Strato und Kundenservice

Wie hier kürzlich berichtet, kämpfe ich mit ein paar Kleinigkeiten in WordPress.

Ich hatte dabei, vereinfacht gesagt, Kontakt zum Support von WordPress aufgenommen, und zum Support von Strato, wo ich, wieder vereinfacht, den Webspace für mein WordPress gemietet habe.

Die Leute von WordPress waren da sehr aufgeschlossen und unkompliziert. Kommunizierten sehr hilfreich, und fanden schließlich heraus, dass Strato da software-technisch das Jetpack-Plugin von Worpress teilweise blockiert.

Also flugs mich an Strato gewendet.
Reaktion: Wir leisten keinen Support für WordPress. Zitat: Für Problemlösungen bei installierter Software, sind sie selbst verantwortlich ….. Service-Wüste Deutschland.

Dieselbe Antwort bekam ich bei Nachhaken dann nochmal, wenn auch in etwas höflicherer Form.

Erst als ich den Strato-Leuten die Nachricht aus den Staaten von WordPress unter die Nase hielt, und darauf verwies, dass sie ja einen Teil ihrer Produkte mit der Aussage verkaufen, dass automatisch WordPress installiert sei und sofort verwendet werden könne, da wurde die Einstellung auf einmal etwa differenzierter.

STRATO

Heute hieß es dann, dass das Produktmanagement die Auskunft erteilt habe, man arbeite Strato-seitig an einer Lösung.

Das hört sich dann doch schon etwas anders, als die Auskunft (sinngemäß), dass ich mich doch selbst um meine Probleme kümmern solle.

Der Kunde ist König !!!!!!

So richtig verinnerlicht scheinen das Manche immer noch nicht zu haben.
In Deutschland zumindest. Ich mache allerdings immer wieder die Erfahrung, dass, egal was auch immer man von den Amerikanern hält …… in Sachen Höflichkeit und in Sachen Kundenpflege sind sie uns meilenweit voraus.

Ich erinnere mich da immer wieder an jeden Beamten bei der Einreise in Atlanta, am Flughafen, vor etwa 20 Jahren, der mich fast auf Knien um Entschuldigung dafür bat, dass er mich ziemlich schroff hinter die Wartelinie geschickt hatte, und aber nicht realisiert hatte, dass die Dame, die er gerade „bearbeitete“ meine damalige Frau war, und wir also zusammen gehörten.
Ein Verhalten eines Staatsbediensteten, das man in Deutschland wohl vergeblich sucht, und das ich nie vergessen habe.

Es grüßt,
das Smamap

Das nennt man Bürgerservice

Anruf eines Bürgers bei der KFZ-Zulassung im Hofer Landratsamt.

B: Bitte eine Auskunft: Gibt es für Schwerbehinderte einen Nachlass auf die KFZ-Steuer?
Z: Ja, gibt es. Da müssen Sie bei der Zulassung den Schwerbehinderten-Ausweis vorlegen.
B: Können Sie mir sagen, wie hoch der Nachlass anteilig ist?
Z: Ja, da müssen Sie den Schwerbehinderten-Ausweis mitbringen.
B: Das wollte ich gar nicht wissen. Können Sie mir sagen, in welcher Höhe sich ein Nachlass generell bewegt? Kommt das auf den Kennbuchstaben an?
Z: Ja, das kommt jetzt schon darauf an, wie hoch die Steuer im Einzelfall ist.
B: Gibt es da keine generellen Prozentsätze?
Z: Ja DA leg ich mich jetzt nicht fest. Da müssen Sie schon beim Zollamt anrufen.
B: Das müssten Sie doch auch wissen! Die KFZ-Zulassung hat das ja bis letztes Jahr selbst alles bearbeitet.
Z: Die Auskunft kann ich Ihnen jetzt nicht geben. Da müssen Sie sich schon an´s Zollamt wenden.
B: Vielen Dank für die umfassende Auskunft. Auf Wiederhören.

Ein Bsp., frei nach dem Motto „Nur ja keine definitive Auskunft geben, auf die man festgelegt werden könnte. Zudem könnte das ja auch Mühe machen“.
Das Motto könnte auch heißen: Wenn der Bürger was wissen will, dann muss er sich schon so verhalten, wie der Behördenmitarbeiter das von ihm verlangt.

Service-Wüste Deutschland.