Maßlose Übertreibungen

In meinem letzten Beitrag ging es darum, was bleiben wird, von der Coronazeit. Wobei ich da durchaus natürlich nicht vollständig war. ABER – es gibt auch etwas, was kein Mensch braucht. Nämlich den Hype der Medien, um völlig normale Dinge. Nachfolgend ein Link zu EINEM solchen Beispiel (dem ich noch viele andere Links zufügen könnte) für maßlose Übertreibungen:

https://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2021/05/26/mondfinsternis-und-supermond-was-sich-zu-beobachten-lohnt-und-was-nicht/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mondfinsternis-und-supermond-was-sich-zu-beobachten-lohnt-und-was-nicht

Um welches Thema auch immer es geht, ob Vollmond, Corona, Flüchtlinge, Flugzeugabstürze etc etc etc etc
Es wird in bestimmten Medien wieder und wieder gekaut. Buchstäblich bis zum Erbrechen.

Wobei man vorsichtig sein muss, weil „DIE MEDIEN“ gibt es nicht. Es gibt solche und solche. Ich habe mir jetzt zB angewöhnt, wieder die „Tagesschau“ um 20 Uhr zu schauen. Als sachliches informatives Medium. Und die Homepage von NTV habe ich abgeschafft als zentrales Infomedium auf meinem Tablet/Notebook

Da wird auf manchen Medien immer und immer und immer wieder dasselbe Zeug durchgeknetet. Und jegliches Gequatsche von angeblichen „Experten“ und „Fachleuten“ widergegeben. Alles möglichst marktschreierisch. Losgelöst von barer Sachinformation. Was macht es schon, wenn die Leute total verunsichert werden, weil sich die Dinge entweder teilweise widersprechen oder Ängste noch und nöcher geschürt werden.

Ich ziehe mich jedenfalls zurück von solchen Medien, die nur darauf aus sind, Aufmerksamkeit zu kreieren und Auflagen zu erhöhen bzw. Klickzahlen.

Sensationsgeilheit bzw. maßlose Übertreibungen mögen für Manche eine schöne Sache sein. Ich kann dem nichts (mehr) abgewinnen. Und so hätte jener rechtsradikale Koch keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, wenn es da nicht jene Medien gegeben hätte, die sich um jeden Buchstaben gerissen haben.

Gleiches gilt für die Querdenkerszene. Wen juckt es, wenn einige Wenige (was ihr gutes Recht ist), Verschwörungstheorien nachhängen und demonstrieren. WISSEN muss ich das nicht!!!

Game of risk – oder – Scheitern gehört dazu

Game of risk …… eine Formulierung die nachfolgender Link etwas beleuchtet.

http://blogs.esa.int/janwoerner/2016/11/15/the-game-of-risk/

Ein sehr interessanter Artikel, wie ich finde. Und auch sein Titel “ The game of risk „, sagt es.

Allzuoft stürzt sich alle auf etwas, was schief gegangen ist und ignorieren, dass bei allem, was man versucht, immer auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit des Scheiterns mit inbegriffen ist.

Ob es sich jetzt um eine Marsexpedition handelt oder darum einen Nagel in den Holzbalken zu schlagen, ist einerlei.

game of risk

In beiden Fällen kann etwas schief gehen.
Das gute daran ….. man lernt für später.

Im Fall des Nagels weiß man in aller Regel, was man beim nächsten Versuch besser machen kann, um dann erfolgreich zu sein.

Und so scheint es wenig sinnvoll, immer dann, wenn etwas schief gegangen ist, komplett alles in die Tonne zu treten, ohne zu hinterfragen, was es uns darüber hinaus gebracht hat.

Dabei ist es auch ein beliebtes Spiel der Medien, Verkaufszahlen über Sensationsmeldungen zu generieren und “ The game of risk “ völlig zu ignorieren.

Zweifelsohne sind die Medien ein wesentlicher Bestandteil unserer Demokratie und insofern unverzichtbar.
Etwas Zurückhaltung und Objektivität täte manchen von ihnen jedoch manchmal gut.
Das Gleiche gilt für so etliche Mitmenschen.

Jenseits der Frage nach dem Sinn von Weltraumunternehmungen, sollte man deshalb, im Falle der kürzlichen Marsexpedition der ESA, durchaus dazu in der Lage sein, zu sehen, dass das Hauptanliegen war, den Orbiter in die Umlaufbahn zu bringen, und nicht, die Landeeinheit auf die Marsoberfläche.

Dass letzteres mißlang war schade, zu verbuchen unter „Lernphase“, jedoch leider in den Medien so sehr aufgeblasen, dass es alles andere überstrahlte. So auch, dass das Gesamtunternehmen ein ziemlicher Erfolg war.

Das gleiche Procedere ist häufig zu beobachten. Einzelne Mißerfolge werden höher bewertet als all jene Erfolge, die es zu verzeichnen gilt.
Ob das jetzt das Thema Flüchtlinge betrifft, den Klimawandel, den Verbraucherschutz oder was immer sonst.
Allerdings ist die Art und Weise und das Tempo so mancher Entwicklungen sicherlich kritikfähig.

Es grüßt,
das Smamap