Unser Winter und der Klimawandel

Heute fallen hier in Oberfranken noch etliche Schneeflocken, aber es bleibt schon lange kaum noch was liegen. Es ist einfach zu warm.

Das war jetzt die letzten 3 Jahre schon so.

Normalerweise war man gewohnt, dass hier der Winter vor dem April nicht zu ende ist, und es im Februar durchgehend Minusgrade hat.

Auch das war in den letzten Jahren nie so.

Ich sag mal: Der Winter ist vorbei.

So Manche behelfen sich ja immer damit, dass sie sagen, das sei jetzt nur mal ein „Ausreisser“ gewesen, und der nächst Winter würde dann schon wieder anders.

Wenn ich mir allerdings die letzten Jahre so betrachte, dann ist temperaturmäßig alles nach oben gegangen. Sehr viel, was sonst hier als Schnee kam, kommt nur noch als Regen.
Es war sonst immer mindestens 3 Monate lang fast jeden Tag so, dass ein- oder mehrmals Schnee geräumt werden musste.
Letztes Jahr hatte ich 3x zu räumen, dieses Jahr 1x. Alles andere konnte man mit dem Besen weg kehren, bzw. wenn man etwas wartete, dann war es von selbst verschwunden.

Ich befinde mich hier auf einer Höhe von etwa 500 Metern. Und ein paar KM weiter sind es dann 600 Meter. Eine Grenze also, die bisher immer oberhalb der Schneefallgrenze lag. Diese hat sich merklich nach oben verschoben.

Wer ob solcher Entwicklungen immer noch meint, wir hätten keine Klimaveränderung, der ist Offensichtlichem scheinbar nicht zugänglich. Wenn ich mich dann frage, warum das so ist, fällt mir dazu nur ein, dass man ja etwas am eigenen Verhalten ändern müsste, sich einschränken müsste, und da ist es natürlich wesentlich bequemer, sowas zu leugnen. Dann kann man nämlich so weitermachen wie bisher.

Und wenn man sich dann noch die aktuellen Schlagzeilen betrachtet, dann ist erstmal weit und breit von Klima und Klimazielen nicht mehr die Rede.

Also alles wie gehabt.

Es grüßt,
das Smamap