Die Erde hat viele Löcher

Jetzt kommen sie wieder alle aus den Löcher n gekrochen, dessen bin ich mir sicher.

Ich verfolge zwar bewusst die Berichterstattung nicht zu Berlin (es ist schrecklich genug, was dort passierte; da genügt der seriöse Überblick), aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie nun wieder alle aus ihren Löcher n gekrochen kommen.

Die ewig Gestrigen, diejenigen, die es schon immer wussten, diejenigen, die natürlich von vorneherein wissen, wer schuld ist, diejenigen, die Angst im Programm stehen haben, und diejenigen, die sofort das Wort „Flüchtlinge“ im Mund führen.

Und allen voran, das habe ich eben in den Nachrichten gehört, der Herr Seehofer.

Ich sage das ganz bewusst als Bayer, der stolz auf sein Land ist. Stolz einfach deswegen, weil ich das Land sehr mag, in dem ich lebe. Was ich nicht mag, sind Menschen, die sich zum Wortführer aufschwingen, wenn es darum geht, mit politischem Kalkül, Nutzen aus einer schlimmen Sache zu ziehen. Noch dazu, wenn diese das Wort Christlich im Namen führen.

SOFORT wird der Begriff Flüchtlingspolitik wieder aus der Kiste geholt, noch kaum, dass die Leichen kalt geworden sind.

Er sollte sich schämen, dieser Herr Seehofer, sich auf den Kutschbock der Populisten zu schwingen. Ich kenne ihn noch aus jener Zeit in Ingolstadt, der Stadt, in der ich den größten und wichtigsten Teil meines Lebens verbracht habe. Es war für mich etwas Besonderes, als ich hörte, dass er zum „Landesvater“ aufgestiegen war.

Doch nun muss ich sagen: Pfui Herr Seehofer, dass Sie sich zum Anwalt jener machen, die mit Angst, Schuld und Vorurteil ihre Politik betreiben.

Es wäre Ihre Aufgabe, sich schützend vor die Schwächsten zu stellen, und nicht auf deren Kosten Ihr Süppchen zu kochen.

Löcher

Aber um nicht zu persönlich zu werden: Die Zeiten der Sippenhaft wähnte ich vorbei. Ich hoffe sehr, dass viele Menschen es erkennen, dass jene Populisten die Taten der Täter mit anderen Mitteln weiterführen.
Und v.a. erkennen, dass jene Menschen, die vor Leid und Mord geflohen sind, nun zu Tätern gemacht werden sollen oder zumindest als derengleichen abgestempelt werden sollen. So werden Opfer zu tätergleichen Gesellen verargumentiert.

Und um es einmal ganz klar zu sagen: Der Anteil von Menschen, die für Mord und Totschlag verantwortlich sind, ist in allen Bevölkerungsgruppen etwa gleich. Mit dem Finger auf andere zu zeigen, ist absolute Heuchelei. V.a. auch dann, wenn die Lage in jenen Ländern, aus denen die Menschen fliehen, so ist, wie sie ist, auch aus vielen Gründen, die durch die Politik der sog. westlichen Länder verursacht ist.

In diesem Sinne: Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.

Es grüßt,
das Smamap

Sandkastenspiele die nie aufhören

Sie saßen zu zweit im Sandkasten. 2 Kinder. Spielten ihre Spiele und unterhielten sich dabei.

ER sagte: DIE nehmen mir immer alles weg. NIE bekomm ich irgendwas. NIE lassen Sie mich in Ruhe. Und IMMER lügen sie nur.

SIE sagte: JA, ganz genau. Und dann kommen immer so VIELE, und wollen auch mitmachen. Dabei ist das doch UNSER Sand. Und die machen uns IMMER alles kaputt.

Da hatten sich scheinbar 2 gefunden, die sich verstanden.

Vielleicht würden sie sich ja demnächst wiederfinden, und, wer weiß, vielleicht würden sie ihre Gemeinsamkeiten weiter entwickeln, und wer weiß, was daraus entstehen würde.

Aber für Heute hatten sie keine Zeit mehr, denn die Mutter wartete schon mit dem Abendessen.

Und so gingen Donald und Frauke nach Hause, wissend, dass es andere gab, die genauso dachten, wie sie. Wie recht sie doch hatten, mit dem, was sie dachten, so meinten sie …. dort, in ihrem Sandkasten.

Jahrzehnte später sollten sie den Sandkasten mit anderen Arenen getauscht haben. Die Spiele und Reden würden immer noch die gleichen sein. Nur die Mittel wären andere geworden. Aber wie damals im Sandkasten …. SIE würden immer recht haben, und schuld wären immer die ANDEREN.

Sind die wirklich so?

Nehmen wir mal Folgendes an …..
(selbstverständlich wären Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder tatsächlichen Ereignissen rein zufällig)

Ein gebürtiger Thüringer wandert aus und wird in Bayern sesshaft.
Doch i-wie kommt er mit den Gegebenheiten nicht so recht klar.
Er ist umgeben von lauter Idioten.
Alle um ihn herum machen immer Dinge, über die man nur den Kopf schütteln kann.
Sämtliche Behörden und Institutionen machen ihm immer nur Probleme.
Ständig werden ihm Knüppel zwischen die Beine geworfen.
Und in der Arbeit genau das Gleiche. Lauter Vollpfosten. Ständig gibt es Ärger, und alles bleibt immer an ihm hängen. Ständig wird er gemobbt. Das geht soweit, dass sogar die Oberen gemeinsame Sache machen, und er letztlich rausgeworfen wird.
Und dann immer diese Ausländer und Einwanderer. Ja, ja, die haben schon recht, die von Pegida. Die kommen alle ins Land und nehmen einem die Jobs weg.
I-wann mal sagt ihm einer, dass es scheinbar sehr einfach ist, immer den anderen die Schuld zu geben; die Fehler immer bei anderen zu suchen.
Hat sie der noch alle? Was kann er denn dafür, wenn er von lauter Idioten umgeben ist? Sollen doch Partner,  Freunde und Freundinnen hingehen, wo der Pfeffer wächst.
Nö, das Ganze macht er nicht mehr mit, und wird mal wieder in eine andere Gegend ziehen.

So eine fiktive Geschichte, so sie denn wahr wäre, würde den Gedanken aufkommen lassen, dass da jemand nicht dazu fähig ist, mal das eigene Handeln, und die eigenen Einstellungen zu überdenken. Denn wenn der Reihe nach alles schief gegangen ist, dann könnte man ja langsam mal auf die Idee kommen, den Grund dafür bei sich selber zu suchen.

Aber wie gesagt, Ähnlichkeiten wären rein zufällig.

Schönes Wochenende.
Es grüßt,
das Smamap