wahl.
Abstimmung per Briefwahl
Die Abstimmung per Briefwahl ist dabei für mich Standard. Denn damit kann ich sicherstellen, dass ich in jedem Fall wähle. Solche Ausreden wie „Wetter“, „nicht da“ oder „krank“ gibt es dann nicht. Die Abstimmung per Briefwahl kennt keine Ausreden.

Ich wähle dabei relativ spät, um auch die letzten Entwicklungen noch bei meiner Stimmabgabe berücksichtigen zu können. Theoretisch könnte ich noch bis zum Tag vorher meine Unterlagen abgeben, aber man muss es ja nicht übertreiben. 1 Woche zuvor reicht.

Wobei ich dieses Mal völlig anders wählen werde, wie bisher.

Zwar war ich noch nie einer von denen, die immer dieselbe Partei wählen, komme da, was da wolle, jedoch lief das immer innerhalb bestimmter Bahnen, sprich meine Stimme(n) bekam immer eine Partei, die man als die etablierten Parteien bezeichnet.

Doch dieses Mal ist der Hals ziemlich dick.
Zum einen bin ich der Ansicht, dass keine der etablierten Parteien sich tatsächlich und eingehend mit DEN Themen beschäftigt, die die wirklich wichtigen Themen sind.
Und das sind zweifelsohne der Klimawandel, die Waffenexporte, die Flüchtlinge auf der Welt und unsere Sozialsysteme. Und dabei ist es längst schon so, dass meiner Meinung nach Scheinkosmetik betrieben wird, die an Todschlag grenzt.

Ohne auf die Themen im Einzelnen einzugehen (das wird wohl ein eigener Beitrag), stelle ich für mich fest, dass alle jene Parteien nur das Wahlergebnis im Blick haben, und nicht die nächsten Generationen und deren Lebensbedingungen.
Und um es auf den Punkt zu bringen: Es geht mittlerweile bereits um das Überleben der Menschheit auf diesem Planeten, und keine Partei will es wahrhaben, geschweige denn zum wichtigsten Thema der Parteipolitik machen.

Letzteres passiert solange, bis es nicht mehr vermeidbar ist, nicht mehr daran vorbeizuschauen. Jedoch DANN ist es längst schon zu spät, weil Vieles von den Problemen Vorlaufzeiten von Jahrzehnten hat, und also zu dem Zeitpunkt irreversibel sein wird. Oder um es anders zu sagen: Wenn das Wasser in Hamburg bei den Leuten dauerhaft im 1. Stock steht, und die Flüchtlinge uns dauerhaft überrennen, getrieben AUCH von Mengen dt. Waffen, dann brauchen wir uns keine Gedanken über IRGENDWAS mehr machen, denn dann ist schon alles seit vielen Jahren am Rollen, und DANN ergriffene Maßnahmen bräuchten Jahre bis Jahrzehnte, um zu greifen. Eine Zeit, die wir dann nicht mehr haben.
Und solche Dinge bräuchten vorausschauend handelnde Politiker, jenseits aller Wahlergebnisse.

Ich schrieb oben „Zum einen…..“.
Zum anderen stößt mich etwas ziemlich sauer auf.
Anläßlich zweier Abstimmungen im Bundestag hatte ich alle meine örtlichen Bundestagsabgeordneten per eMail angeschrieben, meine Meinung zum Thema jeweils dargelegt, und darum gebeten, bei der eigenen Stimmabgabe jenseits von „Parteidisziplin“ abzustimmen. Das waren also insgesamt 6 Mails.
Auf KEINE der Mails bekam ich auch nur die geringste Reaktion.
Unter einer Pflege der Beziehungen eines Abgeordneten zu seinen Wählern stelle ich mir etwas anderes vor.

Auch wenn ich diesmal völlig anders wählen werde, so wird eine ganz bestimmte Partei meine Stimme sicherlich nicht bekommen. Ich habe eingangs auf die Geschichte bezug genommen. Und ich werde sicherstellen, dass ich nicht zu den Wählern gehören kann, über die man sagen müsste: Die Geschichte lehrt uns, dass uns die Geschichte nichts lehrt.

