Simplify your life

Ein Motto (simplify your life), dem ich seit einigen Jahre folge.

Auf deutsch bevorzuge ich den Slogan „Weniger ist mehr“.

Angefangen hatte es damit, dass ich seinerzeit das Buch gleichen Titels las (Simplify your life), in dem es v.a. darum ging, das Leben insofern zu entrümpeln, als man z.B. all den unnötigen Kram im eigenen Leben entfernte. Also z.B. Kleidung, Bücher, x-faches Geschirr etc etc etc etc.

Es sollte einige Zeit, um nicht zu sagen LANGE Zeit dauern, bis mir aufgehen würde, was da eigentlich wirklich dahinter steckte ….

Heute habe ich mein Leben tatsächlich vereinfacht.

Ich habe sehr vieles abgeschafft, was ich einerseits nicht benötige, und was mir andererseits nur unnötige Probleme aufhalste.

Simplify your life

Als Paradebeispiel möge das Auto dienen.
Gut – ich hatte es primär aus gesundheitlichen Gründen abgeschafft. Dieser Ansatz erleichterte mir das Abschaffen. Das wäre mir ansonsten sicherlich nicht so leicht gefallen.

Unter dem Strich ergab sich außerdem dann aber Folgendes:
Ich hatte kein Gefährt mehr, das meistens nur in der Gegend rum stand, für das ich ständig Geld ausgeben musste, um es am Laufen zu halten (ca. 2.000€ im Jahr), und mit dem ich die Umwelt enorm belastete.

Nachdem ich es abgeschafft hatte, zeigte sich, dass es auch ohne sehr gut funktionierte. Was natürlich auch dadurch zustande kam, dass mein Wohnort mir all das, fußläufig erreichbar, bietet, was ich benötige. Alles andere kann ich durch Bus und Bahn realisieren, und ev. Anschaffungen bekomme ich frei Haus geliefert.

Und das Erfreuliche: Keine KFZ-Steuer mehr, keine Versicherung, kein Tanken, keine Werkstattaufenthalte …. NICHTS von alledem.

Ganz zu schweigen von dem enormen Zeitaufwand, der mit all dem verbunden war.

Ich muss freilich zugeben, dass das alles erleichtert wurde, dadurch, dass ich alleine lebe und relativ viel Zeit habe.
Wobei ich stark vermute, dass Vieles von dem wir behaupten, es mache ein Auto unumgänglich, nur vorgeschobene Bequemlichkeit ist.

Wie auch immer, es gibt mittlerweile viele Sachen in meinem Leben, die sich als völlig überflüssig erwiesen haben und die noch dazu nur Problemlieferanten waren und Zeitvernichter.

Als Beispiele mögen dienen:
Mehrfache Ausstattung mit Klamotten.
Riesige Schrankwand, vollgestopft mit Sachen.
Mehrere Regale, voll mit Büchern.
Ordnerweise Unterlagen.
Zahlreiche Gerätschaften …….

Es stellte sich jeweils heraus: Ich benötige das alles nicht, es nimmt mir nur Zeit und Energie und beschert mir reichlich Probleme, mit denen ich mich auseinandersetzen muss. Sei es indem ich gar nicht mehr weiß, wie ich das alles in meinem Leben unterbringen soll, sei es, dass ich ständig von außen mit Dingen konfrontiert werde (z.B. Behörden), die kein Mensch braucht. Zudem stellte sich heraus, dass viele Dinge auch mit zusätzlichen Ausgaben verbunden waren. So war die Reduzierung meiner Gerätschaften auf das, was ich wirklich benötige, verbunden mit einer erheblichen Reduzierung meines Stromverbrauchs (so werfe ich heute, Jahr für Jahr, 150€ meiner früheren Ausgaben nicht mehr dem Stromlieferanten in den Rachen).

Letztlich war mein Ziel, „to simplify your life“, also mein Leben zu vereinfachen, ohne das Leben schlechter zu machen.

Und dies, finde ich, habe ich erreicht.

Erreicht, ohne auf ein gesundes Maß an Bequemlichkeiten bzw. Lebensqualität zu verzichten.

Ein Ansatz, wie ich finde, der uns allen und v.a. unserem Planeten, gut tun würde.

Es grüßt,
das Smamap

Weniger ist Mehr

Das ist der Wahlspruch, nach dem seit einigen Jahren mein Leben im Wesentlichen abläuft.

Und er bewahrheitet sich an jedem einzelnen Tag.

Begonnen hatte ich damals damit, dass ich meine Klamotten ausmistete. Kurz zuvor hatte ich
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gelesen.

Wenn ich mich recht erinnere (ist ja schon eine Weile her), da regte das Buch auch dazu an, sich von Sachen zu trennen, die man ein Jahr lang nicht gebraucht hatte.
Und DAS setzte ich bei meinen Klamotten in die Tat um.

Und urplötzlich hatte ich einen halbleeren Schrank (DAVON, wieviele Schränke meine damalige Frau brauchte, möchte ich hier mal lieber nicht sprechen).

Und ich setzte diese Verfahrensweise so nach und nach auch in vielen anderen Lebensbereichen um.
Und ich kann bestätigen, dass es sich wesentlich entspannter leben lässt, wenn man nicht mehr dem hinterher hechelt, was man vermeintlich alles zu brauchen glaubt.

Abgesehen davon, dass man sich haufenweise Geld spart, das man ja erstmal irgendwie beschaffen muss, so spart man sich auch Unmengen an Zeit, die man für diverseste Aktionen aufwenden muss. Und all das, was man braucht, egal ob jetzt Zeit, Dinge, oder was auch sonst, das muss man ja alles erst mal beschaffen und investieren.

Und für das, was WIRKLICH wichtig ist, bleibt dann in aller Regel nichts mehr übrig.

Ev. ist es ja jemand aufgefallen, dass im vorletzten Absatz einige Male das Wort MUSS auftauchte.

Heute MUSS ich nicht mehr.

Ich beschränke mich auf das Notwendige. Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht doch immer mal wieder mich frage, was ich 12 Monate lang nicht mehr verwendet hab. Und da gibt es immer wieder etwas, was ich nicht brauche, wenn auch bei Weitem nicht so viel, wie anno dazumal. Das führt auch automatisch dazu, dass ich mich viel öfter frage, ob ich etwas, das ich gerne käuflich erwerben würde, wirklich brauche oder ob das nicht zuhause irgendwo, meistens ungenutzt, im Eck stehen wird.

Bestes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: Ich hatte in der neuen Wohnung keinen Backofen und wollte mir einen anschaffen. Ich fragte mich dann, ob ich den wirklich brauche, und musste mir eingestehen, dass ich den ev. 3-4 Mal im Monat nutze und ansonsten steht er ungenutzt in der Küche. Er hätte mich eine Stange Geld gekostet, das mir wieder etliche Monate gefehlt hätte, was wieder entsprechend Stress verursacht hätte. Ich hab dann einen Kompromiss realisiert, und mir so einen kleinen „Back- und Bratofen“ beim Discounter gekauft. Kostete mich 30 €, und damit kann ich alles machen, was es braucht.

Weniger ist mehr.

Früher brauchte ich eine riesen Schrankwand, eine voll ausgestattete Küche, 2 Fernseher, 2 Kühlschränke, 2 Autos usw usf

Ohne das alles lässt sich wesentlich entspannter leben.

Es grüßt,
das Smamap