Mond und Glaube – (k)ein Zusammenhang

Was das Thema Mond und Glaube angeht, so ist sich die Wissenschaft mittlerweile sehr sicher, dass unser Mond durch Kollision unserer Erde mit einem anderen Himmelskörper entstand. Wobei das Material, das bei dieser Kollision ins All geschleudert wurde, dann zum Mond wurde.

Diskutiert wird allenfalls noch, ob das eine einzige große Kollision war oder mehrere, so dass der Mond nach und nach seine heutige Größe erhielt, indem er jeweils das Material, das dabei in die Erdumlaufbahn geschleudert wurde, einsammelte.

Mond und Glaube

Egal wie, er entstand zum Großteil aus der Erde.

Was dabei wieder mal gilt, ist, dass bestimmte Voraussetzungen dazu führten, dass heute alles so ist, wie es ist. Denn eines muss man wissen: Ohne den Mond gäbe es auf der Erde kein Leben.

Nur als Bsp.: Wäre eine solche Kollision ein „Volltreffer“ gewesen, gäbe es heute weder Erde noch Mond, so wie wir das kennen. Von Leben auf der Erde ganz zu schweigen. Wäre es nur ein „Streifschuss“ gewesen, so wären die beiden Kugeln wie Billiard-Bälle weitestgehend voneinander abgeprallt.

Damit also ein Mond entstand, musste der Aufprallwinkel in einem bestimmten Bereich sein. Genauso, wie das für Kapseln der Mondfahrer auch galt …. zu steil bedeutete Verglühen …. zu flach bedeutete Abprallen.

Und hier kommt, zumindest für mich, die Frage des Glaubens ins Spiel. Und damit wären wir beim Thema Mond und Glaube.

Die Gläubigen, gleich welcher Religion sie angehören, glauben an einen Schöpfer.

NUR – der müsste dafür gesorgt haben, dass jener Planet, der unsere Erde traf, dies im genau richtigen Winkel tat. Und mehr noch …. damit jener Planet im richtigen Winkel hier ankam, müsste dafür gesorgt worden sein, dass er auf seiner langen Reise durch´s Weltall genau jene Bahn genommen hätte, die ihn passend hier ankommen ließ. Wär er irgendwo zu nahe an einen anderen Planeten gekommen, so hätte dessen Schwerkraft seine Bahn zu sehr verändert, und er hätte unsere Erde ev. nicht mal berührt.

Jener Schöpfer müsste also ein Experte in Sachen „Flugbahnberechnung mit 10 Variablen“ sein.

Anzunehmen, dass da ein Schöpfer ist, der all das, was nötig war, so vorausgesehen und -berechnet hat, dass alles genau SO kam, dass unsere Erde so wurde, dass Leben möglich war, ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen. Mal ganz abgesehen davon, dass solch ein Glaube schon sehr voreingenommen ist, weil er doch beinhaltet, dass sich der halbe Kosmos nur um uns dreht.

Nur mal so gedacht, dass irgendwo eine Supernova-Explosion stattfand, und die findet nur etwas später statt, dann hätte das unzweifelhaft Auswirkungen auf viele verschiedene Abläufe. Nur mal so als Bsp.
Und so gibt es eine Vielzahl von Dingen, die sich direkt oder indirekt auf uns auswirken, bzw. darauf, um beim Thema zu bleiben, wie die Sache mit der Erde und dem Mond ablief.

Da ist es natürlich wesentlich einfacher, davon auszugehen, dass es einen Schöpfer gibt, der alles so gemacht hat, dass es passt.

Ganz klar – das regelt natürlich alles.

Was man an dem Beispiel mit unserem Mond sehr schön erkennen kann, ist, dass sich das Universum um solche Glaubensansätze einen feuchten Kehrricht schert. Dort läuft eben alles so ab, wie die Naturgesetze es hergeben.

Eine Möglichkeit gäbe es allerdings noch …. nämlich dass es doch einen Schöpfer gibt, der irgendwo ein absolut riesiges Rechenzentrum stehen hat. SO riesig, dass uns dafür die Vorstellungskraft fehlt. Dieses RZ hat alles das, was nötig ist, so berechnet, damit hier im Sonnensystem eine „Erde“ entsteht, mit all den Voraussetzungen, die Leben ermöglichen.

