Rente mit 70

Heute wieder mal gelesen: Die meisten Fachleute gehen davon aus, dass die Renten nur gesichert werden können, wenn die Menschen auf Dauer mit 70 in die Rente gehen.

GEHT´S NOCH !!!!!  kann ich da nur sagen.

So etwas verlangen Menschen aus ihrem Bürosessel heraus, denen es im Alter an nichts fehlen wird. Natürlich gilt das auch für Diejenigen, die derlei beschließen werden.

Eine solche Regelung hätte natürlich unzweifelhaft den enormen Vorteil, dass eine Vielzahl der Menschen, die dann noch Anspruch auf Rente hätten, bei Eintritt des Rentenalters schon unter der Erde liegen.

MIT dafür sorgen würde die Tatsache, dass viele der künftigen Rentner bis ins hohe Alter arbeiten müßten, und deren Gesundheit mit fortschreitender Zeit dahinsiecht.
Wenn der Organismus bis ins hohe Alter belastet wird, erreichen viele das Renteneintrittsalter nicht.
Wo die Jobs herkommen sollen, lasse ich ohnehin offen, denn für alte Menschen kommen nur noch wenig fordernde Jobs in Frage. Die Meisten können das, was sie mal gelernt/gemacht haben dann ohnehin nicht mehr leisten.

Die Rentenversicherung freut´s natürlich, wenn sie bei immer mehr potentiellen Rentnern einen Haken in der Bilanz machen können, in der Spalte „verstorben“.

Und warum das Ganze?

Unseren Renten ginge es blendend, wenn nicht im Laufe der Jahre sich viele aus diesem Topf hätten bedienen dürfen, die nichts einbezahlt hatten. Die Liste derer, die ich meine, ist lang.

Ich möchte dabei allerdings nicht die Schuld bei jenen Menschen suchen, so wie das die Rechtspopulisten gerne tun.
Vielmehr wäre es Aufgabe der Verantwortlichen gewesen, die Rentenversicherung unangetastet zu lassen, und all jene Leistungen, die zusätzlich der RV aufgebürdet wurden, aus dem Staatshaushalt zu finanzieren.
Das hat man nicht getan, denn schließlich wollte man ja die nächsten Wahlen gewinnen, und dies nicht dadurch in Frage stellen, dass man den Menschen nachvollziehbar mitgeteilt hätte, welche Belastungen auf uns alle zukommen.

Das wäre ehrlich gewesen, und auch den Menschen, die es zu unterstützen galt, wäre dadurch besser geholfen gewesen (heute machen sich „interessierte Kreise“, dies zu nutze).

Blühm hätte recht gehab mit „die Rente ist sicher“, wenn …. ja wenn man nicht hingegangen wäre, und hätte die Rentenkasse mehrfach geplündert.

So wie es jetzt ist, wäre es ehrlicher, wenn jeder Rentner einen Fixbetrag (z.B. 1.000 €) bekäme. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich das annehmen. Die Alternative, bis 70 arbeiten zu sollen, um die Rente dann nicht mehr zu erleben, erschiene mir doch zu vage.
Das Leben noch zu genießen, wenn auch reduziert auf das, WAS FREUDE MACHT, erschiene mir wesentlich menschlicher.

Es grüßt,
das Smamap

Für sie war es ihr Leben

Vor einiger Zeit schloß in meiner Nähe ein Bäcker sein Geschäft.

Aus einem Aushang ging hervor, dass die „Bäckersleut“ in Rente gingen, und nun andere Dinge ihr Leben bestimmen würden.

Ihrer treuen Kundschaft dankten sie auf besondere Weise ….

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Viele Jahre waren sie für die Menschen da. Für die war es eine Selbstverständlichkeit, dass es nahezu jeden Tag früh morgens frische Semmeln gab, frisches Brot, und all die anderen Köstlichkeiten, die ein Bäcker zu bieten hat.

Was das über Jahrzehnte bedeutet, in tiefster Nacht aufzustehen, wenn andere womöglich grade ins Bett gehen, davon haben die Wenigsten eine Vorstellung.

