Selbstfahrer

(Quelle: Reuters)

Eben in den Nachrichten: In den letzten Tagen gab es 2 schwere Unfälle mit selbstfahrenden Autos. Einer davon mit tödlichem Ausgang (gemeint ist nicht das Auto auf dem Foto).

Die Reaktion unseres Ministers: Es müsse so sein, dass für den Schaden der Hersteller haftet, und es müsse eine Ethik-Kommission geben, die festlegt, wie so ein Auto im Ernstfall reagieren muss. Z.B. wenn ein Kind auf die Straße läuft und nur noch ein Ausweichen in den Gegenverkehr möglich ist. Dabei müsse Sachschaden immer vor Personenschaden kommen.

Meine Frage: GEHT´S NOCH ??????

Wozu braucht die Menschheit einen selbstfahrenden Individual-Verkehr? Damit NOCH mehr Autos gebaut werden und unterwegs sind. Damit NOCH mehr Abgase in die Umwelt geblasen werden? Damit NOCH mehr Rohstoffe sinnlos verbraucht werden? Damit NOCH mehr Risiken auf den Straßen unterwegs sind? etc etc etc

Statt Mrd. in die Entwicklung solcher Autos zu stecken, wäre es an der Zeit, die ganzen Ressourcen, die dafür aufgewendet werden, endlich verantwortungsbewußt in die Entwicklung schadstofffreier Autos zu stecken, die wir schon längst haben könnten, wenn die Industrie frühzeitig dementsprechend gehandelt hätte.

Wie sie handelt, nämlich kurzsichtig und allenfalls gewinnorieniert, das kann man exemplarisch am VW-Skandal begutachten. Und um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: In dieser Hinsicht kann man ALLE Hersteller dieser Welt in einen Sack stecken und draufschlagen …. man trifft IMMER den Richtigen.

Und was machen unsere Politiker: Die schauen zu und auf ihren eigenen Vorteil bzw. den ihrer Partei !!!!!

Wenn die beizeiten eine langsame Entwicklung in die Richtung angeschoben hätten, dass es pro Haushalt/Familie allenfalls EIN Auto gäbe, und der öffentliche Nahverkehr Priorität erhalten hätte, dann hätte sich unsere Wirtschaft darauf einstellen können. Und dass Soetwas durchaus positiv für Wirtschaft und Arbeitsplätze sein kann, wenn man es entsprechend gestaltet, das haben viele andere Entwicklungen gezeigt. Zudem hätten beizeiten enorme Mittel für andere Dinge verwendet werden können, als für Straßenbau und alle sonst mit dem Individualverkehr zusammenhängenden Ausgaben.
Horrorszenarien, die im Zusammenhang mit anderen Entwicklungsmodellen an die Wand gemalt werden, sind zudem in aller Regel gegenstandslos.

Und ein Punkt ist absolut klar: Es wäre die verdammte Pflicht und Schuldigkeit unserer Politik, für eine, im Sinne der Menschen und künftiger Generationen, gute Entwicklung zu sorgen.

Die negative Entwicklung wird allerdings ohnehin einsetzen, auch ohne vernünftige Entscheidungen von Politik und Wirtschaft. Spätestens dann wenn die Umwelt umkippt oder aber die Rohstoffe zur Neige gehen. Spätestens DANN kann sich niemand mehr ein Auto leisten.
Nur DANN ist der Zug in vielerlei Hinsicht schon längst abgefahren. Und dazu braucht es keinerlei Verschwörungstheorien …. das ist die blanke, zwangsläufige Entwicklung.
Der Unterschied ist nur, dass wir Menschen dann keinerlei Optionen mehr haben werden. Und unsere Nachkommen schon gleich gar nicht.

Es grüßt,
das Smamap

Gleichberechtigung

Wir haben es schon weit gebracht ….. in Sachen Gleichberechtigung!!!!!!!

Kann man HIER sehen ….. wo man sich die Mühe gemacht hat, die Männer auf den Fotos mal heraus-zu-retuschieren.

Warum Männer irgendwas besser können sollen, als Frauen, das hat mir bis heute noch keiner erklären können.
Na gut – das mit der Bohrmaschine mag sein oder das mit dem Steinklotz, der hoch zu heben ist. Und auch der 100 m Läufer ist etwas schneller ….. aber ansonsten ……

Wenn es die Frauen nicht gäbe, wäre unser Planet menschenleer.

