Sommer – soweit das Auge reicht

Dann war heut doch nix mit Arbeiten. Noch Anruf bekommen, der es auf morgen verschiebt.

So hatte ich noch Muse, nachmittag, den Schatten suchend, zur Eisdiele zu wandern, und mir dort 2 Kugeln der Sorte „egal“ mitzunehmen. In der Waffel versteht sich. Manchmal ist mir nach einer bestimmten Sorte, und manchmal weiß ich nicht so recht. Dann sag ich immer zum Patrizio „2x egal“. Erstaunlich wie viele verschiedene Eissorten der hat.

Das Eis war speziell tiefgekühlt heute. Und schmeeeeeckte. Unbeschreiblich.

Ich hab es total genossen. Und in die Länge gezogen. Ich geh immer eine kleine Runde dabei. Bewegung muss ich, rein ärztlich gesehen, mitnehmen, wo geht. Im Frühling reichten die beiden Eiskugeln grade mal die Straße entlang, vorbei am Obsthändler, bis zur Bankfiliale.
Heute hatte ich sogar noch bis zum Bahnhof runter Stoff zum schlecken.

Und dann auf der Parkbank gesessen, leider schon ohne Eis, aber natürlich im Schatten. Den feinen Luftzug genossen, unter den Bäumen.

Auf der anderen Talseite den Verkehr beobachtet. Die Cabrios, die Motorräder, und natürlich auch die vollklimatisierten Luxuskarossen. Na gut, das Luxus lassen wir weg. Jedenfalls alle Fenster zu. In meiner Jugend gab es nur offene Fenster, weil die Klimaanlagen alle eine Kurbelbedienung hatten.

Und natürlich alle Menschen langsam unterwegs. Kurz gehalten, was T-Shirt und Hosen angeht.

Meinereiner hat natürlich immer Cäppi dabei. Mangels Sonnenschutzfaktor „Haare“.

Dann langsam und gemäßigten Schrittes Richtung Heimat mich bewegt. Gut, auch wegen der Hitze. Aber ich bin nicht mehr so flott unterwegs, wie früher mal. Geht halt nicht mehr.
Dabei macht man immer auch die Erfahrung: Man kommt auch ein klein wenig langsamer überall hin.

Morgen früh, da freu ich mich auf´s Freibad. Machen um 8 auf. Werd ich jetzt, wenn immer möglich, hinlaufen. Nur 5 Minuten von zuhause. Physio meinte, das wäre schon ganz gut für mich. Wird wohl auf Saisonkarte rauslaufen.
Nach dem Schwimmen dann kurz was erledigen, die andere Physio (mit Fango) genießen. Das wird bestimmt eine mords Gaudi.

Und Nachmittag dann arbeiten. Wohl so gegen Abend. Kann ich mir frei einteilen. Bin ja nicht beschubst, und wackle bei 30 Grad in der Sonne rum. Einen fast Beinahezusammenbruch, wie schon mal, muss ich nicht haben. Wie sagte der Chefarzt damals: Sie kennen Ihre Grenze, und Sie wissen wie weit Sie gehen dürfen.
Ja, das weiß ich.

Und Abends dann, da gehe ich mal zum nächsten Biergarten. Na ja, Oberfranken hat hier nicht grad die tollste Auswahl. Aber so unter ein paar Kastanien sitzen, und einen Radler reinzischen, das darf ich dann schon.

Es grüßt,
das Smamap

Der stille Begleiter

Gestern stand ich zum Schluss noch am Fenster und betrachtete den Mond.
2015-09-27 00.29.20
Dachte ich mir so, dass nur noch ein Ministück zum Vollmond fehlt, und es schon faszinierend ist, wie der so da draußen steht. Vorhin beim Frühstück heißt es im Radio, dass wir morgen früh ab 4 Uhr hier eine Mondfinsternis haben.

Mich haben ja von je her die Abläufe im Universum fasziniert. Am Meisten natürlich das, was bei uns abläuft.

Es gäbe zum Mond derart viel zu sagen, dass das den Rahmen sprengen würde.

Also mal das (für mich) Wesentliche:

  • Ohne den Mond gäbe es kein Leben auf der Erde (Stabilisierung der Erdachse)
  • Er entstand, nach heutiger Meinung, aus einer Kollision der Erde mit einem großen Objekt (Abspaltungen von Erde und Objekt fügten sich zum Mond zusammen, der von da an um die Erde kreiste)
  • Der Mond ist im Wesentlichen für Ebbe und Flut verantwortlich.
  • Er entfernt sich jedes Jahr etwa 4 cm von der Erde, und wird in sehr weit entfernter Zukunft den Erdorbit verlassen
  • Wenn Erde, Mond und Sonne in einer Linie stehen (so wie morgen), dann gibt es eine Mondfinsternis oder eine Sonnenfinsternis oder gar nichts
  • Der Mond wendet uns immer dieselbe Seite zu (die Rückseite haben als einzige Menschen die Astronauten der Apollo-Missionen gesehen)
  • Einen 100%-igen Vollmond gibt es nicht (zumindest von der Erde aus gesehen)
  • ……….

Am Faszinierendsten finde ich die Tatsache, dass es ohne Mond kein Leben auf der Erde gäbe. In aller Kürze gesagt: Der Mond stabilisiert die Erdachse, und ohne den Mond würde diese so taumeln, dass das Klima Purzelbäume schlagen würde; Leben, wie wir es kennen, wäre nicht entstanden, wenn die Temperatur über große Zeiträume immer wieder zwischen plus 60 und minus 60 Grad schwanken, und die Erde sich mehrfach so schnell drehen würde, wie wir das kennen.

Tatsächlich ist es anders.

Das lässt natürlich viel Raum für Spekulationen. Die einen halten es für Zufall, die anderen für das Werk eines göttlichen Wesens.
Ich ziehe es vor, es als die Folge von Abläufen im Universum zu sehen, die eben genau SO abgelaufen sind, wie es der Fall war. Also eine tatsächliche endlose Reihe von Ursachen und Wirkungen. Dazu braucht es weder den Zufall noch eine göttliche Eingebung.

Der Mensch hat immer schon die Tendenz gehabt, Dinge, die er nicht unmittelbar beurteilen konnte, etwas außerhalb seiner Vorstellungswelt zuzuschreiben.

Also gibt es den „Zufall“ (was immer das ist) oder ein göttliches Wesen (das sich natürlich ausgerechnet um die Erde und den Menschen kümmert).
Stellt euch vor, es gäbe BEIDES nicht, und der Mensch hätte sich Jahrhunderte hindurch völlig umsonst an etwas geklammert.

Da halte ich es lieber mit der Mondfinsternis morgen früh und damit, dass jede Ursache ihre Wirkung hat. In diesem Fall hat der dunkle Mond sein Ursache darin, dass die Sonne hinter der Erde verschwindet, und die Erde ihren Schatten auf den Mond wirft.

Es grüßt,
das Smamap