Zentral stelle ich mir die Frage, warum die Politik die Augen verschließt, vor den Fragen, die über unsere Zukunft entscheiden, und darüber, ob es eine solche überhaupt geben wird. Wobei „uns“ schon längst nicht mehr alleine die Bürger dieses Landes meint. Denn Klima, Waffen und Flüchtlinge machen vor Landesgrenzen nicht halt.

Deshalb finde ich es diesmal sogar noch wichtiger, wählen zu „gehen“, und meine Stimme(n) der Partei zu geben, die zumindest ein kleines Stück weit die Themen wirklich zu berücksichtigen scheint, um die es heute gehen MUSS. Damit hätte ich dann 2 Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Abstimmung per Briefwahl ist dazu eine ziemlich leichte Übung: Es braucht nur die Wahlbenachrichtugung und ein Smartphone. Na gut …. und einen Kugelschreiber, um den Stimmzettel auszufüllen.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Agenda 2010 – das unsägliche Thema

Jüngst ist die Agenda 2010 wieder in aller Munde – zumindest medial.

Der eine Politiker ist für Veränderungen dort – die andere will alles so lassen, wie es ist.

Einer, der unvermutet in die Mühlen der Agenda geraten ist, sieht die Agenda 2010 naturgemäß aus seiner eigenen Warte.

Für mich ist die Agenda 2010 ein Synonym für ALG II (sprich „Hartz IV“ – ein Begriff den ich mich weigere, zu verwenden).

Jemand, der wie ich, darauf angewiesen ist, und keine andere Wahl hat, als darauf angewiesen zu sein, bekommt es Monat für Monat, Woche für Woche,  hautnah zu spüren, worauf diese Agenda 2010 seinerzeit gegründet wurde.

Nämlich darauf, bei sehr vielen Menschen soviel Geld abzuschöpfen, wie möglich, um die Staatsausgaben aufzumöbeln.

Es war klar, dass dies nicht gelingen würde, indem man die wenigen Reichen/Manager/Best(Besser)verdiener, dafür heranziehen würde. Es ist eine sehr einfache Rechnung, in welchem Bereich man wieviel würde „einsparen“ können. Es ist schlicht eine Frage der Anzahl der Betroffenen.

Agenda 2010

Wer einmal in die Agenda-Mühle hineingeraten ist, der erlebt hautnah, wie mit allen Regeln der Kunst versucht wird, die Ausgaben zu reduzieren. Ich könnte mittlerweile ein Buch darüber schreiben, mit welchen Mitteln da gearbeitet wird. Es geht dabei nicht mehr um die Betroffenen (heut heißt das ja „Kunde“ – von wegen der Kunde ist König).
Wie gerne würde ich diesem System entfliehen, und meinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Allein, es geht nicht.

Es hatte immer geheißen …. „im Notfall wird dich das soziale System auffangen“. Von wegen. Dieses System sorgte erstmal dafür, dass man all das vernichten musste, was man sich ein Leben lang für seine Kinder erarbeitet hatte.

Und so werde ich bei der kommenden Bundestagswahl meine Stimme mit Sicherheit nicht derjenigen geben, die dieses System erhalten will. Ob ich sie demjenigen geben werde, der etwas verändern will, das weiß ich noch nicht. Er muss mich erst davon überzeugen, dass es ihm ernst ist, und es sich nicht nur um ein Lippenbekenntnis zum Stimmenfang handelt.

Wer meine Stimme mit Sicherheit NICHT bekommen wird, sind Diejenigen, die a la Rattenfänger von Hameln einen für dumm verkaufen wollen und ohne Konzept gegen alles sind (wir sind dafür, dass wir dagegen sind). Ich habe auch nicht vergessen, mit welchen Vokabularien die Schwächsten der Gesellschaft von diesen Herrschaften benannt wurden. Aber das wäre ein anderes Thema.

Was ich gerne hätte wäre „soziale Gerechtigkeit“. Dabei fällt mir ein, dass in denselben Nachrichten, in denen von der Agenda 2010 die Rede war, auch davon die Rede war, dass VW die Manager-Gehälter auf maximal 10 Millionen € pro Jahr reduziert hat.

