Science Fiction und Wirklichkeit

Ev. ist das nur Einbildung, jedoch meine ich festgestellt zu haben, dass sich in letzter Zeit die Berichte und Dokumentationen in den Medien häufen, die darüber informieren, welche Anstrengungen unternommen werden, um eines Tages den Flug zum Mars und darüber hinaus zu realisieren.

Auch Forschungen, die einen weiteren Horizont haben, finden statt.

Nun bin ich zwar durchaus ein Fan davon (Fan kommt wohl von Faszination), dass der Mensch eines Tages den Weltraum erforscht und bevölkert, jedoch beschleichen mich leichte Zweifel daran, welchen Sinn derlei haben soll.

Zweifel deshalb, weil die Summen, die für derlei heute schon ausgegeben werden, enorm sind, und gleichzeitig fehlt hinten und vorne das Geld, um den Notleidenden dieser Welt zu helfen.

Man darf die Frage stellen, ob die Dinge, die außerhalb des Erdorbits liegen, erstrebenswert sind. Wettersateliten und GPS-Navigation erscheinen mir noch sinnvoll, und ev. auch noch der Mond, als unser Begleiter. Aber darüber hinaus ………?

Es gibt sehr viele Probleme, die z.B. für einen Flug zum Mars gelöst werden müssten. Probleme von denen man heute noch nicht einmal weiß, ob überhaupt eine Lösung möglich sein wird. Und selbst wenn, dann stünden wir ev. eines Tages auf dem Mars. Und wozu? Um dann Antwort auf die Frage zu bekommen, ob es dort ev. einmal Anfänge irgendeines Lebens gab?

Und das bringt uns hier auf der Erde genau WAS?

Ich will sagen, was bringt uns Menschen ein solcher Erfolg, der es zweifelsohne wäre, rein vom Forscher her gesehen, wenn gleichzeitig das Leben hier auf unserem Planeten immer mehr bedroht wird. Bedrohnt, von uns selbst.

Vielleicht gelänge es dann, dort eine kleine Kolonie zu errichten. WOZU?
Ev. dazu, dass die dort lebenden eines Tages feststellen, dass es nichts mehr gäbe, wohin sie zurückkehren könnten. Sei es aus klimatischer Sicht, sei es aus Gründen der Umweltverschmutzung, sei es deswegen, weil wir uns gegenseitig alle umgebracht haben?

Und selbst wenn all das (noch) nicht eingetreten wäre, wie würde es dann weitergehen. Gar nicht? Weil es, zumindest aus heutiger Sicht, keine physikalische Grundlage für die Annahme gibt, dass es jemals eine Antriebsart geben könnte, die es uns auch nur ansatzweise erlaubt, unser Sonnensystem zu verlassen, und einen anderen Planeten zu finden?

Erscheint es da nicht weitaus sinnvoller, all diese Bestrebungen zu unterlassen, und alle Mittel daran zu setzen, das Leben hier auf der Erde zu sichern?

Ja sicher, es gäbe noch viele andere Dinge, die überflüssig sind, und wobei sich die dadurch verschwendeten Mittel sehr viel sinnvoller einsetzen ließen. Man denke nur an die weltweiten Waffenproduktionen oder den Individualverkehr.
Aber es erscheint, in meinen Augen, sehr viel sinnvoller, als erstes DAS sein zu lassen, was noch gar nicht Realität, sondern vielmehr utopisch ist.

Und so befürchte ich, bei aller Faszination, die der Weltraum auf mich ausübt, dass wir eines Tages eine Kolonie auf dem Mond haben werden, und ev. auch auf dem Mars. Und zudem eine Unzahl von Satelliten das Leben auf der Erde betrachten. Und gleichzeitig wäre das Leben auf der Erde am Verschwinden.

Dank sei der Krone der Schöpfung.

Aber DIE Lösung ist ja in Sicht. Mit viel Glück schafft es ein Mann namens Donald Trump ins Präsidentenamt der USA. Und der wird uns dann erzählen, dass all diese Problem auf unserem Planeten ganz einfach zu lösen sind, und sehr vieles davon ohnehin nur ausgemachter Schwindel ist. Einer glorreichen Zukunft steht also nichts im Wege.

Es grüßt,
das Smamap

Science Fiction

Das Thema hat mich immer schon fasziniert. Seit frühester Jugend.

Mancher mag jetzt die Nase rümpfen. Wohl weil er davon ausgeht, dass das Thema nur mit schießenden Raumschiffen zu tun hat.

Aber es gehört sehr viel mehr dazu.

Ich komme aktuell auf das Thema, weil in nächster Zeit „Der Marsianer“ im Kino startet.

Ein Film, den ich mir in jedem Fall ansehen werde. Das Buch hab ich gefressen. Ob der Film genau so gut sein wird, bleibt abzuwarten. Üblicherweise sind Bücher ja besser, als deren Verfilmungen. Die Mittel eines Filmes sind einfach beschränkt, im Vergleich zu denen des geschriebenen Wortes.
Aber ich werde ihn mir ansehen, und DANN urteilen, und nicht umgekehrt.

Das faszinierende an SF-Romanen ist, für mich, dass sie die Möglichkeit bieten, all das zu denken, was in der Realität des menschlichen Lebens nicht möglich sein wird. Egal ob jetzt Lichtgeschwindigkeit oder Frieden auf Erden.

Wobei für mich schon die Vielfältigkeit des Universums ein ganz entscheidender Inhalt von SF sein muss, .

Denn das Universum beinhaltet eine derartige Klarheit in seinem Inhalt und seiner Struktur, dass es das Ziel des Menschen sein sollte, diese Struktur zu ergründen, um zu erkennen, wie unwichtig all das ist, was wir hier auf der Erde als wichtig erachten.

Die Physiker suchen nach einem alles beschreibenden Gesetz. Sie werden darin missverstanden, dass sie die reine Mathematik zum alles beschreibenden Instrument erheben. Mit ihr ist sicherlich vieles zu erfassen, aber bei weitem nicht alles. Das wissen auch die Wissenschaftler.

Wie das alles zusammenhängt …. kein Mensch vermag es zu erahnen. Und dennoch nehmen wir an, dass wir Menschen das Zentrum des Universums sind. Wir nehmen an, dass da ein göttliches Wesen ist, das AUSGERECHNET auf unserem Planeten gelebt hat. Und wenn man sich alles so ansieht/anhört, was da auf der Erde so geglaubt wird, dann gibt es gleich mehrere solcher göttlicher Wesen. Und jedes ist natürlich das einzig wahre.

Wie auch immer: Das Universum kümmert sich nicht darum.

Und das einzige Mittel, das wir haben, um zu versuchen, das Universum zu begreifen, ist unsere Phantasie.

In Vielem, was da in unserer Phantasie existiert, steckt ein kleiner Kern an Wahrheit.

Und manchmal, steckt sogar die Sehnsucht darin, dass der Mensch jegliches Gehabe von Macht abgelegt hat, und in ein Entwicklungsstadium vorgedrungen ist, wo er erkannt hat, dass Dinge wie Gewalt, Vorherrschaft, Egoismus und all das andere, was unseren Planeten und unsere Spezies kaputt macht, völlig sinnlos sind.

Und so hat SF etwas in sich, nämlich die Sehnsucht nach Frieden in jeglicher Hinsicht.

Es grüßt,
das Smamap