Einen Reifen flicken oder Flicken flicken

Vor einigen Tagen hatte ich hier einen Beitrag geschrieben, in dem es darum ging, meinen Fahrradreifen zu flicken. Reifen flicken erwies sich als durchaus komplexes Thema.

Ich hatte damals das Billigflickzeug als den Übeltäter auserkoren. Das stimmte zwar, war aber nur die Hälfte der Lösung.

Wie dann der Reifen nach einigen Tage wieder begann die Luft zu verlieren, zog ich ALLE Hilfsmittel hinzu, um endgültig auf des Pudels Kern zu stoßen.

Wie man auf dem Foto …..

Reifen flicken, Schaden am Wulst. Fahrrad reparieren

Reifenschaden

gut erkennen kann, stellte sich heraus, dass der Wulst meines Reifens dabei war, sich aufzulösen.

Wie man auf Wikipedalia (Aufbau des Reifens) sehr gut erkennen kann, sind die heute gebräuchlichen Wulstreifen nach dem althergebrachten Schema aufgebaut, dass der Wulstkern, welcher meist Stahldrähte beinhaltet, durch den Luftdruck des Schlauches an/in die Felge gepresst wird, und somit das Ganze System in sich fixiert ist.

In meinem Fall stieß ich darauf, dass einer dieser Drähte herausspitzte. Ich zwickte diese Spitze ab, und fixierte das Ganze (wie ich meinte) ausreichend mit einem Flicken.
Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass sich diese Auflösungserscheinungen weiter fortsetzen würden, und weitere Stahldrähte in Aktion träten.
Das Ende vom Lied kann man im Bild sehr schön erkennen.

Die Stahldrähte würden jeden Schlauch erneut aufspießen, und das Rad auf der Felge stehen lassen.

Mein Tip zum Thema Reifen flicken:

Wer einmal auf sowas stößt, dem kann ich nur empfehlen, neuen Schlauch und neuen Mantel kaufen und das Fahrrad-Rad dergestalt neu aufsetzen.

Ich hatte den Reifen jetzt wohl 4x demontiert, in der Hoffnung, den Fall mit Boardmitteln zu erledigen…..

DENKSTE !!!!!

Einmal den Sachverhalt erkannt, ging ich dann auch nicht zum Baumarkt, um dort die Teile günstig zu erwerben, sondern zum Fachgeschäft.
Ich zahlte dort zwar statt der 15€ im Baumarkt, dann 25€, aber das war es mir wert. Und ich fahre nun einen Continental Reifen. Der rollt zwar sicherlich auch nicht schneller, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass die Qualität dann doch eine andere ist, als die eines Mantels vom Billighersteller aus China.

…….. es kommt erstens manchmal anders und zweitens, als man denkt.

Es grüßt,
das Smamap

Die Tücke des Objekts

Alle guten Dinge sind vier, könnte man sagen.

Da hatte ich an meinem Rad einen schleichenden Plattfuß. Sprich ich musste den Reifen alle paar Tage mal nachpumpen.

Eines Tages stand das Rad dann plötzlich auf der Felge, wie ich damit fahren wollte. Das war natürlich unterwegs …. so wie es sich gehört. Aber es war zu erwarten, denn ein schleichender Plattfuß bleibt kein solcher.
Also Rad abmontiert (mit Schnellverschluss kein Problem), und anderweitig nach Hause gekommen.

Das Loch war schnell gefunden, und der Schlauch geflickt. Per Bus mit dem Reifen in der Hand den Ort aufgesucht, wo ich den Rest meines Rades untergestellt hatte, Reifen draufgesteckt und gut war.
Allein …. die Luft hielt nicht dauerhaft. Also zuhause den Schlauch nochmal geprüft im Wasserbad, und dieselbe Stelle als abermals verantwortlich vermutet, weil kein weiteres Loch zu entdecken.
Den Flicken mit viel Mühe entfernt, und abermals geflickt.

Erneut hielt die Luft nicht. Ich schrieb es alsdann der heiklen Position des Lochs in unmittelbarer Nähe des Ventils zu, und kaufte im Fachgeschäft für 5€ einen neuen Schlauch.

Damit war das Thema dann erledigt, und ich war wieder per Bike unterwegs.

Vorgestern will ich mein Rad verräumen (stand noch vor dem Haus), da steht es wieder auf der Felge.

Same procedure as last time ….. Flickzeug geholt und abermals gefundenes Loch geflickt.

Kam mir schon seltsam vor, warum denn ein neuer Schlauch abermals ein Loch hätte. Und abermals nachdem das Rad einige Zeit draußen still gestanden hatte.

Egal …. nach dem Flicken den Reifen über Nacht stehen lassen (hatte keine Lust mehr das Rad wieder aufzustecken, zumal das darüber-pfriemeln der Kette nicht zu meinen Lieblingsaufgaben gehört).