Ob das allerdings ein Nachteil wäre – für den Planeten – ist eine andere Frage.
Fest steht auf jeden Fall, dass das, was mit dem Planeten so angestellt wird, zu fast 100% von den Männern verursacht ist.

Seltsamerweise kenne ich das in den Familien so, dass es da meist eine Frauquote von 50% gibt, und die Frauen die Familien managen.
Ist das dann in Politik und Wirtschaft die Retourkutsche der Männer???

Es grüßt,
das Smamap

Der langsame Wandel der AM

Heute hat eine Überschrift meinen Eindruck der letzten Wochen wiedergegeben.

Da hieß es: MERKELS ABSCHIED VON DER WILLKOMMENSKULTUR.

Nun, ich zollte AM jetzt eine ganze Zeit lang Respekt. Ich sollte ev. dazu sagen, dass ich die Politik dieser Frau und ihrer Partei nicht unterstützte, weil da einige grundsätzliche Sichtweisen deren Politik bestimmen, die ich nicht mittragen kann.

Allerdings bin ich einer, der nicht festgezimmert in Stein steht, und frei nach dem Motto „ich bin dafür, dass wir dagegen sind“, sich allem verschließt, weil es von einer bestimmten Seite kommt.
Nö, nö, ich schau mir die Dinge schon an, was mitunter dazu führt, dass mein Wahlverhalten doch unterschiedlich sein kann.

Und so gehört das Parteienspektrum, das gemeinhin als eher „rechts“ beschrieben wird, normalerweise nicht zum Empfänger meiner Stimme.

Allerdings als AM dieses „wir schaffen das“ erschuf, da war ich zwar zuerst skeptisch, ob es nicht wieder um Wahlmanöver ginge, doch die Realität war so, dass Menschen geholfen wurde, die Hilfe brauchten. Und sie stand fest zu diesem Ansinnen, was ich ihr hoch anrechnete.

Und so zollte ich, ihrem Ansinnen Respekt. Ich muss sie nicht mögen, aber ich kann das mögen, was sie tut, auch wenn ansonsten so Einiges nicht meiner Sicht entspricht.

In den letzten Wochen allerdings, gewann ich zunehmend den Eindruck, als würde sich ihr Motto ins Gegenteil verkehren. Zwar bestand sie nach außen darauf, dass es um die Flüchtlinge gehen muss, aber in der Realität wurde kleinschrittweise zurück gerudert.

Es wurden Wortglaubereinen inszeniert, um „Obergrenzen“. Es wurde Bestimmungen des Asylrechts verschärft. Es schien darum zu gehen, ihren zentralen Spruch aufrecht zu erhalten, um gleichzeitig Interpretationen einzuführen, was es natürlich NICHT gemeint haben würde.

Klugerweise hielt sie sich im Hintergrund, und ließ andere das verkünden, was es zu verkünden gab.

Und so bin ich heute doch der Ansicht, dass dieses „Wir schaffen das“, der Versuch war, die Gunst der Stunde zu nutzen, um sich in die Geschichte einzubringen. Und je weiter die Zeit voran schritt, umso mehr merkte sie (man beachte den Wortwitz), dass die Fakten über ihr zusammen zu schlagen drohten.

Hätte ihr Handeln dem Respekt entsprochen, den ich ihr phasenweise entgegen brachte, so hätte sie sich hinstellen müssen, um zu sagen, dass das, was da auf uns zukam, nicht zu schaffen ist.

Aber statt das zu tun, und dann auch nach menschlichen Alternativen zu suchen, was man tun kann, um das Leid der Menschen zu beseitigen, ist es heute so, dass mit der Türkei geschachert wird, um Menschen für Geld zu verkaufen (es tut mir leid, aber anders kann ich das nicht sehen), und insgeheim durchgeschnauft wird, weil die Länder der Balkanroute die Grenzen dicht gemacht haben.

Und so hat das Pendel, zumindest für mich, in die Gegenrichtung ausgeschlagen: Respekt ist dem Gefühl von Kalkül gewichen.
Mehr noch, für mich hat es sogar ein Stück weit Menschenverachtung an sich, Menschen, die dem Tod entronnen sind, dem politischen Kalkül zu unterwerfen.