Und JA, sowas ist eine Lebensleistung. Und AUCH deshalb sage ich

DANKE !!!!

Es grüßt,
das Smamap

Airbus – HartzIV – BER – Rente

Ich gehöre sicher nicht zu denjenigen, die ständig auf der Suche sind nach Dingen, gegen die man sein kann, um was zu meckern zu haben, also quasi zu den Berufspessimisten oder den Verschwörungstheoretikern.

Was ich aber kann, ist herzhaft lachen.

Hab mich grad vorhin durch die aktuellen Nachrichten gelesen ….

Da hieß es von Airbus, dass das A400M Transportflugzeug für die Bundeswehr bis auf absehbare Zeit nicht einsatzbereit ist, wegen Triebwerksproblemen und wegen Rissen im Rumpf. Verantwortlich dafür sind natürlich nicht die Hersteller, sondern der Steuerzahler darf blechen. Da wird halt dann wohl die 47 Jahre alte Transall-Flotte noch 10 Jahre länger im Einsatz bleiben müssen.

Dann lese ich, dass jetzt beschlossen werden soll, dass Langzeitarbeitslose (ich bin einer davon), mit 63 in die Rente gezwungen werden sollen, und wenn sie dabei nicht mitspielen, dann wird die Leistung gestrichen. Da frage ich mich, was der ganze Schwachsinn soll. Auf der einen Seite sollen die Leute bis 67 oder gar 70 arbeiten (ich frag mich nur was), und auf der anderen Seite werden die Menschen in die Rente abgeschoben. Das nenn ich dann mal schlüssig.
Mir persönlich ist das egal, ob ich jetzt meine Unterstützung vom Jobcenter bekomme oder von der Rentenversicherung zzgl. Aufstockung per Grundsicherung. Insofern ist eine solche Regelung absolut überflüssig und ein Nullsummenspiel, in dem sich nur der Zahler ändert. Ich würde auch lieber arbeiten, wenn ich denn könnte; und das habe ich mir nicht ausgesucht. Aber das interessiert bei denen, die solche Dinge aushecken und in den luftleeren Raum blasen, ohnehin niemanden, denn DIE werden das Problem niemals haben.
Ich finde es nur absolut schwachsinnig hier Bürokratie zu schaffen, zum einen, und zum anderen hat das mit Fürsorge und sozialstaatlicher Verantwortung absolut nichts zu tun, wenn man auf die Schwächsten Druck ausübt.

Tja, und dann gibt es immer noch solche Themen, wie den BER. Was da sinnlos und immer wieder Mrd. in den Sand gesetzt werden, und kein Ende ist in Sicht, das ist an Uneinsichtigkeit auch im Entferntesten nicht mehr nachzuvollziehen. Aber solange es nicht das eigene Geld ist, das man verbrennt, braucht einen das ja nicht zu sorgen. Wenn hier endlich auch einmal ein Schuldprinzip eingeführt würde, und jemand dafür gerade stehen müsste, wäre auch schon viel geholfen.

Na ja, jedenfalls rufen solche Meldungen in gebündelter Form stehts kollektives Kopfschütteln, und absolutes Unverständnis hervor. Und man kann eben oftmals nur noch darüber lachen, als eine Art Galgenhumor.
Man hat das Empfinden, das an all den Dingen nur noch Dilletanden am Werk sind, die ihre Daseinsberechtigung daraus schöpfen, dass man nur nie zugeben darf, dass etwas ein totaler Murks war/ist und man das Ganze einstampfen und etwas Sinnvolles stattdessen gestalten muss. Dass sowas geht, das machen uns andere immer wieder vor. Aber man stelle sich vor, jemand müsse eingestehen, dass er der Falsche für den Job ist und Verantwortung übernehmen müsse. Das wäre ja geradezu „Rückgrat“, wenn einer hinginge, den Hut nimmt, und den MIST beim Namen nennt.

Das hat nix damit zu tun, dass man ALLES in frage stellt, aber Blödsinn zu beseitigen ist schließlich AUCH Aufgabe von uns allen.

Kann man doch aber alles nicht machen!

Es grüßt,
das Smamap