Heute früh stand der Reifen wieder auf der Felge.
Aber DIESMAL kam ich auf den Trichter, mal das Flickzeug zu wechseln. Ev. läge es ja an dem, dass der geflickte Schlauch immer nicht dicht wäre.

So ganz nebenbei: Ich muss mich beim Schreiben immer darauf konzentrieren, dass ich bei jenem Wort den Buchstaben „l“ auch wirklich mitschreibe…… 😉 😉 😉

Auf jeden Fall hält jetzt zumindest die Luft scheinbar (s. Foto).

2 Dinge bleiben …..

Zum einen weiß ich immer noch nicht, wie es sein kann, dass ein neuer Schlauch plötzlich ein Löchlein aufweist. Ob da wohl ein Lebewesen auf 4 Beinen eine Rolle spielt?

Und zum anderen habe ich, so nebenbei, durch Lesen mitbekommen, dass man einen geflickten Schlauch gleich danach wieder verwenden kann, und nicht, so wie ich dachte, einen Tag „stehengelassen“ werden sollte. Keine Ahnung, wer mir das mal vermittelt hatte, und ich hab es dann ungeprüft so angewandt.

Fazit: Das scheinbare Billigflickzeug weggeworfen, und künftig werde ich mein Rad nach Rückkehr immer gleich verräumen

Es grüßt,
das Smamap

Die Vergeblichkeit des Tuns

Letztens …….

Schon seit 1/2 Jahr hatte ich mir vorgenommen, das Loch in meinem hinteren Fahrradreifen zu flicken.

Zum Ende der Rad-Saison war es immer so gewesen, dass der Reifen im Lauf einer Woche die Luft weitgehend verloren hatte. Also hatte ich ihn am Wochenanfang immer aufgepumpt, und konnte damit rechnen, dass ich über die Woche kam.

Es war also nicht so, wie in „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“, dass man um die nächste Kurve fuhr und dann wieder stehen bleiben musste, um aufzupumpen.

Aber vor ein paar Tagen, da dachte ich mir, ich sollte das jetzt doch mal in Angriff nehmen, damit ich nicht wirklich mal ständig am Pumpen bin.

Also flugs das hintere Rad mit dem Schnellverschluss gelöst, die Kette vom Zahnrad genommen und mit dem Rad Richtung Keller marschiert, und dort auf bewährte Weise den Schlauch entnommen.

Den etwas aufgepumpt, und wieder, auf bewährte Weise, im Wasserbad auf Luftblasen untersucht.

UND …… KEINE gefunden. MIST !!!!!!!

Vergebliche Arbeit.

Rad wieder vervollständigt, Reifen wieder am Fahrrad montiert.

Davon ausgehend, dass das Ventil nicht mehr ganz dicht ist/hält (was auf einzelne Menschen auch gelegentlich zutrifft), den Reifen am Schluss wieder aufgepumpt, und gut war ……

Zumindest hatte ich mir die Schlauchgröße gleich notiert, um demnächst einen Ersatzschlauch zu besorgen, falls der alte Schlauch die Luft dann doch ganz entschieden NICHT mehr hält.

So einfach die Rad-Demontage heutzutage geht, so doof ist, dass die Ventile fest im Schlauch integriert sind. So wie früher, einfach ein Ersatzventil verwenden, das geht so nicht mehr.
Im Ende wirft man also einen intakten Schlauch weg, weil das Ventil nicht mehr dicht ist.

Ist das dicht ???????

Ich werde mal sehen, ob noch ein Schlauch zu bekommen ist, bei dem Ventil gewechselt werden kann ….. so für künftige Fälle gleicher Art.

Es grüßt,
das Smamap

Das typische Klimpern

Nein nein, nicht etwa irgendwelche Münzen. Oder gar die Augen der Schönheiten (oder die sich dafür halten).

Gemeint ist das typische Geräusch, das ein Radmuttern-Kreuz verursacht, wenn es auf den Boden fällt.

Und das ist jetzt wieder vermehrt überall zu hören, wenn die Menschen, vorzugsweise die Autofahrer, die Schlappen wechseln. Also die Winterreifen gegen die Sommerreifen.

Gemeinhin sagt man ja, Winterreifen von O bis O, also von Oktober bis Ostern.

Das ist ein Thema, das mich nicht mehr berührt …. weil nix Auto, nix Reifen.

Mir wird anhand dieses Geräusches wieder einmal klar, von wie vielen Notwendigkeiten ich mich, mit der Abschaffung des Autos, befreit habe. Auch in finanzieller Hinsicht.

Und so reduziert sich für mich, das „Wechseln der Schlappen“, auf das Auswechseln des bevorzugten Schuhwerks. Obwohl ich damit noch etwas warten werde, denn angesichts der heutigen 4 Grad kann ich die Winterschlappen sicherlich noch einige Tagen vertragen (im 2-fachen Sinn des Wortes).

Es grüßt,
das Smamap