Das Elektroauto und die Zukunft

Gestern planet-e gesehen im ZDF, ging um das Elektroauto (zum Thema hatte ich schon verschiedentlich geschrieben, zb in DIESEM Beitrag).

Elektroauto

Nachdem ich, hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen, nicht mehr Auto fahre, und diese Entscheidung auch aus Umweltgründen nur bestätigen konnte, hat mich der Beitrag durchaus interessiert.

Was bei mir zum Elektroauto am Meisten hängengeblieben ist, sind 3 Dinge:

  • Um das Elektroauto wirklich als Alternative zu etablieren, in echten Mengen, müsste für die Batterien, nach aktuellem Stand der Technik, ein Mehrfaches der Jahresweltproduktion von Lithium (wenn ich mit recht erinnere), eingesetzt werden. Ganz zu schweigen von anderen Elementen, die ähnlich hohen Einsatz erfordern. Geht also nicht !!!!!
  • Um die ganze Infrastruktur (Ladestationen etc.) zu schaffen, wäre ein immenser Rohstoffeinsatz erforderlich. Völlig egal, ob man als Basis für das Elektroauto jetzt die Batterie nimmt oder die Brennstoffzelle (Wasserstoff). Natürlich gilt das für die Produktion der Autos ebenso. Deshalb ist die angebliche Umweltfreundlichkeit des Elektroauto reine Augenwischerei.
  • Die Bilanz würde erst dann erträglich, wenn die Stromproduktion endgültig komplett auf erneuerbare Energien umgestellt ist. Derzeit erzeugen wir immer noch 40% unseres Stroms aus Kohle. Ganz zu schweigen davon, dass der massenweise Einsatz von e-Autos voraussetzt, dass die Stromtrassen ausgebaut wurden.

Klar ist das Elektroauto dem herkömmlichen Auto ökologisch eindeutig vorzuziehen. Ob es allerdings DIE Lösung ist, wenn wir die Umwelt dann eben weniger schnell kaputt machen, bleibt die Frage.

Der Hauptpunkt dabei, ist und bleibt, der Rohstoffverbrauch, der zum einen auch die Umwelt belastet, und zum anderen den nachfolgenden Generationen ihre Lebensgrundlage entzieht.

Ein entscheidender Punkt wird dabei sein, dass wir die Rohstoffe gar nicht haben, die es bräuchte, wenn alle rein elektrisch fahren (s.o.). Das wäre etwa so, als würde man versuchen, aus einem leeren Geldbeutel 100€ zu entnehmen.

Und der andere entscheidende Punkt ist und bleibt, dass es höchst interessierte Kreise gibt, die wollen, dass Vieles so bleibt, wie es ist. Allen voran die Autohersteller (Gewinnmaximierung), die Ölforderländer/Ölkonzerne (Gewinnmaximierung) und der Fiskus (Gewinnmaximierung = Steuereinnahmen).
Es ist nicht umsonst so, dass das Elektroauto sehr schleppend vorankommt. Wenn es wirklich gewollt wäre, lägen ein paar einfache Maßnahmen zur Umsetzung absolut auf der Hand, und wir hätten schon seit Jahren das jetzt ausgeworfene Ziel, mit 1.000.000 e-Autos bis 2020 problemlos erreicht.

Es grüßt,
das Smamap

Die Zukunft

Gestern ein interessantes Gespräch mitverfolgt im TV. Ein Professor einer Uni sprach da über unsere Konsumgesellschaft.

Der zentrale Satz, der bei mir hängenblieb, war:
„Wenn alle Menschen so leben würden, wie wir in Europa, dann bräuchten wir mehrere Erden, um die Rohstoffe dafür zur Verfügung zu stellen. Damit ist klar, dass wir absolut über unsere Verhältnisse leben.“

In dem Gespräch ging es auch um die Alternativen.
Die einzige Alternative wäre, so wurde gesagt, unseren Konsum, und unsere Wirtschaft zurück zu fahren.

Ich bin der Meinung, dem ist nicht zu widersprechen.

Es sieht so aus, als lebten wir nach dem Motto „haben haben haben, ohne Rücksicht auf Verluste, und nach uns die Sintflut“.

