Tablet statt PC

Das Thema hatte ich schon das ein oder andere Mal gestreift …. künftig ein Tablet statt PC zu verwenden.

Zwar verwendete ich schon eine ganze Weile nur noch das Tablet, jedoch stand der PC immer noch im Eck, so für den Notfall.

Nachdem ich ihn aber so gut wie überhaupt nicht mehr verwendete, habe ich jetzt beschlossen, den PC völlig abzuschaffen, und ihn zu verkaufen.

Also flugs in die ebay-Kleinanzeigen gestellt, und morgen kommt jemand und holt ihn ab.

Hat für mich den Vorteil, dass ich die Kiste mit Bildschirm nicht mehr mit umziehen muss, wenn ich nächstens die Wohnung wechsle.

Freilich habe ich die Daten, sprich Bilder/Dokumente/etc. zuvor gesichert. Das Ganze hatte auf einer schlanken SD-Karte Platz (64 GB). Hatte dazu einen Adapter zur Verfügung (sieht aus wie ein USB-Stick), in den die SD-Karte eingesteckt wird. Das PC-Betriebssystem (in meinem Fall „Ubuntu-Linux“) erkennt die Karte ganz normal, und so konnte ich alle mir wichtigen Daten da drauf kopieren (wäre für jeden problemlos machbar).

Tablet statt PC

USB-Adapter mit SD-Karte

Anschließend noch das Betriebssystem gelöscht …. FERTIG !!!

Ich muss zugeben, dass das schon ein bißchen ein komisches Gefühl ist, ab morgen NUR noch Tablet statt PC zu haben. Aber rein nutzungstechnisch ist das schon seit etwa 1 Jahr so.

Als kleinen Nebeneffekt kann ich dann auch den (selbstgebauten) PC-Tisch abschaffen. Wieder ein Teil weniger. Tablet statt PC bietet, was naheliegend ist, auch einen enormen Platzvorteil.

Enorm an Platz gewonnen und zudem etliche Teile, um die ich mich nicht mehr kümmern muss. Ganz abgesehen von den ganzen Kabeln, die ab sofort wegfallen.

Tablet statt PC

Platz und Zeit gewonnen

Und wenn es denn doch mal, völlig überraschend, etwas geben sollte, was ich auf dem PC hatte (und NUR dort), dann ist die SD-Karte schnell mal in das Tablet geschoben, um die Datei da drauf zu finden. Alternativ gibt es genug Leute, die noch einen PC ihr Eigen nennen.

Ich bin der Überzeugung, dass die PC-Zahl im Privatanwender-Bereich in den nächsten Jahren rapide zurückgehen wird. Bei den Otto-Normalusern wird es kaum noch Leute geben, die auf dem PC etwas machen, was sich nicht genauso gut auf dem Smartphone oder Tablet machen ließe.

Der PC wird letztlich ein Nischendasein fristen, v.a. für Anwender wie Spiele-Freaks oder Video-Fetischisten. Die Entwicklung spricht für sich, wenn sogar Microsoft sich langsam aber leise aus dem Bereich verabschiedet. Wer sich heute ansieht, wo solche Firmen die stärksten Wachstumsraten aufweisen, der weiß Bescheid.

Und so ganz nebenbei schlägt sich diese Abschaffung positiv auf meinen Stromverbrauch nieder. Zwar nur noch minimal, weil kaum noch verwendet, aber eben doch. Es gab Zeiten, da schlug sich der Stromverbrauch des PC mit 50 €, und mehr, im Jahr nieder.

Ein Tablet ist demgegenüber vernachlässigbar.

Es grüßt

das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Die ersten Schritte mit der Himbeere

Dem Thema Raspberry Pi hatte ich mich eigentlich deswegen zugewandt, weil er wunderbar einfach konzipiert ist, und im Stromverbrauch unschlagbar.

5 Watt im Vergleich zu den 100 Watt eines PC, sind dann doch etwas anderes (Testberichte von Anwendern im Netz berichten gar von nur wenig mehr als 2 Watt).

Ich hab ihn mir nach Studium etlicher Berichte im Netz zugelegt, die darauf hinausliefen, dass man DAS, was die meisten von uns mit einem PC machen, auch damit erledigen kann. Die Meisten, die das Teil nutzen, tun dies zwar aus Gründen des Experimentierens oder Programmierens, aber man kann ihn auch als „Standard-PC“ nutzen.

Also eine Seite im Netz aufgerufen, wo man alles bekommt, was man dafür braucht (in meinem Fall den Einplatinen-PC und ein Kabel zum Bildschirm), die 39 € dafür mit PayPal gleich überwiesen, und 2 Tage später war es da.

Die Inbetriebnahme war denkbar einfach: Die Micro-SD-Karte aus meinem Handy mit dem Betriebssystem bespielt (also das, was im PC Windows macht), die Karte eingesteckt, das Verbindungskabel zum Bildschirm, eine vorhandene Tastatur und Maus, und das Ladenetzteil meines Handy für die Stromversorgung, und schwupp fuhr das Teil hoch.

Das, was am Bildschirm zu sehen war, sah fast wie Windows aus (ich geh ein anderes Mal noch genauer drauf ein, was da alles dabei ist, und wieviel verschiedene Betriebssysteme es gibt).

Ich hab mir das Ganze jetzt so angepasst, dass ich ins Netz komme, meine eMails abrufe, meinen Blog bearbeite, meine Korrespondenz und meine Tabellen bearbeiten kann, und sonst noch ein paar Kleinigkeiten. Für ganz bestimmte Dinge brauche ich meinen PC noch einmal in der Woche. Das war’s.

Am Schönsten ist die totale Lautlosigkeit und die Rasanz mit der er hochfährt (ca. 15 Sek.).

Mittlerweile habe ich mir noch ein Minigehäuse erworben, damit die Platine nicht einfach SO rumliegt, und ein separates Netzteil, damit ich nicht dauernd umstecken muss, wenn ich das Ladenetzteil für mein Smartphone benötige. Das hatte ich zu Beginn noch nicht mitbestellt, da ich erstmal sehen wollte, ob das Ganze auch das bringt, was ich mir erwartete.

Bisher bin ich voll zufrieden.

Es grüßt,
das Smamap