Hieroglyphen auf der Autobahn

Seit Neuestem gibt es auf Teilstücken von Autobahnen ein neues Verkehrszeichen, das wie Hieroglyphen anmutet ….

Hieroglyphen

Es ist ein Verkehrszeichen, bestimmt für selbstfahrende Autos.

Wo es das überall gibt, weiß ich nicht, jedenfalls hab ich gelesen, dass es auf dem Teilstück der A9 – Nürnberg/München – im Bereich der Anschlussstelle „Holledau“ anzutreffen sein wird.

Nun besitze ich ja kein Auto mehr, und werde deshalb auch nicht mehr in die Verlegenheit kommen, einmal auf so ein Schild zu treffen. Und vom Zug aus werde ich es wohl eher niemals sehen.

Es gab Zeiten, da war dieses Autobahnteilstück für mich quasi fast sowas wie ein Zuhause, sprich ich befuhr es desöfteren jede Woche.

Wenn ich mir so überlege, das wär immer noch so, und ich hätte Gesellschaft von selbstfahrenden Autos, dann würde mir schon etwas mulmig werden.

Die Frage ist – WARUM ?

Zweifelsohne sind da auch etliche menschliche Fahrer unterwegs, die eine gewisse Fehleranfälligkeit in sich tragen.

NUR – ein menschliches fehlerhaftes Verhalten im Straßenverkehr wäre für mich, so meine ich, noch irgendwo abschätzbar. Schließlich bin ich selbst ein Mensch, und meine deswegen beurteilen zu können, und sei es instinktiv, was so ein Mensch dort vorne so vor hat, wenn er sich plötzlich „etwas seltsam verhält“ im Straßenverkehr.

Was so ein Auto machen wird, das von Sensoren, Computern und allerlei gesteuert wird …. da bin ich mir nicht so sicher, ob ich das direkt oder instinktiv beurteilen könnte, was das Fahrzeug im Extremfall tun wird.

Und so kann ich der Tatsache, dass selbstfahrende Autos unterwegs sein werden, nichts Positives abgewinnen. Und ich bin zudem der Ansicht, dass die Bevölkerung, genauer gesagt – die Autofahrer – hätten gefragt werden müssen, ob sie damit einverstanden sind, dass solche Fahrzeuge im Straßenverkehr unterwegs sind.

Unabhängig davon …. wozu brauchen wir selbstfahrende Autos überhaupt?

Sollen alle Tattergreise (zu denen ich auch mal gehören werde), auch noch auf den Straßen unterwegs sein? Wohl kaum – die werden, von sich aus, wohl eher zuhause bleiben wollen.

Soll man ganz entspannt fahren können, völlig ohne Stress? Das kann man schon – auch ohne Autos. Rein in den Zug und fertig.

Wozu also das Ganze?

Ich denke eher, das Ganze dient der Daseinsberechtigung der Autoindustrie. Es kommen die Zeiten, da wird der Individualverkehr sich immer mehr reduzieren. Schlicht und ergreifend, weil die Rohstoffe ausgehen, und es nicht mehr machbar und schon gar nicht bezahlbar ist, zig-Millionen Autos zu bauen und zu kaufen.
Also Kaufanreize schaffen, im Hier und Jetzt. Der Anfang sind die Hieroglyphen Schilder. Jedoch für den Otto-Normalverbraucher wird so ein Fahrzeug unerschwinglich bleiben. Zuerst, weil es noch nicht für die Massenproduktion machbar ist. Und wenn dann mal doch, dann sind wir schon längst mit den Rohstoffen zuende oder mit dem Klima.

Aber statt die Mrd. für Sinnvolles auszugeben, wird etwas gepuscht, wovon niemand etwas hat.

Außer Hieroglyphen und ein mulmiges Gefühl.

Es grüßt,
das Smamap

Selbstfahrer

(Quelle: Reuters)

Eben in den Nachrichten: In den letzten Tagen gab es 2 schwere Unfälle mit selbstfahrenden Autos. Einer davon mit tödlichem Ausgang (gemeint ist nicht das Auto auf dem Foto).