Und so scheint es darauf hinaus zu laufen, dass Europa abgeschottet wird, die Menschen in Griechenland, Mazedonien, der Türkei, Syrien und wo auch immer, ihrem Schicksal überlassen werden, Geldströme fließen, um die Probleme anderswo zu halten, und allenfalls versucht wird, die Lebensbedingungen anderswo von der Ebene „tödlich“, auf die Ebene „menschenunwürdig“ zu heben.

Hauptsache man gewinnt die nächsten Wahlen, und die Menschen können weiter den gewohnten Lebensstandard zelebrieren. Und Hauptsache die Exporte der Rüstungsindustrie bleiben hoch.

….. MEINE Meinung.

Ein echter Politiker

Vorhin las ich folgenden Satz in einem Bericht zum Thema „Flüchtlingspolitik“

Angesichts des andauernden Umfragehochs der rechten FPÖ schwenkte die Wiener Regierung in den letzten Wochen allerdings um und kündigte eine Reihe von restriktiven Maßnahmen an.

Das ist genau DAS, was ich stets an IRGENDWELCHEN Politikern in IRGENDWELCHEN Ländern massiv kritisiere. Zumindest wenn es sich um demokratische Länder, nach unserem Verständnis, handelt:

Politik wird nicht danach gemacht, was für die Menschen am Besten ist, sondern danach, was am Meisten hilft, um die eigene Macht zu sichern, bzw. die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, die nächsten Wahlen zu gewinnen. Dabei scheint der Zweck die Mittel zu heiligen.

Wo bitte sind die Politiker oder die Partei, die Politik einzig nach dem ausrichten, was den Menschen dient, ohne Rücksicht auf eigenes Ansehen bzw. die Chancen Wahlen zu gewinnen? Nach meinem Verständnis hat die Politik im Dienste der Menschen zu stehen, und nichts anderes!!!

Wie seht Ihr das?

Es grüßt,
das Smamap

Ich kann es nicht mehr hören/sehen

Nach dem Anschlag in Istanbul habe ich ganz bewusst auf jeglichen Medienkonsum dazu verzichtet.

Ja, es ist schlimm, dass unschuldige Menschen hingeschlachtet werden.

Aber wieder dieses ganze Dauerbombardement der Medien ….. hier ein Bericht, da ein Bericht, hier ein Brennpunkt, da ein Experte, hier ein Kommentar, da eine Zusammenfassung, hier eine Erklärung der Regierung, da eine Aktualisierung ….. ich wollte mir das einfach nicht nochmal antun.

Was ich sicher am Schlimmsten gefunden hätte, wäre das Gesülze gewesen, das von den Oberen kommt.
Jeder wusste, dass das passieren wird. Und dann haben die Politiker mit Sicherheit ihre Abscheu darüber in gemessenen Worten zum Ausdruck gebraucht. Was ich daran so abartig finde, ist dieses Wissen darüber, dass ob der vielen Waffen, die auf der Welt im Einsatz sind, es jedem klar ist, dass die Konsequenzen daraus bei uns, früher oder später, aufschlagen. Und dann werden hohle Reden gehalten und Beileidsbekundungen darüber zum Besten gegeben.
Ich habe noch niemanden Verantwortlichen je über die Ursachen von Tod, Hunger und Krieg reden hören, und darüber, welche Verantwortung wir dafür tragen, und letztlich auch dafür, dass es jetzt wieder Tote in Istanbul gegeben hat.

Diese Heuchelei ist in meinen Augen unerträglich. Und die Medien tragen dann ihren Teil dazu bei, indem sie Stunde für Stunde das Ganze wiederkäuen.

Wie gesagt, das wollte ich mir kein weiteres Mal antun, und habe deswegen das Ganze schlicht und ergreifend boykottiert.

Ja ja, man muss die Ursachen vor Ort, z.B. in Syrien, angehen, hörte ich immer sagen. Wahrscheinlich werden jetzt noch ein paar Tornados geschickt, und wieviele Waffen gleichzeitig dorthin verkauft werden, möchte ich gar nicht wissen.