Bliebe dann nur die Frage, was mit allen anderen Milliarden und aber Milliarden Planeten im Universum ist. Wurden die auch entsprechend durchgerechnet oder haben die ihr eigenes RZ? Und wenn auf irgendeinem Planeten, zig tausende von Lichtjahren von uns entfernt, Leben existiert …. war dort dann ein eigener Jesus, Mohammed oder wie immer er heißen möge, am Wirken?

Für mich zeigt das Bsp. mit dem Mond, wie absolut realitätsfern jeglicher Glaube an irgendeinen Schöpfer ist. Der Mensch hat ja von jeher versucht, sich all das, was er nicht erfassen und erklären konnte, per Glauben zu erfassen. Die Wikinger glaubten an einen Wolfsgott, der die Sonne frißt, und erklärten sich so die Sonnenfinsternis. Damit konnten sie auch mit der Angst umgehen, die sie vor solchen Effekten hatten, denn schließlich würde jener Gott schon auf sie aufpassen.

Einen Unterschied zu der Vielzahl an Religionen, die es heute auf der Erde gibt, vermag ich nicht wirklich zu erkennen. Noch dazu, wo jede für sich in Anspruch nimmt, die EINZIG WAHRE Religion zu sein.

Es grüßt,
das Smamap

Der Ursprung der Erde

Je mehr man liest, umso mehr Ideen tauchen auf, die das heutige Glaubensszenario der Religionen auf unserem Planeten, in Frage stellen.

Eine dieser Ideen wird getragen von der Tatsache, dass unser Planet sehr viel mehr Kohlenstoff im Erdmantel aufweist, als da eigentlich sein dürfte.

Wissenschaftler stellen sich natürlich sofort die Frage, warum das so ist.

Kohlenstoff ist die Grundlage für alle organischen Substanzen; stellt das Grundgerüst dar. Ohne Kohlenstoff kein Leben.

Die plausibelste Erklärung für den reichlich vorhandenen Kohlenstoff im Erdmantel ist für die Wissenschaftler diejenige, dass in der Frühzeit der Erde, ein „Protoplanet“ mit 5 bis 30% der Masse der Erde, mit ihr kollidiert ist (damals gab es noch eine ganze Menge dieser Protos).

So erhielt die Erde ihre heutige Kohlenstoffverteilung.

Nachdem das Universum und auch unser Sonnensystem zu dieser Zeit eher ein absolut konfuses Durcheinander von Objekten war, die untereinander kollidierten, müsste da also irgendwo, so unsere Religionen, der Schöpfer am Werk gewesen sein, um diese ganzen Kollisionen so zu steuern, dass unser Planet das abbekam, was er brauchte, und all jene Objekte hier auftrafen, derer es bedurfte.

Das wäre etwa so, als würde man auf einem Billiard-Tisch hundert Bälle positionieren, und mit einem Spielball in diese hineinschießen, und das Ganze aber so machen, dass ein bestimmter Ball dann in einer bestimmten Position zu liegen käme. Und nicht nur das …. auch etliche andere Bälle müssten, in bestimmter Konstellation zueinander, liegen bleiben. Schließlich ist ja unser Sonnensystem, so wie es ist, eine Konstellation, die genau SO sein muss, wie sie ist, um die Erde und das Leben darauf zu ermöglichen.

SEHR naheliegend !!!!!!

Welchen Schluss man aus all dem ziehen mag, das soll sich jeder Leser selbst überlegen.

Es grüßt,
das Smamap

Warum ich nicht glaube

Ich hab jüngst mich darüber ausgelassen, warum ich aus der katholischen Kirche jetzt definitiv austrete.

Wie man da lesen konnte, hat das nicht unbedingt mit meinem Glauben zu tun, sondern vielmehr damit, wie die Glaubenshüter das Ganze praktizieren.

Wenn ich das Thema schon anreiße, so muss ich ehrlicherweise schon auch anführen, dass es bei mir auch mit dem Glauben nicht so sehr weit her ist. Das trägt zumindest mit zum Austritt bei, auch wenn der hauptsächliche Grund, wie ausgeführt, anderer Natur ist.