Die Reaktion unseres Ministers: Es müsse so sein, dass für den Schaden der Hersteller haftet, und es müsse eine Ethik-Kommission geben, die festlegt, wie so ein Auto im Ernstfall reagieren muss. Z.B. wenn ein Kind auf die Straße läuft und nur noch ein Ausweichen in den Gegenverkehr möglich ist. Dabei müsse Sachschaden immer vor Personenschaden kommen.

Meine Frage: GEHT´S NOCH ??????

Wozu braucht die Menschheit einen selbstfahrenden Individual-Verkehr? Damit NOCH mehr Autos gebaut werden und unterwegs sind. Damit NOCH mehr Abgase in die Umwelt geblasen werden? Damit NOCH mehr Rohstoffe sinnlos verbraucht werden? Damit NOCH mehr Risiken auf den Straßen unterwegs sind? etc etc etc

Statt Mrd. in die Entwicklung solcher Autos zu stecken, wäre es an der Zeit, die ganzen Ressourcen, die dafür aufgewendet werden, endlich verantwortungsbewußt in die Entwicklung schadstofffreier Autos zu stecken, die wir schon längst haben könnten, wenn die Industrie frühzeitig dementsprechend gehandelt hätte.

Wie sie handelt, nämlich kurzsichtig und allenfalls gewinnorieniert, das kann man exemplarisch am VW-Skandal begutachten. Und um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: In dieser Hinsicht kann man ALLE Hersteller dieser Welt in einen Sack stecken und draufschlagen …. man trifft IMMER den Richtigen.

Und was machen unsere Politiker: Die schauen zu und auf ihren eigenen Vorteil bzw. den ihrer Partei !!!!!

Wenn die beizeiten eine langsame Entwicklung in die Richtung angeschoben hätten, dass es pro Haushalt/Familie allenfalls EIN Auto gäbe, und der öffentliche Nahverkehr Priorität erhalten hätte, dann hätte sich unsere Wirtschaft darauf einstellen können. Und dass Soetwas durchaus positiv für Wirtschaft und Arbeitsplätze sein kann, wenn man es entsprechend gestaltet, das haben viele andere Entwicklungen gezeigt. Zudem hätten beizeiten enorme Mittel für andere Dinge verwendet werden können, als für Straßenbau und alle sonst mit dem Individualverkehr zusammenhängenden Ausgaben.
Horrorszenarien, die im Zusammenhang mit anderen Entwicklungsmodellen an die Wand gemalt werden, sind zudem in aller Regel gegenstandslos.

Und ein Punkt ist absolut klar: Es wäre die verdammte Pflicht und Schuldigkeit unserer Politik, für eine, im Sinne der Menschen und künftiger Generationen, gute Entwicklung zu sorgen.

Die negative Entwicklung wird allerdings ohnehin einsetzen, auch ohne vernünftige Entscheidungen von Politik und Wirtschaft. Spätestens dann wenn die Umwelt umkippt oder aber die Rohstoffe zur Neige gehen. Spätestens DANN kann sich niemand mehr ein Auto leisten.
Nur DANN ist der Zug in vielerlei Hinsicht schon längst abgefahren. Und dazu braucht es keinerlei Verschwörungstheorien …. das ist die blanke, zwangsläufige Entwicklung.
Der Unterschied ist nur, dass wir Menschen dann keinerlei Optionen mehr haben werden. Und unsere Nachkommen schon gleich gar nicht.

Es grüßt,
das Smamap

Neues vom Auto

Heute 2 Artikel gelesen (zufällig) über Neuigkeiten beim Auto.

In dem einen ging es darum, dass Audi einen A-irgendwas mit diversen Laser- und Radar-Sensoren ausgestattet hat, und den Kofferraum voller Elektronik/Computer, um damit das Auto auf der Autobahn (bei Ingolstadt) alleine fahren zu lassen.