Das Ende vom Lied ist dann, dass irgendwann die Toten bei uns liegen, in irgendwelchen Städten auf irgendwelchen Plätzen. Denn wo steht, dass Selbstmordattentäter den Weg von Istanbul in unser Land nicht kennen?

Und dann werden wieder Reden geschwungen und Berichte gesendet bis zum Abwinken.

Und das mit den „Ursachen beseitigen“ bleibt eine hohle Phrase. Denn schuld sind immer die anderen.

Ich schätze unseren freiheitlichen Staat enorm, und möchte ihn um Nichts tauschen. Aber es wäre endlich an der Zeit, dass die Wahrheit gesagt, und auch danach gehandelt wird. Irgendwelche rechten Parteien, die nur auf Menschenfang aus sind, sind davon allerdings noch weiter entfernt, als alle anderen.

Es grüßt,
das Smamap

Die Wahrheit ist oft unangenehm …

Gestern hab ich (leider nur das Ende) einer interessanten Diskussion mitbekommen.

Es handelte sich um den Talk von Sandra Maischberger (ist das jetzt richtig geschrieben?).

Da schlugen sie sich wieder mal verbal die Köpfe ein, zum Thema „Terror und Flüchtlinge“.

Zunächst mal muss ich sagen, dass ich mir derlei nur selten ansehe, weil solche Diskussionsrunden (zumindest wenn Politiker dabei sein) immer nach dem Motto laufen „recht haben sowieso nur wir“ (sprich die Partei des Redners) oder nach dem Motto „ich bin dafür, dass wir dagegen sind, weil die anderen dafür sind“.

Und was mich immer noch fürchterlich nervt, ist die Diskussionskultur mancher Diskussionen. Es ist ein Akt der Höflichkeit, den anderen zuende reden zu lassen. Wenn jemand anderes spricht, dann habe ich die Klappe zu halten. Solange bis der Diskussionsleiter mir das Wort erteilt.
Der Einzige, der sich gestern daran gehalten hat, war Wolfgang Bosbach. Der wusste, was sich gehört.
Und bei so manchen Diskussionsleitern, krankt es allein schon daran, so auch gestern, dass sie es nicht gebacken bekommen, die Diskussion im Griff zu halten, und den Teilnehmern ganz klar zu sagen, dass sie jetzt nicht dran sind.

Soweit der Vorspann meines Beitrags.

Zum Inhalt:

Es gab gestern, wie schon häufiger, 3 Beiträge, die etwas sehr Wesentliches sagten. Etwas, was man schon anderswo zu hören bekam, worauf aber nicht weiter eingegangen wurde, vermutlich deswegen, weil es so manchen „Vergeltungsstrategien“ nicht zu pass kommt.

Es ging dabei, ganz generell gesprochen, darum, dass der „Westen“ ein gerüttelt Maß an Schuld daran trägt, dass es soweit gekommen ist, wie es jetzt ist.

Im einen Fall wurde darauf hingewiesen, dass damals 2001 der Präsident der arabischen Liga eindringlich versucht hatte, zu bewirken, dass der Krieg im Irak nicht begonnen wird, weil sonst „das Tor zur Hölle“ geöffnet wird. Und genau DAS sei in der Folgezeit bis heute passiert. Das Land dort sei zerbrochen, weil die USA in keinster Weise ein Konzept für die Zeit nach dem Krieg hatten. Andere Länder seien dabei zu zerbrechen. Insgesamt befinde sich ein Großteil Arabiens am Abgrund. Der Terror, IS, die Flüchtlingsströme seien nur eine Folge davon.

Das Ganze hat eine sehr starke Logik. Wenn ich ein Land zerbombe, jeder Führungsstruktur beraube, für kein „Danach“ sorge, dann muss ich mich nicht wundern, wenn dunkle Gestalten sich dieses Machtvakuum zunutze machen, und viele Menschen, die Tag für Tag mit dem drohenden Tod konfrontiert werden, das Weite suchen.

Ein anderer Beitrag versuchte einzubringen, dass die Entwicklung in vielen Teilen der Welt kein Wunder sei, nach den Einflussnamen politischer und wirtschaftlicher Art, die der „Westen“ lange Zeit ausgeübt hat. Da wurden Verträge geschlossen, die dazu dienen, dass bei uns Lebensmittel und Ressourcen billig zur Verfügung stehen. Es wurden Despoten eingesetzt, die diesem Ziel gerecht wurden.
Mit den Konseqeuenzen daraus sind wir heute konfrontiert.