Wenn man allerdings schon Blogs schreibt, so sollten sie auch vollständig sein.

Wie sehe ich also den „Glauben“?

Zunächst sollte ich einmal festhalten, dass ich von Haus aus eher ein Kopfmensch war. Einer, der immer versucht hat, die Dinge zu begreifen. Das hat sich erst in den letzten Jahren geändert, aber die Logik ist für mich immer noch ein Hauptbestandteil meines Lebens.

Und je mehr ich über meine Jugend hinauskam, umso mehr begann ich am mir zugewiesenen Glauben zu zweifeln. Zunächst einmal ausgelöst durch das Verhalten der Kirchenoberen.
Im Lauf der Zeit gaben mir allerdings auch so manche andere Dinge zu denken.

Zum einen gab mir zu denken, dass es auf dieser Welt etliche Glauben gibt, von denen jeder für sich in Anspruch nimmt, der einzig wahre Glauben zu sein. Warum sollte also ausgerechnet jener der kath. Kirche der einzig wahre sein?

Zum anderen gab mir zu denken, dass sich ein Schöpfer, Gott oder wie immer die Bezeichnung sei, ausgerechnet auf die Erde und uns Menschen konzentrieren sollte. Alles passierte hier. Jesus lebte unter den Menschen. Und der Rest des Universums?

Und noch was störte mich schon immer: Die Überlieferungen wurden von Menschen geschrieben. Und die haben die Wahrheit, nur die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit geschrieben?

Ich kenne keinen einzigen Nachweis dafür, dass sich die wesentlichen Dinge zur damaligen Zeit wirklich so zugetragen haben, wie uns das berichtet wird. Ich weiß schon, wer glaubt, der braucht keinen Beweis! Tut mir leid, aber das ist mir zu wenig. Heerscharen von Menschen, Generationen über Generationen glauben, nur damit sich dann irgendwann rausstellt, dass das alles gar nicht so war?

Es wird immer so getan, als wäre es verwerflich, einen Beleg dafür zu fordern, dass man nicht etwas hinterher läuft, was gar keinen Bestand hat. „Glauben“ sei ein Wesensmerkmal des Menschen, und als genauso wirklich zu sehen, wie jede greifbare Wirklichkeit. DEM vermag ich nicht zu folgen.

Die Menschen sind viel zu schlecht, als dass ich davon auszugehen vermag, dass uns da nicht ein X für ein U vorgemacht wurde.

Es gibt viel zu viele Ungereimtheiten in all diesen Werken, und im Wirken der Kirche über die Jahrhunderte, als dass ich all das, was da geschrieben steht, für bare Münze nehmen könnte. Und die Tendenz des Menschen, alles das, was er sich nicht erklären kann, einem Übernatürlichen zuzuschreiben, die war immer schon gegeben.

Ja, ich vermag zu sehen, dass hinter der Großartigkeit des Universums, irgendetwas steht, das das Ganze auf den Weg gebracht hat. Denn dass es „einfach so“ entstanden ist, dem vermag ich dann doch nicht „einfach so“ zu folgen. WAS dieses „irgendetwas“ ist ….. keine Ahnung!

Dieses schier grenzenlose Universum braucht eine Basis. Soweit gehe ich mit. Aber sicher keine Basis, die sich auf unserer Erde abspielt, in Form eines göttlichen Wesens, dessen Einzigartigkeit wir Menschen mit Beschlag belegen, und die anderen Lebewesen des Universums sollen gefälligst sehen, wie sie auch „ohne“ zurechtkommen.

Ich halte es da eher mit Stephen Hawking:
zitat-wenn-das-universum-einen-anfang-hatte-konnen-wir-von-der-annahme-ausgehen-dass-es-durch-einen-stephen-hawking-189970

Unabhängig davon, hat natürlich jeder das Recht, seinem eigenen Glauben zu frönen. Gar keine Frage.

Jedoch nehme ich mir das Recht heraus, selbst zu entscheiden, ob ich an etwas glaube oder nicht. Und auch zu entscheiden, ob es überhaupt notwendig ist, einen Glauben zu haben. Die Zeiten, in denen es so war, in einen Glauben gezwungen zu werden, sind lange vorbei.

Es grüßt,
das Smamap