Sicherlich soll jeder das bekommen, was er verdient, und Neid führt nirgendwo hin.

Wofür jemand 10 Mios erhält, wollte sich mir allerdings noch nie erschließen.

Und warum jemand in einem Sozialstaat nicht einmal soviel erhält, dass er sich davon mal außer der Reihe eine neue Hose leisten kann, ebenso wenig.

Diejenigen, die all dieses beschlossen haben und auch weiterhin beschließen, haben sicherlich nie etwas mit derlei Problematiken zu tun, namens „Agenda 2010“.

Es grüßt,
das Smamap

Missachtung ist der beste Weg?

Gelegentlich hatte ich das ja schon praktiziert, und ganz guten Erfolg damit gehabt …. die Missachtung.

Ich meine damit, DAS nicht mehr zu beachten, was einen aufregt, und pausenlos in den Medien rauf und runter gebetet wird.

Z.B. die Berichterstattung über Terroranschläge.

Ich höre von anderen, dass sie das so furchtbar aufregt, sie Angst haben und dergleichen mehr. Nachdem es mir teilweise so ähnlich ging, hatte ich beschlossen, die Berichterstattung darüber zu ignorieren.

Das brachte mir eine gewisse Beruhigung. Ändern konnte ich ohnehin nix daran, und zudem gibt es verantwortliche Stellen in unserem Land, die sich darum zu kümmern haben. Wieso sollte ich mein ohnehin nicht einfaches Leben noch damit belasten.

Genauso verfuhr ich mit den Themen AfG und US-Wahlkampf.

Ich frage mich im Moment, ob ich mit Mister T nicht genauso verfahren soll. An dem, was dieser Idiot macht (sorry, aber ich seh das so; meine Meinung), kann ich erst recht nichts ändern.

Diejenigen, die etwas ändern können, also Politiker dort drüben, Menschen, die Einfluss haben (z.B. Show-Größen) oder die Leute auf der Straße, sind aufgerufen.

So sehr ich auch eine Bedrohung darin sehe, was dieser Typ da macht, so wenig kann ich es beeinflussen. Warum sollte ich mir also mein tag-tägliches Leben davon versauern lassen?

Missachtung als bester Weg?

Ich bin mir unschlüssig.

Heute las ich, man könne auch Bürgerrechtsorganisationen durch Spenden unterstützen und könnte also sehr wohl etwas bewegen. Dazu müsste ich dann aber weiter auf dem Laufenden bleiben, um mitreden zu können. Sich über das informieren und aufregen, was da drüben passiert.

Andererseits, wie gesagt, ich habe entschieden genug damit zu tun, mit meinem eigenen Leben klar zu kommen.

Die Meldungen dazu also genauso ignorieren, wie die Werbung im TV?

Was meint Ihr?

Es grüßt,
das Smamap

Selbstfahrer

(Quelle: Reuters)

Eben in den Nachrichten: In den letzten Tagen gab es 2 schwere Unfälle mit selbstfahrenden Autos. Einer davon mit tödlichem Ausgang (gemeint ist nicht das Auto auf dem Foto).

Die Reaktion unseres Ministers: Es müsse so sein, dass für den Schaden der Hersteller haftet, und es müsse eine Ethik-Kommission geben, die festlegt, wie so ein Auto im Ernstfall reagieren muss. Z.B. wenn ein Kind auf die Straße läuft und nur noch ein Ausweichen in den Gegenverkehr möglich ist. Dabei müsse Sachschaden immer vor Personenschaden kommen.

Meine Frage: GEHT´S NOCH ??????

Wozu braucht die Menschheit einen selbstfahrenden Individual-Verkehr? Damit NOCH mehr Autos gebaut werden und unterwegs sind. Damit NOCH mehr Abgase in die Umwelt geblasen werden? Damit NOCH mehr Rohstoffe sinnlos verbraucht werden? Damit NOCH mehr Risiken auf den Straßen unterwegs sind? etc etc etc

Statt Mrd. in die Entwicklung solcher Autos zu stecken, wäre es an der Zeit, die ganzen Ressourcen, die dafür aufgewendet werden, endlich verantwortungsbewußt in die Entwicklung schadstofffreier Autos zu stecken, die wir schon längst haben könnten, wenn die Industrie frühzeitig dementsprechend gehandelt hätte.

