Abenteuer hoch 10

Wie schon mal berichtet, ist es durchaus ein Erlebnis, hier bei mir auf der Hauptstraße mit dem Rad zu fahren.

Die emotionalen Gemütszustände, wenn ein PKW so ganz knapp an einem vorbeifährt sind ev. mitunter dazu geeignet, die Blutdruckwerte in neue Regionen emporklettern zu lassen.

Ich dachte immer, es gäbe keine Steigerung dazu.

Falsch gedacht !!!

Nach längerer Zeit fuhr ich heute besagte Straße mal wieder mit dem Rad. „Länger“ deswegen, weil ich „dort draußen“ schon etwas länger nix zu tun hatte, und mich zudem eig darauf eingestellt hatte, dass ich, ob der fortgeschrittenen Jahreszeit, wohl eher nicht mehr mit dem Rad unterwegs sein würde.
Dass es immer noch 10 Grad und mehr hat, so ca. Mitte November, damit rechnet ja keiner.

Jedenfalls war es heute mal wieder soweit.

Und wie ich da also so unterwegs bin, überholt mich ein Sattelzug nach dem anderen. Schon ein außergewöhnliches Gefühl, wenn da so Kolosse mit 20 m und mehr an einem vorbeiziehen. Über den Abstand, den die von einem halten, will ich lieber mal gar nicht reden.

Mann, was war ich froh, wie ich endlich den Punkt erreicht hatte, wo es möglich war, auf dem Geweg zu fahren.

Und wie ich das so überdachte, da wurde mir plötzlich klar, weshalb, ausgehend von der Innenstadt, die ganze Strecke seit einigen Tagen ein absolutes Halteverbot ausgeschildert ist: Dort wo die Straße am Ortsrand in die Bundesstraße mündet, ist gesperrt, weil dort eine Ampel gebaut wird. Deshalb müssen die LKWs zwangsweise ihren Weg durch den Ort suchen, denn anders kommen sie nicht ins Gewerbegebiet, bzw. wieder davon weg.

Keine Frage, dass sich das nicht anders lösen lässt. Das ist Fakt und auch in keinster Weise ironisch gemeint.

Und so werde ich morgen, nachdem mich mein Weg wieder dorthin führt, einen anderen Weg wählen, einfach, wel das Ganze zu gefährlich ist. Noch dazu für jemanden, bei dem es beim Gleichgewicht nicht zum Besten bestellt ist.

Jedoch kann ich jedem, der einmal einen Streßtest für Herz und Kreislauf machen will, nur empfehlen, auf einer relativ engen Hauptstraße, die mit Schwerverkehr ausgestattet ist, mal ein ganzes Stück mit dem Fahrrad zu fahren.

Wirklich ein Erlebnis.

Eine Vermutung möchte ich allerdings schon äußern: Wie die Strecke mit absolutem Halteverbot versehen wurde, da hat mit Sicherheit niemand dran gedacht, die Strecke für Radfahrer zu sperren, weil zu gefährlich. Ev. auch aus dem Gesichtspunkt heraus, dass in der Umgebung etliche Schulen angesiedelt sind.
Und so werde ich anschließend wohl noch ein Fax zum Thema an die Stadtverwaltung schicken, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Denn wenn erst was passiert ist, dann brauch ich es nicht mehr schicken.

Alles Gute,
Euer Smamap

Es gibt nichts Besseres als was Gutes

Heute war ich Zwetschgen holen.

Für all diejenigen, denen das Wort nichts sagt, weil eher nördlich lebend oder ganz woanders, sei übersetzt: Zwetschgen=Pflaumen.

Nun gut, einige werden jetzt vll sagen, dass das SO nicht ganz richtig ist, weil es schon einen Unterschied gibt, zwischen Zwetschgen und Pflaumen.

Aber FÜR MICH hieß das immer schon „Zwetschgen“, was danach aussah, egal wie groß.

Also war ich heute Zwetschgen holen. Quasi stehender Weise, nämlich auf der Leiter, im Baum. Hab mir derart einen 10 L Eimer voll der Früchte geholt. Mehr war nicht sinnvoll, weil ich wollte ja schließlich nicht die nächsten Tage eine Zwetschgen-Diät machen.

So ungefähr 5% der Ernte fand den Weg in den Eimer nicht, sondern ganz woanders hin. Das ist so ähnlich, wie wenn ich früher im Jahr zur Erdbeer-Plantage gehe. Wobei ich dort dann ebenso viele Erdbeeren mir einverleibe, wie ich dann an der Kasse zahle. Gehört ja schließlich dazu.

Die Anteil an Zwetschgen hält sich demgegenüber in Grenzen.

Ich war mit dem Rad unterwegs. Der geneigte Leser weiß ja aus einem meiner anderen Blogs, dass ich ein Leben ohne Auto praktiziere.

Und so hatte ich als Transportbehältnis halt nur meinen Rucksack dabei. Aber der reichte dicke, denn wie gesagt, eine Diät wollte ich dann doch nicht machen.
Abwohl eine Diät an sich ja schon erstrebenswert wäre. Zumindest sagt das meine Waage und auch der Spiegel. Und damit sind die beiden in der Überzahl mir gegenüber.
Aber da wollte ich jetzt in meinem Beitrag eig gar nicht hin.

Wieder zuhause, hatte ich Hunger.

Flugs einen Tortenboden mit den entkernten Zwetschgen ausgelegt, Tortenguss drüber, und fertig war der wohlverdiente Lohn für die Radfahr- und Ernteaktion.
2015-09-12 16.25.11
Nun gut, einen Cappuccino gab es noch dazu.
Das Ganze war sowohl Mittagessen, wie auch etwas „zum Kaffee“.
Abends bin ich dann bei Bekannten zum Geburtstag eingeladen. Und da gibt´s dann, gewohnheitsgemäß, auch Raubtierfütterung. Aber jetzt bin ich schon wieder abgeschweift.

Toll ist diese Jahreszeit jetzt schon, denn es gibt Äpfel, Zwetschgen, Birnen, diverse Beeren etc.
Bloß doof, dass alles auf einmal reif wird.

Und dann kommt der Winter (irgendwann). Und da gibt’s dann erstmal nix mehr. Außer ev. Kohl, Kartoffeln und Gelberüben (…Verzeihung….in anderen Gegenden heißen die „Möhren“). Da steh ich dann immer völlig verzweifelt in der Obst- und Gemüseabteilung.
Eines werde ich dann aber sicherlich nicht tun: Die Früchte kaufen, die mit enormem Aufwand erstmal um den halben Globus geflogen wurden.

Und bevor ich jetzt noch x-mal abschweife, mache ich Schluss ….

Es grüßt,
das Smamap