Und zum Schluss hieß es, wir bräuchten uns nicht darüber zu wundern, dass uns heute so manche Länder, denen wir früher die Kalte Schulter gezeigt hatten, wie es darum ging, mit den Flüchtlingsströmen fertig zu werden (ich erinnere an die Türkei, an Griechenland und andere), uns heute auflaufen lassen.

Fazit:
Wir haben mit so manchen Ländern das getrieben, was wir getrieben haben, damit wir hier unseren Wohlstand steigern konnten. Sprich noch ein Auto, noch ein Kühlschrank, noch ein Fernseher. Und die obligatorischen Lohnerhöhungen nicht zu vergessen. Irgendwo muss dieses Geld ja herkommen. Und dass Kriege dort nicht auch den, zumindest billigend in Kauf genommenen, Hintergrund hatten, der Rohstoffe (Öl etc.), das glaubt ja wohl niemand mehr. Und wo unsere Waffen überall zum Einsatz kommen, die wir in alle Welt exportieren, das möchte ich gar nicht wissen.
Den Menschen dort geht es immer schlechter, uns geht es immer besser, Terror-Organisationen nutzen dies aus, und uns fällt nichts anderes ein,  als weitere Bomben dorthin zu schicken. Ich möchte nicht wissen, wieviele Tote in der Zivilbevölkerung das wieder kostet, und wieviele Menschen zusätzlich sich dazu entschließen, zerbombten und tödlichen Lebensumständen zu entfliehen.

Es gibt meines Erachtens nur EINEN Weg, den Menschen dort zu helfen in Ländern wie Syrien, Libanon, Lybien, Irak, Mali und wie sie alle heißen: Ihnen vernünftige Lebensumstände dort zu bieten, so dass Terror und Fluchtgedanken keinen Nährboden finden.
Mit Bomben wird dieses Ziel sicherlich nicht erreicht.
Ohne Frage müssen die Verantwortlichen für zig-fachen Mord in Paris oder sonstwo zur Rechenschaft gezogen werden.
Frieden, vernünftige Lebensumstände und ein Ende des Terrors wird sicherlich nicht erreicht, indem man die Länder dort immer mehr zerbombt, und die Straßen mit Toten pflastert. Rachegelüste und Gleiches mit Gleichem zu vergelten führt definitiv nur dazu, dass sich die Dinge hochschaukeln, und wir uns in immer kürzeren Abständen über noch schrecklichere Entwicklungen unterhalten.
Denen, die das nicht wahrhaben wollen, empfehle ich, einmal 1/2 Jahr in solchen Gebieten zu leben, wo die ganz normale Bevölkerung ständig der Gefahr des Todes ausgesetzt ist, und immer wieder ganze Familien ausgelöscht werden. Diejenigen, die den 2. Weltkrieg noch miterlebt haben, wissen was ich meine.

Es wäre wesentlich sinnvoller, wenn die Bekämpfung von Fluchtursachen nicht nur Lippenbekenntnisse von Parteitagen blieben. In der heutigen Zeit kann ich gerne auf Parteiobere verzichten, die die beleidigte Leberwurst spielen, weil sie mit ihren Vorstellungen nicht durchkommen. Ebenso verzichten kann ich auf Politiker, die die Geschehnisse nur dazu verwenden, sich für die nächste Wahl zu positioneren.
Vielmehr braucht es verantwortliche Politiker, mit Weitsicht und Visionen. Auch für solche mit unangenehmen Konsequenzen. Wo sind die Politiker, die die Dinge wirklich anpacken, zum Wohle der Menschen, und ohne Rücksicht darauf, ob sie wiedergewählt werden. Und wohl gemerkt: Das Wohl der Menschen hat nichts damit zu tun, ob der Wohlstand gemehrt wurde.

Ich habe die Befürchtung, dass all dies in den Überlegungen der Staatenlenker keine Rolle spielt. Sollte dem so sein, dann werde ich die Konsequenzen daraus vermutlich (hoffentlich) nicht mehr miterleben. Meine Kinder aber wohl.

Es grüßt,
das Smamap