Wie sie handelt, nämlich kurzsichtig und allenfalls gewinnorieniert, das kann man exemplarisch am VW-Skandal begutachten. Und um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: In dieser Hinsicht kann man ALLE Hersteller dieser Welt in einen Sack stecken und draufschlagen …. man trifft IMMER den Richtigen.

Und was machen unsere Politiker: Die schauen zu und auf ihren eigenen Vorteil bzw. den ihrer Partei !!!!!

Wenn die beizeiten eine langsame Entwicklung in die Richtung angeschoben hätten, dass es pro Haushalt/Familie allenfalls EIN Auto gäbe, und der öffentliche Nahverkehr Priorität erhalten hätte, dann hätte sich unsere Wirtschaft darauf einstellen können. Und dass Soetwas durchaus positiv für Wirtschaft und Arbeitsplätze sein kann, wenn man es entsprechend gestaltet, das haben viele andere Entwicklungen gezeigt. Zudem hätten beizeiten enorme Mittel für andere Dinge verwendet werden können, als für Straßenbau und alle sonst mit dem Individualverkehr zusammenhängenden Ausgaben.
Horrorszenarien, die im Zusammenhang mit anderen Entwicklungsmodellen an die Wand gemalt werden, sind zudem in aller Regel gegenstandslos.

Und ein Punkt ist absolut klar: Es wäre die verdammte Pflicht und Schuldigkeit unserer Politik, für eine, im Sinne der Menschen und künftiger Generationen, gute Entwicklung zu sorgen.

Die negative Entwicklung wird allerdings ohnehin einsetzen, auch ohne vernünftige Entscheidungen von Politik und Wirtschaft. Spätestens dann wenn die Umwelt umkippt oder aber die Rohstoffe zur Neige gehen. Spätestens DANN kann sich niemand mehr ein Auto leisten.
Nur DANN ist der Zug in vielerlei Hinsicht schon längst abgefahren. Und dazu braucht es keinerlei Verschwörungstheorien …. das ist die blanke, zwangsläufige Entwicklung.
Der Unterschied ist nur, dass wir Menschen dann keinerlei Optionen mehr haben werden. Und unsere Nachkommen schon gleich gar nicht.

Es grüßt,
das Smamap

Gleichberechtigung

Wir haben es schon weit gebracht ….. in Sachen Gleichberechtigung!!!!!!!

Kann man HIER sehen ….. wo man sich die Mühe gemacht hat, die Männer auf den Fotos mal heraus-zu-retuschieren.

Warum Männer irgendwas besser können sollen, als Frauen, das hat mir bis heute noch keiner erklären können.
Na gut – das mit der Bohrmaschine mag sein oder das mit dem Steinklotz, der hoch zu heben ist. Und auch der 100 m Läufer ist etwas schneller ….. aber ansonsten ……

Wenn es die Frauen nicht gäbe, wäre unser Planet menschenleer.

Ob das allerdings ein Nachteil wäre – für den Planeten – ist eine andere Frage.
Fest steht auf jeden Fall, dass das, was mit dem Planeten so angestellt wird, zu fast 100% von den Männern verursacht ist.

Seltsamerweise kenne ich das in den Familien so, dass es da meist eine Frauquote von 50% gibt, und die Frauen die Familien managen.
Ist das dann in Politik und Wirtschaft die Retourkutsche der Männer???

Es grüßt,
das Smamap

Der langsame Wandel der AM

Heute hat eine Überschrift meinen Eindruck der letzten Wochen wiedergegeben.

Da hieß es: MERKELS ABSCHIED VON DER WILLKOMMENSKULTUR.

Nun, ich zollte AM jetzt eine ganze Zeit lang Respekt. Ich sollte ev. dazu sagen, dass ich die Politik dieser Frau und ihrer Partei nicht unterstützte, weil da einige grundsätzliche Sichtweisen deren Politik bestimmen, die ich nicht mittragen kann.

