Anfang und Ende

Gestern hatte ich wieder mal eine Doku mir angesehen, in der es um die Entstehung des Universums ging. Also um so Dinge, wie den Urknall, die Entstehung unseres Sonnensystems usw usf.

Und so weiß man also heute v.a. durch „Hubble“, dass das Universum 13,7 Mrd. Jahre alt ist. Unser Sonnensystem, und auch unsere Erde, ist grade mal 4,5 Mrd. Jahre alt (wenn ich mich recht erinnere). Und den Menschen bzw. dessen Vorläufer gibt es seit etwa 4 Mio. Jahren.

Wer meinen Blog verfolgt, der hat schon mitbekommen, dass mich solche Erkenntnisse faszinieren. Vor allem jene, die das Universum betreffen.

Damit verbunden, ist für mich auch immer die stets absonderliche Vorstellung, die der Mensch hat, bzgl. eines Schöpfers namens „Gott“.

Da besteht also das Universum schon fast 10 Mrd. Jahre, als es sich endlich daran macht, den Planeten zu schaffen, auf dem dereinst der Mensch leben wird, und auf dem dann der Sohn des Schöpfers geboren werden wird (man sehe es mir nach, dass ich die Religion verwende, der ich angehöre; man könnte sie sicherlich, was diese Zeilen angeht, nach Belieben durch irgendeine eine andere Religion ersetzen, die es hier auf der Erde gibt).

Nochmal zum Genießen: Fast 10 Mrd. Jahre nach der Entstehung des Universums, entsteht der Planet, auf dem jene Spezies sich entwickeln wird, die im Zentrum einer Schöpfung steht, die ein göttliches Wesen ablaufen ließ.

Da kann ich nur fragen: GEHT’S NOCH !!!!

Und um das noch zu toppen …… Diese Spezies, die im Zentrum der Schöpfung steht, wird sich über kurz oder lang selbst auslöschen. Zurückbleiben wird ein Universum ohne die Spezies, wegen derer das Ganze überhaupt veranstaltet worden ist (so glauben das zumindest unsere Religionen).

Die Einzige Unbekannte in dieser Gleichung, ist, ob sich diese Spezies tatsächlich selbst auslöschen wird. Aber ich denke, dies können wir getrost so annehmen. Wodurch sie sich auslöschen wird, ist nebensächlich. Ob per Klimaveränderung, Atomwaffen oder was auch immer. Jedenfalls ist das sehr viel wahrscheinlicher, als die Tatsache, dass uns irgendwann ein Meteorit trifft, der Art, welcher die Dinosaurier ausgelöscht hat.

Was soll man von einer Lebensform halten, die für sich in Anspruch nimmt, denken zu können, und dennoch nicht umreißt, welchen Wahrheitsgehalt eine Religion haben kann, die derartige Utopien in die Welt setzt.
Ein ganzes Universum. Nur für eine Lebensart. Noch dazu eine, die das Ganze ad absurdum führt.
Das wäre etwa so, wie wenn man eine riesige Biosphäre bauen würde, nur um dann, wenn sie fertig ist, festzustellen, dass es niemanden mehr gibt, der darin leben könnte.

Wir meinen, heute sehr viel weiter zu sein, als jene Wikinger, die glaubten, dass eine Sonnenfinsternis nichts anderes als ein Wolf sei, der die Sonne verschlingt. Ich hab da so meine Zweifel.

Es grüßt,
das Smamap