Beifahrer ist zur Not dabei, und hat ein Bremspedal zur Verfügung. Aber funktioniert soweit ganz gut.

Warum ich dabei immer einen dicken Hals bekomme, wenn sowas lese, ist, wegen der Tatsache, dass es sich immer noch nicht herumgesprochen hat, dass wir mit dieser abenteuerlichen Betonung des Individual-Verkehrs unseren Planeten immer noch ein Stück mehr kaputt machen. Und woher all die Rohstoffe kommen sollen, die es erfordert, immer mehr Autos für immer mehr Menschen zu bauen, die Frage bleibt unbeantwortet.

Die Umwelt wird zu-asphaltiert, es werden immer mehr Abgase hinausgeblasen, und das Ganze mit dem Ziel, unseren Wohlstand auf Kosten anderer immer noch größer werden zu lassen. Denn diese Techniken haben ja AUCH das Ziel, dass immer mehr Fahrzeuge problemlos auf unseren Straßen unterwegs sein können.

Meine Meinung: Dieser Weg führt genau in die entgegengesetzte Richtung, in die es eigentlich gehen müsste. Das Fernziel muss sein, den Individualverkehr abzuschaffen. Unsere Umwelt und unser Planet verträgt nichts anderes. Und unsere Nachkommen schon gar nicht.

Ich sprach von 2 Artikeln.

Im anderen Artikel ging es um Elektroautos.

So gut der Ansatz auch ist, so wird uns dabei doch nach Strich und Faden in die Tasche gelogen. Da werden Autos als E-Autos vermarktet, und tatsächlich sind sie mit einem Mini-E-Motor ausgestattet, grade mal für 30 KM, und dann setzt der herkömmliche Verbrennungsmotor ein. Es wird ein Verbrauch von 1,8 Liter vorgegaukelt, der in der Realität niemals eingehalten wird (die Labor-Verbrauchswerte herkömmlicher Autos lassen grüßen). Und dieser fiktive Wert wird auch nur dann (rein rechnerisch), erreicht, wenn der E-Antrieb immer dann, wenn der Akku leer ist, auch schnellstmöglich wieder aufgeladen wird (was niemand macht). Und warum das Ganze? Ganz einfach ….. die Hersteller wollen nur soviel E als nötig, denn sonst müssten viele Werkstätten geschlossen werden (ein reines E-Auto sehen die Werkstätten kaum noch, weil alles wegfällt zur Instandhaltung, was mit dem Verbrennungsmotor zu tun hat).
Dazu passt auch, dass es sich um einen japanischen Hersteller handelt.

Und im selben Artikel wurde dann noch ein reines E-Auto beschrieben (auch von einem japanischen Hersteller), dessen Reichweite jetzt erhöht wurde auf 250 KM. Im nächsten Satz stand dann, dass im echten Straßenbetrieb nur 200 KM erreicht würden. Es scheint nach wie vor normal und selbstverständlich, dem Verbraucher Werte vorzusetzen, die mit der Realiät nichts zu tun haben. Sondern nur im Labor erreicht werden.

Dann wird noch daran herumgemäkelt, dass es 11 Sekunden dauere, bis 100 KM/h erreichen seien. NA UND !!!! Wen stört denn das? Wo liegt das Problem, wenn man sein Ziel 2 Min später erreicht?

Ich finde, es gibt keine Branche, in der mehr gelogen, betrogen und getrickst wird, als der Automobilbau. Und das Ganze auch noch staatlich legitimiert.

Wenn alle Diejenigen, die dafür zuständig und verantwortlich sind (in Industrie und Politik), nach gesundem Menschenverstand in Verbindung mit Recht und Gesetzt beurteilt würden, dann müssten etliche Gefängnisse zusätzlich gebaut werden.
Und das ist nichts, was jetzt irgendeiner Verschwörungstheorie entspringt, sondern blanke Realität.

Es grüßt,
das Smamap