Allerdings bin ich einer, der nicht festgezimmert in Stein steht, und frei nach dem Motto „ich bin dafür, dass wir dagegen sind“, sich allem verschließt, weil es von einer bestimmten Seite kommt.
Nö, nö, ich schau mir die Dinge schon an, was mitunter dazu führt, dass mein Wahlverhalten doch unterschiedlich sein kann.

Und so gehört das Parteienspektrum, das gemeinhin als eher „rechts“ beschrieben wird, normalerweise nicht zum Empfänger meiner Stimme.

Allerdings als AM dieses „wir schaffen das“ erschuf, da war ich zwar zuerst skeptisch, ob es nicht wieder um Wahlmanöver ginge, doch die Realität war so, dass Menschen geholfen wurde, die Hilfe brauchten. Und sie stand fest zu diesem Ansinnen, was ich ihr hoch anrechnete.

Und so zollte ich, ihrem Ansinnen Respekt. Ich muss sie nicht mögen, aber ich kann das mögen, was sie tut, auch wenn ansonsten so Einiges nicht meiner Sicht entspricht.

In den letzten Wochen allerdings, gewann ich zunehmend den Eindruck, als würde sich ihr Motto ins Gegenteil verkehren. Zwar bestand sie nach außen darauf, dass es um die Flüchtlinge gehen muss, aber in der Realität wurde kleinschrittweise zurück gerudert.

Es wurden Wortglaubereinen inszeniert, um „Obergrenzen“. Es wurde Bestimmungen des Asylrechts verschärft. Es schien darum zu gehen, ihren zentralen Spruch aufrecht zu erhalten, um gleichzeitig Interpretationen einzuführen, was es natürlich NICHT gemeint haben würde.

Klugerweise hielt sie sich im Hintergrund, und ließ andere das verkünden, was es zu verkünden gab.

Und so bin ich heute doch der Ansicht, dass dieses „Wir schaffen das“, der Versuch war, die Gunst der Stunde zu nutzen, um sich in die Geschichte einzubringen. Und je weiter die Zeit voran schritt, umso mehr merkte sie (man beachte den Wortwitz), dass die Fakten über ihr zusammen zu schlagen drohten.

Hätte ihr Handeln dem Respekt entsprochen, den ich ihr phasenweise entgegen brachte, so hätte sie sich hinstellen müssen, um zu sagen, dass das, was da auf uns zukam, nicht zu schaffen ist.

Aber statt das zu tun, und dann auch nach menschlichen Alternativen zu suchen, was man tun kann, um das Leid der Menschen zu beseitigen, ist es heute so, dass mit der Türkei geschachert wird, um Menschen für Geld zu verkaufen (es tut mir leid, aber anders kann ich das nicht sehen), und insgeheim durchgeschnauft wird, weil die Länder der Balkanroute die Grenzen dicht gemacht haben.

Und so hat das Pendel, zumindest für mich, in die Gegenrichtung ausgeschlagen: Respekt ist dem Gefühl von Kalkül gewichen.
Mehr noch, für mich hat es sogar ein Stück weit Menschenverachtung an sich, Menschen, die dem Tod entronnen sind, dem politischen Kalkül zu unterwerfen.

Und so scheint es darauf hinaus zu laufen, dass Europa abgeschottet wird, die Menschen in Griechenland, Mazedonien, der Türkei, Syrien und wo auch immer, ihrem Schicksal überlassen werden, Geldströme fließen, um die Probleme anderswo zu halten, und allenfalls versucht wird, die Lebensbedingungen anderswo von der Ebene „tödlich“, auf die Ebene „menschenunwürdig“ zu heben.

Hauptsache man gewinnt die nächsten Wahlen, und die Menschen können weiter den gewohnten Lebensstandard zelebrieren. Und Hauptsache die Exporte der Rüstungsindustrie bleiben hoch.

….. MEINE Meinung.