Dabei müsste es darum gehen, auch den Generationen nach uns, noch ein Leben zu ermöglichen, das den Namen verdient. Was aber kommen wird, so meine Ansicht, ist ein Kampf, um die Reste der Ressourcen.

Und das alles nur deswegen, weil wir den Hals nicht voll bekommen können.

Jener Prof führte aus, dass auch dieses Streben nach Besitz uns letztlich keine Zufriedenheit bringt, wenn man nur etwas darüber nachdenkt. Jeder ist pausenlos damit beschäftigt, sich um die Dinge zu kümmern, die er hat. Der Tag hat nur 24 Std. abzgl. Schlaf, Essen, Körperpflege etc etc. Und jedem Teil, das wir uns anschaffen, müssen wir auch ein Stück weit Zeit widmen. Seit es zum Erhalt, sei es um den gedachten Zweck damit zu erreichen (ein Smartphone liegt nicht in der Ecke und man tut absolut nichts damit!).

D.h. unser Leben wird immer umfangreicher, und wir müssen die uns zur Verfügung stehende Zeit immer mehr zerstückeln, um allen unseren Besitztümern gerecht zu werden.

Man kennt die Effekte: Stress, Unzufriedenheit, Unruhe, körperliche Belastung, physische und psychische Überforderung.

Es wäre an der Zeit, alles auf das Maß zurückzufahren, das es WIRKLICH braucht.

Die Frage ist, was wir denn tatsächlich WIRKLICH brauchen?

Braucht jeder ein Auto, 2 Kühlschränke, 2 Fernseher, ein Haus, ev. noch einen Zweitwagen, jeden Tag Fleisch usw usf?

Wenn man sich einmal in einer ruhigen Minute hinsetzt, und sich seinen Besitzstand vor Augen führt, kommt man auf so EINIGES, was man tatsächlich NICHT braucht.

Mein Fazit: Es muss darum gehen, DAS was die Erde uns gibt, auf möglichst viele Generationen auszudehnen, um denen, die nach uns kommen, die Chance zu geben, etwas zu entwickeln/erfinden, was das Überleben ermöglicht. Bei der Verschleuderung von Ressourcen, die wir heute betreiben, kommen unsere Nachfahren nicht einmal ansatzweise so weit. Zuvor wird ein Kampf um die Reste der Rohstoffe entbrennen. Aber zu diesem Zeitpunkt sind wir schon lange in unseren Gräbern vermodert.
Aber das scheint nicht wirklich jemanden zu interessieren. Viel wichtiger ist es, den Besitz zu mehren, und alle 5 Jahre ein neues Auto zu erstehen, weil DAS vorgeblich glücklich macht.
Es wäre unser aller Aufgabe, zuvorderst die Aufgabe der Staatenlenker, einen Umschwung zu vollführen. Aber dazu müsste man ja seinen Arsch hochhieven und auf etwas verzichten.
Der Prof in jenem Gespräch, riss an, dass es ohne substantielle Einschränkungen möglich wäre, den Konsum, die Wirschaft, das Einkommen etc. auf die Hälfte zu reduzieren, und jeder käme immer noch gut zurecht. Das ist auch gut nachvollziehbar, denn wer all das nicht mehr erwirbt, was er nicht wirklich braucht (z.B. 10 verschiedene Hosen oder 30 Paar Schuhe), der muss auch nicht Mengen an Geld verdienen, um sich all das leisten zu können. Der Staat würde dann zwar weniger Steuern einnehmen, was aber kein Problem wäre, da er sich auf das beschränken könnte, was seine Hauptaufgabe ist. Mrd. für Straßenbau auszugeben, der dann, wenn mehrere Menschen sich ein Auto teilen, bei Weitem nicht mehr im selben Umfang nötig ist, kann er sich dann sparen.

Einige Ansätze, über die man zumindest nachdenken kann.
Ein WEITER SO führt zwangsläufig in die Katastrophe. Und dagegen sind all jene Probleme, die wir heute als solche sehen (Flüchtlinge, Sozialwesen, AfD, Korruption usw usf) nur ein müder Abklatsch.

Es grüßt,
das Smamap