Ein echter Politiker

Vorhin las ich folgenden Satz in einem Bericht zum Thema „Flüchtlingspolitik“

Angesichts des andauernden Umfragehochs der rechten FPÖ schwenkte die Wiener Regierung in den letzten Wochen allerdings um und kündigte eine Reihe von restriktiven Maßnahmen an.

Das ist genau DAS, was ich stets an IRGENDWELCHEN Politikern in IRGENDWELCHEN Ländern massiv kritisiere. Zumindest wenn es sich um demokratische Länder, nach unserem Verständnis, handelt:

Politik wird nicht danach gemacht, was für die Menschen am Besten ist, sondern danach, was am Meisten hilft, um die eigene Macht zu sichern, bzw. die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, die nächsten Wahlen zu gewinnen. Dabei scheint der Zweck die Mittel zu heiligen.

Wo bitte sind die Politiker oder die Partei, die Politik einzig nach dem ausrichten, was den Menschen dient, ohne Rücksicht auf eigenes Ansehen bzw. die Chancen Wahlen zu gewinnen? Nach meinem Verständnis hat die Politik im Dienste der Menschen zu stehen, und nichts anderes!!!

Wie seht Ihr das?

Es grüßt,
das Smamap

Ich kann es nicht mehr hören/sehen

Nach dem Anschlag in Istanbul habe ich ganz bewusst auf jeglichen Medienkonsum dazu verzichtet.

Ja, es ist schlimm, dass unschuldige Menschen hingeschlachtet werden.

Aber wieder dieses ganze Dauerbombardement der Medien ….. hier ein Bericht, da ein Bericht, hier ein Brennpunkt, da ein Experte, hier ein Kommentar, da eine Zusammenfassung, hier eine Erklärung der Regierung, da eine Aktualisierung ….. ich wollte mir das einfach nicht nochmal antun.

Was ich sicher am Schlimmsten gefunden hätte, wäre das Gesülze gewesen, das von den Oberen kommt.
Jeder wusste, dass das passieren wird. Und dann haben die Politiker mit Sicherheit ihre Abscheu darüber in gemessenen Worten zum Ausdruck gebraucht. Was ich daran so abartig finde, ist dieses Wissen darüber, dass ob der vielen Waffen, die auf der Welt im Einsatz sind, es jedem klar ist, dass die Konsequenzen daraus bei uns, früher oder später, aufschlagen. Und dann werden hohle Reden gehalten und Beileidsbekundungen darüber zum Besten gegeben.
Ich habe noch niemanden Verantwortlichen je über die Ursachen von Tod, Hunger und Krieg reden hören, und darüber, welche Verantwortung wir dafür tragen, und letztlich auch dafür, dass es jetzt wieder Tote in Istanbul gegeben hat.

Diese Heuchelei ist in meinen Augen unerträglich. Und die Medien tragen dann ihren Teil dazu bei, indem sie Stunde für Stunde das Ganze wiederkäuen.

Wie gesagt, das wollte ich mir kein weiteres Mal antun, und habe deswegen das Ganze schlicht und ergreifend boykottiert.

Ja ja, man muss die Ursachen vor Ort, z.B. in Syrien, angehen, hörte ich immer sagen. Wahrscheinlich werden jetzt noch ein paar Tornados geschickt, und wieviele Waffen gleichzeitig dorthin verkauft werden, möchte ich gar nicht wissen.

Das Ende vom Lied ist dann, dass irgendwann die Toten bei uns liegen, in irgendwelchen Städten auf irgendwelchen Plätzen. Denn wo steht, dass Selbstmordattentäter den Weg von Istanbul in unser Land nicht kennen?

Und dann werden wieder Reden geschwungen und Berichte gesendet bis zum Abwinken.

Und das mit den „Ursachen beseitigen“ bleibt eine hohle Phrase. Denn schuld sind immer die anderen.

Ich schätze unseren freiheitlichen Staat enorm, und möchte ihn um Nichts tauschen. Aber es wäre endlich an der Zeit, dass die Wahrheit gesagt, und auch danach gehandelt wird. Irgendwelche rechten Parteien, die nur auf Menschenfang aus sind, sind davon allerdings noch weiter entfernt, als alle anderen.

Es grüßt,
das Smamap